31.12.2011
Nach 12 Tagen Suche beendet
Kronhardt wird neuer Lok Trainer!
Leipzig – Zwölf Tage wurde überlegt, verhandelt, sicher auch ein wenig gepokert. Doch dann ging alles blitzschnell: Willi Kronhardt (42) ist neuer Trainer von Oberligist 1. FC Lok Leipzig.
„Wir sind uns mündlich einig. Jedoch muss der Vertrag noch abgeschlossen werden. Das wird zeitnah passieren\", sagt Präsident Michael Notzon (52), ohne den Namen zu bestätigen.
Nach BILD-Informationen wird Kronhardt, der einen Vertrag bis 30. Juni 2013 bekommt, aber am Montag offiziell vorgestellt. Ab 17 Uhr wird er dann auch gemeinsam mit Co-Trainer Eric Eiselt, der bleiben soll, das 1. Training nach der Winterpause leiten.

Und dieser Mann brennt!

„Mit Lok ist sehr, sehr viel machbar. Wenn du ein paar Mal gewinnst, strömen so viele Zuschauer ins Stadion, wie man es nicht mal im oberen Drittel der Regionalliga findet\", weiß Kronhardt. „Probstheida muss wieder eine Macht werden, wo jedem Gegner die Knie schlottern.\"
Er selbst spielte von 1998 bis 2000 bei Lok-Vorgänger VfB Leipzig in der 3. Liga - unter Dragoslav Stepanovic, Uli Thomale und Achim Steffens. Und gemeinsam mit Eiselt sowie dem heutigen Kapitän Thorsten Görke.
Steffens sagt übrigens über Kronhardt: „Willi hat schon damals keine Sülze erzählt, den jungen Spielern die Ernsthaftigkeit des Fußballs rübergebracht.\" Kann auch diesmal nicht schaden.

ANDRÉ SCHMIDT

17.11.2011
Spätem Ausgleich folgt sofortige Ernüchterung
1. FC Lok verliert 1:2 in Zwickau und fliegt aus dem Landespokal / Oberliga-Spitzenreiter bestraft Probstheidaer Schlafeinlage
Zwickau/Leipzig. Siegesserie gerissen, Pokalträume zerstoben - der 1. FC Lok unterlag gestern im Achtelfinale beim FSV Zwickau 1:2 (0:0). Dabei standen die Probstheidaer vor 2317 Zuschauern im Sportforum Eckersbach dicht vor der Verlängerung. Entsprechend angefressen war Mike Sadlo. \"Es kann nicht sein, dass wir durch einen Kraftakt den Ausgleich schaffen und vom Anstoß weg gleich wieder ein Tor kassieren\", kritisierte der Lok-Trainer.
Der eingewechselte Djibril N\'Diaye hatte in der 85. Minute einen Freistoß von Kapitän Thorsten Görke zum 1:1 eingeköpft. Doch offenbar jubelten die Leipziger zu lange. Die Konzentration war weg - und Zwickau sofort wieder da. Im direkten Gegenzug schlug der Oberliga-Spitzenreiter zurück. Jörg Laskowski bestrafte eine Schlafeinlage der Gäste und besorgte den entscheidenden Treffer (86.). \"Ein langer Ball aus dem Mittelfeld in unseren Strafraum hat gereicht, dass wir die Ordnung verlieren\", ärgerte sich Sadlo, \"das darf einfach nicht passieren.\"
Der Coach musste auf mehreren Positionen umstellen. Für Martin Dolecek (Bauchmuskelzerrung) rückte kurzfristig der 38-jährige Boris Jovanovic in den Kasten, für Jiri Masek (Leistenbruch, Hinrunde beendet) stürmte Benjamin Fraunholz, zudem fehlten die angeschlagenen Ivan Ristovski und Andreas Streubel.
Lok hatte sich auf eine Abwehrschlacht eingestellt - und bekam sie. Zwickau, angetrieben vom überragenden Regisseur Torsten Ziegner, dominierte klar, vergab aber seine Chancen. \"Wir standen hinten ganz gut, wollten und konnten lange das 0:0 halten\", sagte Görke. Erst als der keineswegs enttäuschende Jovanovic eine scharfe Hereingabe nach vorn abklatschen ließ, staubte Marco Wölfel zur überfälligen FSV-Führung ab (60.).
\"Wir haben die Partie über 90 Minuten kontrolliert und hochverdient gewonnen\", meinte Zwickaus Trainer Nico Quade: \"Bis auf den Standard zum 1:1 hat Lok doch nichts zustande gebracht.\" Auch Sadlo bemängelte die Angriffsschwäche seines Teams: \"Wir waren zu mutlos, konnten kaum Akzente setzen, haben unsere Konter nicht sauber abgeschlossen.\" Vor dem Heimspiel am Sonnabend gegen Jena II vergrößerte sich das Lazarett weiter. Martin Schuster (Knie) und Albrecht Brumme (Fuß) wurden verletzt ausgewechselt, Felix Bachmann verließ den Platz mit einem dicken Knöchel. \"Wir müssen uns jetzt schnell wieder auf die Liga konzentrieren\", erklärte Görke, \"aber mit einer Offensiv-Leistung wie in Zwickau wird es schwer.\" Steffen Enigk

Lok: Jovanovic - Bachmann, Görke, Schuster (72. Brodkorb), Werner - Seipel, Seifert, Brumme (63. Racko), Schulz - Engler, Fraunholz (58. N\'Diaye).

05.11.2011
Lok unter Volldampf
Probstheidaer fegen Oberliga-Schlusslicht 1. FC Gera mit 6:0 vom Platz
Leipzig. Der 1. FC Lok bezwang gestern Abend Oberliga-Schlusslicht Gera souverän 6:0 (4:0). Mit diesem Kantersieg stehen die Leipziger erstmals in dieser Saison auf einem Aufstiegsplatz - zumindest bis heute, denn die Konkurrenz kann das Team von Trainer Mike Sadlo wieder überflügeln.
Doch das tut der Begeisterung unter den Probstheidaer Fans keinen Abbruch. 2611 Zuschauer sahen im Plache-Stadion das Spiel gegen den Tabellenletzten, dessen Antreten zu Beginn der Woche aufgrund finanzieller Probleme nicht mal feststand.
Die Leipziger, die sich zu Beginn schwer taten, gewannen aufgrund einer guten Effektivität bei der Chancenverwertung auch in dieser Höhe verdient. Technischen Glanz boten sie bis auf einige Ausnahmen in der einseitigen Partie nicht. Das Lok-Team mit einigen Legionären, die sich nur auf den Fußball konzentrieren, hat im Kombinationsspiel noch viel Luft nach oben. \"Ein Pflichtsieg, nicht mehr und nicht weniger. Wir dürfen nicht in Euphorie verfallen\", erklärte Sportvorstand Dirk Majetschak nach dem Abpfiff. Die Jungs von Sadlo waren heiß. Auch nach dem 4:0-Halbzeitstand gingen sie weiter auf Torejagd. Gera wirkte da schon stehend K.o., Lok-Keeper Martin Dolecek wurde nicht einmal ernsthaft gefordert. Die einzige Gäste-Gelegenheit vereitelte Kapitän Torsten Görke (72.). Ihm gelang das Highlight des Abends. Als Geras Schlussmann Alexander Just einen Ball in die Mitte abwehrte, lupfte er aus 35 Metern Entfernung die Kugel zum 4:0 (37.) in den Kasten - ein Traumtor.
Zuvor hatte Stürmer Jiri Masek jeweils nach Vorarbeit von Publikumsliebling \"Dieter\" Djibril N\'Diaye bereits zweimal (12., 26.) getroffen. \"Es läuft immer besser bei der Mannschaft und bei mir. Super, wie uns die Fans unterstützen\", freute sich der lange Tscheche. Die weiteren Torschützen waren Benedikt Seipel (33.), Marcus Brodkorb (74.) und Filip Racko (84.). \"Wir sind auf dem richtigen Weg. Vom Aufstieg rede ich aber noch nicht\", meinte der starke Felix Bachmann. Völlig ausgepumpt von der Deckungsarbeit wirkte Geras erstliga-erfahrener Marco Weißhaupt. \"Wir haben versucht, hinten dicht zu machen. Aber Lok war enorm aggressiv in den Zweikämpfen. Das hat uns zu Fehlern gezwungen\", analysierte der Spielertrainer. Sadlo blieb nach dem vierten Sieg in Folge gelassen. \"Das war souverän, auch wenn es bis zum ersten Tor etwas dauerte. Bei einem 6:0 werde ich kein Haar in der Suppe suchen.\" Wo der 1. FC Lok nach dieser Erfolgsserie wirklich steht, werden die nächsten beiden Partien zu Hause gegen Jenas Reserve und anschließend in Dresden gegen die Zweite von Dynamo zeigen.
Norbert Töpfer

1. FC Lok: Dolecek - Bachmann, Krug, Görke (74. Brodkorb), Werner - Seipel (80. Schulz), Seifert, Ristovski - N\'Diaye (64. Racko) - Masek, Engler.

01.11.2011
1. FC Lok bleibt in der Erfolgsspur
Probstheidaer gewinnen beim VfL Halle mit 1:0 / Rico Engler trifft per Elfmeter
Leipzig/Halle. Fußball-Oberligist 1. FC Lok bleibt in der Erfolgsspur. Das Team von Trainer Mike Sadlo siegte am Sonntag beim VfL Halle vor 1315 Zuschauern, darunter 750 Probstheidaer Fans, mit 1:0. Der eingewechselte Rico Engler verwandelte sieben Minuten vor Schluss einen Foulelfmeter in einer ausgeglichenen, hart umkämpften Begegnung. Die Leipziger liegen nach dem dritten Sieg in Folge nur noch zwei Punkte hinter der zweiten Mannschaft von Aue, die auf Rang drei liegt. Dieser Platz berechtigt mit großer Wahrscheinlichkeit zum Sprung in die neue Regionalliga.
Von Euphorie ist bei Sadlo indes wenig zu spüren. So ruhig er wirkte, als es bei Lok katastrophal lief, so besonnen gibt sich der 40-Jährige auch in erfolgreichen Zeiten. Zum Thema Aufstieg redet er nur, wenn er danach gefragt wird. \"Damit beschäftigen wir uns derzeit nicht. Für mich ist trotzdem bis auf den FSV Zwickau, der oben souverän seine Kreise ziehen wird, jede Mannschaft für uns erreichbar. Wir müssen einfach weiter punkten.\"
Wie in Halle, wo die Leipziger spielerisch weit unter ihren Möglichkeiten blieben. \"Aufgrund der schlechten Platzverhältnisse konnten wir nicht wie gewohnt unsere Kombinationen aufziehen. Wichtig ist, dass wir auch mal so eine Partie gewinnen. Oft genug haben wir gut gespielt und doch verloren\", meint Sadlo. Außerdem sei es besonders schwer gewesen, weil die Hallenser extrem defensiv standen. Den Strafstoß nach dem Foul von Patrick Selle an Lok-Mittelfeldmann Ivan Ristovski kommentiert Sadlo knapp: \"Wenn der Schiedsrichter pfeift, ist es Elfmeter.\" Sechsmal hatte der Trainer die Saalestädter beobachtet. \"Weil sie stets gegen unseren nächsten Gegner antreten. Das ist ein abwehrstarkes Team\", erklärt der Coach und fügt an: \"Sonst interessiert sich in Halle keiner für den VfL, zu dem normal 100 Zuschauern kommen. Wenn wir dort antreten, sind gleich 1300 Leute da. Klar, dass es für die Hallenser das Spiel der Saison ist.\"
Ob der 1. FC Lok am Freitag (19 Uhr)Schlusslicht Gera empfängt, ist ungewiss. Die Thüringer haben aufgrund von Altschulden und für zwei Monate ausstehenden Spielergehältern angeblich 100 000 Euro Verbindlichkeiten. Wenn es ihnen nicht gelingt, diese Summe schnellstens aufzutreiben, werden sie wohl bereits heute Insolvenz anmelden. \"Wir bereiten uns trotzdem so vor wie immer\", sagt Sadlo.
Norbert Töpfer

1. FC Lok: Dolecek - Bachmann, Schuster, Görke, Werner (46. Fraunholz) - Seipel (82. Racko), Brumme, Seifert, Ristovski - N\'Diaye - Masek (61. Engler).

15.10.2011
Görke redet Trainer stark
Heute in Gotha gilts für Lok-Trainer Mike Sadlo (40): Siegen oder Fliegen!
Und das regt Kapitän Thorsten Görke (35), der nach seiner Leistenverletzung wieder auf dem Feld stehen wird, fürchterlich auf: „Man sollte einem jungen Trainer ein Stück weit Zeit geben. Er stellt uns ordentlich ein und ist in der Mannschaft hochrespektiert.\"
Freilich weiß der Verteidiger auch, dass die Ergebnisse stimmen müssen: „Unsere Hauptbaustelle ist das Abwehrverhalten. Die Null muss einfach mal wieder stehen.\" So wird er vermutlich den gesperrten Markus Krug in der Viererkette ersetzen. Der ist, wie auch Torwart Martin Dolecek, ein Spiel gesperrt.
CIS

08-10-2011
Blamage in Aue: Lok geht 0:5 unter
Aue/Leipzig. Bitterer Rückschlag für Fußball-Oberligist 1. FC Lok. Das Team von Trainer Mike Sadlo ging gestern Abend in Aue nach zuletzt zwei Erfolgen gegen die Zweite des FC Erzgebirge mit 0:5 (0:2) unter.
Es war ein Schwarzer Freitag für die Probstheidaer, die mit einem Dreier in diesem Nachholspiel eigentlich zur Verfolgungsjagd in Richtung Aufstiegsplätze blasen wollten. Doch daraus wurde nichts: Sie blamierten sich gegen die Auer Fohlen. Zu allem Überfluss sah Markus Krug nach dem Versuch, das 0:3 durch den zweitligaerfahrenen Alban Ramaj per Festhalte zu verhindern, die Ampelkarte. Und es kam noch schlimmer. Fünf Minuten vor Schluss flog Lok-Keeper Martin Dolecek vom Platz. Der Tscheche hatte Kevin Stephan im Strafraum gefoult. Die Gäste mussten auf die verletzten Thorsten Görke, Felix Bachmann und Raik Hildebrandt verzichten. Auch der angeschlagene Benedikt Seipel (Hüfte) blieb zunächst auf der Bank. Dafür zauberten die Leipziger Mittelfeldmann Ivan Ristovski aus dem Ärmel, der noch in der vergangenen Saison für die Auer Reserve auf dem Feld stand. In dieser Woche wurde der Vertrag mit dem Mazedonier unterzeichnet, gestern kam die Freigabe vom Verband.
Fazit der Blamage: Lok gelang kein Tor und die Defensive präsentierte sich wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen. \"Wir kassieren am Anfang durch individuelle Fehler zwei Gegentore, haben anschließend die Chancen zum Ausgleich und kriegen das 0:3 mit einer Gelb-Roten Karte. Danach ist das Spiel weg. Deswegen geht aber die Welt nicht unter\", sagte Coach Mike Sadlo.
Norbert Töpfer

1. FC Lok: Dolecek - Werner, Krug, Saalbach, Schuster - Ristovski, Seifert, N\'Diaye (64. Brodkorb), Streubel - Fraunholz (50. Seipel), Masek (59. Engler).

17.09.2011
Drei Lok-Tore in sechs Minuten
Probstheidaer drehen Oberliga-Spiel gegen Piesteritz und gewinnen noch 3:1
Leipzig. Genau 241 Minuten litt der 1. FC Lok im Plache-Stadion unter Ladehemmung, dann fielen die Tore wie reife Früchte: Innerhalb von nur 360 Sekunden machten die Probstheidaer gestern Abend aus einem 0:1 ein 3:1 über Grün-Weiß Piesteritz und feierten nach dem 4:0 in Erfurt den zweiten Oberliga-Sieg in Folge.
Lange ging gar nichts, dann alles ganz schnell. Als Benedikt Seipel den ersten Heimtreffer der Saison erzielt hatte (61.), brachen bei den bis dahin bärenstarken Gästen die Abwehrdämme - und Lok schoss sich mit Urgewalt den Frust von der Seele. Der eingewechselte Andreas Streubel (63.) und Benjamin Fraunholz (67.) legten sofort nach, entfachten Jubelstürme bei den 2656 Zuschauern und ließen Mike Sadlo aufatmen. \"So eine Aufholjagd habe ich als Trainer noch nicht erlebt\", meinte der so erleichterte wie gestresste Coach, \"endlich haben wir mal ein Spiel gedreht, die Truppe hat große Moral gezeigt.\"
Doch rundum zufrieden konnte er mit dem schwer erkämpften Arbeitssieg nicht sein. \"Er ärgert mich, dass wir in der ersten Halbzeit derart ängstlich agiert haben\", sagte Sadlo, \"ich verstehe nicht, dass wir bei Heimspielen gehemmt und ohne Selbstvertrauen auftreten.\"
Für seinen Kollegen Uwe Ferl war es ein bitterer Abend. \"Wir waren auf Augenhöhe und eine Stunde lang die klar bessere Mannschaft, haben uns aber mit Schlafeinlagen selbst um den Lohn gebracht\", kommentierte der Piesteritz-Trainer den Sechs-Minuten Blackout und gestand: \"Lok hat unsere Verunsicherung nach dem 1:1 eiskalt ausgenutzt.\" Ferl hatte sein Aufsteiger-Team taktisch glänzend eingestellt. Die Gäste störten früh, verengten die Räume, erstickten mit aggressivem Pressing die ideenlosen, halbherzigen Lok-Angriffe im Keim und konterten mehrfach gefährlich über den kaum zu stoppenden Ladislav Stefke. Als dieser in der 41. Minute Tim Hebsacker bediente, hatte Martin Dolecek im Probstheider Kasten keine Chance. \"Wir haben bewiesen, dass wir guten Fußball spielen können\", meinte Ferl. Und hätte der völlig frei stehende Mathias Niesar kurz vor dem Pausenpfiff eine Stefke-Flanke nicht neben das Tor geköpft, sondern zum 0:2 verwertet, wäre Lok wohl kaum noch zurückgekommen. \"Das war der Knackpunkt\", stöhnte Ferl.
Sadlo aber hielt eine geharnischte Kabinenpredigt, seine Mannschaft wurde mutiger, druckvoller. Der agile und von den Fans mit \"Dieter\"-Sprechchören gefeierte Djibril N\'Diaye scheiterte noch am Gäste-Keeper (52.), dann setzte Seipel einem scheinbar aussichtslosen Ball erfolgreich nach, dann zeigte Lok plötzlich attraktive Kombinationen, kochte die Kulisse, nahm das Schicksal für Piesteritz seinen Lauf. \"Der Ausgleich war wie ein Energieschub für uns\", staunte Seipel, \"wir haben gesehen, was mit den tollen Fans im Rücken möglich ist.\" Und in dieser Saison sollte für Lok noch einiges möglich sein. \"Wir können jetzt erst mal in Ruhe weiterarbeiten\", freute sich Sadlo. Steffen Enigk

Lok: Dolecek - Schuster, Krug, Saalbach, Werner - Bachmann (55. Streubel), Seifert, Racko (46. Masek), Seipel - Fraunholz (79. Mende), N\'Diaye.

29.08.2011
Gefangen in der Abwärtsspirale
Lok verliert gegen Zwickau mit 0:3 und bleibt als einziges Oberliga-Team weiter torlos
Das Aufeinandertreffen zwischen dem 1. FC Lok und dem FSV Zwickau vor 2585 Zuschauern war nicht das Spiel zweier Aufstiegsfavoriten. Zwar untermauerten die Westsachsen eindrucksvoll ihre Regionalliga-Ambitionen, doch die Leipziger warten auch nach vier Spielen auf Tor und Sieg - und stürzen ab auf den vorletzten Tabellenplatz. Konzeptlos, harmlos, ideenlos - das Urteil der bitter enttäuschten Besucher auf der Tribüne beschreibt den Auftritt ihrer Mannschaft bestens. Dabei hatte die Anfangsphase noch Hoffnung gemacht. Startelf-Rückkehrer Benjamin Fraunholz zog nach fünf Minuten aus 30 Metern ab, FSV-Keeper Denny Kallisch bekam den Ball nach einer Unsicherheit erst auf der Linie zu fassen. \"Am Anfang war das ein Spiel auf Augenhöhe\", meinte FSV-Coach Nico Quade hinterher, \"doch dann haben wir einen genialen Moment gehabt\". Gemeint war damit der exakte Pass von Manuel Stiefel in den Lauf von Steffen Kellig, der den Ball sehenswert über den herausstürmenden Martin Dolecek zur Gäste-Führung lupfte (12.). Beim zweiten Gegentreffer hatte Lok dann Pech: Dolecek und Marcus Brodkorb rasselten nach einem Freistoß zusammen, Marcel Trehkopf traf ins verwaiste Tor (19.) \"Manche Schiedsrichter pfeifen das ab, manche nicht\", so Quade diplomatisch.
Lok reagierte mit jeder Menge Frustfouls. So rammte der enttäuschende Lok-Kapitän Thorsten Görke seinem Gegenspieler den Ellbogen in die Brust, wurde dafür aber nicht einmal ermahnt. Die große Chance zum Anschlusstreffer hatten dann Felix Bachmann, Sebastian Seifert und Fraunholz in der 31. Minute, doch nacheinander scheiterten sie am nun exzellent parierenden Kallisch. \"Es gelingt uns einfach nicht, das Ding über die Linie zu befördern\", stellte Lok-Trainer Mike Sadlo ernüchtert fest. Auch in Halbzeit zwei nicht, in der Chancen Mangelware blieben. In der 72. Minute fiel schließlich die Entscheidung: Kellig verwertete einen Pass von Fuß aus sieben Metern mühelos zum 0:3-Entstand.
Höhnische \"Sadlo raus\"-Rufe der knapp 300 mitgereisten Zwickauer fanden bei Teilen des Lok-Anhangs nun Zustimmung, Sadlo wiederum haderte vor allem mit der Qualität seiner neuen Spieler: \"Viele Neuzugänge rufen nicht mehr das ab, was sie in der Vorbereitung schon mal gezeigt haben\". Damit dürften vor allem Felix Bachmann, Rico Engler und Jiri Masek gemeint sein, die keinerlei Akzente setzen konnten. Einzig der bemühte Fraunholz sorgte mit einem sehenswerten Drehschuss aus 20 Metern für einen überraschenden Moment (80.). Darüber hinaus blieb Lok vollkommen ungefährlich. Zwickau lauerte auf Konter, agierte abgezockt und durfte sich nach Abpfiff über drei verdiente Punkte freuen. Während der FSV wie ein Aufsteiger auftrat, trennen Lok und die Spitze nun schon elf Punkte. In der derzeitigen Verfassung haben die Probst-heidaer weder dort noch in der Regionalliga etwas zu suchen. René Loch

FC Lok: Dolecek - Schuster (69. Schulz), Saalbach, Brodkorb, Werner - Görke, Seifert - Bachmann (46. Engler), Seipel, N\'Diaye (54. Masek) - Fraunholz

15.08.2011
1. FC Lok vergeigt Saisonstart
Sadlo-Team verliert Heimspiel von knapp 3000 Zuschauern gegen Chemnitzer Fohlen mit 0:2
Leipzig. Fußball-Oberligist 1. FC Lok Leipzig, mit Regionalliga-Aufstiegs-ambitionen in die Saison gestartet, findet sich nach dem zweiten Spiel mit null Punkten im Tabellenkeller wieder. Nach der 0:1-Auftaktniederlage in Auerbach verlor das Team von Trainer Mike Sadlo gestern vor 2995 Zuschauern gegen die zweite Mannschaft des Chemnitzer FC mit 0:2 (0:1).
Der Lok-Coach verschwand nach dem Abpfiff schnurstracks in die Kabine. \"Ich muss mich erst mal sammeln. Sonst sage ich noch was, was ich nicht sagen darf\", meinte der 39-Jährige. Thorsten Görke, der beste Leipziger mit vielen guten Pässen, war stinksauer. \"Wir sollten das Aufstiegsgeschwafel lassen. Wer solche Chancen auslässt wie wir, braucht nicht nach oben gucken. Wir müssen uns als Mannschaft erst mal finden\", wetterte der Kapitän. Zugang Felix Bachmann schüttelte den Kopf: \"Unglaublich, wir kriegen die Bälle aus einem Meter nicht rein. Und das gegen eine fast A-Jugend-Truppe.\"
Das war aber lediglich eine Seite der Partie, in der die hochgehandelten Probstheidaer nur 30 Minuten in der zweiten Hälfte zu überzeugen wussten. Denn in Halbzeit eins waren die Chemnitzer die bessere Mannschaft, die laut Trainer Kay-Uwe Jendrossek mit einem Durchschnittsalter von 19,9 (!) Jahren antrat. Mit dem 0:1 (16.) durch einen Flugkopfball von Felix Paul aus fünf Metern - Torwart Martin Dolecek blieb auf der Linie kleben - war der 1. FC Lok gut bedient. \"Wir hätten den Sack schon eher zumachen müssen, dann wären wir nicht noch so in Bedrängnis geraten\", sagte der glückliche Gäste-Coach. Die Leipziger Defensive wirkte oft wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen, ließ vor der Pause gleich vier hochkarätige Möglichkeiten der \"CFC-Junioren\" zu.
Sadlo war außer sich vor Wut, wechselte Stephan Knoof noch vor der Pause aus und brachte den schnellen Djibril N`Diaye, der die CFC-Abwehr mehrfach schwindlig spielte. Doch seine Vorlagen wurden von den Teamkollegen nicht genutzt. Dabei erwies sich Legionär Jiri Masek als \"Chancentod\". Zweimal scheiterte der lange Tscheche aus einem Meter Entfernung am bärenstarken Chemnitzer Torwart Maik Ebersbach. \"Ich bin total kaputt, aber vor dieser Kulisse zu spielen, war geil\", freute sich der 21-jährige Schlussmann. In ihm fand auch Rico Engler bei seinem Flugkopfball aus Nahdistanz seinen Meister. Die Gastgeber ließen in Hälfte zwei acht Großchancen aus. Die CFC-Jungs waren da cleverer, obgleich sie ab Minute 68 nach gelb-rot für Daniel Ponzel in Unterzahl spielen mussten. Felix Schimmel jagte die Kugel nach schnellem Konter zum 2:0-Endstand (88.) ins Netz - Lok war K.o.
Stephan Knoof, mit sich selbst auch höchst unzufrieden, zeigte sich \"ratlos\" nach dem Abpfiff. \"Wir haben viel Druck, weil wir angesichts der günstigen Situation mit der neuen Regionalliga aufsteigen wollen. Uns fehlt einfach das erlösende Tor. Wir haben viel Arbeit vor uns\", bekannte der Routinier. Der FC Lok dürfte schweren Zeiten entgegengehen, denn am Sonntag muss er beim Tabellenzweiten Bautzen antreten, acht Tage später gastiert der gegenwärtige Spitzenreiter Zwickau im Plache-Stadion. Norbert Töpfer

1. FC Lok: Dolecek - Werner, Schuster, Brodkorb, Seifert (46. Schulz) - Görke, Knoof (32. N Diaye) - Bachmann, Racko (55. Brumme), Engler - Masek.

08.08.2011
Bocek-Tor schockt Lok
0:1 beim VfB Auerbach zum Oberliga-Auftakt / Überlegene Leipziger in der Offensive zu harmlos
Auerbach/Leipzig. Ein spätes Tor von Martin Bocek zerstörte gestern die Hoffnungen des 1. FC Lok auf einen Punktgewinn zum Oberliga-Auftakt. Die Probstheidaer unterlagen vor 1250 Zuschauern trotz einer ansprechenden Vorstellung 0:1 beim Aufstiegs-Mitfavoriten VfB Auerbach.
Von Steffen Enigk
Als sich die rund 600 mitgereisten Leipziger Anhänger schon auf ein torloses Remis eingerichtet hatten, gab\'s doch noch ein böses Erwachen. Nachdem ihre Mannschaft eine Ecke zu kurz abgewehrt hatte, segelte die nächste Flanke in den Strafraum, genau vor die Füße von Bocek, der die Kugel aus dem Gewühl heraus ins Netz jagte - die Entscheidung in der 82. Minute. Lok-Trainer Mike Sadlo hatte ausdrücklich vor dem tschechischen Riesen gewarnt. Der VfB-Neuzugang vom ZFC Meuselwitz machte zwar nicht wie befürchtet ein Kopfball-Tor, aber die so einfache wie rustikale Spielweise der Auerbacher mit vielen hohen Bällen in die Spitze setzte sich eben doch durch. Sehr zur Verärgerung von Thorsten Görke. \"Das war eine Partie auf Augenhöhe, in der wir eigentlich ganz gut standen\", meinte der Lok-Kapitän: \"Die Niederlage ist bitter, weil wir spielerisch die bessere Mannschaft waren und mindestens ein Unentschieden verdient hatten. Aber uns fehlte die Durchschlagskraft.\"
Auch Sadlo war tief enttäuscht. \"Wir konnten unsere Überlegenheit einfach nicht in hochkarätige Chancen ummünzen\", erklärte der Coach, \"auf dieser Leistung lässt sich zwar aufbauen, aber das ist völlig schnurz, wenn die Punkte weg sind. Es wird noch viele so enge Spiele geben, die wir auch mal für uns entscheiden müssen.\"
Lok bestimmte im Mittelfeld das Geschehen, kombinierte durchaus gefällig, war vor dem VfB-Kasten aber mit seinem Latein am Ende. Ein Knaller von Rico Engler nach neun Minuten, den Keeper René Berger abfaustete, einige Schüsse über und neben das Gebälk - viel mehr hatten die Gäste in der Offensive nicht zu bieten. Die kampfstarken Auerbacher profitierten von Leipziger Ballverlusten, liefen gefährliche Konter, besaßen die weitaus größeren Möglichkeiten. Doch Torwart Martin Dolecek reagierte einige Male glänzend, bewahrte sein Team gegen Bocek (14.), Marcel Schuch (31., 47.) und erneut Bocek (80.) vor einem Rückstand und erhielt ein Sonderlob von Sadlo: \"Er war heute unser bester Mann.\"
Auerbachs Coach pflichtete bei. \"Dolecek hat überragend gehalten\", sagte Steffen Dünger, der nach dem aus seiner Sicht verdienten Dreier freimütig Komplimente an Lok verteilte: \"Ein ganz starker Gegner in einem sehr intensiven Spiel, das ein Vorgeschmack auf eine heiße Saison war. Lok hatte den feineren Schliff, wir mehr Power.\" Felix Bachmann, Probstheidaer Neuzugang aus Plauen, räumte trotz seiner Frustration (\"ein typischer Auerbach-Sieg\") ehrlich ein: \"Uns fehlte in aussichtsreichen Situationen nicht nur der finale Pass, sondern auch der letzte Biss und die nötige Konzentration. Auerbach war einfach gieriger, wollte das Tor mehr als wir.\" Und wurde durch Bocek belohnt.
Lok: Dolecek - Werner (31. Saalbach), Brodkorb, Schuster, Seifert - Knoof (84. Racko), Görke - Bachmann, Engler (65. Schulz) - Masek - Fraunholz.

27.07.2011
Bachmann und Streubel zum 1. FC Lok
Leipzig. Angekündigt waren die Verpflichtungen seit langem, gestern meldete Oberligist 1. FC Lok Leipzig Vollzug: Die Mittelfeldspieler Felix Bachmann (bis 2013) und Andreas Streubel (bis 2012) unterschrieben ihre Verträge, sind die Neuverpflichtungen Nummer sechs und sieben. Trainer Mike Sadlo schwärmt von \"Klasse und Durchsetzungsvermögen\" des 25-jährigen Bachmann, der in der vergangenen Saison beim VFC Plauen in der Regionalliga spielte und in 29 Partien vier Treffer erzielte. Davor war er beim Chemnitzer FC am Ball. Streubel kehrte über die Stationen FC Sachsen, Eilenburg, Borna und zuletzt Grimma nach Probstheida zurück.
pm

16.07.2011
Hauptsponsor angeblich in Zahlungsschwierigkeiten - Was bedeutet das für den FC Lok?
Was ist wirklich dran an diesem Gerücht?

Die Süddeutsche Zeitung berichtete gestern über Zahlungsschwierigkeiten bei Lok-Hauptsponsor „Goldgas\". Offene Rechnungen soll der Gasanbieter erst nach massiven Druck beglichen haben, zudem sollen Netzentgelte nicht bezahlt worden sein. Das Unternehmen unterstützt die „Loksche\" pro Saison mit mehr als 100000 Euro. Nur aufgrund des Geldes konnte der Klub personell (neun Neue bisher) aufrüsten. Muss jetzt Lok etwa um die Kohle zittern? „Goldgas\"-Chef und zugleich auch Lok-Präsident Michael Notzon (52) gestern am Telefon zu BILD: „Ich kann die Fans beruhigen. Wir haben keine Zahlungsprobleme. Werden, wie schon im letzten Jahr, einen zweistelligen Millionen-Gewinn erwirtschaften. Lok kriegt sein Geld.\" Hoffentlich!
Sportlich: Lok testet heute (14 Uhr/Plache-Stadion) gegen Sechstligist Sandersdorf (Sachsen-Anhalt) morgen (14 Uhr) gegen SCHOTT Jena
cp/jule

16.07.2011
Engler unterschreibt, Bachmann soll folgen
Drei Neue für den 1. FC Lok: Seit gestern ist die Verpflichtung von Rico Engler perfekt. Der Stürmer wurde laut Sportdirektor Marcel Rozgonyi vorerst für ein Jahr gebunden. Der Vertrag für Felix Bachmann (Plauen) werde derzeit aufgesetzt, auch bei Andreas Streubel (Grimma) sehe es gut aus.
Interessiert sind die Probstheidaer zudem an Daniel Ortega. Der US-Spieler soll in den Tests heute gegen Sandersdorf und am Sonntag gegen Schott Jena (beides Sechstligisten, Anstoß jeweils 14 Uhr auf einem Nebenplatz des Plache-Stadions) eine weitere Chance erhalten. \"Er könnte uns weiterhelfen\", glaubt Trainer Mike Sadlo, \"aber eigentlich ist unser Kader fast schon zu, und wir haben bereits fünf Ausländer in der Mannschaft. Mal schauen.\"
Am 22. Juli (18 Uhr) erwartet Lok im Plache-Stadion Oberligist Türkiyemspor Berlin. Die Saisoneröffnung mit den Fans steigt am 31. Juli. Ab 10 Uhr gibt es diverse Autogrammstunden, um 15 Uhr trifft das Sadlo-Team auf eine Auswahl ehemaliger Lok-Kicker.
S.E.

14.07.2011
5:0 im Test: Lok schießt sich langsam warm
Leipzig. Fußball-Oberligist 1. FC Lok gewann gestern Abend ein Testspiel gegen Edelweiß Arnstedt, Sechstligist aus Sachsen-Anhalt, mit 5:0 (1:0). Vor 200 Zuschauern auf einem Nebenplatz des Plache-Stadions setzte Trainer Mike Sadlo insgesamt 22 Akteure ein, darunter die Probespieler Felix Bachmann (Plauen), Andreas Streubel (Grimma), Timo Schulz (HFC-Nachwuchs) sowie die US-Boys Daniel Ortega und Gilbert Bayonne. Sie kicken in der dritten amerikanischen Liga. Neben Bachmann, im Vorjahr Regionalliga-Stammkraft beim VFC, wusste vor allem der 22-jährige Offensivmann Ortega zu gefallen. Er spielte früher in der U17-Auswahl der USA und schoss gestern den ersten Lok-Treffer.
\"Die Mannschaft hat sich gut bewegt, schnelle Kombinationen und einige schöne Tore gezeigt\", sagte Lok-Trainer Mike Sadlo. \"Insgesamt bin ich mit dem Test zufrieden. Die Probespieler möchte ich jetzt noch nicht bewerten.\"
S.E.

Lok 1. Halbzeit: Dolecek - Schuster, Saalbach, Schlüter, Seifert - Bachmann, Görke, Ortega, Streubel - Fraunholz, Bayonne.
Lok 2. Halbzeit: Glaser - Werner, Krug, Brodkorb, T. Schulz - Engler, Racko, Hildebrandt - C. Schulz, N\'Diaye, Masek.
Tore: 1:0 Ortega (38.), 2:0 Brodkorb (51.), 3:0 Masek (70.), Masek (80.), 5:0 N\'Diaye (84.)

08.07.2011
1. FC Lok erwartet heute Halleschen FC
Leipzig. Oberligist 1. FC Lok Leipzig spielt heute auf dem Nebenplatz 1 (18 Uhr) gegen den Halleschen FC. Dementsprechend wird die Taktik ausgerichtet. \"Der HFC ist eine Spitzenmannschaft der Regionalliga, spielerisch stark mit guten Fußballern. Deswegen wird der Hauptaugenmerk darauf liegen, gegen den vermeintlich stärkeren Gegner in der Defensive sicher zu stehen und dann den einen oder anderen Konter zu fahren\", erklärte Lok-Trainer Mike Sadlo. Die komplett gegenteilige Marschrichtung wird für morgen (16 Uhr) ausgegeben, wenn die Probstheidaer bei Eintracht Eisenberg antreten. \"Da erwarte ich vor allem, dass wir in der Offensive Akzente setzen können\", so Sadlo.
pm

07.07.2011
Ukrainer sagt ab, VFC-Spieler kommen
Leipzig. Kaum da, schon wieder weg: Der Ukrainer Ondryi Olyinyk wechselt nun doch nicht zum 1. FC Lok. Der Offensivmann hatte bereits zugesagt, sollte von einem Sponsor finanziert werden, reiste aber nicht mit zum Testspiel am Dienstag gegen Bayern Hof, das die Leipziger 3:0 gewannen. \"Er hat uns mitgeteilt, dass er sich anders entschieden hat und keinen Vertrag bei uns unterschreiben will\", erklärte Trainer Mike Sadlo, \"aber das ist nicht tragisch. Wenn es mit Rico Engler klappt, sind wir in der Offensive sehr gut aufgestellt.\" Engler hatte wie die Neuzugänge Djibril N\'Diaye und Filip Racko in Hof getroffen. Zudem fehlten im Test noch Benjamin Fraunholz und Christoph Schulz, die in Sadlos Angriffs-Rechnung wichtige Faktoren sind. Sportdirektor Marcel Rozgonyi sieht die Verhandlungen mit Engler auf einem guten Weg, glaubt aber nicht an einen schnellen Abschluss. Fast einig ist er sich dagegen mit Felix Bachmann und Andy Müller. \"Nur noch Details\" seien mit den Mittelfeldakteuren aus Plauen zu klären.
Verteidiger Tobias Wendler, ebenfalls vom VFC und in Hof im Einsatz, erhielt eine Absage.
Sportvorstand Dirk Majetschak hat sich offenbar mit dem FC Grimma auf den Wechsel von Torwart Jan Evers und Alexander Kunert verständigt, die Lok unbedingt verlassen wollen.
Morgen Abend trifft das Sadlo-Team auf Regionalligist Hallescher FC. Der Anpfiff im Plache-Stadion wurde auf 18 Uhr vorgezogen.
S.E.
Bayern Hof (Oberliga) - 1. FC Lok 0:3 (0:3) Lok: Dolecek (46. Glaser) - Wendler (46. Werner), Brodkorb (46. Krug), Schuster (46. Saalbach), Bachmann - Racko (46. Brumme), Müller, Seifert (46. Hildebrandt), Engler - N\'Diaye (70. Wendler), Masek (46. Heynke). Zuschauer: 425 in Hirschberg. Tore: 0:1 Racko (30.), 0:2 N\'Diaye (35.), 0:3 Engler (37.)

06.07.2011
Stürmer aus Senegal endlich da
6. Neuzugang beim 1. FC Lok auf. Nach vier Tschechen und einem Ukrainer fehlte noch dieser Mann aus Senegal: Seit Montagabend trainiert Stürmer Djibril N\'Djaye (21) mit, der letzte Saison für Rot-Weiß Frankfurt (5. Liga) zehn Tore in 28 Spielen schoss. Der Bruder von Momar N\'Djaye (FSV Frankfurt) bekam einen Vertrag bis 2012.
Test gestern: Bayern Hof - Lok Leipzig 0:3. Tore: Racko, N\'Djaye, Engler.
as

05.07.2011
Rico Engler in der Warteschleife
Leipzig. Rico Engler ist wieder zu Hause in Probstheida. Seit Sonntag übt er mit dem Oberliga-Team des 1. FC Lok. Doch einen Vertrag hat er noch nicht unterschrieben. \"Ich bin froh, dass ich mich hier fit halten kann. Mal schauen, was wird\", sagt der 24-Jährige, dessen Vertrag bei Drittligist SV Babelsberg nach nur einer Saison nicht verlängert wurde.
\"Das war überraschend, nachdem immer gesagt wurde, dass mit mir geplant wird. Am letzten Tag fiel den Babelsbergern ein, zu wenig U23-Spieler zu haben\", schaut Engler noch immer frustriert zurück. Dennoch habe er das Jahr als Profi nie bereut. \"Ich konnte mich in dieser Zeit sportlich und menschlich weiter entwickeln, auch wenn ich mir mehr Einsätze gewünscht hätte.\" Der Leipziger bestritt für die Potsdamer sieben Drittliga-Partien und schoss sein einziges Tor beim 1:1 gegen Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden. Engler gab sich gestern recht locker. Er wolle alles in Ruhe auf sich zukommen lassen. Es gebe mehrere Angebote, darunter auch eines vom 1. FC Lok. Es sei aber derzeit überhaupt noch nichts entschieden, wohin die Reise geht, erklärte der gelernte Immobilienkaufmann.
Lok-Sportvorstand Dirk Majetschak sprach gestern auf Anfrage Klartext zum möglichen Zugang Engler. \"Er hat von uns das Angebot, in dieser Woche mit zu trainieren. Noch gehen seine und unsere finanziellen Vorstellungen zu weit auseinander, um einen Vertrag zu unterzeichnen. Wir werden versuchen, eine Lösung zu finden.\" Die zahlreichen Neuverpflichtungen begründet Majetschak damit, \"dass wir ein schlagkräftiges Team brauchen, um eine realistische Chance zu besitzen, den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen.\" Zudem mussten auch Spieler verpflichtet werden, um einen für die sehr lange Saison notwendigen 22-Mann-Kader zu haben. Differenzen gibt es mit Sachsenligist FC Grimma, der nur aufgrund des Verzichts vom SV Naunhof in dieser Spielklasse verblieben ist. Der langjährige Stammtorwart Jan Evers und Mittelfeldspieler Alexander Kunert, der in der vorigen Saison wegen extremen Verletzungspech nicht mehr Stammspieler im Oberliga-Team war, wollen an die Mulde wechseln, obgleich sie noch ein Jahr Vertrag in Probstheida haben. Hier wird derzeit um die Ablösesummen gefeilscht.
Heute (19 Uhr) bestreitet die neue Lok-Mannschaft ihr erstes Vorbereitungsspiel in Hirschberg gegen Bayern-Ligist Hof, Freitag (19 Uhr) kommt der Hallesche FC ins Plache-Stadion.
Norbert Töpfer

29.06.2011
Ziel des 1. FC Lok: Regionalliga-Aufstieg
Leipzig. Drei Tage vor Beginn der Vorbereitung herrscht Zuversicht und zugleich Gelassenheit beim Oberligisten 1. FC Lok. Und übers Ziel wird auch nicht herumgeeiert. \"Wir wollen die Chance nutzen und den Aufstieg in die Regionalliga schaffen\", sagt Sportvorstand Dirk Majetschak und ergänzt: \"Der Kader ist im Großen und Ganzen komplett, wir stehen nicht unter Handlungsdruck wie in den vergangenen Jahren.\"
Was Trainer Mike Sadlo genauso sieht. \"Was soll ich denn meinen Spielern am Freitag beim ersten Training sonst sagen? Es gibt eine Reform, es werden drei oder vier Mannschaften aus unserer Oberliga-Staffel aufsteigen. Da wollen wir dabei sein.\" Dennoch sieht der Fußball-Lehrer keinen Grund zur Hektik. \"Der Kader steht eigentlich. Zwei bis drei Spieler könnten dazu kommen. Mal sehen, ob Jens Werner den neuen Vertrag unterschreibt. Wenn nicht, hätten wir auf dieser Position Handlungsbedarf.\"
In dieser Woche gibt es Gespräche zwischen dem rechten Außendecker und Majetschak. Den Fall des abwanderungswilligen Stammkeepers Jan Evers sehen Majetschak und Sadlo die Zukunft unterschiedlich. \"Ich plane nicht mehr mit Evers\", sagt der Trainer. Der Sportvorstand erwartet, dass der Keeper den noch ein Jahr laufenden Kontrakt erfüllt.
Sadlo sieht die Situation auf dem Markt in diesem Jahr anders. \"Weil in der jetzigen Regionalliga niemand absteigt, halten sich die Vereine mit Verpflichtungen zurück, die in der Spitze keine Ambitionen haben. Damit sind viele Spieler frei und wir können uns umsehen.\" Schließlich sei bis zum 31. August, dem Ende der Wechselfrist, noch viel Zeit.
Die Testgegner hat Sadlo bewusst gewählt. \"Oberligisten anderer Staffeln und gute Mannschaften eine Klasse unter uns sind am besten geeignet.\" Einen Bundesligisten hätte er auch gern gehabt, doch aufgrund deren hoher Antrittsgagen unmöglich. \"Für die Saisoneröffnung ist der Gegner zweitrangig. Hier geht es darum, dass sich die Mannschaft mit den Fans trifft und diese die neuen Spieler kennenlernen\", meint Sadlo.
Im ersten Punktspiel muss Lok bei Mitfavorit VfB Auerbach antreten, eine Woche später gastiert die Zweite des CFC im Plache-Stadion.
Norbert Töpfer

Vorbereitungsspiele 1. FC Lok, 5.7.,19 Uhr: Bayern Hof in Hirschberg. 8.7., 19 Uhr: Hallescher FC (H). 9.7., 16 Uhr: Eintracht Eisenberg (A). 13.7., 18.30: Edelweiß Arnstedt (H). 16.07., 14 Uhr: Union Sandersdorf (H). 17.7., 14 Uhr: Schott Jena (H). Sa./So., 23./24.7. Saisoneröffnung im Plache-Stadion. 30.7., 14 Uhr: TSG Neustrelitz (A). Sa./So., 6./7.8. Punktspielstart beim VfB Auerbach.

27.06.2011
Nachwuchstrainer und Möbel für Talente-WG\'s gesucht
+++ Offizielle Pressemitteilung des 1. FC Lok vom 27.06.2011 +++

Oberligist 1. FC Lok sucht für die kommende Saison 2011/12 Nachwuchstrainer, die große Lust und Spaß dabei haben, in einem professionellen, gewachsenen Umfeld mit den zahlreichen Talenten der Blau-Gelben zu arbeiten. Wer Teamfähigkeit, Erfahrung und kreative Eigeninitiative besitzt sowie die nötige Geduld im täglichen Umgang mit Kindern und Jugendlichen mitbringt, der ist in Probstheida genau richtig. Trainerlizenzen stellen keine Bedingung dar, vielmehr ist der Verein auch gerne bereit, beim Erwerb von Lizenzen Unterstützung zu leisten. Unser Verein steht seit Jahrzehnten in einer einmalig erfolgreichen Tradition für Kinder- und Jugendfußball. In dieser Tradition seiner Vorgänger hat sich der 1. FC Lok die Förderung des leistungsorientierten Kinder- und Jugendfußballs auf die Fahnen geschrieben. Aktuell kicken gut 300 Mädchen und Jungen aus zahlreichen Ländern in den Jugendteams des Vereins. Interessierte können sich stets bei Nachwuchskoordinator Jörg Seydler oder auf der Geschäftsstelle melden.

Des Weiteren sucht der 1. FC Lok Möbelstücke für Wohngemeinschaften, welche der Verein Nachwuchsspielern zur Verfügung stellt. Wer also beispielsweise Verwandte und Freunde kennt- oder gerade selbst dabei ist, sein Haus/seine Wohnung umzuräumen, neue Möbel kauft und gut erhaltene Einrichtungsgegenstände wie etwa Betten, Schränke, Sofas und dergleichen aussortieren möchte, der findet bei den Blau-Gelben einen dankbaren Abnehmer.

Für weitere Informationen steht die Geschäftsstelle Ihnen gerne zur Verfügung:
1. FC Lokomotive Leipzig
Connewitzer Straße 21
04289 Leipzig

Tel.: 0341 / 869990 Mail: geschaeftsstelle@lok-leipzig.com

22.06.2011
Aktueller Sommerfahrplan der Oberliga-Mannschaft
+++ Offizielle Pressemitteilung des 1. FC Lok vom 22.06.2011 +++

Die Planungen von Oberligist 1. FC Lok für die kommende Spielzeit 2011/12 laufen seit Wochen auf Hochtouren. In neun Tagen, am Freitag, 01.07.2011, um 17.30 Uhr bittet Cheftrainer Mike Sadlo seine Mannschaft zum offiziellen Trainingsauftakt auf den Rasen. Und auch der Sommerfahrplan ist nahezu vollständig gefüllt. Eingeläutet wird die Testspielphase am Dienstag, 05.07.2011, wenn der FCL im thüringischen Hirschberg auf Bayernligist SpVgg Bayern Hof trifft (Tickets für 5 Euro an der Abendkasse). Drei Tage darauf wartet bereits Regionalligist Hallescher FC, der im Bruno-Plache-Stadion gastieren wird (Freitag, 08.07.2011, 19 Uhr). Nach weiteren Partien gegen Eintracht Eisenberg, Edelweiß Arnstedt, Union Sandersdorf und SCHOTT Jena veranstaltet der 1. FC Lok am Wochenende des 23./24.07.2011 seine traditionelle Saisoneröffnung mit einem bunten Rahmenprogramm im Bruno-Plache-Stadion. Das genau Datum sowie der Testspielkontrahent für diesen Tag werden noch bekanntgegeben. Die Generalprobe findet dann eine Woche vor dem Punktspielstart bei der TSG Neustrelitz statt. Der 1. FC Lok misst sich mit dem Vertreter der NOFV-Oberliga Nord am Samstag, 30.07.2011, um 14 Uhr in dessen heimischen Parkstadion.


Der Sommerfahrplan* in der Übersicht:

Freitag, 01.07.2011, 17.30 Uhr - Offizieller Trainingsauftakt im Bruno-Plache-Stadion

Dienstag, 05.07.2011, 19 Uhr - Testspiel gegen SpVgg Bayern Hof (Bayernliga) - Austragungsort: Oberlandstadion Hirschberg, Lobensteiner Str.16, 07927 Hirschberg

Freitag, 08.07.2011, 19 Uhr - Testspiel gegen Hallescher FC (Regionalliga) im Bruno-Plache-Stadion

Samstag, 09.07.2011, 16 Uhr - Testspiel bei SV Eintracht Eisenberg (Landesklasse Ost, Thüringen) - Austragungsort: Sportanlage Schortental, Schortentalstrasse 1, 07607 Eisenberg

Mittwoch, 13.07.2011, 18:30 - Testspiel gegen SV Edelweiß Arnstedt (Verbandsliga Sachsen-Anhalt) im Bruno-Plache-Stadion

Samstag, 16.07.2011, 14 Uhr - Testspiel gegen Union Sandersdorf (Verbandsliga Sachsen-Anhalt) im Bruno-Plache-Stadion

Sonntag, 17.07.2011, 14 Uhr - Testspiel gegen SV SCHOTT Jena (Thüringenliga) im Bruno-Plache-Stadion

Sa./So., 23./24.07.2011 - Offizielle Saisoneröffnung im Bruno-Plache-Stadion (Datum und Testspielgegner werden noch bekanntgegeben)

Samstag, 30.07.2011, 14 Uhr - Testspiel bei der TSG Neustrelitz (NOFV-Oberliga Nord) - Austragungsort: Parkstadion, Pappelallee 17, 17235 Neustrelitz

Sa./So., 06./07.08.2011 - Punktspielstart der NOFV-Oberliga Süd (Spielplan noch nicht veröffentlicht)

*Stand: 22.06.2011, Änderungen und Ergänzungen sind vorbehalten. Der Sommerfahrplan wird regelmäßig aktualisiert

22.06.2011
Tschechischer Zuwachs in der Offensive: 1. FC Lok verpflichtet Jiří Mašek und Filip Racko
+++ Offizielle Pressemitteilung des 1. FC Lok vom 22.06.2011 +++

Die Offensivabteilung des 1. FC Lok erhält weiteren Zuwachs. Die Blau-Gelben haben die beiden tschechischen Akteure Jiří Mašek und Filip Racko für jeweils ein Jahr unter Vertrag genommen. Ihre Kontrakte sind zudem mit einer Option bis 2013 versehen, wenn den Probstheidaern der Aufstieg in die Regionalliga gelingen sollte. Der 32-jährige Mašek wechselt vom tschechischen Erstliga-Aufsteiger FK Viktoria Žižkov in die Messestadt, sein Landsmann Racko spielte zuletzt beim Zweitliga-Achten FC Zenit Čáslav. „Beide können uns zu mehr Kreativität, mehr Variabilität und mehr Torgefahr in der Offensive verhelfen\", sagte Cheftrainer Mike Sadlo über den 1,90-Meter-Mann und führte detailliert aus: „Jiří ist ein großgewachsener Mittelstürmer, der im Strafraum Präsenz zeigen soll, der über ein gutes spielerisches Verständnis verfügt und auf eine immense internationale Erfahrung zurückgreifen kann.\" Marcel Rozgonyi, sportlicher Leiter des 1. FC Lok, schloss sich dem an. „Er hat im Laufe seiner Karriere bereits allerlei Spuren hinterlassen. Mit seinen Qualitäten und seiner reichhaltigen Erfahrung ist er für unsere Ambitionen eine absolute Verstärkung\", meinte Rozgonyi über Mašek, der jahrelang für FK Jablonec und FK Teplice in der ersten tschechischen Liga spielte und später unter anderem auch für den FC Wacker Tirol in der österreichischen Bundesliga aktiv war.

Hoffnung auf mehr Kreativität, mehr Variabilität und mehr Torgefahr

Die große Lücke, die Pavel Devátý nach seinem Abgang im offensiven Mittelfeld hinterlassen hat, soll nunmehr der 25-jährige Filip Racko schließen. „Von der Spielanlage bringt er ähnliche Voraussetzungen wie Pavel mit. Ich hoffe sehr, dass er schnellstmöglich in diese Rolle hineinwachsen kann. Das Potential dafür hat er\", urteilte Mike Sadlo. Marcel Rozgonyi fügte hinzu: „Filip ist ein Spieler für die Position hinter den Spitzen, ein Zehner mit sehr ordentlicher Technik und einem guten Auge für den richtigen Pass.\" Racko spielte vor seinem Engagement in Čáslav unter anderem auch für den 1. FC Slovácko und Baník Ostrava in der tschechischen Eliteklasse „Gambrinus Liga\".

22.06.2011
Zwei tschechische Offensivspieler verstärken den 1. FC Lok für mindestens ein Jahr
Leipzig. Die Offensivabteilung des 1. FC Lok erhält weiteren Zuwachs. Die Blau-Gelben haben die beiden tschechischen Akteure Jiří Mašek und Filip Racko für jeweils ein Jahr unter Vertrag genommen. Ihre Kontrakte sind zudem mit einer Option bis 2013 versehen, wenn den Probstheidaern der Aufstieg in die Regionalliga gelingen sollte, teilte der Verein am Mittwoch mit.
Der 32-jährige Mašek wechselt vom tschechischen Erstliga-Aufsteiger FK Viktoria Žižkov in die Messestadt, sein Landsmann Racko spielte zuletzt beim Zweitligisten FC Zenit Čáslav. „Beide können uns zu mehr Kreativität, Variabilität und Torgefahr in der Offensive verhelfen\", sagt Cheftrainer Mike Sadlo. Über den 1,90-Meter-Mann Mašek weiß der Coach: „Jiří ist ein großgewachsener Mittelstürmer, der im Strafraum Präsenz zeigen soll, der über ein gutes spielerisches Verständnis verfügt und auf eine immense internationale Erfahrung zurückgreifen kann.\" Marcel Rozgonyi, sportlicher Leiter des 1. FC Lok, schließt sich dieser Meinung an: „Er hat im Laufe seiner Karriere bereits allerlei Spuren hinterlassen. Mit seinen Qualitäten und seiner Erfahrung ist er für unsere Ambitionen eine absolute Verstärkung.\"
Die große Lücke, die Pavel Devátý nach seinem Abgang im offensiven Mittelfeld hinterlassen hat, soll nun der 25-jährige Filip Racko schließen. „Von der Spielanlage bringt er ähnliche Voraussetzungen wie Pavel mit. Ich hoffe sehr, dass er schnell in diese Rolle hineinwachsen kann. Das Potential dafür hat er\", sagt Sadlo. „Filip ist ein Spieler für die Position hinter den Spitzen, ein Zehner mit sehr ordentlicher Technik und einem guten Auge für den richtigen Pass\", beschreibt Rozgonyi die Stärken des zweiten tschechischen Neuzugangs.
Am 1. Juli bittet Trainer Saldo seine Mannschaft zum offiziellen Trainingsauftakt ins Bruno-Plache-Stadion. Im Juli absolviert die Mannschaft mehrere Testspiele, unter anderem auf heimischem Rasen gegen den Hallschen FC (8. Juli, 19 Uhr) und Union Sandersdorf (16. Juli, 14 Uhr). Am Wochenende 6./7. August beginnt für den 1. FC Lok die neue Saison in der Fußball-Oberliga-Süd.
agri

06.06.2011
Drei Neuzugänge auf drei Positionen.
Oberligist 1. FC Lok hat Innenverteidiger Martin Schuster, Angreifer Djibril N\'Diaye und Torwart Martin Dolecek verpflichtet. Alle drei Spieler haben Verträge bis zum 30.06.2012 (plus Option für ein weiteres Jahr) unterschrieben. Schuster wechselt aus seinem Heimatland vom tschechischen Zweitligisten FC Graffin Vlašim nach Probstheida. „Mit Martin haben wir uns die Dienste eines jungen, spielstarken Innenverteidigers gesichert, der sich in den vergangenen zwei Jahren bei Graffin Vlašim zu einem unverzichtbaren Stammspieler entwickelt hat\", begründete Cheftrainer Mike Sadlo. Der aktuelle Verein des 23-Jährigen liegt einen Spieltag vor Saisonschluss auf Rang sechs der zweiten tschechischen Liga. Seine Karriere hatte Schuster, der in der laufenden Saison zu bisher 27 Punktspieleinsätzen kam und mit 2349 Minuten länger als jeder andere Teamkollege auf dem Feld stand, beim Traditionsverein Viktoria Plzeň begonnen. Angreifer Djibril N\'Diaye wechselt von Hessenligist (5. Liga) Rot-Weiß Frankfurt zum 1. FC Lok. „Schnell, vielseitig, abschlussstark. Djibril ist ein großes Talent und kann unsere Möglichkeiten in der Offensive deutlich erhöhen\", sagte der sportliche Leiter Marcel Rozgonyi zum Transfer des 21-jährigen Franzosen mit senegalesischen Wurzeln, der zehn Tore und vier Vorlagen zum Klassenerhalt der Frankfurter beitrug. N\'Diaye stammt aus der Nachwuchsschule des FC Metz.

Mike Sadlo: \"Wir brauchen einfach zwei gute Torhüter\"

Der 27-jährige Martin Dolecek, der in der Thüringenliga-Saison 2010/11 lediglich 21 Gegentore kassierte, kommt vom unangefochtenen Landesmeister und Oberliga-Aufsteiger 1. FC Gera 03 und soll wie angekündigt den Konkurrenzkampf im Tor der Blau-Gelben intensivieren. Mike Sadlo verdeutlichte in diesem Zuge erneut, dass der Verein weiterhin ebenfalls mit Schlussmann Jan Evers plant. „Jan hat auch im zurückliegenden Spieljahr hervorragende Leistungen geboten, auf die wir nur ungern verzichten möchten. Aber wir brauchen einfach zwei gute Torhüter, die sich Tag für Tag gegenseitig pushen. Fakt ist: Sein Vertrag läuft noch bis 2012 und wir sehen nicht den geringsten Grund, ihn abzugeben.\"

01.06.2011
+++ Offizielle Pressemitteilung des 1. FC Lok vom 01.06.2011 +++
Aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen hat Katrin Pahlhorn ihren ehrenamtlichen Präsidiumsposten, auf dem sie sich für die Bereiche „Finanzen und Verwaltung“ verantwortlich zeichnete, beim 1. FC Lokomotive Leipzig niederlegt. Von dieser Entscheidung unterrichtete sie ihre Präsidiumskollegen am heutigen Mittwoch. „Ihr Rücktritt bedeutet einen sehr großen Verlust für den Verein. Mehr als sieben Jahre lang hat sie sich neben ihrem eigentlichen Job Tag für Tag weit über jegliches Normalmaß einer ehrenamtlichen Tätigkeit hinaus aufgeopfert. Ohne ihre durch unfassbaren Fleiß erworbenen Verdienste würde der Verein mit Sicherheit wirtschaftlich nicht so dastehen, wie er dies in der Gegenwart tut. Wir sind kein reicher, aber ein finanziell absolut gesunder Verein. Daran trägt sie maßgeblichen Anteil“, sagte Präsident Michael Notzon und führte weiter aus: „Niemand ist vor Fehlern gefeit. Bei allem auf den Verein gerichteten Fokus, bei allen Zielen, die wir uns gesteckt haben und bei aller dabei nötigen konstruktiven Kritik von Seiten der Sponsoren, den Mitgliedern, Fans oder der Öffentlichkeit, der wir uns als Entscheidungsträger stets zu stellen haben - gewisse Dinge, die in letzter Zeit vor allem auf Frau Pahlhorn niederprasselten, gingen einfach zu weit und standen in keinem Verhältnis zu dem, was sie bis zum heutigen Tag für den 1. FC Lok geleistet hat. “

Gemeinsam werden der Aufsichtsrat und das Präsidium in Beratung darüber treten, ob und wie eine eventuelle Suche nach einer geeigneten und einvernehmlichen kommissarischen Besetzung des vakanten fünften Postens im Präsidium bis zur turnusmäßigen Mitgliederversammlung im Frühjahr 2012 ausgeführt wird. Ungeachtet davon wird die Übertragung und Arbeitsteilung von Aufgabengebieten des Verantwortungsbereiches „Finanzen und Verwaltung“ auf der Geschäftsstelle derweil weiter intensiviert. Dieser geordnete Professionalisierungs- und Arbeitsteilungsprozess befindet sich bereits seit einiger Zeit in der Umsetzung. „Am nötigen Ausbau von Strukturen, unumgänglich verbunden mit der von uns vorangetriebenen Professionalisierung, wird von den Verantwortlichen, Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern im Verein hart gearbeitet. So etwas lässt sich aber nicht per Knopfdruck von heute auf morgen realisieren. Vor allem werden wir uns dabei keinem finanziellen Harakiri hingeben. Es braucht Geduld und insbesondere eine gemeinsame, vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten“, unterstrich Michael Notzon, der außerdem ausdrücklich betonte: „Die Veränderungen im Präsidium haben keinerlei negative Auswirkungen auf die Planungen und Vorbereitungen für das Oberliga-Team und die Bundesliga-Frauen. Die sportliche Leitung arbeitet konsequent und ungehindert an der Zusammenstellung der Kader für die kommende Saison.“

01.06.2011
Aufsichtsratsboss Weißgerber tritt zurück
Leipzig. Zwei bemerkenswerte Mails verschickte die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des 1. FC Lok in den letzten Tagen. Zunächst wurde vermeldet, dass die Stammspieler Stephan Knoof, Markus Saalbach, Benjamin Fraunholz und Christoph Schulz ihre Verträge verlängert haben. Von den Abgängen Jan Evers und René Heusel war nicht die Rede. Gestern erfolgte die Information über den Rücktritt Gunter Weißgerbers, Vorsitzender des Aufsichtsrates. Stellvertreter Jens Peter Hirschmann habe satzungsgemäß den Vorsitz des Gremiums übernommen.
\"Aus persönliche Gründen\" soll der ehemalige Bundestagsabgeordnete Weißgerber (SPD) diese überraschende Entscheidung gefällt haben, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Dabei war der 55-Jährige erst am 5. Februar im Rahmen der Mitgliederversammlung des 1. FC Lok zum Chef dieses Gremiums gewählt worden.
\"Wir bedauern seine Entscheidung. Auch in dieser kurzen Zeit haben wir unter seiner Federführung einiges bewegt, angeschoben und intensiviert\", sagte Hirschmann und fügte in der Lok-News hinzu: \"Trotz dieser unerfreulichen Nachricht werden wir gemeinsam zu viert weiterhin unsere ganze Kraft investieren, um die dem Gremium gestellten Aufgaben, Anforderungen und Ansprüche bestmöglich zu erfüllen.\"
Doch die Gründe Weißgerbers sind auf einem anderen Terrain zu suchen. In seinem Rücktrittsschreiben, das dieser Zeitung vorliegt, erklärt der frühere Politiker, dass sein Ausscheiden nichts mit den jetzigen Präsidiumsmitgliedern Michael Notzon, Dirk Majetschak, Bernd Wickfelder und Hartmut Dischereit zu tun hat. Er verweist auf eine so genannte Amtsträgerin, die heute wie früher \"Regie mit vereinsklimatischer Tiefenwirkung\" führt, weil die genannten Vorstandmitglieder stark in ihrem beruflichen \"Tagwerk\" eingebunden sind. Obgleich Weißgerber den Namen der Frau nicht nennt, ist klar, dass er Schatzmeisterin Katrin Pahlhorn meint. \"Es hat sich wenig im Tagesgeschäft verändert\", kritisiert Weißgerber. Er sei sich auch nicht mehr sicher, ob bei der Wahl Anfang Februar mit dem bisherigen Vorsitzenden Steffen Kubald \"die richtige Person ihren Hut an den Nagel hängte oder ob er vielleicht nur ein Bauernopfer war\".
Hauptgrund sei jedoch die \"Nichtwahrnehmung des Aufsichtsrates durch den Vorstand/Präsidium\". So haben Mitglieder des Aufsichtsrates, die zu Präsidiumssitzungen eingeladen werden, dort kein Rederecht. Das Präsidium arbeite noch immer ohne eine vom Aufsichtsrat bestätigte Geschäftsordnung. \"Wie hier ein Budget beschlossen und in Geltung gesetzt werden kann, bleibt ein Rätsel.\"
Weißgerber verweist auf die Bitte seines Gremiums an das Präsidium um einen Bericht, der jedoch verweigert wird. \"Okay, das kann so gemacht werden, aber ohne mich. Zuerst Aufklärung und dann Auswertung in größerer Runde\", so müsse es gehen. \"Da mir das Ringen um das Rederecht im Präsidium ein lächerliches Problem zu viel war, ziehe ich meine Konsequenzen und gebe den Aufsichtsratsvorsitz mit heutigem Datum zurück\", heißt es in seinem Schreiben an das Präsidium, den Aufsichtsrat und die Mitglieder des 1. FC Lok. Abschließend schlägt Weißgerber vor, das Sponsoring auf eigene Füße zu stellen. Dieser Bereich müsse gewinnorientiert und hauptamtlich bearbeitet werden. Nur mit solchen Anreizen habe ein Sponsoring-Modell für den 1. FC Lok die Chance, wesentlich mehr Geld einzuwerben. Wichtig sei, dass für diesen Job jemand gewonnen werde, der den Probstheidaer Klub nach außen gut vertreten und vor allem mit seinem Bekanntheitsgrad positive Wirkung erzielen könne.
Norbert Töpfer

31.05.2011
Was ist los beim 1. FC Lok? Evers und Heusel gehen
Es riecht nach Abschied zweier Urgesteine von Oberligist 1. FC Lok: Jan Evers, Keeper Nummer eins seit der Bezirksliga-Saison 06/07, ist sich bereits sicher. Auch René Heusel, einzig verbliebener Spieler der ersten Stunde in Liga elf der Saison 04/05, wird wohl gehen. Sie sind unzufrieden mit dem Klima im Verein.
Evers hat im Gegensatz zu Heusel noch einen Kontrakt für die nächste Saison. Er hofft, dass ihm die Lok-Bosse entgegenkommen. \"Vielleicht als Dank dafür, dass ich fünf Jahre die Nummer eins war und bis auf wenige Spiele einen guten Job gemacht habe.\" Der 27-Jährige ist fest entschlossen: \"Bekomme ich keine Freigabe, werde ich ein Jahr pausieren.\"
Dirk Majetschak wundert sich über Evers. \"Wir hatten am Freitag ein gutes Gespräch. Jan hat noch ein Jahr Vertrag. Wir müssen darüber reden\", sagt der Lok-Sportvorstand. Im Fall Heusel klingt seine Aussage nicht nach Kompromissbereitschaft: \"René hat ein Vertragsangebot, das er unterschreiben kann, wenn er das möchte.\"
Allerdings ergänzt Majetschak: \"Wir möchten beide weiter im Verein integrieren. Doch wir können auch nicht über unsere Verhältnisse leben.\" Damit drückt er klar aus, dass es ums Geld geht. Heusel setzt dagegen: \"Ich kann nicht bestätigen, dass es ein gutes Angebot ist. Der Punkt ist erreicht, wo wir uns trennen sollten. Ich bin mir zu 90 Prozent sicher, dass es so kommen wird\", sagt der 32-Jährige, den viele Lok-Fans noch immer \"Fußball-Gott\" nennen.
Nach schwerer Unterschenkelverletzung 2000 in einem Testspiel mit dem VfB Leipzig gegen Markkleeberg drohte sein Karriere-Aus. 2004 folgte er dem Ruf des neuen 1. FC Lok mit dem Start in der 3. Kreisklasse. Mit zwölf Schrauben und einer Platte im Bein ging er unter Trainer Rainer Lisiewicz den Weg bis in die Oberliga, worauf er stolz ist. \"Ich fühle mich noch gut genug, in dieser Klasse aufzulaufen\", verkündet er selbstbewusst. Anfragen von anderen Vereinen gab es nur wenige. \"Das ist normal. Die Leute denken alle, der Heusel sitzt fest bei Lok im Sattel. Den brauchen wir gar nicht erst zu fragen.\"
Heute sind zehn Lok-Spieler nach Mallorca geflogen, um den Klassenerhalt nach einer insgesamt enttäuschenden Saison zu feiern. Heusel und Evers fehlen, wie schon bei der Abschlussfeier nach dem Match am Sonntag gegen den VfL Halle in der Gaststätte \"Mondschein\" von Abwehrspieler Markus Saalbach.
Evers wehrt sich gegen den Vorwurf, er würde das Handtuch werfen, weil Lok den Tschechen Martin Dolecek (1. FC Gera) verpflichtet. \"Ich habe keine Angst davor und auch kein Problem mit Trainer Mike Sadlo. Aber mit mir hat niemand darüber geredet. Auch nicht über die Zukunft. Ich will weg, weil mir die Rahmenbedingungen im Verein nicht mehr passen.\"
Auch der Tscheche Pavel Devaty geht. Seine Frau bekommt Zwillinge. Der starke Mittelfeldmann braucht mehr Zeit für die Familie. Kevin Adam, an dem Lok kein Interesse mehr hatte, zieht es nach Luckenwalde. Fragezeichen stehen hinter Markus Brodkorb, Jens Werner, Sebastian Kieback, Albrecht Brumme und Benedikt Seipel, die über Lok-Angebote nachdenken. Reimund Linkert wechselt zu einem Oberligisten, dessen Namen er gestern aber nicht nennen wollte.
Über Zugänge halten sich die Verantwortlichen bedeckt. Mit Torsten Ziegner (33, Jena) gebe es Gespräche, meint Majetschak. Zu Kontakten mit Marco Gebhardt (38, Schöneiche, Union Berlin, 1860 München) möchte der Sportvorstand nichts sagen.
Norbert Töpfer

30.05.2011
Lok-Team wütend nach 2:2 gegen VfL Halle
Noch Stunden nach dem Abpfiff waren die Spieler des Oberligisten 1. FC Lok stinksauer. Der 2:2-Ausgleichstreffer für den VfL Halle in der Nachspielzeit hatte die Probstheidaer tief getroffen. Die Freude der Gäste wurde jedoch schnell gedämpft, als sie vom 2:0-Sieg der Jenaer Reserve bei der Zweiten des FC Erzgebirge Aue hörten. Denn der VfL wähnte sich damit in der Relegation gegen Tennis Borussia.
Die Fete der Probstheidaer mit ihren Fans verlief bescheiden, zu groß war der Ärger über das Remis gegen offensivschwache, trotz der Abstiegsgefahr brave Hallenser. Zudem sickerte durch, dass Torwart Jan Evers (wie berichtet) und auch \"Lok-Gott\" René Heusel den Verein verlassen werden. Letzterer war schon vor dem Anpfiff bedient, weil er wieder nicht zur Startelf gehörte.
\"Mir ist nicht zum Feiern zumute. Der Gegner war doch schon stehend K.o. Das war eine Katastrophe\", wetterte Mittelfeldmann Stephan Knoof. Auch Kapitän Thorsten Görke zeigte sich wütend: \"Halle hätte es verdient abzusteigen. Wir sind einfach zu blauäugig.\"
VfL-Trainer Thomas Diedrich war mit der Leistung seiner Jungs unzufrieden: \"Nach unserer 1:0-Führung müssen wir nachlegen. Bei Lok ging nach vorn lange nichts.\" Beim Probstheidaer Coach Mike Sadlo überwog der Ärger. \"Wir müssen nach unseren Chancen 3:1 oder gar 4:1 führen. Ich wollte das Spiel unbedingt gewinnen. Der Ausgleich fiel aus dem Nichts.\"
Wie alle Tore. Beim 1:0 (23.) für die Gäste jagte Stefan Karau, früher in Diensten des FC Eilenburg und FC Sachsen, die Kugel aus Nahdistanz in die Maschen. Raik Hildebrandt gelang vor stattlichen 2534 Zuschauern mit einem Sonntagsschuss, der nicht unhaltbar schien, der 1:1-Ausgleich (33.). In Hälfte zwei einer mittelmäßigen Partie hämmerte Görke einen Freistoß an die Lattenunterkante, Benjamin Fraunholz schoss den Ball zum 2:1 (60.) ins Tor. Jetzt feierten die Lok-Fans. Bis zum 2:2-Ausgleich, den Robin Huth per Distanzschuss in der ersten Minute der Nachspielzeit erzielte. Kurz zuvor hatte der gerade eingewechselte Alexander Kunert nach feiner Kombination über René Heusel und Albrecht Brumme die Kugel freistehend aus elf Metern über den VfL-Kasten gejagt. Dem stets engagierten, eigentlich technisch sehr beschlagenen Mittelfeldspieler dürfte gestern Abend bestimmt kein Bier geschmeckt haben.
Norbert Töpfer

1. FC Lok: Evers - Werner, Saalbach (57. Brumme), Brodkorb, Seifert - Schulz, Knoof, Görke, Hildebrandt - Devaty (88. Kunert) - Fraunholz (74. Heusel).

28.05.2011
Rozgonyi schweigsam, Sadlo baut Druck auf
Leipzig. Der Ball wird flach gehalten beim 1. FC Lok, was Infos zur neuen Saison betrifft. Obgleich am Sonntag mit dem Heimspiel (13.30 Uhr) gegen den VfL Halle ein durch langen Abstiegskampf geprägtes Jahr ein versöhnliches Ende findet, werden keinerlei Personalien preisgegeben.
\"Wir sind in Vertragsverhandlungen mit unseren Spielern und reden mit möglichen Neuzugängen\", sagt Sportdirektor Marcel Rozgonyi.
Den Regionalliga-Aufstieg als knallhartes Saisonziel nimmt er nicht in den Mund. Dazu müsse man zunächst die Rahmenbedingungen schaffen. \"Wir wollen doch nicht so enden wie Oberhausen in der zweiten Bundesliga oder Ahlen und Babelsberg eine Etage tiefer\", meint Rozgonyi: \"Mit dem Etat, der uns im Augenblick zur Verfügung steht, ist die Oberliga machbar.\"
Auch Mike Sadlo möchte sich noch nicht über personelle Veränderungen auslassen. \"Solange nichts unterschrieben ist, hat das wenig Sinn\", erklärt der Coach.
Er muss seine Männer motivieren, obwohl es gegen die ebenfalls lange in Abstiegsgefahr schwebenden Hallenser um nichts mehr geht. \"Der 110-Prozent-Druck aus den Abstiegskampf-Spielen ist weg. Das habe ich schon gegen die Zweite von Rot-Weiß Erfurt gesehen. Ich muss versuchen, eine gewisse Anspannung im Team aufzubauen.\"
Sadlo, der in seiner Amtszeit als Cheftrainer aus 19 Spielen respektable 30 Punkte (8 Siege, 6 Remis, 5 Niederlagen) mit teilweise extrem ersatzgeschwächter Mannschaft ergatterte, verrät, wie er seine Männer motivieren will für den morgigen Sonntag. \"Der letzte Eindruck ist immer der bleibende. Und wenn einer der Jungs gegen Halle versagt und nicht das spielt, was ich von ihm erwarte, könnte ich vielleicht ins Grübeln kommen und mir doch noch Gedanken über eine Verstärkung von außen machen. Ich fordere einen Sieg.\"
Zudem will er auch deshalb gewinnen, weil nach dem Match mit den Fans gefeiert werden soll. \"So etwas geht immer besser mit einem Sieg. Es werden sicher viele kommen, und die sollen mit einem guten Gefühl nach Hause gehen, damit sie uns auch in der nächsten Saison wieder unterstützen.\"
Norbert Töpfer

26.05.2011
Torwart Dolecek kommt aus Gera

„Nach meinen Informationen ist alles unter Dach und Fach\", bestätigt Lok-Trainer Mike Sadlo (39).
Heißt: Torwart Martin Dolecek (28) kommt vom 1. Gera (6. Liga). Bedeutet aber nicht das Aus für Jan Evers, der bis jetzt die Nummer 1 war.
Sadlo: „Wir brauchen zwei kontinuierlich starke Torhüter. die sich einen Zweikampf leisten.\"


23.05.2011
Serie gerissen, Elfer verschossen
Erfurt/Leipzig. Rückschlag für den 1. FC Lok Leipzig: Nachdem sich die Probstheidaer mit vier Siegen in Folge eindrucksvoll aus dem Oberliga-Abstiegskeller verabschiedet hatten, kassierten sie gestern bei der Reserve von Rot-Weiß Erfurt eine 0:3 (0:2)-Niederlage.
Ungewöhnlich waren die Rahmenbedingungen dieses Matches vor 542 Zuschauern. Ein Oberliga-Spiel auf einem Sportplatz in einem Gewerbegebiet auszutragen, ist nicht normal. Zudem überraschte Lok-Trainer Mike Sadlo mit seiner Aufstellung. Denn er gab Alexander Kunert, Sebastian Kieback sowie René Heusel die Möglichkeit, sich zu zeigen, die zuletzt beim 1:0-Erfolg in Zwickau nicht in der Anfangself standen. Auch Rückkehrer Reimund Linkert durfte wieder von Beginn an ran. Dafür schmorten die Stammkräfte Stephan Knoof, Benjamin Fraunholz, Jens Werner und Christoph Schulz zunächst auf der Bank.
\"Ich wollte den Jungs eine Chance geben, die meist draußen saßen\", meinte Sadlo und fügte an: \"Ich habe gesehen, was ich sehen wollte. Und ich sagte der Mannschaft nach dem Spiel in der Kabine, dass ich keiner bin, der nach einer Niederlage alles schwarz und nach einem Sieg alles weiß sieht.\" Er meint damit auch, dass die Mannschaft sich nicht vorführen ließ. \"Wir haben uns gewehrt. Kurz vor der Pause vergaben wir Chancen und kassierten danach gleich zwei Tore.\" Ähnliches passierte in Minute 77, als der eingewechselte Christoph Schulz per Elfmeter an Torwart Jonas Heidrich scheiterte. 60 Sekunden später traf der frühere Markranstädter Sebastian Hauck, einer der Stärksten beim Gastgeber, zum 3:0-Endstand.
Sadlo wollte die \"Neulinge\" indes nicht verdammen. \"Wer weiß, was passiert wäre, wenn uns die 1:0-Führung gelungen wäre. Es ist ärgerlich, wenn so ein Spiel so klar verloren geht.\"
Auch Benjamin Fraunholz war richtig bedient. Aber nicht, weil er zunächst draußen blieb. \"Das war schon in Ordnung. Wer sagt denn, dass ich es besser gemacht hätte? Wir waren heute einfach nicht gut\", meinte der enttäuschte Angreifer
. Norbert Töpfer
1. FC Lok: Evers - Kunert (46. Werner), Saalbach, Brodkorb, Seifert - Linkert, Görke, Hildebrandt, Kieback (58. Schulz) - Devaty - Heusel (46. Fraunholz).

20.05.2011
Sadlo bleibt Trainer, Chance für Linkert
Leipzig. Mike Sadlo wird Oberligist 1. FC Lok auch in der kommenden Saison trainieren. \"Wir haben uns auf die Vertragskonditionen geeinigt, unterschrieben ist aber noch nichts\", sagte der 39-Jährige nach einem Gespräch mit Vorstand Dirk Majetschak und Sportdirektor Marcel Rozgonyi: \"Ziel ist der Aufstieg in die neue Ost-Regionalliga.\"
Dazu könnte auch Reimund Linkert beitragen. Der 28-Jährige, der sich im Oktober \"aus persönlichen Gründen\" zurückgezogen und Lok brüskiert hatte, gab am Mittwochabend beim 1:0-Sieg in Zwickau ein überraschendes Comeback als Linksverteidiger und erklärte: \"Ich will noch mal richtig Gas geben.\" Fußballerisch könnte Linkert helfen, glaubt Sadlo: \"Er hat eingesehen, dass der Zeitpunkt seines Rückzugs sehr ungünstig war, muss sich aber künftig voll in den Dienst des Teams stellen und Charakter beweisen.\" Voraussetzung sei die Einigung auf einen neuen Kontrakt.
Verwundert zeigte sich Sadlo über die Aussage von Enrico Köckeritz, ein Lok-Angebot abgelehnt zu haben. \"Es gab kein konkretes Angebot\", versicherte der Trainer, \"er war mal im erweiterten Kandidatenkreis, ich habe aber nicht mit ihm gesprochen und außerdem nie über die Verpflichtung eines Spielers vom FC Sachsen nachgedacht.\"
S.E.

19.05.2011
Verdienter Lok-Sieg: Hildebrandt trifft
Zwickau/Leipzig. Fußball-Oberligist 1. FC Lok schwimmt weiter auf einer Erfolgswelle. Den Probstheidaern gelang gestern ein hochverdienter 1:0-Erfolg beim FSV Zwickau - es war der vierte Punktspielsieg in Folge. Den Treffer erzielte Raik Hildebrandt in der 53. Minute mit einem Lupfer aus fünf Metern nach Vorarbeit von Benjamin Fraunholz. Lok festigte den siebten Rang und kann in den letzten beiden Saisonspielen noch auf Platz fünf vordringen.
\"Wir haben das Tor zur rechten Zeit gemacht\", sagte Trainer Mike Sadlo, der lediglich die eklatante Chancenverwertung seiner Männer in den Schlussminuten kritisierte. Nach mustergültig vorgetragenen Kontern standen sich die Lok-Spieler bei mehreren hundertprozentigen Gelegenheiten selbst im Weg oder scheiterten am besten Zwickauer, dem Torhüter Norman Wohlfeld. Sein Gegenüber Jan Evers verbrachte einen recht ruhigen Abend im Westsachsenstadion, da die Lok-Abwehr über die kompletten 90 Minuten kompakt und sicher stand.
fs

Lok: Evers - Werner, Saalbach, Brodkorb, Linkert - Hildebrandt, Devaty (86. Brumme), Knoof, Schulz - Seipel (46. Seifert), Fraunholz (68. Heusel). Z. 935.

18.05.2011
Kommt Ziegner zum 1. FC Lok?
Leipzig. Die Pflicht Klassenerhalt ist erfüllt, heute beim Oberliga-Nachholspiel in Zwickau (19 Uhr) beginnt für den 1. FC Lok die Kür. Eine Spazierfahrt mit lockerem Austraben schließt der Trainer jedoch aus. \"Mein Anspruch kann nicht nur sein, den Abstieg zu verhindern\", sagt Mike Sadlo, \"wir wollen in Zwickau was holen und in der Tabelle von Rang sieben weiter nach oben klettern.\" Das Team habe nach drei Dreiern Blut geleckt, meint der Coach, \"aber vier Siege in Folge wären besser, das gab\'s lange nicht.\" Zudem werden die Planungen für die nächste Saison intensiviert. Nach den positiven Erfahrungen mit Pavel Devaty, den Lok unbedingt halten möchte, haben die Probstheidaer offenbar Geschmack an höherklassigen Kickern aus dem Nachbarland gefunden. Am Montagabend gab sich ein weiterer Tscheche im Probetraining die Ehre. \"Ein Verteidiger, Stammspieler in der 2. Liga\", verrät Sadlo.
Er kann sich auch gut die Verpflichtung von Mittelfeld-Routinier Torsten Ziegner (33) vom FC Carl Zeiss vorstellen, den er aus gemeinsamen Jenaer Zeiten kennt: \"Ziege ist ein guter Kumpel von mir, wir reden oft, und er würde unserer Mannschaft sicher weiterhelfen.\" Sport-Vorstand Dirk Majetschak verweist jedoch auf das begrenzte Budget des Vereins, der sich keine finanziellen Experimente leisten dürfe. \"Ich habe noch nicht mit Ziegner gesprochen, diese Personalie hat keine Priorität\", erklärt Majetschak, \"wir brauchen junge, hungrige Leute.\"
Lok sei an etlichen Akteuren dran, aber unterschrieben sei noch nichts, weil sich diese Spieler noch andere Optionen offen halten würden. Ob wirklich sechs bis acht Neue kommen, wie vor Monaten angekündigt, ist ebenfalls noch unklar. Majetschak: \"Einige Jungs aus unserer Mannschaft, die wir schon auf der Streichliste hatten, haben sich in den letzten Wochen wieder ins Rampenlicht gespielt.\" Bis Anfang kommender Woche wollen er, Sadlo und Sportdirektor Marcel Rozgonyi die derzeit laufenden Gespräche mit dem aktuellen Kader abgeschlossen haben. \"Dann wissen wir mehr.\"
Steffen Enigk

16.05.2011
Angriff auf die 4. Liga! - Jetzt soll auch Ziegner kommen
Der Klassenerhalt ist nach dem 3:0 gegen Jena II und den Ergebnissen der Konkurrenz quasi sicher. Nun bastelt Oberligist 1. FC Lok am Kader für die nächste Saison. Da soll der Aufstieg in die neue Regionalliga (5 Staffeln) her. Ganz klar: Personell muss sich da noch einiges tun.
Nachdem bereits an der Rückkehr der Ex-Lok-Kicker Tommy Kind (21/Meuselwitz) sowie Rico Engler (24/Babelsberg) gebastelt wird, ist nun auch Mittelfeld-Stratege Torsten Ziegner (33/Jena) ein Thema. Dicker Bonus für Lok: Mit Kapitän Thorsten Görke spielt sein bester Kumpel bereits in Probstheida, auch Trainer Mike Sadlo kennt den Ex-Zweitliga-Profi gut. Vorstandsmitglied Dirk Majetschak (42): „Die Planungen laufen auf Hochtouren....\" cp/rib

16.05.2011
Lok feiert den Klassenerhalt
3:0 über Jena II erlöst Probstheidaer / Jens Werner schießt erstes Pflichtspiel-Tor in zehn Jahren Männerfußball
Als der Jubel über das 3:0 (1:0) gegen Jena II vor 2442 Zuschauern verklungen war, standen Spieler und Funktionäre vor dem Fernseher und blickten frohgemut auf die Videotext-Tabelle: Lok auf Rang sieben, der Oberliga-Klassenerhalt in Sack und Tüten, die Saisonbilanz mit acht Siegen, elf Remis und acht Niederlagen ausgeglichen. Und so mancher fragte sich: War da überhaupt was? Angst vor dem Absturz in die Sechstklassigkeit? Ein Jahr voller Pleiten, Pech und Pannen? Die Erleichterung am Freitagabend sprach Bände. Ja, da war was. Ein holpriger Start, der erst am siebenten Spieltag den Premieren-Dreier zeitigte, eine unendlich scheinende Verletzungsmisere, Spielabsagen und Nachholpartien in Serie, die Herz-OP von Trainer Achim Steffens im Dezember, der Wechsel zu Mike Sadlo, etliche Zittereinlagen im Frühjahr, nach denen die Lok-Führung ernsthaft überlegt haben soll, den erfahrenen Coach Christoph Franke als Retter einzufliegen. Es kam nicht dazu. Sadlo kriegte mit seinen Jungs die Kurve, spät, aber richtig, holte aus den letzten fünf Begegnungen zwölf Punkte, meisterte auch die Bewährungsprobe Jena. Und Sport-Vorstand Dirk Majetschak konnte sagen: „Ich bin nicht nur stolz darauf, wie sich das Team heute zerrissen hat. Mannschaft und Trainer haben eine phänomenale Rückrunde gezeigt. Man darf ja nicht vergessen, dass wir im Februar nur acht Punkte hatten.“
Sadlo verkniff sich Worte der Genugtuung, verwies auf das gelichtete Lazazett und mehr personelle Alternativen, aber auch auf Kampf- und Willensstärke seiner Truppe, die jedoch am Freitag schwer in die Gänge fand. Lok überstand die Anfangsphase, als Jena dominierte und Keeper Jan Evers dreimal Kopf und Kragen riskieren musste, profitierte vom Feldverweis Torsten Ziegners (Rot nach Blutgrätsche,29.) und erzielte zu einem günstigen Zeitpunkt die Führung – Markus Saalbach traf unmittelbar vor dem Pausenpfiff. Es war der Abend der Abwehrspieler, denn schließlich erfüllte sich auch noch Saalbachs im Stadionheft geäußerter Wunsch, „dass der Jens Werner endlich mal ein Tor schießt“. Das passierte in Minute 80, als wieder Gleichzahl auf dem Rasen herrschte, weil Lok-Kapitän Thorsten Görke nach zwei überflüssigen Fouls im Mittelfeld Gelb-Rot gesehen hatte (67.) und Jena mit Macht auf den Ausgleich drängte. Doch Lok konterte mustergültig, Werner drosch den Ball kaltblütig zum 2:0 ins Netz. „Nicht zu fassen, mein erstes Pflichtspiel-Tor nach zehn Jahren bei den Männern, und dann so ein wichtiges“, freute sich der 28-jährige Außenverteidiger über seinen für Lok erlösenden Treffer. Und Werner verriet noch, dass er am Morgen vor der Partie wegen Schmerzen in der Brust zum Röntgen ins Notfallzentrum gefahren war – und trotz angebrochener Rippe auflief: „Ich wollte unbedingt spielen.“ Manchmal schreibt der Fußball eben verrückte Geschichten. Dass der zuvor lange verletzte Raik Hildebrandt mit einem rotzfrechen Freistoß (90.) noch das 3:0 markierte, passte ins Bild.
Sadlo, hoch zufrieden, gewährte seinen Männern ein freies Wochenende. Am Mittwoch steigt in Zwickau das letzte Nachholspiel. Ohne Druck. Vor allem aber kann Lok jetzt seine Planungen vorantreiben. In der nächsten Saison geht es um die Qualifikation für die neue Ost-Regionalliga. Ein weiteres Seuchenjahr darf und will sich der Verein nicht leisten.
Steffen Enigk

Lok: Evers – Werner, Saalbach, Brodkorb, Knoof – Seipel (90. Kunert), Görke, Hildebrandt, Schulz – Devaty (83. Brumme), Fraunholz (85. Heusel).

12.05.2011
Erster Matchball für Lok
Heute Abend Abstiegs-Duell gegen Jena II / Steffens will sich wieder mehr einbringen
Leipzig. Der 1. FC Lok kann heute den Oberliga-Klassenerhalt perfekt machen. \"Wir brauchen noch einen Dreier und wollen gleich den ersten Matchball verwandeln\", sagt Trainer Mike Sadlo vor dem Spiel gegen Jena II (19 Uhr). Sein Vorgänger Achim Steffens wird im Plache-Stadion auf der Tribüne sitzen. Er rät zu einer kritischen Saisonbilanz und würde sich gern wieder mehr einbringen. Lok benötige Fachkompetenz.
Mit drei Siegen aus den letzten vier Partien haben die Probstheidaer die größte Gefahr gebannt und die Nerven beruhigt. Drei Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung zu den Abstiegsplätzen vier Punkte, und Lok hat gegenüber der Konkurrenz noch das Nachholspiel am kommenden Mittwoch in Zwickau in der Hinterhand. \"Ein Bonus für uns\", weiß Sadlo, \"aber wir sollten schon jetzt den Deckel draufmachen.\" Sebastian Seifert fehlt gelbgesperrt, dafür kehrt Markus Saalbach in die Viererkette zurück.
Achim Steffens wird dem Team die Daumen drücken, hofft auf ein \"glückliches Ende dieser Schüttelfrost-Saison, die wir uns alle leichter vorgestellt hatten\". Seit Dezember ist er wegen einer Herz-Operation krankgeschrieben, nach einer dreiwöchigen Kur stehen beim 61-Jährigen jetzt noch einige Untersuchungen an. Steffens ist froh, dass die Mannschaft \"mental stabiler und zu einem echten Kollektiv geworden ist\", zudem habe die Verpflichtung des Tschechen Pavel Devaty einige Punkte gebracht. \"Mike Sadlo macht einen guten Job, hat auch künftig Vertrauen verdient\", meint Steffens.
Doch die Saisonziele seien nicht erreicht worden, auch weil dem Team Qualität fehle. \"Da sollte der Besen angesetzt werden - bei Möchtegern-Fußballern, die sich überschätzen.\" Lok müsse bei den Neuzugängen, geplant sind sechs bis acht Verstärkungen, auf \"einwandfreien Charakter\" achten und \"richtige Fußballer verpflichten, die sich hohen Ansprüchen bewusst stellen, keine Ausflüchte suchen\". Und da räumt Steffens durchaus eigene Fehler im vorigen Sommer ein. Sadlo ruft seinen ehemaligen Chef noch regelmäßig an, auch der neue Sportdirektor Marcel Rozgonyi hat schon bei ihm angeklingelt. Von der Vereinsführung hätte sich Steffens aber die eine oder andere Frage mehr, sprich die Suche nach fachlichem Beistand, gewünscht. \"Vor den neuen Gremien steht unheimlich viel Arbeit, es gibt da auch viel guten Willen, aber noch zu wenig Fußball-Sachverstand.\"
Steffens war 27 Jahre lang hauptamtlicher Trainer, hat fast alles erlebt. \"Ich könnte einige Erfahrungen einbringen, aber vielleicht will Lok ja nur Rücksicht auf meine Gesundheit nehmen\", sagt er. Sein Vertrag läuft bis 2012, er vermag sich auch Aufgaben vorzustellen, bei denen er nicht mehr täglich auf dem Platz stehen muss. Bei der Besetzung des Sportdirektor-Postens setzte der Verein schon auf einen Jüngeren, möglicherweise ist der kantige, mitunter provozierend polternde Steffens auch zu unbequem. \"Viele Spieler der heutigen Generation wollen ja keine autoritären Trainer mehr\", glaubt er, \"Leute wie ich sterben ohnehin aus.\" Betteln werde er nicht. Doch er würde schon gern dabei helfen, die sportlichen Weichen wieder auf Erfolg zu stellen.
Steffen Enigk

05.05.2011
1:0-Sieg in Dresden: Devátý schießt 1. FC Lok aus dem Keller
Dresden. Der 1. FC Lok kann aufatmen: Der Fußball-Oberligist gewann gestern Abend nach hartem Kampf in Dresden gegen die zweite Mannschaft von Dynamo mit 1:0 (1:0) und verabschiedete sich damit aus dem Abstiegskeller. Die Leipziger erwischten vor stattlichen 1089 Zuschauern, darunter 150 eigenen Fans, einen Auftakt nach Maß. Pavel Devátý traf nach Pass von Benjamin Fraunholz aus 16 Metern zur 1:0-Führung. (16.). Danach mussten sich die Gäste bis zum Ende heftiger Angriffe erwehren, hielten aber ihren Kasten dank konzentrierter Abwehrleistung sauber. Gleich nach Wiederbeginn hatte der 1. FC Lok aber Glück, als Mirko Soltau nur den Pfosten traf und Marcus Brodkorb anschließend auf der Linie klärte. Leipzig wirkte zu passiv, brachte in der Offensive wenig zustande. Wenn jedoch Sebastian Seifert nach Vorarbeit von Benedikt Seipel getroffen hätte (76.), wären dem 1. FC Lok vorzeitig drei Punkte sicher gewesen. So mussten die Probstheidaer bis zum Abpfiff um den Erfolg bangen. Umso größer war dann der Jubel über drei wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg. \"Nach dem schnellen Tor haben wir mit Glück und Geschick unseren Vorsprung verteidigt. Jetzt haben wir fürs Wochenende gegenüber der Konkurrenz erst mal vorgelegt\", meinte Lok-Coach Mike Sadlo.
Norbert Töpfer

Lok: Evers - Werner, Brodkorb, Knoof, Seifert - Seipel, Görke, Hildebrandt (62. Kunert), Brumme (52. Schulz) - Devaty (81. Mende) - Fraunholz.

04.05.2011
Punktejagd in Dresden fortsetzen
Nach dem Ausrutscher im Ortsderby präsentierte sich die Lok-Elf gegen den FC Erzgebirge Aue II von ihrer weitaus besseren Seite und holte sich verdient die dringend benötigten drei Punkte. \"Das macht natürlich Mut auf mehr. Nun wollen wir auch bei Dynamo Dresden etwas mitnehmen\", sagte Mike Sadlo vor dem Auftritt seiner Mannschaft heute Abend (18.30 Uhr) bei der \"Zweiten\" in der Landeshauptstadt.
Der Trainer weiß, wie schwer das gegen die spielstarken Gelb-Schwarzen zu realisieren sein wird. Die Dresdner kassierten zuletzt nur eine knappe 0:1-Niederlage in Halberstadt, gewannen allerdings zuvor ihre drei Partien in Folge (Gotha, Bautzen und Aue II). \"Wir wissen, was auf uns zukommt. Ich hoffe, die Jungs können mit dem gleichen Schwung wie gegen die Auer ihre Aufgabe lösen.\"
Da spielte das Team um Kapitän Thorsten Görke wie befreit auf. So, als wollte es nach dem verkorksten Derby allen Kritikern beweisen. Neben Görke konnte auch Angreifer Benjamin Fraunholz wieder mitwirken. Der einzige, der heute zuschauen muss, ist Markus Saalbach (Gelbsperre). Ansonsten kann Lok-Coach Sadlo der zuletzt erfolgreichen Truppe vertrauen.
Bleibt abzuwarten, wen Trainer Thomas Köhler in Dynamos \"Zweiter\" aufbieten kann. Fehlen wird auf alle Fälle Stefan Süß (gesperrt), Ronny Kreher war zuletzt angeschlagen. Interessant dürfte sein, ob Paul-Max Walther auflaufen kann oder ob er für einen möglichen Einsatz in der Drittliga-Mannschaft geschont wird. Walter ist gegenwärtig d e r Torjäger bei den Dresdnern, traf bereits zehnmal in die gegnerischen Netze. Für einen entscheidenden Treffer ist der 24-jährige Wirbelwind immer gut. Und Oldie Maik Wagefeld (30) kann ein wertvoller Ruhepol in der Defensive sein.
Die als \"sicherheitsrelevantes Spiel\" eingestufte Oberliga-Partie findet in der Spielstätte des Drittligisten statt. Die Lok-Anhänger finden im Gäste-Block des Dresdner \"Glücksgas-Stadions\" Platz, der Eingang erfolgt über die Blüherstraße. Die mit dem Zug anreisenden Leipziger Fans, werden ab Dresden-Hauptbahnhof per Shuttle-Bus direkt zum Stadion gefahren.
ebs

02.05.2011
Sadlos Glücksgriffe
Starker 1. FC Lok schlägt Auer Reserve 2:0
Leipzig. Trainer Mike Sadlo ballte seine Hand zur Becker-Faust, Spieler und Fans des 1. FC Lok rissen jubelnd die Arme nach oben. Die Probstheidaer hatten nach starker Leistung die Zweite des FC Erzgebirge Aue verdient mit 2:0 (0:0) besiegt und drei wichtige Zähler im Oberliga-Abstiegskampf erobert. \"Das war unsere beste Saisonleistung. Endlich haben wir uns für den Aufwand mit drei Punkten belohnt\", sagte Sadlo nach dem Abpfiff.
Die Lok-Anhänger waren begeistert von ihren Spielern, die sie in den vergangenen Monaten oft enttäuscht hatten. Doch am Sonnabend sangen die Fans bereits drei Minuten vor dem Abpfiff \"Oh, wie ist das schön\". Zurecht, denn Lok spielte phasenweise guten Fußball. Die Auer sahen keinen Stich und hatten ihre erste Möglichkeit erst in Minute 70, als Jan Evers den Schuss von Felix Kunert großartig parierte. Wenn der gesessen hätte, wäre der Spielverlauf auf den Kopf gestellt worden. \"Gut, dass Jan diese Chance vereitelte\", freute sich Mittelfeldakteur Benedikt Seipel, einer der Stärksten im Team, und ergänzte: \"Es hat alles gepasst.\" Schon der Pausenstand von 0:0 glich einem Witz. Die Gastgeber hätten vor der Saisonminuskulisse von 1601 Zuschauern klar führen müssen, denn sie ließen fünf hochkarätige Chancen ungenutzt. Als viele Fans schon um ihre Jungs zu zittern begannen, gelang Sadlo mit der Einwechslung von René Heusel ein Glücksgriff. Zunächst scheiterte Loks \"Fußballgott\" noch am Keeper Michael Arnold. Doch zwei Minuten später hatte der 31-Jährige Glück, dass Aues Dominic Rau Heusels Eingabe ins eigene Tor zum 1:0 (75.) für Lok lenkte. Das Plache-Stadion glich einem Tollhaus, die Fans waren begeistert. Der gleichfalls eingewechselte Christoph Schulz schob 180 Sekunden vor Schluss den Ball nach Traumpass von Pavel Devaty eiskalt zum 2:0-Endstand in die Maschen - der zweite Glücksgriff Sadlos. Mit dem Ergebnis kam Aue angesichts der 10:3 Chancen für Lok noch gut davon.
\"Wir haben eine starke Mannschaftsleistung geboten. Nur unsere Chancenverwertung war wieder schlecht. Aber gerettet sind wir noch nicht\", meinte Heusel. Der starke Kapitän Torsten Görke trat auf die Euphoriebremse: \"Wir standen nach den Ergebnissen der Konkurrenz im Abstiegskampf stark unter Druck und haben dem standgehalten. Deshalb brauchen wir noch sechs Punkte für den Klassenerhalt. Wir müssen auch am Mittwoch in Dresden punkten.\"
Sadlo war locker nach dem Sieg. \"Wir haben nach unserer Vielzahl an Chancen die Tore erzwungen und verdient gewonnen\", analysierte der Coach das einseitige Match.
Norbert Töpfer

Lok: Evers - Werner, Saalbach, Knoof, Seifert - Seipel (89. Mende), Görke, Hildebrandt (67. Schulz), Brumme - Devaty - Fraunholz (59. Heusel).

01.05.2011
Lok holte den Big Point
Wichtiger 2:0-Heimsieg gegen Erzgebirge Aue II
Das war wichtig: Mit einem hoch verdienten 2:0-Heimsieg über die Zweite des FC Erzgebirge Aue hat der 1. FC Lok Leipzig gestern drei Punkte eingefahren.
Trainer Mike Sadlo bewies dabei ein glückliches Wechsel-Händchen: Zunächst tankte sich der eingewechselte René Heusel derart unwiderstehlich im Strafraum durch, dass dem Auer Verteidiger Dominic Rau gar nichts anderes übrig blieb, als die scharfe Hereingabe zu einem Eigentor zu „veredeln\". Dann machte Joker Christoph Schulz nach einem schönen Konter drei Minuten vor Schluss alles klar mit dem Dreier.
Diesen hatte sich der 1. FC Lok in den vorangegangenen 87 Minuten allerdings auch wirklich redlich verdient: Die Gäste hatten genau genommen eine einzige echte Torchance, während man bei den Hausherren schon in den ersten 45 Minuten aufhörte, die Hochkaräter zu zählen. Teilweise hatte es schon etwas von einem Belagerungszustand oder einem Powerplay a la Eishockey, was die Blau-Gelben da aufzogen - mit dem Makel, dass daraus eben keine Tore entstanden. Es hatte manchmal schon etwas von Slapstick, was sich da im Strafraum des unsicher wirkenden Auer Keepers Michael Arnold abspielte: Angeschossene Mitspieler, Lattentreffer und kuriose Rettungsaktionen inklusive.

Richtige Wechsel
Bemerkenswert: Die Probstheidaer ließen sich davon ebenso wenig beeindrucken wie von diversen taktischen Umstellungen der Gäste. Was dann aber eben auch den Wechselentscheidungen von Mike Sadlo zuzuschreiben war, der genau im richtigen Moment den zunehmend glücklos agierenden Benjamin Fraunholz aus dem Spiel nahm. Und mit dem wild entschlossenen René Heusel sowie dem ebenso drangvollen Christoph Schulz nach über einer Stunde noch mal den entscheidenen Kick gab. Unterm Strich steht damit nach einer der besten Saisonleistungen ein echter Big Point im Abstiegskampf zu Buche.
JW

Lok Leipzig: Evers - Werner, Knoof, Saalbach, Seifert - Görke, Hildebrandt (67. Schulz) - Seipel (89. Mende), Devaty, Brumme - Fraunholz (59. Heusel).
T.: 1:0 Rau (75., Eigentor), 2:0 Schulz (87.). SR.: Stary (Dresden). Z.: 1601.

30.04.2011
Sieg ist Pflicht für Sadlo-Team
Nach der 0:2-Derby-Pleite brauchen die Oberliga-Fußballer des 1. FC Lok heute (14 Uhr) einen Sieg im Heimspiel gegen die Zweite des FC Erzgebirge Aue, um sich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Personell stehen die Voraussetzungen günstig, denn Trainer Mike Sadlo kann wieder auf Kapitän Thorsten Görke und Stürmer Benjamin Fraunholz zurückgreifen. Beide fehlten gegen den FC Sachsen gelbgesperrt. \"Diese Niederlage nagt noch immer an mir, weil sie so unnötig war. Doch wir müssen nach vorn schauen. Wir wollen natürlich gegen die Auer gewinnen. Schließlich spielen wir zu Hause. Da kann ich schlecht sagen, uns reicht ein Unentschieden\", redet Lok-Trainer Mike Sadlo Klartext.
Es sei eine schwere Woche gewesen, die mit der knallharten Auswertung der Derby-Partie begann, der sich die Vorbereitung aufs heutige Match gegen den Fünften anschloss. \"Die zweiten Mannschaften sind sehr gut ausgebildet und äußerst spielstark\", urteilt Sadlo, der einst mit Aues Profis \"drei schöne Drittliga-Jahre\" hatte. Doch auch ein Sieg gegen das Team aus dem Erzgebirge bedeute keine Entspannung im Lager der Probstheidaer. Denn die Resultate zuletzt beweisen, dass sich alle Mannschaften des Tabellenkellers noch lange nicht aufgegeben haben.
nt

26.04.2011
Aufbauhilfe für den FC Sachsen
2:0-Erfolg im Oberliga-Derby - Leutzscher beenden Durststrecke, Lok schlägt sich selbst
Leipzig. Ein Lok-Eigentor und ein schwerer Abwehrschnitzer bescherten dem FC Sachsen gestern vor 8451 Zuschauern in der Red-Bull-Arena nach 13 sieglosen Oberliga-Spielen wieder ein Erfolgserlebnis und dem neuen Trainer Christian Kaubitzsch einen gelungenen Einstand. Nach dem 2:0 saß die komplette Mannschaft lange vor der Fan-Kurve, warf Trikots in die Menge und genoss den Jubel. \"Derbysieger, Derbysieger\", hallte es von den Rängen. Ein schlimmes halbes Jahr war plötzlich vergessen, der Klassenerhalt in Reichweite. Christian Kaubitzsch aber dachte vor allem an seinen Vorgänger. Auf die Frage, wie viel Dirk Heyne noch im Team gesteckt habe, antwortete der 55-Jährige: \"Alles, das ist sein Erfolg.\"
Erst am Donnerstag hatte Kaubitzsch übernommen, aber nichts verändert. Die Aufstellung stimmte er mit Heyne gleich nach dessen Rauswurf ab, seitdem telefonierten beide täglich. Auch das Team brannte für Heyne. \"Er hat super gearbeitet, wir haben für ihn gewonnen\", erklärte Khviva Shubitidze. \"Wir haben Charakter gezeigt, alle Rückschläge weggesteckt und endlich das Glück erzwungen, das uns vorher fehlte\", meinte Mario Scholze.
Dusel hatten die Leutzscher in der Tat. \"In der ersten Halbzeit war Lok klar besser und der Fußball-Gott auf unserer Seite\", gestand Kaubitzsch. Beim 1:0 (17.) beförderte Stephan Knoof, Lok-Ersatzkapitän für den gesperrten Thorsten Görke, die Kugel nach scharfer Hereingabe von Norman Lee Gandaa aus fünf Metern ins eigene Netz, stellte die Partie auf den Kopf. Denn die Probstheidaer begannen stark, kombinierten schnell und flüssig, wirkten technisch reifer, vergaben jedoch ihre Großchancen. Benedikt Seipel traf den Pfosten (2.), Sebastian Kieback (14.) scheiterte ebenso an Keeper Felix Weiß wie später der agile Pavel Devaty (26.) und Albrecht Brumme (34.). \"Fehlende Cleverness und fehlende Qualität\", monierte Trainer Mike Sadlo, \"wenn wir gegen diesen verunsicherten Gegner in Führung gehen, gewinnen wir auch das Spiel.\"
Stattdessen verlor es Lok nach der Pause verdient. Marcus Brodkorb vertändelte als letzter Mann die Kugel gegen Sven Seitz, dessen Querpass brauchte Daniel Heinze nur noch einzuschieben (49.) - der frühe Genickschlag für das Selbstvertrauen der Gäste. \"Wir haben uns selbst geschlagen, Aufbauhilfe für den FC Sachsen geleistet, ihm die Tore auf dem Tablett präsentiert\", giftete Sadlo, \"ich bin maßlos enttäuscht\". Was sein Team nach dem 0:2 anbot, war indiskutabel: kein Biss, keine Ideen, keine Torgelegenheiten mehr. \"Wir haben uns kau
m noch bewegt, eine Katastrophe\", sagte Knoof. Die Sachsen aber verteidigten souverän ihren Vorsprung und hätten ihn bei gefährlichen Kontern sogar fast noch ausgebaut. Besonders Shubitidze (51., 89.) sündigte im Abschluss.
Christian Kaubitzsch störte das wenig. \"Ich bin hoch zufrieden, das war ein Big Point\", befand der Coach, der als Trainer mit der besten Punktquote in die Leutzscher Geschichte eingehen könnte: \"Ich weiß noch nicht, ob ich weitermache, ich muss das erst mal überschlafen.\"
Steffen Enigk
©Standpunkt
FC Sachsen: Weiß - Kuckelt, Köckeritz, S. Werner, Felke - Nolde (90. Ledwoch), Scholze, Kittler, Shubitidze - Lee Gandaa ((43. Seitz), Heinze (81. v.d. Weth). 1. FC Lok: Evers - J. Werner, Saalbach, Brodkorb (54. Hildebrandt), Seifert - Seipel, Knoof, Brumme, Devaty - Heusel (73. Jackisch), Kieback (64. J. Adam).

23.04.2011
Held oder Depp Lok-Keeper Jan Evers fiebert dem Montag entgegen
Leipzig. Die gestrige Freizeit genoss Jan Evers in vollen Zügen, aber seinen 27. Geburtstag feierte er nur im ganz kleinen Kreis. Heute und morgen steht bereits wieder Training an, Vorbereitung aufs Derby am Montag, und erst dann kann sich der Lok-Keeper seinen größten Geburtstagswunsch erfüllen: \"Ein Sieg gegen die Sachsen, möglichst zu null, und dafür bin ich ja mit verantwortlich.\"
Am Mittwoch hielt er seinen Kasten sauber, das 1:0 bei Borea Dresden bezeichnet Evers \"als Erlösung für uns alle\". Seine zahlreichen Paraden spielt der Torwart herunter. \"Ein bisschen was musste ich schon halten, aber die Jungs haben auch zweimal für mich auf der Linie gerettet. Wir haben mit Mann und Maus verteidigt, hatten endlich mal das Glück, das uns zuvor so lange fehlte.\"
Lok kickte zwar nicht gut, verschaffte sich aber mit dem seit Wochen ersehnten Dreier Luft im Abstiegskampf, überholte Borea und den FC Sachsen in der Tabelle. \"Doch ein paar Punkte brauchen wir noch und sollten sie bald einfahren, damit Ruhe einkehrt\", sagt der Keeper.
Vom Leutzscher Trainerwechsel wurde auch er überrascht. \"Das kann befreien oder lähmen\", meint Evers, \"wir müssen auf uns schauen.\" Angesichts der schwierigen Lage beider Vereine sei das Montag-Spiel doppelt reizvoll: \"Vom Derby hängt immer der Stellenwert in der Stadt ab, darüber reden alle, aber selten waren die drei Punkte so wichtig.\"
Lok muss mit Kapitän Thorsten Görke (10. Gelbe) und Stürmer Benjamin Fraunholz (5. Gelbe), inzwischen Vater des kleinen Tristan, \"zwei emotionale Schlüsselspieler\" (Evers) ersetzen. Auch deshalb verkneift sich der Torwart große Sprüche. Außerdem weiß er genau, wie schnell ein Schlussmann vom Helden zum Deppen wird. Beim 2:0-Lok-Erfolg im Februar ließ Sachsen-Keeper Felix Weiß einen harmlosen Kullerball durchrutschen. \"Da tat er mir leid. Ich hoffe, dass mir so etwas nicht passiert.\" S.E.

23.04

18.04.2011
Punktgewinn mit bitterem Beigeschmack
Leipzig. Mike Sadlo hat sich eine Auszeit genommen. Normalerweise schaut sich der Trainer von Fußball-Oberligist 1. FC Lok Leipzig sonntags Partien der Konkurrenz an. Gestern dagegen war er in München beim Bundesliga-Hit zwischen Bayern und Leverkusen. \"Die Familie wollte auch mal zu ihrem Recht kommen. Außerdem: Vielleicht kann ich mir für uns etwas abgucken\", verriet der Probst­heidaer Coach lachend seinen Reisegrund. Über das 2:2 in Luckenwalde, das zum Freitagabend stattliche 300 (!) Leipziger Fans sahen, konnte er sich auch zwei Tage danach nicht so recht freuen. \"Vor dem Spiel wäre ich mit einem Unentschieden zufrieden gewesen. Aber so, wie es dann gelaufen ist, bin ich es nicht. Vor allem, weil wir erst kurz vor Schluss den Ausgleich kassiert haben.\"
Dennoch lobte er seine Jungs, wie sie nach dem 0:1-Rückstand reagierten. \"Wir haben in der zweiten Halbzeit guten Fußball gespielt. Leider haben wir uns dafür nicht mit einem Sieg belohnt.\" Herausheben wollte Sadlo keinen aus seinem Team. \"Das mache ich erst, wenn wir wieder mal gewonnen haben.\"
Vielleicht kann er bereits am Mittwoch jemand loben. Denn übermorgen (18 Uhr, Jägerpark) muss Lok bei Borea Dresden antreten, einer Mannschaft, die wie Leipzig voll in den Abstiegskampf verwickelt ist. Und am Ostermontag folgt in der Red-Bull-Arena das Derby gegen den FC Sachsen. Stürmer Benjamin Fraunholz, Schütze des 1:1-Ausgleichstores, hat derzeit neben dem Fußball auch familiären Stress. Allerdings positiven, denn er wird Vater. Vom 0:0 im Abstiegsmatch zwischen dem VfL Halle und Borea erfuhr er erst gestern durch diese Zeitung. \"Ich schaue gar nicht auf die anderen Mannschaften, weil wir es selbst in der Hand haben, unten rauszukommen. Nach der Leistung in Luckenwalde bin ich mir sicher, dass wir die Klasse halten.\" Das späte Gegentor wurmte ihn dennoch: \"Das war wohl das elfte Remis, dabei haben wir sieben mal geführt. Am Freitag kriegen wir wieder so ein blödes Ding kurz vor Schluss.\" Andererseits habe der 1. FC Lok sein Ziel erreicht, in einem Spiel mit vielen Chancen für beide Teams etwas Zählbares mitzunehmen.
Norbert Töpfer

1. FC Lok: Evers - Werner, Saalbach, Brodkorb, Seifert - Görke, Knoof - Seipel (90. Mende), Devaty, Kieback (74. Brumme) - Fraunholz (82. Heusel).

16.04-2011
Lok gibt den Sieg noch aus der Hand
Probstheidaer 2:2 in Luckenwalde / Fraunholz und Seipel treffen nach Eckbällen per Kopf
Luckenwalde/Leipzig. In Rückstand geraten, dann das Spiel gedreht, aber sieben Minuten vor dem Abpfiff noch den Ausgleich kassiert: Der 1. FC Lok verpasste gestern Abend beim 2:2 (0:1) in Luckenwalde den so wichtigen Auswärtssieg und vergab vor 1111 Zuschauern die Chance, sich im Oberliga-Aufstiegskampf Luft zu verschaffen. \"Mit dem Punkt bei einer so starken Heim-Mannschaft kann ich zwar leben, aber heute war mehr drin\", ärgerte sich Trainer Mike Sadlo, \"die Jungs haben in der zweiten Halbzeit eine Energieleistung geboten, aber sich wieder nicht belohnt. Zufrieden bin ich nicht.\"
Auch Thorsten Görke war sauer - über das Ergebnis, über das nun schon elfte Remis beim 22. Saisonauftritt. \"Es ist bitter, dass wir erneut eine Führung aus der Hand gegeben haben. Wir schaffen es einfach nicht, über 90 Minuten konzentriert zu bleiben\", sagte der Lok-Kapitän, hob aber die positiven Aspekte hervor: \"Die Mannschaft hat sensationelle Moral bewiesen und richtig guten Fußball gezeigt.\"
Vor der Pause waren die Gastgeber tonangebend, Henry Haufe erzielte nach 21 Minuten das verdiente 1:0. Zu passiv, zu mutlos habe man agiert, ­kritisierte Sadlo, dessen Team nur bei Görke-Freistößen Gefahr ausstrahlte. Doch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild grundlegend. Lok gewann mehr Zweikämpfe, setzte Luckenwalde enorm unter Druck, kombinierte flüssig und war bei zwei Standardsituationen erfolgreich. Zunächst köpfte der werdende Vater Benjamin Fraunholz - das Baby ist immer noch nicht da, der Stürmer konnte mitfahren - eine Ecke von Sebastian Kieback in die Maschen (53.), dann verwandelte Benedikt Seipel per Kopf wuchtig eine Görke-Ecke (78.).
Doch Luckenwalde steckte nicht auf und schlug zurück, bestrafte ebenfalls bei einem Standard einen Abwehr­fehler der Probstheidaer: Freistoß aus dem Mittelkreis, Kopfball Haufe, 2:2 nach 83 Minuten. Lok hätte auch noch verlieren können, musste sich bei ­Keeper Jan Evers bedanken, der in der Nachspielzeit einen Freistoß reaktionsschnell aus dem Winkel kratzte. Besser also den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach, räumte Görke ein: \"Und wenn wir so weiterspielen, ist mir nicht bange, dann schaffen wir den Klassenerhalt.\"
Steffen Enigk

Lok: Evers - Werner, Saalbach, Brodkorb, Seifert - Görke, Knoof - Seipel (90. Mende), Devaty, Kieback (74. Brumme) - Fraunholz (82. Heusel).

15-04-2011
Fraunholz hofft auf ein perfektes Wochenende
Leipzig. Die Tasche ist gepackt, das Handy in Dauerbereitschaft. Die Vorfreude wächst.
Lok-Stürmer Benjamin Fraunholz steht ständig auf dem Sprung. In die Uni-Klinik. Der 25-Jährige möchte unbedingt die Geburt seines ersten Kindes miterleben. Der Termin bei seiner Frau Carolin ist seit drei Tagen überfällig. \"Klar bin ich nervös\", sagt Fraunholz. Fußball spielen will er heute auch noch, nachmittags in den Bus steigen und 19 Uhr beim Oberliga-Sechsten FSV Luckenwalde den Anstoß vollziehen. Deshalb hofft er, dass das Baby noch etwas wartet.
Der 1. FC Lok braucht seine Tore. Fünfmal hat er in dieser Saison erst getroffen. Zu selten, weiß der Angreifer. Sein Team steckt mitten im Abstiegskampf, ist nun schon seit fünf Spielen ohne Sieg. \"Aber wir haben noch neun Gelegenheiten, die nötigen Punkte zu holen, wir kommen da unten raus\", beschwört Fraunholz, \"bloß keine Panik.\" Doch Ruhe zu bewahren fällt ihm derzeit doppelt schwer, familiär genauso wie sportlich.
Angespannt wirkt auch Trainer Mike Sadlo. Beim jüngsten 0:0 gegen Chemnitz II verpasste seine Mannschaft den ersehnten Befreiungsschlag, hatte Pech mit Schiri-Entscheidungen (nicht gegebener Elfmeter) und Probleme bei der Chancenverwertung. Und heute fällt auch noch der bislang beste Lok-Schütze verletzt aus. Christoph Schulz (neun Treffer) muss wegen eines Haarrisses im Mittelfuß mindestens zwei Wochen pausieren. Jener Schulz, der im Hinspiel beide Tore zum 2:1 gegen Luckenwalde erzielte und damit den ganzen Verein erlöste - es war nach fünf Remis und einer Niederlage der erste Saisonsieg der Probstheidaer. Damals hieß der Trainer noch Achim Steffens.
Endet nun wieder eine Misserfolgsserie? Wieder gegen den FSV, wieder an einem Freitagabend, wieder unter Flutlicht? Sadlo rechnet sich einiges aus, beordert Kapitän Thorsten Görke erneut als Abräumer ins Mittelfeld, vertraut weiter den Manndeckern Markus Saalbach und Marcus Brodkorb, die gegen Chemnitz überzeugten und für den einzigen Lichtblick sorgten: Erstmals seit Wochen, seit dem 1:0 über Gotha, hielt die Abwehr dicht.
In Luckenwalde, gegen den drittbesten Angriff der Liga, wäre das die halbe Miete. \"Diszipliniert und hellwach verteidigen, wenig zulassen\", lautet Sadlos Forderung an seine Jungs, \"und vorne mal eine Chance konsequent nutzen.\" Vielleicht sogar durch Benjamin Fraunholz. Ein Tor machen, mit Lok gewinnen, dann Vater werden - es wäre das perfekte Wochenende.
Steffen Enigk

13.04.2011
Umbruch mit Rozgonyi
Lok holt 35-Jährigen als Sportlichen Leiter / Sechs bis acht Neuzugänge geplant
Leipzig. Fußball-Oberligist 1. FC Lok hat Marcel Rozgonyi als Sportlichen Leiter verpflichtet. Der 35-jährige frühere Bundesligaspieler soll sich schnell einarbeiten und in die Planungen für die neue Saison involviert werden. Doch noch kämpft der Verein um den Klassenerhalt.
Von Steffen Enigk
Nur ein Punkt trennt die Probstheidaer von den Abstiegsplätzen, und drei hohe Auswärts-Hürden sind jetzt zu überspringen - am Freitag in Luckenwalde, am kommenden Mittwoch bei Borea Dresden und am Ostermontag das Derby beim FC Sachsen in der Red-Bull-Arena. \"Es wäre gelogen, dass wir uns keine Sorgen machen würden\", sagt Sportvorstand Dirk Majetschak.
Auf dem Rasen kann Marcel Rozgonyi nicht mehr helfen, obwohl ihm Lok Ende Januar einen Spielerpass besorgte. Der gelernte Verteidiger ist nach seiner schweren Knie-Operation im Oktober immer noch in der Rehabilitation, seine Kicker-Karriere wohl beendet. Doch nun warten neue Aufgaben. Rozgonyi bewarb sich als Sportlicher Leiter, führte Vorgespräche mit Majetschak und Schatzmeisterin Katrin Pahlhorn. Am vergangenen Sonnabend winkte der Vorstand bei seiner Sitzung die Personalie durch, stimmte auch Michael Notzon zu, Lok-Präsident und Chef von Hauptsponsor Goldgas.
\"Wir sind dafür, jungen Leuten eine Chance zu geben\", erklärt Majetschak. Rozgonyi sei \"die Ideallösung für Lok\", habe neben seiner großen Erfahrung als Spieler in höheren Ligen \"bemerkenswerte Abschlüsse\" vorzuweisen - ein Sportwirtschafts-­Studium mit guten Noten und eine Ausbildung als Vereinsmanager. \"Außerdem hat er nicht aufs Geld geschaut, Lok geht kein finanzielles Risiko ein. Wir wollen ihn schnell integrieren, damit er sich voll einbringen kann.\" Rozgonyi, geboren in Hoyerswerda, einst für Magdeburg, Schalke, Cottbus (16 Bundesliga-Einsätze), Saarbrücken (Aufstieg in die 3. Liga) und FC Sachsen am Ball, arbeitet vorerst ehrenamtlich. In einigen Monaten soll ein langfristiger Vertrag abgeschlossen werden. \"Den strebe ich an, aber wir werden alle nur am Erfolg gemessen\", weiß der 35-Jährige, \"Lok ist ein interessanter Verein mit großer Geschichte und riesigem Fan-Potenzial, ich freue mich auf die reizvolle Aufgabe, muss jedoch erst mal den Einstieg schaffen, will dazu beitragen, dass wir unsere strategischen Ziele erreichen.\"
Zunächst den Klassenerhalt, danach die Qualifikation für die neue Ost-Regionalliga. Gemeinsam mit Bankkaufmann Majetschak (42), der Ende der 80-er Jahre in der DDR-Oberliga das Lok-Trikot trug, und Trainer Mike Sadlo (39) soll Rozgonyi ein sachkundiges Triumvirat der Entscheider bilden, ein schlagkräftiges Team zusammenstellen und bei den anstehenden Spielergesprächen beratend dabei sein.
Insgesamt 13 Verträge laufen aus. \"Alle haben in den letzten neun Partien aber noch die Chance, sich für eine Weiterverpflichtung zu empfehlen\", beteuert Majetschak und kündigt gleichzeitig einen \"erheblichen Umbruch\" in der Mannschaft an: \"Wir planen mit sechs bis acht Neuzugängen, damit wir in der nächsten Saison von Beginn an oben mitmischen können.\" Heißt auch: Etwa genau so viele bisherige Akteure müssen den Verein verlassen, denn der Kader wird maximal 24 Spieler umfassen.
Sadlo freut sich über die Unterstützung durch Rozgonyi. \"Aufgrund seiner Qualitäten, seiner Ausbildung, dem Erlebten und Erfahrenen ist er für diesen Job prädestiniert.\" Um den eigenen muss Sadlo nicht fürchten. Wenn er mit Lok im Abstiegskampf besteht, bleibt er laut Majetschak Trainer: \"Wir vertrauen ihm und der Mannschaft.\"

11.04.2011
Dürftige Nullnummer
1. FC Lok kann auch Chemnitz II nicht schlagen und nähert sich den Oberliga-Abstiegsplätzen
Leipzig. Ein enttäuschter Trainer, eine frustrierte Mannschaft und 2075 unzufriedene Zuschauer: Für den 1. FC Lok wird nach dem gestrigen, leistungsgerechten 0:0 gegen die Chemnitzer Reserve die Luft immer dünner. Weil der VfL Halle 2:1 in Magdeburg gewann, haben die Probstheidaer nur noch einen Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, allerdings auch noch zwei Nachholpartien zu bestreiten.
\"Allein mit Unentschieden werden wir es wohl nicht schaffen\", kommentierte Kapitän Thorsten Görke das zehnte Remis im 21. Saisonspiel und ergänzte leicht verzweifelt: \"Wir rennen und kämpfen ohne Ende, versuchen alles, aber wir nutzen unsere Chancen nicht. Das ist auch eine Frage der Qualität.\"
Im Duell der Kellerkinder habe man keine Mittel gefunden, das Abwehrbollwerk der Gäste zu knacken, räumte Mike Sadlo ein. \"Die Bedeutung des Spiels war beiden Mannschaften anzusehen\", meinte der Lok-Trainer, \"sie haben sich neutralisiert, keiner wollte verlieren.\" Kaum Druck, wenig Mut, schon gar keine Kreativität und spielerische Klasse - Kampf, Krampf und Hektik bestimmten das 90-minütige Gewürge. Vielleicht bemühte Sadlo deshalb den Konjunktiv, beklagte Unvermögen und Pech in zwei Schlüsselszenen: \"Was wäre, wenn...\" Ja, wenn Benedikt Seipel Sekunden vor der Pause die Nerven behalten hätte, als der Mittelfeldmann frei auf den Chemnitzer Kasten zulief, aber den Ball vorbei schob. Oder wenn Schiedsrichter Lutz Rosenkranz aus Plauen in der 85. Minute auf den Punkt gezeigt hätte, als der agile Seipel im Strafraum zu Fall gebracht wurde. \"Ein klarer Elfmeter\", giftete Sadlo, \"gegen uns werden oft solche Dinger gepfiffen, für uns nie, das hat fast schon Methode.\"
Lok, das zunächst leidenschaftlich anrannte, sich aber meist auf blind nach vorn geschlagene Bälle beschränkte, besaß in der ersten Halbzeit Feldvorteile, gefühlte 70 Prozent Ballbesitz und die besseren Gelegenheiten. Doch Pavel Devaty (25.) und Seipel (29.) scheiterten an Keeper Chris Flader.
Nach dem Wechsel wurden die Leipziger immer harm- und kraftloser, während die Chemnitzer plötzlich die Offensive für sich entdeckten und zweimal die Führung auf dem Fuß hatten: Tim Hunger (55.) verzog freistehend, Felix Schimmel bekam die Kugel aus fünf Metern nicht am gut reagierenden Jan Evers vorbei (70.). Lok hatte nur noch einen Kopfball von Seipel (63., knapp daneben) zu bieten.
\"Unsere Mittel sind begrenzt, wir haben personell kaum Alternativen\", sagte Sadlo, \"immerhin haben wir Chemnitz auf Distanz gehalten.\" CFC-Coach Kay-Uwe Jendrossek sprach zu Recht von einem \"verdienten Punkt\". Doch das 0:0 hilft keinem der beiden Trainer wirklich weiter.
Steffen Enigk

1. FC Lok: Evers - J. Werner, Saalbach, Brodkorb, Seifert - Seipel, Görke, Devaty, Knoof (56. Heusel) - Fraunholz (76. J. Adam), Schulz (62. K. Adam).

09.04.2011
Jens Werner vor Kellerduell: Ich bin guter Dinge
Leipzig. Für Lok-Verteidiger Jens Werner ist das Oberliga-Abstiegsduell des 1. FC Lok gegen das Schlusslicht Chemnitzer FC II am Sonntag (14 Uhr) im Plache-Stadion richtungsweisend. \"Wir müssen gewinnen. Da gibt es überhaupt keine Frage. Schon im Hinspiel, als ich leider gesperrt war, hätte es für drei Punkte reichen müssen. Immerhin haben wir dort 3:0 geführt\", trauert der Student noch heute den zwei verlorenen Punkten nach.
Auch am Donnerstagabend ärgerte er sich, als er vom überraschenden 2:0-Sieg der Chemnitzer Reserve beim FSV Zwickau hörte. \"Das zeigt aber auch, dass diese Mannschaft nicht so schlecht ist, wie man es bei ihrem Tabellenplatz denken könnte\", sagt der 28-Jährige, der im Probstheidaer Team zu den erfahrensten Spielern zählt. \"Ich bin guter Dinge, dass wir gewinnen. Auch beim 0:3 gegen Spitzenreiter Halberstadt haben wir auf Augenhöhe mitgespielt und hätten nie verlieren dürfen. Wir haben die Qualität, aber wir müssen unsere Chancen nutzen.\" Mike Sadlo sieht den überraschenden Erfolg der CFC-Talente in Zwickau nicht so dramatisch: \"Wir müssen auf uns schauen. Wir haben eine gute Ausgangsposition. Wir liegen vor den Abstiegsplätzen, haben unter diesen Teams die wenigsten Spiele und müssen eigentlich unseren Platz nur verteidigen\", meint der Lok-Trainer. Wichtig sei, dass seine Mannschaft aus den guten spielerischen Ansätzen in den vergangenen Partie \"auch die richtigen Ergebnisse\" erzielt. Die lange Liste der Verletzten bleibt unverändert. Coach Sadlo ist froh, den zuletzt gegen Halberstadt gelbgesperrten Pavel Devaty wieder aufstellen zu können. Der Mann mit tschechischer Zweitliga-Erfahrung hatte in den vergangenen Partien das Offensivspiel des 1. FC Lok wenigstens phasenweise belebt. \"Pavel ist ein Mann, der in einem ausgeglichenem Spiel schon mal den Unterschied ausmachen und damit eine Partie für uns entscheiden kann\", glaubt Sadlo.
Norbert Töpfer

04.04.2011
Lok macht Bundesliga-Aufstieg perfekt
Fußballerinnen von Trainer Jürgen Brauße nach 3:0-Sieg beim 1. FC Lübars vorzeitig uneinholbar
Berlin. Die Zweitliga-Fußballerinnen des 1. FC Lok haben ihr Ziel vorzeitig erreicht, mit einem 3:0-Sieg beim 1. FC Lübars machte die Mannschaft von Trainer Jürgen Brauße gestern drei Spieltage vor Saisonende den Aufstieg zur Bundesliga perfekt.
Auf Rang zwei liegend sind die Leipzigerinnen nun uneinholbar für Lübars, das in der Tabelle nächstliegende aufstiegsberechtigte Team. \"Ich habe darauf gehofft, obwohl die Nord-Berlinerinnen eine starke Truppe sind\", sagte Loks Vizepräsident und Frauensponsor Bernd Wickfelder nach der Partie, die er nicht selbst beobachten konnte. Er erfuhr im französischen Le Havre von der guten Nachricht. Der Aufstieg war quasi das vorgezogenes Geburtstagsgeschenk von der Mannschaft, Wickfelder wird heute 50. Trainer Brauße war natürlich nicht minder glücklich. Er hatte beim Einwechseln eine ausgesprochen glückliche Hand bewiesen. Nachdem Safi Nyembo mit ihrem 16. Saisontor für eine relativ frühe Gäste-Führung gesorgt hatte (sie traf nach Eingabe von Josefine Krengel per Kopf), dauerte es bis zur 69. Minute, ehe die eingewechselte Marlene Ebermann mit einem Doppelschlag pfeilschnell alle Fragen nach dem Sieger und Aufsteiger beseitigte.
Mitte der ersten Halbzeit hatte Lok trotz der Führung etwas die Ordnung verloren und Glück, dass ein Lübarser Schuss vom Innenpfosten wieder ins Feld sprang, statt zum Ausgleich ins Tor. \"Da war uns auf dem holprigen Platz etwas der Spielfaden abhanden gekommen\", monierte Brauße, der dennoch hochzufrieden war. \"Nach dem 3:0 konnte uns der Gegner nichts mehr entgegensetzen\", sagte der Coach, dessen Name nach dem Abpfiff zur Devise wurde: Brauße musste sich der obligatorischen Sektdusche (-brause) stellen - ein Ritus, den er liebend gern über sich ergehen ließ.
Damit haben die Lok-Frauen den Sprung ins Oberhaus nach fünf Jahren zweite Liga vollzogen. Mit einem Sieg im letzten Heimspiel gegen den Hamburger SV II könnten sie sogar noch Staffel-Erster werden.
Frank Müller
Lok Leipzig: Härling, Freitag, Möttig (74. Rademacher), Ganser (59. Ebermann), Heller (66. Szuh), Krengel, Schneider, Nyembo.
Tore: 0:1 Nyembo (18.), 0:2, 0:3 Ebermann (69., 70.). SR.: Kim-Jana Trenkner (Winsen). Z.: 175.

04.04.2011
Pechvogel Markus Brodkorb
Leipzig. Für Lok-Trainer Mike Sadlo begann schon gestern die Vorbereitung auf das Oberliga-Kellerduell nächsten Sonntag (14 Uhr) gegen die Chemnitzer Zweite. Er sah sich das Match zwischen der U23 des CFC gegen den FC Sachsen an. Nach der 0:3-Heimpleite am Freitag gegen
Meisterschaftskandidat Halberstadt will der Coach nichts dem Zufall überlassen, denn das Match dürfte richtungsweisend sein im Abstiegskampf. \"Ich wäre auch gefahren, wenn wir die Halberstädter geschlagen hätten. Ich bin sonntags immer unterwegs. In Chemnitz passt es besonders gut, weil wir gegen beide Teams noch in diesem Monat spielen\", erklärt der 39-Jährige, der mit seinen Jungs bereits am Samstag wieder trainierte. Aber nicht als Strafe für das 0:3: \"Wir üben immer sonnabends. Ich sehe keinen Grund für Extra-Einheiten. Die Mannschaft hatte über weite Strecken ordentlich gespielt und sich gute Chancen erarbeitet, die wir leider nicht nutzten.\" Ein bitterer Abend war es für Markus Brodkorb, der sich bei den Toren zwei und drei in der Schlussphase schwere Patzer leistete. Beim ersten geriet er an der Mittellinie ins Stolpern und musste Fait-Florian Banser ziehen lassen, der die Vorlage für Schütze Michael Preuß gab. Beim zweiten Treffer ließ sich der 21-Jährige zu leicht von Banser austanzen. \"Das war ärgerlich für Markus. Aus Mangel an Alternativen hatte ich ihn in die Innenverteidigung gestellt, wo er seine Sache gegen den starken Banser sehr gut gemacht hat. Und dann passiert so etwas\", nahm Coach Sadlo den Sünder in Schutz. Die Tore seien nicht spielentscheidend gewesen. \"Sie sorgten am Ende nur für unseren K.o.\"
Auch auf der anderen Seite hatte Brodkorb kurz vor der Pause Pech, als er in Nähe des Fünfmeterraums in guter Kopfball-Position umgestoßen wurde. \"Das war ein Elfmeter. Wenn ich nur daran denke, was für Strafstöße die Schiedsrichter in dieser Saison gegen uns gegeben haben\", ärgert sich Sadlo.
Zum fehlenden Mittelfeldmann Heiner Backhaus wollte sich Sadlo nicht äußern: \"Er ist krankgeschrieben.\" Gerüchte, dass der 1. FC Lok den Rou­tinier abschieben will, weil er den Vorstand kritisiert hätte, bestätigte der Sicherheitsbeauftragte Steffen Kubald nicht. \"Backhaus hat sich an der Nase operieren lassen und ist weiter krank. Wir sind natürlich in unserer Lage nicht erfreut über diese Situation\", meint der frühere Lok-Vorsitzende.
Norbert Töpfer

03.04.2011
Aufstieg perfekt: Lok-Frauen spielen ab nächster Saison in der 1. Bundesliga
Leipzig. Es ist vollbracht: In der nächsten Saison wird in Leipzig wieder erstklassiger Fußball gespielt. Wozu RB wahrscheinlich noch ein paar Jahre brauchen wird, ist der Frauenmannschaft des 1. FC Lokomotive Leipzig am Sonntag gelungen – den Aufstieg in die 1. Bundesliga perfekt zu machen.
„Das war eine tolle Leistung der gesamten Mannschaft“, freute sich Lok-Trainer Jürgen Brauße, nachdem seine Mädels das Spiel gegen den 1. FC Lübars klar mit 3:0 gewonnen haben. Damit sind die Leipziger sicher auf dem zweiten Tabellenrang und spielen – da das erstplatzierte Reserveteam des Hamburger SV nicht aufsteigen darf – in der kommenden Saison in der ersten Liga.
Die Partie in Berlin wurde klar von den Lok-Frauen dominiert. Bereits in Spielminute 17 köpfte Safi Nyembo nach Hereingabe von Josefine Krengel zum 1:0 ein. „Danach haben wir erstmal an Spielfreude verloren“, so Brauße gegenüber LVZ-Online. Chancen auf beiden Seiten änderten bis zur Pause nichts mehr am Spielstand.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste aus Sachsen den Druck. Nachdem Berlin wegen Schiedsrichterbeleidigung ab der 66. Minute nur noch zu zehnt auf dem Feld stand, machte die kurz zuvor eingewechselte Marlene Ebermann mit einem Doppelschlag (68., 70.) den Sieg für Leipzig perfekt.
Feiern will das Team spontan nach ihrer Ankunft in Leipzig. „Ein paar Flaschen sind aber jetzt schon geöffnet worden“, so Brauße. Auch die obligatorische Sektdusche habe ihn getroffen.
Stefan Banitz © LVZ-Onliner

02.04.2011
Halberstadt zu clever für Lok
Probstheidaer unterliegen neuem Oberliga-Spitzenreiter verdient, aber zu hoch 0:3
Leipzig. Für den 1. FC Lok wird die Lage im Abstiegskampf immer ernster. Gestern Abend boten die über weite Strecken feldüberlegenen Leipziger vor 2136 Zuschauern zwar eine engagierte Partie, wurden beim 0:3 (0:1) gegen Germania Halberstadt aber ausgekontert. Michael Preuß (24., 87.) und Fait-Christian Banser (90.) schossen die Tore. Die nun seit 20 Spielen ungeschlagenen Gäste übernahmen die Spitze, Lok dümpelt weiter im Tabellenkeller. \"Wir hatten mehr Ballbesitz, aber dafür gibt es nun mal keine Punkte\", ärgerte sich Trainer Mike Sadlo, \"gegen so ein Spitzenteam bekommt man nur vier, fünf Chancen, die muss man dann nutzen. Halberstadt war da einfach cleverer.\" Germania-Coach Andreas Petersen zeigte sich erleichtert. \"Lok hat vor tollem Publikum super gekämpft, uns alles abverlangt.\" Seinem Team hätten Ruhe, Sicherheit und Souveränität gefehlt. \"Bis auf die schön heraus kombinierten Tore haben wir nicht gut gespielt\", meinte der 50-Jährige, \"es war ein ekliger, dreckiger, aber verdienter Sieg, weil die Leipziger kaum zwingende Aktionen hatten.\"
In der Tat biss sich Lok an der robusten Gäste-Abwehr die Zähne aus, ließ Ideen, Technik und Durchschlagskraft vermissen, lief sich regelmäßig fest und bald einem Rückstand hinterher. Quasi aus dem Nichts schlug Halberstadt im Konter zu: Steilpass auf Roy Blankenburg, präzise Flanke, konsequenter Abschluss durch Preuß - Schach und matt in drei Zügen.
Zuvor hatte Benjamin Fraunholz zweimal die Lok-Führung auf dem Fuß (16., 23.), scheiterte aber an Keeper Sebastian Kischel. Als Marcus Brodkorb im Strafraum zum Kopfball ansetzte und umgestoßen wurde (32.), forderten Sadlo und die Fans wütend Elfmeter, doch Schiedsrichter Torsten Jauch aus Benshausen winkte ab.
In Halbzeit zwei entwickelte sich ein \"verbissenes Kampfspiel zwischen den Strafräumen\" (Petersen), in dem Lok Vorteile besaß und die nur noch auf Verwaltung des Vorsprungs orientierten Halberstädter wackelten. Doch Höhepunkte blieben rar und die Gäste zum achten Mal in Folge ohne Gegentreffer. Fraunholz setzte einen Kopfball neben den Kasten (47.) und einen Seitfallzieher aus bester Position (75.) genau in die Arme von Kischel. Dennoch war der wuchtige, einsatzstarke Stürmer der auffälligste Leipziger - und nach dem Abpfiff der Verzweiflung nahe. \"Wir machen einfach zu wenig Tore und hinten zu viele Fehler, das ist symptomatisch für die ganze Saison\", stöhnte der 25-Jährige.
Als Lok in der Schlussphase anrannte, wurde die Mannschaft lehrbuchreif ausgekontert. Preuß und Banser waren für Brodkorb zu schnell, verwandelten eiskalt. \"Halberstadt besitzt die Qualität und Kaltschnäuzigkeit, die uns noch fehlt\", gestand Sebastian Seifert, der auf der linken Seite des öfteren seine spielerische Klasse aufblitzen ließ.
\"Wir haben zu hoch gewonnen\", sagte Petersen noch. Erst 2:0 beim FC Sachsen, nun 3:0 bei Lok - mit sechs Zählern aus Leipzig hatte der Coach nicht gerechnet. \"Aber wer solche Spiele zieht, kann Meister werden.\" Der Mann hat recht.
Steffen Enigk

Lok: Evers - Werner, Görke, Brodkorb, Seifert - Seipel, Knoof (81. J. Adam), Mende (69. Saalbach) - Schulz - Fraunholz, Kieback (63. Heusel).

28.03.2011
Sadlo-Team verpasst Befreiungsschlag
1. FC Lok schafft bei Abstiegskandidat VfL Halle nur ein 2:2
Halle. Der 1. FC Lok Leipzig erreichte gestern beim VfL Halle zwar ein 2:2 (1:1), verpasste jedoch damit den Sprung ins Mittelfeld der Fußball-Oberliga. Das Positive dieser heiß umkämpften Partie: Die Probstheidaer konnten ihren Drei-Punkte-Vorsprung auf die Saalestädter behaupten.
Die stark ersatzgeschwächten Leipziger spielten im Gegensatz zu den vergangenen Partien mit einer Doppelspitze. Das Duo wurde von Benjamin Fraunholz und Christoph Schulz gebildet, während der zuletzt an den Rippen verletzte René Heusel auf der Bank saß.
Aus dem Nichts gelang den Saalestädtern die Führung. Nach einer Freistoßvorlage von Nico Stein stieg der frühere Leutzscher Stefan Karau höher als Lok-Kapitän Thorsten Görke und köpfte zum 1:0 (15.) ein. Torwart Jan Evers streckte sich vergeblich. Fast im Gegenzug verhinderte VfL-Keeper René Hartleib mit einer Glanzparade den Ausgleich, als der tschechische Mittelfeldmann Pavel Devaty aus Nahdistanz geschossen hatte.
Görke machte seinen Fehler vom 0:1 schnell wett, denn er traf mit einem sehenswerten Dropkickschuss aus 20 Metern zum 1:1-Ausgleich (31.). Die Ereignisse überschlugen in dieser Phase, denn Evers klärte nur Sekunden später mit letztem Einsatz gegen Stephan Neigenfink. Der Probstheidaer Trainer Mike Sadlo, der einst in der dritten Liga auch für den VfL Halle aktiv war, stellte sein Team in Halbzeit zwei um. Görke ging ins defensive Mittelfeld, der eingewechselte Marcus Brodkorb wechselte auf dessen Posten in der Innenverteidigung.
Die Begegnung blieb umkämpft und turbulent wie im ersten Abschnitt. Benedikt Seipel gelang nach einer Ecke die umjubelte 2:1-Führung (55.) für die ­Leipziger. Aus Nahdistanz schob er aus einem Gewühl heraus ein. Doch die Freude darüber währte nicht lange, denn Schiedsrichter Michael Jäntsch gab nach Hinweis von seinem Assistenten plötzlich Elfmeter für die Hallenser. Angeblich sollte Görke ein Foul begangen haben. Neigenfink verwandelte nervenstark zum 2:2 nach 62 Minuten. Zu allem Überfluss sah Devaty kurz darauf Gelb-Rot, so dass er am Freitag (19 Uhr) im Heimspiel gegen Halberstadt gesperrt ist. Das Match wurde zusehends hektischer und härter. Lok musste sich in Unterzahl nun heftiger Angriffe erwehren, verhinderte jedoch mit Glück - unter anderem bei einem Pfostenschuss - und Geschick einen weiteren Treffer der Gastgeber. \"Das Remis ist gerecht. Allerdings hätten wir das Spiel auch noch gewinnen können, wenn wir unsere in Überzahl herausgearbeiteten Chancen nutzen\", sagte der Hallenser Trainer Thomas Diedrich. Lok-Coach Sadlo war sauer über die Entscheidungen des Schiedsrichters und seines Assistenten, der das Foul im Strafraum anzeigte: \"Keiner hat was gesehen und der Linienrichter, der zuvor nach einem Einwurf auf Abseits entschied, weist darauf hin, dass doch was war. Am Ende müssen wir noch über das Remis froh sein. \"
Norbert Töpfer

1. FC Lok: Evers - Werner, Görke, Knoof, Seifert - Devaty, Mende (40. Brodkorb), Kieback (66. Heusel), Seipel - Fraunholz, Schulz (88. K. Adam)

26.03.2011
Sadlo kennt die Gefahr
1. FC Lok muss in Halle Defensivschwächen abstellen
Leipzig. Stürzt der VfL Halle binnen acht Tagen beide Leipziger Oberliga-Klubs in Nöte? Am vergangenen Wochenende gewann die Mannschaft von Trainer Thomas Diedrich 2:1 beim FC Sachsen, am Sonntag (13.30 Uhr) empfängt der Tabellen-14. den 1. FC Lok und könnte bei einem erneuten Sieg mit den Probstheidaern gleichziehen.
Mike Sadlo weiß um die Abstiegsgefahr - und um die große Chance, sich mit einem Dreier aus der bedrohlichen Zone abzusetzen. \"Auch wenn noch nichts entschieden wird, ist das für uns ein entscheidendes Spiel\", sagt der Lok-Coach und versprüht Optimismus: \"Wir haben in der Rückrunde schon viele knifflige Aufgaben gelöst.\"
Für seine Jungs ist es das dritte Auswärtsspiel in Folge, und Sadlo fühlt sich mit Blick auf das 3:3 in Chemnitz und das 2:3 in Bautzen hin- und hergerissen. \"Einerseits bieten wir den Gegnern zu viel Raum, haben in der Deckung Abstimmungsschwierigkeiten und bekommen einfache Gegentore, andererseits sind wir auch vorne immer für Treffer gut\", erklärt der 39-Jährige. Doch zuletzt überwogen die Defizite in der Defensive, und sie kosten wichtige Punkte.
Sadlos Problem: Er besitzt kaum Alternativen. Die Personallage bleibt angespannt, in Bautzen zog sich Paul Stöbe einen Muskelfaserriss zu, acht Akteure fallen aus. René Heusel trainiert zwar wieder, wird aber in Halle bestenfalls auf der Bank sitzen.
Gemeinsam mit Sportvorstand Dirk Majetschak und Achim Steffens (fährt Montag zur Kur) bereitet Sadlo schon die neue Saison vor. \"Unser Team wird dann anders aussehen, die Hälfte der Verträge läuft aus\", sagt der Trainer, \"und wir brauchen Verstärkungen in allen Mannschaftsteilen. Es muss ja Ursachen dafür geben, dass wir unten rumkrebsen.\"
Steffen Enigk

19.06.2011
Görke hat noch viel vor
1. FC Lok muss in Bautzen Farbe bekennen
Leipzig. \"Wir sind immer noch im Abstiegskampf, alles andere ist Augenwischerei\", sagt Mike Sadlo. Das Team habe sich zwar in der Rückrunde stabilisiert, aber zufrieden ist der Lok-Trainer bei weitem nicht. Spiele wie das 3:3 in Chemnitz würden den Unterschied ausmachen \"zwischen einer ordentlichen und einer guten Bilanz - wir haben nur eine ordentliche\". Sadlo hat das kuriose Remis abgehakt, will auch am Sonntag beim Oberliga-Dritten Budissa Bautzen (13.30 Uhr) auf Sieg spielen. \"Aber dazu müssen wir kompakter stehen und aggressiver in die Zweikämpfe gehen, dürfen nicht so schnell die Bälle verlieren.\"
Auch Thorsten Görke sieht noch \"gewaltig Luft nach oben, mit dem halben Arsch geht gar nichts\". Doch der Lok-Kapitän warnt davor, die positive Entwicklung schlecht zu reden: \"Seit sechs Wochen sind wir endlich in der Spur, das hätte auch anders laufen können.\"
Die Mannschaft habe begriffen, dass es nur mit Disziplin und Teamgeist funktioniere, profitiere zudem davon, dass die Unruhe im Verein (bei Führung und Fans) vorbei sei. Trotz vieler Verletzungsausfälle - am Sonntag kehrt lediglich der in Chemnitz gesperrte Verteidiger Jens Werner zurück - sei die Truppe variabler geworden, habe sich die neue Viererkette einigermaßen gefunden. Daran ändert für Görke auch das bittere 3:3 nach 3:0-Führung nichts. \"Unglaublich, mit 34 Jahren denkt man, alles erlebt zu haben, aber man lernt eben stets dazu\", gesteht der Abwehrchef. In Bautzen hofft er auch auf Stürmer Christoph Schulz, der sich vom Bankdrücker zum Goalgetter mauserte, drei der letzten vier Lok-Tore erzielte: \"Schulle hat sich sensationell entwickelt. Der marschiert, setzt sich durch und trifft immer öfter. Das macht Mut.\"
Auch für die nächste Saison. Dann wird in der Oberliga ein heißer Kampf um die Plätze für die neue, fünfgleisige Regionalliga entbrennen. Lok möchte von Anfang an vorne dabei sein - mit Thorsten Görke. \"So lange die Knochen halten, werde ich weiterspielen\", verspricht der Routinier, \"und ich will mich nicht im Abstiegskampf aus Probstheida verabschieden.\" Deshalb gelte in den nächsten Wochen: früh den Klassenerhalt schaffen und dann einspielen für das entscheidende nächste Jahr. \"Ich habe noch viel vor\", versichert Görke.\"
S.E.

18.03.2011
Verpasster Befreiungsschlag
Zwölf Punkte aus sieben Partien hat Oberligist 1. FC Lok seit der Winterpause unter Coach Mike Sadlo geholt, sich von den Abstiegsrängen entfernt. Doch das Mittwoch-3:3 bei Schlusslicht Chemnitz II lag den Probstheidaern auch gestern noch schwer im Magen.
\"Ein Sieg wäre der endgültige Befreiungsschlag gewesen\", meinte Keeper Jan Evers, \"wir haben uns in der Halbzeit noch geschworen, kein Gegentor zuzulassen, weil es dann schwer wird.\" Es wurde so schwer, dass Lok die glückliche 3:0-Pausenführung vergeigte, in der Schlussminute den Ausgleich kassierte. \"Wir hatten keine Ordnung mehr\", sagte Kapitän Thorsten Görke. Dass das Remis gegen überraschend starke Chemnitzer letztlich verdient war, gestanden jedoch alle ein. Denn die Gastgeber hatten mehr Ballbesitz, klare Feldvorteile und \"gefühlte 20:5 Torschüsse\" (Evers).
Die Leipziger, bei denen Paul Stöbe sein Saison-Debüt gab, steckten den Ausfall vieler Stammspieler (Krug, Backhaus, Hildebrandt, Kunert, Heusel, Werner) zunächst gut weg - und nahmen die CFC-Geschenke dankbar an. Christoph Schulz (2) sowie Pavel Devaty bestraften schwere Schnitzer.
\"Aber dann standen wir zu tief, haben fast nichts mehr nach vorn gemacht, förmlich um die Gegentore gebettelt und selbst Geschenke verteilt\", kritisierte Trainer Sadlo, \"wir haben Lehrgeld gezahlt, das gehört zum Lernprozess bei den jungen Spielern.\"
Am Sonntag bei Aufstiegsanwärter Bautzen dürfe man diese Fehler nicht wiederholen. \"Wir haben schon einige Favoriten geärgert\", zeigte sich Evers optimistisch.
Steffen Enigk

17.03.2011
3:0-Führung reicht nicht
Der 1. FC Lok hat im Abstiegskampf zwei Punkte verschenkt!
Bei Chemnitz II reichte es trotz 3:0-Führung zur Pause nur zum 3:3. Schulz brachte Lok per Doppelschlag (24., 33./Handelfer) in Führung, Tscheche Devaty packte noch vor der Pause das dritte Ding obendrauf (38.). Drops gelutscht? Nee! Weil Dressier ebenfalls per Doppelpack (53., 68.) traf, Oldie Emmerich in der Schlussminute Lok aus allen Träumen riss. Die Sadlo-Truppe bleibt damit Elfter (20 Punkte), der CFC II Letzter (13).

17.03.2011
Lok gibt 3:0-Führung aus der Hand
Sadlo-Kicker müssen sich nach schwacher zweiter Halbzeit mit 3:3 in Chemnitz bescheiden
Sie wollten sich aus den Niederungen der Oberliga verabschieden, mit dem Rückenwind vom 1:0-Sieg gegen Gotha auch bei der 2. Mannschaft des Chemnitzer FC dreifach punkten. Kurz vorm Abpfiff platzte der Lok-Traum vom befreienden Dreier, markierten die auf dem letzten Platz dümpelnden kleinen Himmelblauen den durchaus verdienten 3:3-Ausgleich. Baude traf in der 90. Minute mit dem Kopf - und den Gast ins Mark. Unglaublich, aber wahr: Der 1. FC Lok hatte zur Pause nach Toren von Christoph Schulz (24./33.) und Pavel Devaty (38.) 3:0 geführt, schien einer entspannt-freudvollen Bus-Rückfahrt entgegen zu streben. Mit Wiederbeginn war es dann aber mit der blau-gelben Herrlichkeit vorbei, übernahm der CFC das Kommando.
Angriff auf Angriff lief aufs Tor von Keeper Jan Evers, Entlastung gab es keine mehr. Zweimal Dressler (53./68.) und der eingangs erwähnte Baude kippten vor 435 Zuschauern die Partie. \"Wir haben drei Geschenke bekommen und haben danach etwas zu lange gebraucht, um die auszupacken. Chemnitz hat uns die Geschenke dann eben wieder weggenommen\", sprach Lok-Coach Mike Sadlo in anschaulichen Bildern. \"Man muss aber ehrlicherweise sagen, dass das Unentschieden in Ordnung geht. Chemnitz hat sich nicht wie ein Tabellenletzter präsentiert - und wir haben in der zweiten Halbzeit einfach zu wenig getan.\" Im ersten Durchgang erwiesen sich die Chemnitzer als freundliche Gastgeber, kredenzten einen Elfmeter, assistierten auch beim 2:0 des Gotha-Matchwinners Christoph Schulz.
In der Halbzeitpause guckten sich die Männer aus Probstheida an, wussten nicht, wie ihnen geschehen war. Nach dem Abpfiff guckten sie sich wieder an ...
gs

Lok: Evers - Seipel, Görke, Knoof, Mende - Seifert, Stöbe, Devaty (88. Irrgang), Kieback (65. K. Adam) - Schulz, Fraunholz (75. J. Adam)

14.03.2011
1. FC Lok jubelt nach Zittersieg
Einwechsler Schulz sorgt für 1:0 gegen Aufsteiger Gotha und Luft im Abstiegskampf
Leipzig. Der 1. FC Lok kann im Kampf um den Oberliga-Klassenerhalt etwas aufatmen. Die Probstheidaer gewannen gegen Neuling Wacker Gotha vor 1837 Zuschauern mit 1:0 (0:0). Trainer Mike Sadlo gelang dabei ein Glücksgriff, denn ausgerechnet der eingewechselte Christoph Schulz sorgte für grenzenlosen Jubel unter den Fans und Spielern, denn es war ein glücklicher Erfolg. \"Treffe ich immer gleich, wenn ich reinkomme, würde ich immer Auswechsler sein. Ich bin happy, auch für die Fans freue ich mich\", sagte der überglückliche Stürmer, der nach einem langen Pass Pavel Devatys in den Strafraum mit einem Direktschuss die Kugel in die Maschen jagte. \"Wir sind die Größten der Welt\", sangen die Sekunden zuvor noch erbosten Zuschauer und hatten ihre Jungs wieder lieb, die mit Ausnahme von Torwart Jan Evers weit unter den Erwartungen geblieben waren. Gothas Trainer Holger Bühner schüttelte nach dem Abpfiff den Kopf. \"Wir hatten die klareren Chancen, wir hätten hier gewinnen müssen.\"
Lok-Coach Mike Sadlo dagegen war erleichtert nach dem umkämpften Erfolg gegen einen abwehrstarken Aufsteiger, der mit schnellen Kontern die Leipziger mehrfach in Verlegenheit brachte. \"Es war ein Zitterspiel, das genauso lief, wie ich es erwartete. Uns muss es endlich mal gelingen, in der Anfangsphase ein Tor zu schießen. Dann sieht unser Spiel auch anders aus.\"
Sah es aber nicht. Seinem Team, dem die Verunsicherung deutlich anzusehen war, hatte es hauptsächlich Evers zu verdanken, dass es ohne Gegentor blieb. Vor allem in Halbzeit eins ließ Gotha vier hochkarätige Möglichkeiten ungenutzt, Lok nur eine, weil Benedikt Seipels Kopfball (10.) zu schwach war. \"Es fehlt der finale Pass\", kritisierte der krankgeschriebene Lok-Trainer Achim Steffens, der bis zur Pause neben der Wechselbank mitfieberte, dann aber von Schatzmeisterin Katrin Pahlhorn aus \"versicherungstechnischen Gründen\" auf die Tribüne gebeten wurde.
Dass es anders geht, zeigte der 1. FC Lok nach dem 1:0 (76.). Denn nun drehte der Club auf, zeigte ordentliche Kombinationen, an denen vor allem Devaty beteiligt war. Der Tscheche vergab dabei jedoch zwei Chancen kläglich.
Die Leipziger bezahlten die drei Punkte teuer. Denn Alexander Kunert (\"Ich bin im Rasen hängengeblieben, da hat was geknackt im Knöchel.\"), Raik Hildebrand (Muskelfaserriss) und René Heusel (Rippenprellung) mussten verletzt ausgewechselt werden. Das Trio fehlt am Mittwoch (19 Uhr) mit Sicherheit im Nachholspiel bei der Reserve des Chemnitzer FC genauso wie der kranke Heiner Backhaus und Abwehrmann Markus Krug (Knie-Innenbandriss), der in dieser Saison nicht mehr spielen kann.
Norbert Töpfer
1. FC Lok: Evers - Werner, Görke, Knoof, Seifert - Hildebrand, Devaty, Kunert (35. Kieback), Hildebrand (42. Mende) - Fraunholz, Heusel (54. Schulz).

13.03.2011
Drei Punkte für den Klassenerhalt
1.FC Lok Leipzig gewinnt 1:0 gegen Aufsteiger Wacker Gotha
Die Steine, die Spielern, Fans und Verantwortlichen vom Herzen fielen, waren groß. Mit 1:0 setzten sich die Oberliga-Kicker gegen den Tabellen-Nachbarn FSV Wacker Gotha durch und holten sich damit drei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.
„Held des Tages\" war der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Christoph Schulz, der sein sechstes Saisontor erzielte. Der Angreifer stocherte in der 76. Minute einen von Pavel Devaty schnell ausgeführten Freistoß zum erlösenden 1:0 über die Linie.
Bis zum langersehnten Führungstreffer hatten die Lok-Kicker ihre Fans allerdings lange Zeit zittern lassen. Während Kampf und Einsatz stimmten, leisteten sich die Mannen um Kapitän Thorsten Görke im Spiel nach vorn allerdings immer wieder katastrophale Abspielfehler, sodass große Torchancen lange Zeit Mangelware blieben. In der zehnten Minute hatten die Fans bei einem Kopfball von Benedikt Seipel den Torjubel schon auf den Lippen, doch Gothas Keeper Rainer Behnke verhinderte die Führung. Und es hätte aus Lok-Sicht in der ersten Halbzeit sogar noch schlimmer kommen können. Bei ihren wenigen Kontern tauchten die Gothaer in der ersten Halbzeit gleich viermal gefährlich vor Lok-Keeper Jan Evers auf, der gleich zwei stark hielt.
Tor als Erlösung
In der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst nicht viel am Geschehen auf dem Rasen. Während sich die Gastgeber mit haarsträubenden Fehlpässen immer wieder um den Lohn ihrer Angriffsbemühungen brachten, blieb Gotha bei Kontern gefährlich. So musste Evers in der 60. Minute gegen den freistehenden Marty Jung sein ganzes Können zeigen, um den Gegentreffer zu verhindern. Das Tor von Schulz wirkte bei den Lok-Kickern dann wie eine Erlösung. Plötzlich bekamen die knapp 2.000 Fans ansehnliche Kombinationen und Torchancen zu sehen. Doch weder Seipel noch Schulz konnten ihre Chancen in der Schlussphase nutzen. So mussten die Anhänger bis zum Schluss um den verdienten dritten Heimsieg der Saison zittern mussten.
„Diesen Sieg haben sich die Jungs redlich verdient. Sie haben gekämpft bis zum Umfallen. genau das will ich im Abstiegskampf sehen\", freute sich Lok-Trainer Mike Sadlo: „Spielerisch haben wir natürlich noch viel tun. Aber wichtig sind erst einmal die drei Punkte.\"
Mittwoch beim CFC II
Den nächsten Schritt aus dem Abstiegsstrudel wollen die Lok-Kicker bereits am Mittwoch machen. Da müssen sie im Nachholspiel beim Schlusslicht Chemnitzer FC II antreten. Mit einem weiteren „Dreier\" würde sich Lok vorerst aus dem Abstiegskampf verabschieden. A. Neustadt

Lok: Evers-Werner, Knoof, Seifert -Seipel, Hildebrand (42. Mende), Devaty, Kunert (35. Kieback) - Heusel (54. Schulz), Fraunholz.
Tor: Schulz (76.).
Zuschauer: 1.837.

12.03.2011
Urgestein Knoof fordert zwei Siege
Für Stephan Knoof, Urgestein des 1. FC Lok Leipzig, gibt es im heutigen Abstiegsduell im Plache-Stadion (15 Uhr) gegen Wacker Gotha nur ein Ziel: \"Wir müssen gewinnen, auch Mittwoch in Chemnitz. Schon Unentschieden wären für uns wie Niederlagen\", sagt der 27-Jährige.
Mit einem Sieg gegen die Thüringer könnte sich Lok Luft nach unten verschaffen. \"Doch das wird ein hartes Stück Arbeit\", ist sich Knoof sicher. Denn es fehlen Markus Krug (Knie-Verletzung), Heiner Backhaus sowie Sebastian Kieback (beide Grippe). Zudem ist auch Kapitän Thorsten Görke angeschlagen. Was Knoof zwar ärgert, aber keine Angst macht: \"Wir haben einen großen Kader. Jetzt müssen sich die Spieler beweisen, die bisher auf der Bank saßen.\" Mit Torwart Jan Evers und Mittelfeldakteur Raik Hildebrand sind zudem wichtige Männer wieder fit.
Knoof ist überzeugt davon, dass die Mannschaft über genügend im Abstiegskampf erfahrene Spieler besitzt. \"Und die jungen Spieler, die so etwas noch nicht erlebt haben, sollen einfach ihr Ding machen.\" Aber es sei derzeit insgesamt schwer, weil es bei den meisten Akteuren in dieser Saison bisher nicht rund läuft. Deswegen wäre ein Erfolg heute besonders wichtig, um auch für das Kracher-Match nächsten Sonntag (13.30 Uhr) gegen Aufstiegskandidat Bautzen gerüstet zu sein. nt

10.03.2011
Backhaus fällt aus
Diesen Ausfall muss Lok-Coach MikeSadlo (39) erstmal verkraften!

Samstag (15 Uhr) geht der Abstiegskampf gegen Wacker Gotha weiter. Aber eben ohne Heiner Backhaus (29)! Der Mittelfeldmann, der zuletzt den Punkt gegen Erfurt II (1:1) rettete, liegt mit Grippe im Bett, seine Blutwerte sind schlecht. Einen Einsatz schließt Sadlo im Grunde aus: „Ich warte noch das Abschlusstraining Freitagabend ab.
Aber ich plane nicht mit ihm.\" Neben Backhaus hat\'s auch Abwehrspieler Markus Brodkorb erwischt, der mit Fieber flach liegt. Erfreulich hingegen: Keeper Jan Evers hat seine Daumen-Verletzung auskuriert, trainiert seit Montag wieder.
jule

04.03.2011
Manfred Geisler feiert 70. Geburtstag
Leipzig. Fußball-Legende Manfred Geisler hat gestern seinen 70. Geburtstag gefeiert. \"Männe\", wie er von den Fans bis heute genannt wird, stammte aus Leipzig-Leutzsch, kam 1956 zu Rotation Leipzig nach Probstheida, wo er ab 1966 bis 1977 im Dress des 1. FC Lok seine besten Fußballerjahre erlebte. Geisler trug 24 Mal das Trikot der DDR-Auswahl (15 Länderspiele). Seinen größten Erfolg feierte der harte und dennoch technisch versierte Abwehr- und Mittelfeldspieler 1964 mit der DDR-Olympiamannschaft, die in Tokio Bronze holte. Mit dem 1. FC Lok schaffte es Geisler 1974 bis ins Halbfinale des Uefa-Cups. Seine Karriere ließ er in seinem Ursprungsverein Chemie Leipzig ausklingen. Danach kehrte er als Nachwuchstrainer zum FCL zurück.
fm

03.03.2011
Backhaus rettet 1. FC Lok einen Punkt
Routinier trifft in der Nachspielzeit zum 1:1 gegen starke Erfurter Reserve / Probstheidaer lassen viele Chancen ungenutzt
Leipzig. Haudegen Heiner Backhaus ließ die eigentlich schon enttäuschten Probstheidaer Fans gestern Abend doch noch jubeln. In der ersten Minute der Nachspielzeit traf der Mittelfeldmann nach einem der Super-Einwürfe von Ersatzkapitän Stefan Knoof zum hochverdienten 1:1 (0:0) für den 1. FC Lok Leipzig gegen die spielstarke zweite Mannschaft des FC Rot-Weiß Erfurt. Doch im Oberliga-Abstiegskampf ist dieses Remis zu wenig für die Leipziger. Nur ein Sieg hätte ihnen etwas Luft verschafft.
Der umjubelte Torschütze war am Ende dennoch zufrieden. \"Wir stehen mitten im Abstiegskampf und müssen kleinere Brötchen backen. In jedem Spiel nach der Winterpause waren wir die bessere Mannschaft. Doch wir mussten immer wieder blöde Tore zum Beispiel nach Standards hin­nehmen.\" Er ist fest überzeugt davon, dass Lok sich aus dem Keller ver­abschieden wird. \"Auch, weil die Mannschaft ­intakt ist. Das hat man doch gesehen, wie sie nach dem Ausgleich zusammen ge­jubelt hat.\" Auch an die Fans hatte der ­Routinier eine Botschaft parat: \"Wir stehen in der Tabelle noch unten. Und ­trotzdem wird offenbar erwartet, dass wir wie die Brasilianer spielen.\"
So wirkten die Leipziger, die ohne den verletzten Stammkeeper Jan Evers und den gesperrten Kapitän Thorsten Görke antraten, nun wahrlich nicht. Vor allem in Hälfte eins waren sie völlig von der Rolle. Zum Glück für Lok ließen die in dieser Phase überlegenen Gäste vier riesige Chancen ungenutzt. Lok hatte vor der für einen Wochentag stattlichen Kulisse von 1681 Zuschauern zwei Möglichkeiten. Die erste ließ der diesmal schwache Pavel Devaty mit einem missglücktem Heber (14.) aus, die zweite Rene Heusel gemeinsam mit Benedekt Seipel (17.).
Seipel wurde in Hälfte zwei, in der sich Lok enorm steigerte und viele Chancen erarbeitete, zum Unglücksraben. Beim Versuch, vor Christopher Handke zu retten, traf er zum 0:1 (62.) ins eigene Tor. Die Leipziger erholten sich schnell von diesem Schock, kämpften mit hoher Moral um den Ausgleich. Doch das Erfurter Tor schien wie vernagelt. Devaty (64.), Jens Werner (65.), Christoph Schulz (Lattenkopfball 75.,) Benjamin Fraunholz (80.), Knoof (88.) vergaben hochkarätige Möglichkeiten, so dass die ersten Zuschauer bereits das Stadion verlassen hatten, als Backhaus mit seinem Schuss ins rechte Eck für grenzenlosen Jubel sorgte.
Der Euphorie konnte sich Lok-Trainer Mike Sadlo nicht anschließen. \"Die erste Hälfte können wir vergessen, und zwar von beiden Mannschaften. Wenn wir in der zweiten Halbzeit nur eine unserer drei hundertprozentigen Chancen nutzen, gewinnen wir das Spiel. So wie es dann gelaufen ist, müssen wir noch mit dem Punkt zufrieden sein.\" Sein Erfurter Kollege Piet Schönberg war sauer über den späten Ausgleich: \"Aber angesichts der Chancen von Lok war das 1:1 gerecht.\"
Norbert Töpfer

Lok: Glaser - Werner, Krug (78. Saalbach), Knoof, Seifert - Seipel, Backhaus, Kunert, Kieback (55. Schulz) - Devaty - Heusel (64. Fraunholz).

02.03.2011
Abstiegsgespenst soll von Lok weichen
Leipzig. Das Abstiegsgespenst weiterhin im Nacken, aber noch einige Nachholspiele vor der Brust - so kann die aktuelle Situation beim Oberligisten in Probstheida umschrieben werden. Die Tabelle ist gegenwärtig längst nicht \"begradigt\". So hat Tabellenführer VfB Auerbach bereits 17 Partien absolviert, die Leipziger dagegen erst 14. Noch einige Möglichkeiten also, um die dringend benötigten Punkte für den Klassenerhalt zu holen.
Fakt ist jedoch, dass der heutige Kontrahent des 1. FC Lok zu den Spitzenteams der fünften Liga gehört. Mit der \"Zweiten\" des FC Rot-Weiß Erfurt präsentiert sich eine der spielstärksten Mannschaften im Plache-Stadion (Anstoß: 19 Uhr). Von der letzten Heimpartie am Samstag gegen Borea Dresden (1:1) hatten sich die Fans mehr erwartet, nun müssen in den beiden folgenden Partien gegen Thüringer Mannschaften (heute Erfurt, am 12. März gegen Wacker Gotha/15 Uhr) im heimischen Stadion wichtige Punkte geholt werden.
Das dürfte heute gegen den Erfurter Nachwuchs schwer genug fallen. Die Gäste haben zuletzt beim Chemnitzer FC II mit 3:2 gewonnen, Sebastian Hauck konnte sich dabei als zweifacher Torschütze auszeichnen. Der 22-Jährige wechselte vor der Saison vom SSV Markranstädt/RB Leipzig zu den Thüringern und ist drauf und dran, sich dort in der \"Ersten\", also beim Drittligisten, zu etablieren. \"Er hat eine sehr gute Entwicklung genommen\", freut sich Trainer Piet Schönberg über Haucks Fortschritte.
Der Coach hat es verstanden, mit Erfurts Talenten Richtung Tabellenspitze zu marschieren. Auch wenn es einige Male nur ganz knappe Siege für Schönbergs Truppe gab - bisher haben seine Jungs immerhin 28 Punkte auf dem Konto. Lok dagegen kann erst 15 aufweisen...
r.

28.02.2011
1. FC Lok zittert weiter
1:1 gegen Borea Dresden zu wenig im Abstiegskampf
Leipzig. Der 1. FC Lok und Borea Dresden haben es geschafft. Nach mehreren Anläufen kam es zum ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison. Doch aus sportlicher Sicht hätte man sich das 1:1-Match auch sparen können. Die 1965 Zuschauer, die bei strahlendem Sonnenschein ins Plache-Stadion kamen, sahen viel, nur kein ordentliches Fußballspiel. Etliche Fouls, ein Rasen, der den Ball hoppeln ließ und Schiedsrichter Oliver Lossius (Sondershausen), der fragwürdige Entscheidungen traf.
Die Leipziger kamen gut ins Spiel, knüpften an die gute Leistung gegen Magdeburg II (4:0) an. Die größte Chance hatte Rene Heusel (18.), der fünf Meter vor dem Tor frei zum Kopfball kam, doch an Torwart Ron Linke scheiterte. Kurz danach wendete sich das Blatt. Nach einem Freistoß wurde es unübersichtlich im Lok-Strafraum. Der Ball flog ins Aus, Spieler lagen auf dem Boden und der Schiri pfiff. Weder Zuschauer, noch Aktive (auch die von Borea) wussten, was Sache war. \"Ich dachte es wäre ein Torwart-Foul und habe gerechnet, dass wir Freistoß haben\", schilderte Kapitän Thorsten Görke die Situation. Doch der Referee zeigte zur Überraschung aller auf den Punkt. Als \"recht exklusiv\" bezeichnete Lok-Trainer Mike Sadlo die Entscheidung. André Heinisch war das egal und verwandelte zum 1:0 (24.).
Nun knickte das Sadlo-Team ein. \"Ungeduld, Hektik, Panik\", so brachte es Lok-Routinier Heiner Backhaus auf den Punkt. In der 31. Minute wäre fast das 0:2 gefallen, doch Alexander Czempik, der für den verletzten Jan Evers (Daumenprellung) im Tor stand, hielt Leipzig mit einer Glanzparade im Spiel.
In der zweiten Halbzeit passierte auf beiden Seiten wenig. Lediglich mal ein Foul hier und ein Fehlpass da. Doch in der 76. Minute kam Christoph Schulz und erlöste die Lok-Fans. Gerade eingewechselt, erzielte er per Kopf den 1:1-Ausgleich. Sorgte für einen Hallo-Wachruf, der jedoch zu spät kam.
Es blieb beim 1:1, was dem 1. FC Lok im Abstiegskampf nicht weiterhilft. \"Wir werden mit diesem Punkt leben\", so Sadlo, der aber am Mittwoch, wenn seine Elf die Erfurter zweite Mannschaft empfängt, die drei Punkte holen will.
Rico Bräutigam
1. FC Lok: Glaser - Seifert (76./ Schulz), Krug, Görke, Werner - Kieback (63./Kunert), Knoof (55./Fraunholz), Backhaus, Seipel - Devátý - Heusel

22.02.2011
Nur ein Punkt
: 1. FC Lok kommt gegen Borea Dresden nicht über 1:1 (0:1) hinaus
Leipzig. Enttäuschung beim 1. FC Lok Leipzig: Die Oberliga-Kicker kamen am Samstagnachmittag nicht über ein 1:1 (0:1) gegen Borea Dresden hinaus. Vor 1965 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion erzielte Christoph Schulz den Ausgleich für die Hausherren. Für die Gäste hatte André Heinisch getroffen.

Für die Blau-Gelben wäre mehr drin gewesen. Ohne Stammkeeper Jan Evers, der seine Daumenverletzung aus dem Spiel gegen Magdeburg nicht rechtzeitig auskurieren konnte, begannen die Messestädter die Partie engagiert, aber nicht allzu stürmisch. Den ersten echten Akzent setzte René Heusel, der in der 18. Minute nach einer Flanke von Heiner Backhaus frei zum Kopfball kam. Sein Versuch landete jedoch in den Armen von Borea-Torhüter Ron Linke.

Es folgte der Schock-Moment für die Lok-Anhänger. Nach einem eigentlich harmlosen Freistoß ging Dresdens Tobias Naumann im Strafraumgewühl zu Boden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Heinisch zum 0:1 und stellte damit die Partie auf den Kopf. Die bis dato klar Spiel bestimmenden Leipziger agierten nun sichtlich verunsichert und konnten sich in Halbzeit eins kaum weitere ernsthafte Chancen erarbeiten. Lediglich Sebastian Kieback war noch einmal nah dran, scheiterte in der 40. Minute aber mit einem Heber.

Nach Wiederbeginn änderte sich zunächst nicht viel. Die Gäste standen tief in der eigenen Hälfte. Den Hausherren fehlten die Ideen, um diese Defensivtaktik auszuhebeln. Trainer Mike Sadlo reagierte und brachte in der 55. Minute mit Benjamin Fraunholz einen zweiten Stürmer. Den Ausgleich machte dann allerdings ein anderer Einwechsler. Schulz stand erst wenige Sekunden auf dem Feld, als er in der 78. Minute nach einem Einwurf von Thorsten Görke per Kopf traf.

Die restliche Spielzeit war von Hektik geprägt. Die Hausherren versuchten den Dreier zu erzwingen, blieben aber glücklos.
ahr
LVZ-Online

26.02.2011
Lok-Kicker wollen heute Serie starten
Leipzig. Zwei Siege, eine Niederlage, 7:3 Tore. Die Bilanz von Lok Leipzig nach den ersten drei Spielen im Jahr 2011 kann sich sehen lassen. Heute um 15 Uhr empfangen die Probstheidaer im heimischen Bruno-Plache-Stadion Borea Dresden, wollen nach dem 4:0-Erfolg gegen Magdeburg II eine Serie starten. \"Mit dem Sieg zeigt der Trend nach oben und den müssen wir jetzt gegen Borea bestätigen, sonst pendeln wir wieder gegen Null\", fordert Coach Mike Sadlo.
Die Gäste aus Dresden stehen mit 17 Punkten auf Rang elf in der Oberliga-Süd und warten seit vier Spielen auf einen Dreier. Der letzte Sieg datiert vom 31. Oktober 2010, als man beim FC Sachsen mit 1:0 gewann. Sadlo warnt jedoch davor, die Elf von Thomas Baron zu unterschätzen. Borea ist aus seiner Sicht spielerisch stärker als Auerbach, gegen die Lok im letzten Heimspiel mit 1:3 verloren hatte. \"Von daher ist jeder gewarnt, der denkt, es kommt ein Punktelieferant zu uns. Wir müssen wieder 110 Prozent abrufen um etwas Zählbares zu erreichen\", so Sadlo, der damit seine Mannen auffordert, an die gute erste Halbzeit gegen Magdeburg II anzuknüpfen. Innerhalb von 12 Minuten war man mit 3:0 in Führung gegangen. \"Ich hoffe, dass wir darauf weiter aufbauen können, um es dann auch gegen andere Kontrahenten zu zeigen.\", sagte Pavel Devátý, der in dem Spiel zwei Treffer für sein Team erzielt hatte.
Das erste Ziel, runter von den unbeliebten Abstiegsplätzen, wurde mit dem 4:0 erreicht. Nun wollen Sadlo & Co mit weitere Punkte sammeln, um den Abstand nach unten (derzeit zwei Punkte auf Halle) zu vergrößern. \"Wir haben mit diesem und zwei direkt folgenden Heimspielen die Chance, uns nicht mehr in die Abstiegsränge reinziehen zu lassen.\" Auch in den Augen von Devátý ist man erst \"wirklich befreit, wenn nach unten nichts mehr passieren kann\".
Rund 2000 Fans werden heute im Plache-Stadion erwartet und das Kommen soll sich lohnen. \"Wir wollen die Fans natürlich mit einem Erfolgserlebnis nach Hause schicken\", sagte Sadlo, der dafür die gleiche Anfangs-Elf wie gegen Magdeburg II auf das Spielfeld schickt.
Rico Bräutigam

25.02.2011
Adam-Brüder klopfen oben an
Trainer Sadlo: \"Die fußballerischen Voraussetzungen sind da\" / Oberligaspiel morgen gegen Borea Dresden

In den 60er Jahren erfreute die Addams Family die Zuschauer an den Fernsehschirmen. Heute lässt die Adams Familie die zweite Mannschaft von Lok Leipzig auf dem Fußball-Rasen feiern. Die Rede ist von den Brüdern Kevin (22) und Julian (19) Adam. Beide waren am letzten Spieltag maßgeblich am 4:3-Erfolg gegen RB Leipzig II beteiligt. \"Es war ein super Gefühl. In der letzten Minute das Siegtor zu schießen, ist schon was Besonderes\", so Kevin zu seinem Last-Minute-Treffer. Insgesamt drei der vier Tore gingen auf das Konto der Adam-Brüder und sie führten ihr Team damit nicht nur auf Erfolgskurs, sondern klopften zugleich bei der ersten Mannschaft an.
Die gebürtigen Messestädter haben früh mit dem Fußballspielen begonnen. Kevin war sechs Jahre alt, als er das Trikot beim SV Brehmer Leipzig erstmals anzog. Julian gerade vier. Später ging es für beide in Richtung VfB Leipzig, dessen Nachfolger Lok Leipzig sie noch bis heute verbunden sind. Doch mit dem Bruder in einem Verein zu kicken ist schon lang nichts besonderes mehr: \"Natürlich freut man sich ein bisschen mehr, wenn der Bruder gute Leistungen bringt, aber eigentlich sehe ich ihn wie einen normalen Mitspieler\", erzählte Kevin.
In der laufenden Saison wurden die Adam-Brüder mehrmals in der ersten Mannschaft eingesetzt. Kevin im Mittelfeld und Julian im Sturm. Einen Stammplatz konnte sich aber noch keiner erspielen. Lok-Trainer Mike Sadlo sieht trotzdem großes Potenzial bei Kevin und Julian: \"Sie bringen fußballerisch die Voraussetzungen mit es in die erste Mannschaft zu schaffen\", er fügt aber hinzu: \"Irgendwann reicht es nicht mehr aus Talent zu haben. Man muss den nächsten Schritt machen und ich erwarte von beiden mehr Präsenz und Aktionen, die zeigen, dass sie ins Team wollen.\" Und diesen Schritt wollen sie gehen. \"Ich kann und werde mich durch gute Leistungen in der zweiten Mannschaft empfehlen\", bekräftigt Kevin seine Ambitionen. Er wird es aber nicht leicht haben. In der Winterpause verpflichtete Lok mit Pavel Devaty und Heiner Backhaus zwei neue Mittelfeldakteure, gegen die sich Kevin behaupten muss. Wie Sadlo jedoch sagt, \"gibt es noch 17 Spiele und jeder hat es selbst in der Hand sich ins Licht zu rücken.\" Etwas mehr ins Rampenlicht sind die Brüder nach der Begegnung mit der Zweiten von RB definitiv gerückt. Neben dem Fußball haben die Adams noch andere Verpflichtungen. Der ältere Bruder Kevin hat bereits seine Ausbildung zum Bürokaufmann beendet und ist derzeit Zivi beim Fahrdienst der Uniklinik Leipzig. Sein drei Jahre jüngerer Bruder Julian geht noch zur Schule, strebt danach ebenfalls eine Lehre an. Es ist nicht einfach beides unter einen Hut zu bekommen, doch sie wollen es versuchen, so Kevin: \"Ich will einen Beruf finden, den ich mit dem Fußball vereinbaren kann.\" Julian ergänzte: \"Als Fußballer träumt man schon davon, irgendwann mal sein Geld auch mit Fußball zu verdienen.\"
Morgen um 15 Uhr empfängt der 1. FC Lok Borea Dresden. Die Adam-Brüder werden wohl nicht spielen, sondern \"nur\" für die zweite Mannschaft am Sonntag gegen LVB Leipzig auflaufen. Sollten beide aber weiter solche Spiele abliefern wie gegen RB Leipzig II, dann wäre ihr Ziel, in die erste Mannschaft zu rücken, sicherlich schon bald greifbar nah.
Rico Bräutigam

24.02.2011
Weißgerber Lok-Aufsichtsratschef
Leipzig. Gunter Weißgerber ist der neue Vorsitzende des Aufsichtsrates des 1. FC Lok Leipzig. Dies ergab die am Dienstagabend - im Rahmen der turnusmäßigen Sitzung - durchgeführte geheime Wahl innerhalb des fünfköpfigen Gremiums. \"Wir alle verspüren den Aufwind, der den 1. FC Lok seit der Mitgliederversammlung umweht. Diesen gilt es aufzunehmen, weiterzutragen und optimal zu nutzen wissen, damit unsere kurz- und langfristig gesteckten Ziele auch gemeistert werden können\", sagte der langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete und jetzige Unternehmensberater. Zum Stellvertreter des 55-jährigen Vorsitzenden wurde Jens P. Hirschmann gewählt. Gemeinsam mit Weißgerber und Hirschmann bekleiden Erwin Czempik, Frank Müller sowie Olaf Winkler das ehrenamtliche Kontrollgremium.
r.

21.02.2011
Lok-Befreiungsschlag
Sadlo-Team feiert 4:0-Sieg bei Magdeburgs Reserve
Magdeburg/Leipzig. Der 1. FC Lok Leipzig gewann gestern mit 4:0 (3:0) bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Magdeburg und hat damit die Abstiegsränge der Fußball-Oberliga verlassen. Pavel Devaty (20., 87.), Benedikt Seipel (27.) und René Heusel (32.) sorgten für die Probstheidaer Glückseligkeit. Die Gäste feierten die drei Punkte, als ob sie gerade Meister geworden wären.
Die 150 Leipziger Fans unter den 320 Zuschauern hatten Grund zum Jubel, denn der wichtige Sieg im Kampf gegen den Abstieg war hochverdient für die Gäste, aus deren starker Mannschaft der tschechische Zugang Devaty nicht nur wegen seiner beiden Tore herausragte. Wie erwartet musste Angreifer Benjamin Fraunholz verletzt passen. Für ihn rückte Heusel in die Anfangself.
\"Es ist genau so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben, vor allem in der ersten Hälfte waren wir bärenstark\", freute sich Trainer Mike Sadlo. Aber ganz zufrieden war der 39-Jährige doch nicht: \"Nach dem Wechsel haben wir zu defensiv gespielt. Sicher auch, weil die Jungs die 3:0-Führung in den Köpfen hatten. Andererseits war das auch unserem enorm hohen Tempo in der ersten Halbzeit geschuldet.\" Zwei bis drei seiner Jungs hätten aus einem homogenen Team herausgeragt. Ihre Namen wollte der Lok-Trainer jedoch nicht nennen.
Norbert Töpfer

1. FC Lok: Evers - Werner, Görke, Krug, Seifert (75. Saalbach) - Seipel (62. Schulz), Backhaus, Knoof, Kieback - Devaty - Heusel.

20-02.2011
Kantersieg in Magdeburg – 1. FC Lok macht im Abstiegskampf weiter Boden gut
Leipzig. Nachdem Derbysieg gegen den FC Sachsen Leipzig ist dem Fußball-Oberligisten im Abstiegskampf ein wahrer Befreiungsschlag geglückt. Die Propstheidaer gewannen am Sonntagnachmittag bei der Reserve des 1. FC Magdeburg überraschend deutlich mit 4:0. Damit konnten die Leipziger seit Langem wieder einmal die Abstiegsränge der fünften Liga verlassen und rangieren nun auf dem 13. Tabellenplatz.

Mann des Tages war dabei der erst zur Winterpause vom tschechischen Zweitligisten FC Graffin Vlašim verpflichte Pavel Devaty. Der 32-jährige Stürmer brachte sein Team in der 20. Minute mit dem ersten Treffer der Partie auf die Siegerstraße und krönte seine gute Leistung in der 85. Minute mit dem 4:0. Schon vor dem Halbzeitpfiff fielen auch die beiden anderen Tore. Mittelfeldmotor Benedikt Seipel (27. Minute) und Sturm-Routinier René Heusel (32. Minute) ließen den mitgereisten Leipziger Anhang begeistert aufjubeln.

Am kommenden Samstagnachmittag empfängt das Team von Trainer Mike Sadlo im heimischen Bruno-Plache-Stadion die Elf des SC Borea Dresden.
mpu
LVZ-Online, 20.02.2011

19.02.2011
Coach Sadlo fordert Lok-Sieg in Magdeburg
Leipzig. Fußball-Oberligist 1. FC Lok Leipzig kann morgen in Magdeburg (14 Uhr, Germer-Stadion) bei der Zweiten des 1. FCM überlebenswichtige Punkte gegen den Abstieg holen.
\"Nach Stand von heute wird gespielt. Am Sonnabend, 16 Uhr, prüft die Platzkommission den Zustand des Rasens noch einmal\", sagt Ex-Präsident Steffen Kubald. \"Für uns zählt nur ein Sieg\", nennt Lok-Trainer Mike Sadlo die eindeutige Marschroute. Er muss nur den am Sprunggelenk verletzten Stürmer Benjamin Fraunholz ersetzen.
nt

18.02.2011
\"Es ist alles nur Kopfsache\"
Stürmer Benjamin Fraunholz glaubt fest an den 1. FC Lok
Leipzig. Schlimmer kann es nicht kommen für die Spieler des 1. FC Lok. Wieder wackelt ein Oberligaspiel. Erst heute soll entschieden werden, ob am Sonntag das Kellerduell der Probstheidaer bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Magdeburg im Germer-Stadion (14 Uhr) stattfinden kann.
\"Das ist ja zum Kotzen\", sagt Stürmer Sebastian Fraunholz, als er gestern davon erfuhr. \"So kommen wir doch nie in einen vernünftigen Rhythmus.\" Er müsste eigentlich froh sein, wenn das Spiel ausfällt, denn der 25-Jährige kann wegen einer Sprunggelenksverletzung nicht auflaufen. Heute wird nach dem MRT Doc Frank Striegler (Thonbergklinik) entscheiden, wie Fraunholz behandelt wird.
\"Es hat keinen Sinn mehr. Wenn ich immer wieder auflaufe, gehen die Schmerzen nie weg. Wir haben schließlich noch wichtige 18 Spiele. Da mache ich lieber eins oder zwei weniger und bin dafür fit, wenn ich meine Verletzung auskuriert habe\", erklärt der Klempner.
Die Auerbach-Niederlage vorigen Sonnabend sieht er als Rückschlag, \"weil wir alle schlecht waren.\" Doch so ärgerlich dieses 1:3 gegen ein Spitzenteam auch war, die Punkte gegen den Abstieg müsse die Mannschaft in den nächsten Spielen und in den Nachholpartien erobern. Der Angreifer glaubt fest daran, dass dies gelingt. \"So wie wir gegen den FC Sachsen aufgetreten sind, schaffen wir es auch. Wenn wir diese Leistung abrufen, brauchen wir uns um den Klassenerhalt keine Sorgen zu machen. Es ist alles nur Kopfsache und nicht des Könnens\", ist sich Fraunholz sicher und ergänzt: \"Ich bin immer ein Optimist.\"
Aufgrund seines Jobs sei es nicht immer leicht, viermal pro Woche und mehr zu trainieren. \"Aber bisher habe ich die Belastung gut verkraftet. Außerdem: \"Ich werde wohl kaum noch mehr als zehn Jahre spielen\", sagt er lachend.
Norbert Töpfer

15.02.2011
Was ist bloß mit Evers los?
21 Gegentore in 12 Spielen

Fußball-Oberligist 1. FC Lok steckt weiter ganz tief im Abstiegskampf. Auch weil die Blau-Gelben hinten nicht dicht sind!
21 Gegentore in zwölf Spielen kassierte die „Loksche\" bereits. Nur beim Derbysieg gegen den FC Sachsen (2:0) stand mal die Null. Geht\'s nach den Fans im Internet-Forum, steht das Problem zwischen den Pfosten. Keeper Jan Evers (26), der noch im Vorjahr überragende Paraden zeigte, griff allein bei der Heimpleite gegen Auerbach (1:3) zweimal daneben. Und der Hüne (1,94 Meter) gibt zu: „Job, Familie und Fußball - das kriege ich derzeit nur schwer unter einen Hut.\"
Evers arbeitet bei Dienstleister WI-SAG, muss früh raus. Dennoch: Coach Mike Sadlo (39) zeigt Verständnis. „Wir sind halt eine Feierabend-Mannschaft\", sagt Sadlo. „Ich weiß das Jan immer alles gibt. Und nur das zählt.\"
cp

15.02.20011
Jens Werner: Retten uns aus eigener Kraft
Jens Werner, Manndecker bei Oberligist 1. FC Lok Leipzig, hat unruhig geschlafen nach der 1:3-Heimpleite gegen den Zweiten Auerbach, verfällt deshalb aber nicht in Abstiegspanik. \"Wir sind stark genug, uns aus eigener Kraft zu retten. Die nächsten Spiele sind richtungsweisend. Wir müssen am Sonntag bei der Magdeburger Zweiten genauso gewinnen wie dann zu Hause gegen Borea Dresden.\"
Die Niederlage gegen die Auerbacher dürfe das Team nicht umhauen. \"Der VfB steht ja nicht zu Unrecht mit oben. Es ist auch dumm gelaufen. Wir haben gut angefangen, kassieren dann zwei blöde Tore.\" Am zweiten hatte der Verteidiger selbst eine große Aktie. Denn der Referee hatte wegen einer Rückgabe Werners zu Torwart Jan Evers auf indirekten Freistoß entschieden, der zum 0:2-Rückstand führte. \"Ich wollte nur klären, nicht auf Jan spielen. Da hätte ich doch nie so scharf gepasst. Eigentlich war ich froh, überhaupt an den Ball zu kommen\", erinnert sich der 27-jährige Student (Sportwissenschaften, BWL). Er glaubt, dass die Partie noch spannender geworden wäre, wenn Christoph Schulz nach dem Superpass des tschechischen Zugangs Pavel Devaty seine große Chance genutzt oder der Schiedsrichter Elfmeter gegeben hätte, als derselbe Lok-Spieler im Strafraum umgerissen wurde. Die zwei Vorstellungen Devatys machen Werner zusätzlich Mut, dass sich die Mannschaft im Angriff steigert.
Die Heimpartie des 1. FC Lok gegen Borea Dresden findet planmäßig am 26. Februar statt, also noch vor dem mehrfach abgesagten Hinrundenmatch bei den Dresdnern. \"Wir konnten es nicht mehr verschieben, weil der Termindruck für uns zu groß ist\", sagte Steffen Kubald, der sich im Klub noch um Sicherheitsprobleme kümmert.
Norbert Töpfer

14.02.2011
Rückschlag für den 1. FC Lok
Probstheidaer bleiben nach verdienter 1:3-Heimniederlage gegen Auerbach in der Abstiegszone

Der 1. FC Lok bleibt ein Kellerkind der Fußball-Oberliga. Das Ziel der Probstheidaer, sich nach dem 2:0-Sieg gegen den FC Sachsen aus der Abstiegszone zu entfernen, wurde verfehlt, denn sie unterlagen am Sonnabend dem Dritten VfB Auerbach zu Hause verdient mit 1:3 (0:2). Die Gastgeber begannen vor 2094 Zuschauern zwar schwungvoll, gerieten aber bereits in Minute zehn 0:1 in Rückstand. Nach missglückter Kopfballabwehr von Markus Saalbach jagte der Ex-Erfurter Ivaylo Ivanov die Kugel aus acht Metern volley in die Maschen. Nur 60 Sekunden danach gab der nicht souverän wirkende Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin) im Strafraum der Probstheidaer indirekten Freistoß, weil Jens Werner den Ball, wahrscheinlich ungewollt, zu Keeper Jan Evers zurückgespielte. Steffen Vogel hämmerte die Kugel ins rechte Eck zur 2:0-Führung, obgleich zehn Lok-Spieler auf der Torlinie standen. Diesem Treffer war ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld durch Heiner Backhaus vorausgegangen. Lähmende Stille herrschte plötzlich unter den Zuschauern, nicht mal Pfiffe waren zu hören, nur die 13 Auerbacher Fans jubelten.
Lok agierte wie gelähmt. Die Abwehr glich außer Evers einem Hühnerhaufen, wenn die Gäste ihre stets gefährlichen Konter fuhren. Die Leipziger hatten ihre erste Chance in der 38. Minute, als der Tscheche Pavel Devaty Offensivmann Christoph Schulz mit genauem Pass schickte, doch der Probstheidaer scheiterte am herausgeeilten Torwart Renè Berger. Mit dem 0:2-Rückstand zur Pause waren die schwer enttäuschenden Leipziger gegen das clevere Auerbacher Team noch gut bedient.
Auch Hälfte zwei begann Lok schwungvoll. Gleich nach Wiederbeginn zögerte Devaty in guter Schussposition. \"Schieß doch mal endlich aufs Tor\", schrie Lok-Coach Mike Sadlo über den Platz. Der sonst so besonnen wirkende Fußball-Lehrer rastete mehrfach an der Außenlinie aus - meist wegen der schlimmen Fehler seiner Männer. In der 55. Minute war er zu Recht noch wütend, als der Schiedsrichter seinem Team einen klaren Elfmeter versagte. Schulz war nach missglücktem Abwehrversuch Torwart Bergers von Peter Otte zu Boden gerissen worden.
Danach ging bei den Gastgebern so gut wie nichts mehr. Und die Auerbacher agierten noch defensiver. Allerdings waren ihre wenigen Konter weitaus gefährlicher als das Spiel der Leipziger, die sich zwar mühten, aber im Angriff nichts zustande brachten, außer dem Treffer von René Heusel nach Vorarbeit von Devaty zum 1:3 (82.). Der aber erlangte keine Bedeutung mehr, weil die Gäste das Match durch einen herrlichen Heber von Andreas Sommermeyer längst für sich entschieden hatten.
\"Nach dem 2:0 hatten wir das Spiel im Griff. Bei unseren vielen Chancen hätten wir die Partie bereits zur Pause entscheiden müssen\", freute sich VfB-Coach Steffen Dünger und ergänzte: \"Lok hat sicher zu lange den Derby-Sieg genossen. Das war unsere Chance.\" Der Probstheidaer Coach Sadlo war bedient: \"Wir haben in Hälfte eins alles das vermissen lassen, was uns gegen den FC Sachsen noch ausgezeichnet hat. Gegen clevere Auerbacher ist es schwer, einen 0:2-Rückstand aufzuholen. Wir hatten in der zweiten Halbzeit zwei, drei Chancen. Aber es hat nicht gereicht.\"
Norbert Töpfer

1. FC Lok: Evers - Werner, Krug, Görke, Knoof - Schulz, Backhaus, Saalbach (75. Kunert), Seipel (62. Brodkorb) - Devaty - Fraunholz (39. Heusel).

12.02.2011
Rückschlag im Abstiegskampf: Lok Leipzig unterliegt dem VfB Auerbach
Leipzig. Fußball-Oberligist 1. FC Lokomotive Leipzig hat es versäumt, sich im Abstiegskampf etwas Luft zu verschaffen. Knapp eine Woche nach dem Derbysieg gegen den FC Sachsen verloren die Blau-Gelben gegen eine clevere Elf aus Auerbach mit 1:3 im heimischen Bruno-Plache-Stadion. Die Partie sahen 2094 Zuschauer.
Auerbachs Ivaylo Ivanov netzte schon in der zehnten Minute ein. Daraus wurde ein früher Doppelschlag, da drei Minuten später der Schiedsrichter auf Rückpass entschied. Den indirekten Freistoß hämmerte Steffen Vogel aus sechs Metern in die Maschen.
Nach der Pause zeigten sich die Probstheidaer verbessert, doch alle Hoffnungen waren rund zehn Minuten vor Schluss dahin: Andreas Sommermeyer hob den Ball gefühlvoll über Lok-Torwart Jan Evers zum 0:3 ins Tor.
Der in der 39. Minute eingewechselte René Heusel konnte anschließend nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Dem Routinier gelang nach Vorarbeit von Pavel Devaty der Ehrentreffer.
midi
LVZ-Online

12.02.2011
Thorsten Görke: \"Brauchen uns vor niemandem verstecken\"
Lok-Kapitän vor Heimspiel gegen Auerbach optimistisch / Zweites Derby gegen FC Sachsen am Ostermontag

Leipzig. Entwarnung bei Fußball-Oberligist 1. FC Lok Leipzig, der heute (14 Uhr) das Spitzenteam des VfB Auerbach empfängt. Die in dieser Woche Grippe-Kranken Jan Evers und Rene Heusel können heute doch auflaufen. Beide nahmen bereits Donnerstagabend am Mannschaftstraining teil. Dagegen wackelt der Einsatz von Stürmer Benjamin Fraunholz. Er musste die Übungseinheit wegen Knöchelproblemen abbrechen. Mit Sicherheit fehlen Sebastian Kieback (Infekt) und Sebastian Seifert (gesperrt). \"Ob Fraunholz auflaufen kann, werden wir wohl erst vor dem Spiel entscheiden können\", sagte Lok-Trainer Mike Sadlo gestern.
Sein Kapitän Thorsten Görke ist zuversichtlich. \"Wenn wir da weitermachen, wo wir vorigen Sonntag gegen den FC Sachsen aufgehört haben, können wir jeden schlagen. Auerbach, das sich den Aufstieg auf die Fahnen geschrieben hat, ist sicher stärker als die Leutzscher. Aber wir brauchen uns nicht verstecken, vor niemandem in dieser Liga.\" Er verweist auf das 2:2 im Hinspiel. \"Da waren wir dem Sieg sehr nahe.\" Wichtig sei, dass die Mannschaft genauso motiviert in das Match geht wie ins Derby, auch wenn heute längst nicht solch eine Kulisse zu erwarten ist. Auch die Ausfälle können den Haudegen nicht schocken. \"Dann müssen eben andere für die Fehlenden in die Bresche springen.\"
Auerbachs Trainer Steffen Dünger, in DDR-Zeiten Erstligaakteur bei Rot-Weiß Erfurt, reist mit voller Kapelle ins Bruno-Plache-Stadion. Die Favoritenrolle weist der VfB-Coach allerdings zurück: \"In Auftaktspielen wie dieses gibt es so etwas nicht. Aber unser Ziel lautet natürlich Sieg, auch wenn Lok den Vorteil hat, schon ein heißes Punktspiel bestritten zu haben.\" Was der 42-Jährige indes erstmals offen bestätigt: \"Unser Ziel ist der Aufstieg.\" Für Görke bedeutet das keine Überraschung: \"Bei diesem Kader ist das doch klar.\"
Seit gestern stehen weitere Nachholspiele der Probstheidaer fest. Das Match bei Borea Dresden findet am Mittwoch, 20. April (18.30 Uhr), im Jägerpark statt. Ostermontag, 25. April, steigt in der Red-Bull-Arena das Ortsderby der Rückrunden gegen den FC Sachsen. Vorverlegt wurde die Heimpartie gegen Aufstiegsmitfavorit Germania Halberstadt auf Freitag, 1. April (19 Uhr).
Norbert Töpfer

iHinweis für die Zuschauer: Heute verkehrt zwischen Völkerschlachtdenkmal und der Haltestelle Meusdorf keine Straßenbahn. Die Linie 2 endet und beginnt an der Deutschen Nationalbibliothek, Linie 15 findet ihren Ausgangs- und Endpunkt an der Naunhofer Straße. Der Schienenersatzverkehr in Richtung stadtauswärts zwischen Deutscher Nationalbibliothek und Meusdorf bedient unter anderem die Haltestellen nahe des Plache-Stadions.

11.02.2011
Grippewelle schlägt zu vor Auerbach-Spiel
Leipzig. Die wichtigste Nachricht für die Anhänger des 1. FC Lok Leipzig und der Fußball-Oberliga zuerst: Die morgige Heimpartie (14 Uhr) gegen den Tabellendritten und Aufstiegsmitfavoriten VfB Auerbach findet statt. \"Der Platz ist bespielbar\", erklärt gestern Nachmittag Mario Jung, verantwortlich für die Rasenflächen im Plache-Stadion, die im Normalfall stets in einem hervorragenden Zustand ist.
Doch ob die eigentlich frohe Botschaft Lok-Trainer Mike Sadlo so entgegenkommt, scheint sehr fraglich. Denn nach dem überragenden Erfolgserlebnis mit dem 2:0-Sieg im Derby gegen den FC Sachsen, hat ein Grippevirus so richtig eingeschlagen im Lager der Probstheidaer. Sadlo beklagte sich deshalb nicht. \"Zwei Tage haben wir uns über den Derby-Sieg gefreut. Aber wir haben erst elf Punkte, die am Ende unseren Abstieg bedeuten würden. Deshalb müssen wir Auerbach besiegen, egal wer für uns auf dem Platz steht. Wenn wir mit der richtigen Einstellung reingehen, können wir jeden schlagen\", sagt der Chefcoach.
Fakt ist jedoch: Zugang Sebastian Kieback, der nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch in der Vorbereitung sieben Monate fehlte, musste Mittwoch beim Training mit 40 Grad Fieber passen. \"Mit geht es schon besser. Doch ich muss noch Anti­biotika schlucken. Spielen kann ich auf keinen Fall\", sagte der 22-Jährige gestern, der sich in der vergangenen Saison bei Sachsenligist Kamenz in bestechender Form präsentiert hatte. Fragezeichen stehen wegen fast ­gleicher Krankheitssymptome auch hinter dem Einsatz von Stammkeeper Jan Evers und Stürmer René Heusel. Sebastian Seifert ist nach seiner Ampelkarte sowieso gesperrt.
Norbert Töpfer

08.02.2011
Gelassene Reaktion auf Lok-Abfuhr
Die Nachricht von der gescheiterten Nachwuchs-Kooperation mit dem 1. FC Lok löst bei Fußball-Regionalligist RB Leipzig keine Bestürzung aus:
\"Wir haben die Entscheidung zur Kenntnis genommen\", äußerte sich RB-Sprecher Hans-Georg Felder dazu. Jetzt werde vereinsintern über die Angelegenheit beraten. Allerdings habe man keinem etwas wegnehmen, sondern - im Gegenteil - helfen, den Austausch pflegen und Perspektiven für lokale Talente schaffen wollen. \"Wir haben ein faires Angebot gemacht\", hielt Felder fest. Allem Anschein nach ist diese Absicht bei vielen Lok-Mitgliedern so nicht angekommen.
Das Volk stand auf, der Sturm brach los, als es vergangenen Samstag im Rahmen der Mitgliederversammlung beim 1. FC Lok um die Nachwuchs-Kooperation mit RB ging. Vehement fegte eine erdrückende Mehrheit der Lok-Angehörigen den Vorschlag vom Tisch. Von Hass gegenüber dem Klassenbesseren war da die Rede, von einem Witz im Hinblick auf die von RB angebotenen 10000 Euro zur Nachwuchsförderung. Die Frage, ob RB angesichts dieser Abfuhr das Lachen im Hals stecken bleibt, blieb im Raum stehen.
Zuletzt hatte sich der scheidende Lok-Vorsitzende Steffen Kubald darum bemüht, die positiven Aspekte einer gemeinsamen Nachwuchs-Arbeit bei der Versammlung an den Mann zu bringen - ohne Erfolg. Mit ihrem überdeutlichen \"Nein\" zur RB-Kooperation haben die Mitglieder des Oberligavereins die Pläne ihres alten Vorstands endgültig abgelehnt.
fel

07.02.2011
Lok siegt für den Ex-Boss
2:0 im Derby gegen FC Sachsen

Diesen Derbysieg widmeten die Lok-Spieler ihrem Ex-Boss!
Die „Loksche\" putzte Erzrivale FC Sachsen im Derby vor 10600 Fans mit 2:0 (1:0) - als Abschiedsgeschenk für Ex-Präsident Steffen Kubald (47)! Der thronte nach Ende seiner Amtszeit (siehe Artikel unten) diesmal ausnahmsweise auf der Trainerbank - und wurde im Freudentaumel nach dem 1:0 (6.) fast erdrückt. „Der Sieg ist für Steffen, er musste zuletzt viel einstecken\", sagte Kapitän Thorsten Görke. Er war es auch, der das Führungstor aus heiterem Himmel erzielte: Nach Foul von Werner an Fraunholz verwandelte er aus 22 Metern direkt - weil Sachsen-Keeper Felix Weiß den Ball durch die Beine flutschen ließ! Was für ein Bock!
Doch der gesamte FCS hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt - blutleer und ohne Leidenschaft. Stürmer Seitz brachte es zur einzigen Großchance im Spiel (21.). Weshalb Trainer Dirk Heyne auch tobte: „Wir haben gedacht, wir können das hier locker runterspielen, sind aber in jedem Zweikampf zweiter Sieger geblieben.\" Der eingewechselte Heusel war es, der mit seiner ersten Ballberührung zum 2:0 (56.) nachlegte, später noch wurde Seifert mit Ampelkarte zum Duschen geschickt (83.). Lok-Trainer Mike Sadlo: „Wir haben zur richtigen Zeit den Deckel drauf gemacht. Derby-Siege sind schon was Geiles.\"
P.S.: Bis auf einen Böller nach Abpfiff aus dem Sachsen-Fanblock blieb es ruhig im Stadion.
YVONNE GABRIEL und RONNY JOHN

07.02.2011
Notzon ist neuer Chef
Es kam wie erwartet: Michael Notzon (52), Geschäftsführer von Hauptsponsor „goldgas\", ist neuer Chef des 1. FC Lok!
Bei der sechs Stunden dauernden Mitgliederversammlung am Samstag wurde er mit 515 von 544 Stimmen gewählt. Notzon, der Steffen Kubald ablöst: „Ich bin stolz. Lok ist ein gesunder Verein, mit tollen Fans.\" Auch ins Präsidium gewählt: Katrin Pahlhorn, Dirk Majetschak, Bernd Wickfelder und Hartmut Dischereit. Übrigens: Der Kooperationsvertrag mit RB Leipzig wurde mit 307 Gegenstimmen abgeschmettert.
cp

06.02.2011
Premieren für Achim und Hans
Leipzig. Einer wusste es bereits vor dem Anpfiff des Ortsderbys ganz genau: \"Wir gewinnen, wenn auch knapp.\" Achim Steffens blitzte der Schalk aus den Augen, als er sein Urteil über den Ausgang der brisanten Oberliga-Partie verkündete. Der Lok-Trainer, derzeit noch krank geschrieben, war froh, endlich wieder bei seinem geliebten Fußball sein zu dürfen. \"Ich bin das erste Mal nach meiner Herzoperation dabei. Ich soll mich aber nicht so aufregen, das haben mir die Ärzte mit auf den Weg gegeben\", meinte er schmunzelnd. Wer ihn kennt, weiß, dass dies ein frommer Wunsch ist. Zu sehr ist der 60-Jährige seinem geliebten Fußballspiel verbunden, als dass ihn das Ortsderby kalt lassen würde. Als dann seine Mannschaft - derzeit unter Führung von Trainer Mike Sadlo - den 2:0-Sieg feierte, da hielt es ihn nicht mehr auf dem Tribünenplatz.
Schnurstracks eilte er an den Spielfeldrand. \"Ich gehe mich jetzt mal aufregen\", sagte er lachend auf dem Weg zum Feier-Team.
Kopfschütteln dagegen bei denen, die in jüngster Vergangenheit mit dem Leutzscher Fußball zu tun hatten. Zwei wie die einstigen Vollblut-Stürmer Wolfgang Lischke (63) oder Hans Leitzke (50) hätten die Sachsen-Kicker in dieser Partie dringend nötig gehabt. Zwei, die oft ins Tor getroffen hatten. Während Lischke acht Jahre in Leutzsch kickte (damals bei der BSG Chemie) und es auf 131 Oberliga-Einsätze brachte, trainierte Chemie-Legende Leitzke nach langer Laufbahn die Männer-Elf. Ohne Kampf geht gar nichts, so das Urteil der beiden. \"Sie kommen viel zu spät in die Zweikämpfe, so kann das nichts werden.\" Für Leitzke war es das erste Spiel des FC Sachsen, das er sich seit gut zwei Jahren wieder anschaute. Zu tief saß wohl der Stachel der Enttäuschung über seine Entlassung vom Trainerposten bei den Grün-Weißen. Vielleicht steigt er doch bald wieder auf das Trainerkarussell auf.
Eberhard Schmiedel

07.02.2011
Lok feiert Auferstehung
Balsam für Ex-Boss Steffen Kubald: Verdienter 2:0-Derbysieg gegen schwachen FC Sachsen
Leipzig. Er hat zwar nicht selbst gekickt, war aber Mann des Tages und drückte am Ende des Ortsderbys Tränen der Rührung. \"Ein wunderschönes Abschiedsgeschenk\", sagte Steffen Kubald, 49, der neuerdings Ex-Vorsitzender des 1. FC Lok ist und die Leistung seiner Blau-Gelben in Fußball-Deutsch packte: \"Geil!\" Kellerkind Lok wollte den Sieg mehr, gewann vor 10600 Zuschauern gegen seelenlos-lahme Leutzscher 2:0.
Das immer junge und gestern von Ausschreitungen verschonte Derby hatte viel mehr als das Rührstück Kubald zu bieten. Da gab es beispielsweise die Geschichte des Trainer-Jünglings Mike Sadlo, 39, der den Fuchs Achim Steffens, 60, wohl auch perspektivisch bei Lok ersetzen wird und ein gelungenes Erstlingswerk ablieferte. \"Das ging an die Nerven\", stöhnte Sadlo, der einst als furchtloser \"Glatzenstürmer\" Angst und Schrecken verbreitete. \"Der Job als Fußballer ist einfacher. Als Trainer stehst du ja unter Dauerstrom, musst an tausend Sachen gleichzeitig denken. Wir haben hochverdient gewonnen, die Einstellung war top.\"
Auch Kubald-Nachfolger Michael Notzon wird den 6. Februar 2011 so schnell nicht vergessen. \"Das war sehr emotional\", sagte der 52-Jährige. \"Es ist etwas anderes, ob man als Fan und Sponsor auf der Tribüne sitzt oder als Präsident mit Verantwortung.\" Weil der Tag ein schöner war, ließ der Gas-Unternehmer 1000 Euro für die Mannschaftskasse springen. Lok-Frauenchef Bernd Wickfelder stand auch in blau-gelben Spendierhosen da, ließ einen weiteren Tausender rüber wachsen. Die Variante mit Achim Steffens als künftigem Sportdirektor und Sadlo als Cheftrainer ist laut Notzon übrigens \"denkbar\". Und wahrscheinlich.
Des einen Freud, des anderen Leid: Sachsen-Keeper Felix Weiß würde das gestrige Datum gerne streichen. In der fünften Minute ließ er einen harmlosen Freistoß von Thorsten Görke durch die berühmten Hosenträger, setzte die Lok auf die Schiene zum Sieg. Torschütze Görke: \"So ein schnelles Tor macht eine breite Brust. Und was heißt hier eigentlich haltbar? Tore von mir sind immer unhaltbar. Das war ein ganz schöner Strahl.\" Gewiss, Herr Görke.
In der 56. Minute wurde eine weitere Derby-Episode geschrieben. René Heusel, in Lok-Kreisen unter \"Fußballgott\" firmierend, nutzte seinen zweiten Ballkontakt zum 2:0, schwebte noch lange nach dem Abpfiff auf Wolke 7. \"Ich komme und mach\' das Ding rein, der Trainer hat also alles richtig gemacht. Ich bin fast mein ganzes Leben beim Club. Dieser Derbysieg ist für mich als Leipziger Bub etwas Besonderes. Jetzt geht es bergauf. Wir haben noch 19 Spiele - und da ist der schwerste Gegner immer wir selbst.\" Und, nein, leider sei kein fideler Derby-Zug durch die Gemeinde möglich. \"Wir müssen ja alle am Montag arbeiten.\"
Wie heiß die Lok-Cracks auf den Sieg waren, lässt sich gut an Sebastian Seifert festmachen. Der ist eigentlich ein Feingeist, kennt das Wort grätschen nur vom Hörensagen. Gestern flog eben jener Techniker nach diversen Hardcore-Grätschen mit Gelb-Rot vom Platz. Lok fightete um jeden Meter, der FC Sachsen vermittelte den Eindruck einer mäßig ambitionierten AH-Truppe. FCS-Abwehrmann Enrico Köckeritz: \"Wir helfen denen aus der Krisen, und das als Leutzscher. Das ist bitter.\" Auch die Halsschlagader von Sachsen-Coach Dirk Heyne war dick wie ein Mopedreifen. \"Wir haben jeden Zweikampf verloren, alles vermissen lassen, was in einem Derby gefragt ist. Einige leiden unter akuter Überschätzung.\" Er wird sie erden, im Leutzscher Holz gibt es wunderbare Laufstrecken.
Guido Schäfer

06.02.2011
Lok gewinnt Leipziger Oberliga-Derby überlegen mit 2:0

Leipzig. Der 1. FC Lok Leipzig hat das Oberliga-Derby gegen den FC Sachsen Leipzig überlegen mit 2:0 gewonnen. Im Nachholspiel des ersten Spieltages trafen am Sonntag vor 10.600 Zuschauern in der Red Bull Arena Thorsten Görke und Rene Heusel für die Blau-Gelben. Der FC Sachsen enttäuschte dagegen über weite Strecken.

Bereits nach fünf Minuten durften die Lok-Fans jubeln. Einen 25-Meter-Freistoß von Kapitän Thorsten Görke hatte FCS-Schlussmann Felix Weiß durch die eigenen Beine ins Tor rutschen lassen. Lok-Außen Benedikt Seipel war zuvor auf rechts durchgelaufen, seine Hereingabe konnte die Leutzscher Defensive nur mit einem Foul klären.

Auch danach blieb Lok am Drücker. Vor allem Neuzugang Pavel Devaty brachte die Sachsen-Abwehr mehrmals in Verlegenheit. Erst musste Sven Werner seine Hereingabe in höchster Not klären, danach verstolperte Lok einen aussichtsreichen Konter, kurz darauf verzog erneut Devaty nach einer Ecke knapp.

Auf der Gegenseite hatte der FC Sachsen die hundertprozentige Chance zum Ausgleich, als Sven Seitz nach 20 Minuten über links kommend erst Lok-Keeper Evers verlud, danach aber von der Defensive der Blau-Gelben am Torschuss gehindert wurde. Danach konnten die Grün-Weißen den Dauerdruck der Gastgeber zwar etwas mindern, insgesamt sahen die Zuschauer im ersten Abschnitt aber einen starken FC Lok.

Während der FC Sachsen nach vorn zu umständlich spielte und sich hinten eklatante Fehlpässe leistete, spielten die Probstheidaer schnell und konzentriert nach vorn. Nach 33 Minuten hatte Lok zudem Pech. Der mit einem Traumpass auf die Reise geschickte Devaty konnte von seinen Gegenspielern erst auf der Strafraumgrenze gestoppt werden. Statt jedoch auf Freistoß oder gar Elfmeter zu entscheiden, blieb die Pfeife von Schiri Andy Weißenborn aus Berlin stumm. Erst kurz vor der Pause wurde der FC Sachsen noch einmal gefährlich. Ein Kopfball von Mario Scholze sowie ein Freistoß von Daniel Heinze landeten jedoch neben dem Tor.

Auch im zweiten Abschnitt blieb Lok das bessere Team und wurde erneut belohnt: Der kurz zuvor eingewechselte Rene Heusel traf nach einem Freistoß in der 56. Minute aus fünf Metern. Zwar versuchten die Leutzscher noch einmal, sich aufzubäumen, Lok war dem 3:0 jedoch näher als die Gäste dem Anschlusstreffer. In höchster Not konnte Felix Weiß nach 70 Minuten gegen die Lok-Offensive klären.

Beste Leutzscher Chance blieb ein Freistoß aus 16 Metern nach knapp 80 Minuten, dessen Nachschuss durch Shubitidze jedoch von Evers im Lok-Tor geklärt werden konnte. Auch die Herausstellung von Sebastian Seifert änderte nichts mehr am Ergebnis.

1. FC Lok Leipzig: Evers - J. Werner, Krug, Knoof, Seifert , Seipel, Backhaus, Görke, Bevaty (68. Schulz), Kieback (46. Saalbach), Fraunholz (53. Heusel)

FC Sachsen Leipzig: Weiß - Kuckelt, S. Werner, Köckeritz, Adler (73. Felke) - Heinze, Scholze, von der Weth (59. Kittler), Seitz, Shubitidze, Barvinek (81. Schößler)

Tore: 1:0 Görke (5.), 2:0 Heusel (56.)

gelb-rote Karte: Seifert/Lok (83./wdh. Foul)

Zuschauer: 10600

Stephan Lohse

LVZ - ONLINE


06.02.2011
Die neue Lok-Führungsriege steht
Michael Notzon mit überwältigender Mehrheit ins Präsidium gewählt
Der 1. FC Lok Leipzig hat eine neue Führungsqunitett: Zur gestrigen Mitgliederversammlung wurden Hartmut Dischereit, Dirk Majetschak, Michael Notzon, Katrin Pahlhorn und Bernd Wickfelder in das Präsidium gewählt. Daran, wer der neue „starke Mann\" sein soll, haben die anwesenden Mitglieder des 1. FC Lok keinen Zweifel gelassen: Michael Notzon, Geschäftsführer des Lok-Hauptsponsors Goldgas, erhielt von 529 abgegebenen Stimmen 515 Ja-Stimmen. Endgültig hatte er wohl auch die letzten Zweifler mit seiner kurzen Ansprache überzeugt: „Jugendliche, die bei uns Fußball spielen, sollen gar nicht auf die Idee kommen, zu einem anderen Verein wechseln zu wollen.\"

Deutliche Mehrheiten

Auch die vier weiteren Kandidaten wurden mit deutlichen Mehrheiten gewählt: Bernd Wickfelder erhielt 490 Ja-Stimmen bei 522 abgegebenen, Hartmut Dischereit 466 von 525, Katrin Pahlhorn 325 von 520 und Dirk Majetschak 321 Ja-Stimmen von 526 abgegebenen Stimmen. Neu gewählt wurde auch der Aufsichtsrat: Hier sitzen künftig Jens Hirschmann, Gunter Weißgerber, Olaf Winkler, Frank Müller und Dr. Erwin Czempik.
Ein sportliches Ziel gab Michael Notzon schon mal vor: Klassenerhalt klar machen, Aufstieg in die Regionalliga 2011/12 - was die Herren betrifft. Und mit den Frauen peilt man inzwischen aktuell sogar den Aufstieg in die Bundesliga an. Ganz wichtig: „Der Verein ist wirtschaftlich gesund - da sind wir im Osten Deutschlands eine große Ausnahme.\" Die Zahlen - vorgelegt von Katrin Pahlhorn - bestätigen dies: 2010 gab\'s sogar ein Plus von rund , 10 000 Euro.
Heftig diskutiert wurde nach der Wahl über den Nachwuchs-Kooperationsvertrag mit RB Leipzig: Hier prallten zwei Philosophien aufeinander. Der alte Vorstand um Steffen Kubald wollte von RBL Know how und Fußballer-Produktion profitieren. Dazu hätte es je nach RB-Ligazugehörigkeit einen Bonus (derzeit 10 000 Euro jährlich) gegeben, die Gegner\' sammelten lieber selbst Geld für den Nachwuchs. Das Ergebnis der Diskussion und Abstimmung stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
J. Wagner

05.02.2011
Derby mit unterschiedlichen Vorzeichen
Sonntag, 13 Uhr: Vierter Anlauf fürs Duell 1. FC Lok gegen FC Sachsen um wichtige Oberliga-Punkte

Leipzig. Im vierten Anlauf ist es am Sonntag endlich so weit, wenn um 13 Uhr das Ortsderby zwischen dem 1. FC Lok und FC Sachsen angepfiffen wird. Dabei sind die Vorzeichen der Partie in der Red-Bull-Arena so, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Die Gastgeber aus Probstheida müssen punkten, um sich aus dem Tabellenkeller entfernen zu können. Die Leutzscher Kicker haben dagegen immer noch die Möglichkeit, sich bei einem Erfolg in Richtung Tabellenspitze der Oberliga zu bewegen.
Mike Sadlo wirkt ruhig als verantwortlicher Trainer der Probstheidaer. Und das vor d e m Prestige-Duell: \"Es ist ein wichtiges, doch nicht das entscheidende Spiel, wo es um Alles oder Nichts geht. Es ist eine von noch 20 Partien, auch wenn es ein Derby ist. Wenn wir gegen Borea Dresden spielen würden, wäre ein guter Start genauso wichtig. Und zwar für alle Beteiligten - von den Spielern bis hin zum Busfahrer.\" Der frühere Drittliga-Spieler setzt seine Jungs dennoch unter Druck: \"Die Mannschaft geht die Rückrunde so an, dass sie jedes Spiel gewinnen möchte. Wenn das mal nicht klappt und der Gegner besser war, wir aber alles gegeben haben, müssen wir das eben anerkennen.\" Die Lok-Fans werden diese Meinung kaum teilen, denn gegen den Erzrivalen FC Sachsen können sie nur mit einem Sieg leben.
Loks Chefcoach könnte morgen sogar den tschechischen Mittelfeldakteur Pavel Devaty einsetzen, der zuletzt bei Zweitligist FC Graffin Vlasim aktiv war. \"Die Spielerlaubnis ist da\", sagte Sadlo. Ob er den Zugang auflaufen lässt, verriet er nicht. Er sei froh, bis auf den Langzeitverletzten Albrecht Brumme alle Mann an Deck zu haben. \"Die Jungs brennen. Sie haben sich ordentlich gefetzt. Jeder will in die Mannschaft\", beschreibt er seine Trainingseindrücke und erklärt, dass er trotz der Brisanz des Derbys \"ruhig schlafen kann.\" Der FC Sachsen wird seine Mittelfeldreihe neu formieren müssen. Wie Trainer Dirk Heyne gestern erklärte, fällt neben Kevin Kittler (Knieverletzung) und dem Gelb-gesperrten René Ledwoch auch noch Benjamin Schmidt aus. Ihn hat ein Virus außer Gefecht gesetzt, von dem auch Fabian Schößler befallen war. Der konnte aber bereits wieder ins Training einsteigen. Der Coach hofft, dass er Kapitän Kevin Kittler einige Minuten einwechseln kann, der lange Zeit an einer Knieverletzung laborierte.
Gespannt sein dürfen die Sachsen-Anhänger, wie Ondrejk Barvinek einschlägt, der in den jüngsten Testspielen der Leutzscher eine gute Figur machte, sich mächtig ins Zeug legte und einige Treffer erzielen konnte. \"Von ihm erhoffe ich mir mehr Durchschlagskraft in unseren Angriffsaktionen\", sagt Heyne.
Noch nicht ins Spiel eingreifen kann der Weißrusse Nikita Isajew. Ihn plagte eine Knieverletzung, hinzu kommt, dass es auch noch Probleme mit der Freigabe seitens seines Landesverbandes gibt. \"Er wird uns noch nicht weiterhelfen können\", so der Sachsen-Trainer. Die Entwicklung in dieser Personalie bleibt abzuwarten.
Bisher wurden 6000 Karten verkauft. Morgen können Fußball-Freunde noch Tickets an den Tageskassen kaufen. Lok-Chef Steffen Kubals rechnet mit 10000 Zuschauern.
> Eberhard Schmiedel/Norbert Töpfer

03.02.2011
Derby mit Nebengeräuschen
Lok beantragt Pass für Ex-Leutzscher Rozgonyi, FC Sachsen bangt um vier \"Skifahrer\"

Lange Jahre wehrten sich die Lok-Bosse mit Händen und Füßen gegen Neuzugänge mit Leutzscher Vergangenheit. Das war einmal, nach Heiner Backhaus heuerte jetzt ein weiterer Ex-Grün-Weißer an. Für das sonntägliche Derby gegen den FC Sachsen (13 Uhr, Red-Bull-Arena) ist Rekonvaleszent Marcel Rozgonyi, 35, noch kein Thema. Sachsen-Coach Dirk Heyne hat andere Sorgen, bangt um vier seiner Fußballer, die ins Ski-Lager nach Österreich müssen.
Rozgonyi (zuletzt 1. FC Saarbrücken) ist vom Leben gezeichnet, musste eine Umstellungs-Osteotomie zur Behebung einer Gelenk-Fehlstellung vornehmen lassen. Letzter Ausweg, bevor eine Prothese eingebaut wird. Eine Rückkehr auf den Rasen ist weit weg wie die Oberliga-Spitze vom 1. FC Lok. \"Ich kann schmerzfrei gehen, viel mehr geht momentan nicht\", sagt Rozgonyi, der mit Ex-HCL-Star Ingrida Radzeviciute und Kind die Zelte in Saarbrücken abbricht und morgen in Mölkau aufschlägt. Blau-gelbes Blut fließt schon jetzt durch seinen Körper. \"Wenn man wie ich aus dem Osten kommt, gibt es nur zwei Vereine: Dynamo Dresden und Lok Leipzig. Vielleicht schaffe ich es ja zurück und laufe irgendwann im Lok-Trikot auf.\"
Coach Mike Sadlo: \"Marcel hat keinen Vertrag unterschrieben, er ist also keine Neuverpflichtung im eigentlichen Sinn.\" Die Beantragung der Spielberechtigung habe mit drängenden Fristen des Verbandes zu tun. \"Sollte er irgendwann absolut fit sein, denken wir neu nach\", sagt Sadlo, der den Nebenkriegsschauplatz \"ein Neuer aus Leutzsch\" vorm Derby braucht wie ein Loch im Kopf. \"Ich hoffe, dass trotz der wenig berauschenden Tabellenkonstellation und des Wetters 10 000 Zuschauer kommen. Wir wollen unseren Fans etwas bieten.\" Klar ist: Mit einem Sieg gegen den heiß geliebten Nachbarn würden sich Vorrunde (verkorkst) und Vorbereitung (siehe Vorrunde) in Wohlgefallen auflösen.
Im Lager des FC Sachsen ist nach dem Abgang von Club-Boss Lars Ziegenhorn auch gleich die nächste Hiobsbotschaft eingegangen. Cheftrainer Dirk Heyne bangt um das Mitwirken seiner Studenten Enrico Köckeritz, Mario Scholze, Kevin Kittler und Florian Felke. Die haben einen Marschbefehl von ihrer Uni, müssen Sonnabend ins Ski-Lager nach Österreich. Uriges Thema der Pflicht-Veranstaltung: \"Sich in der freien Natur bewegen.\" Das können sie auch in der Red-Bull-Arena, weswegen diverse Gnadenersuche laufen. Ski und Rodel gut, Derby schlecht - für Heyne wäre das \"katastrophal\".
Abwehrmann Enrico Köckeritz hofft auf Absolution durch die Uni, sieht seinen Club im Derby im emotionalen Vorteil. \"Lok hat ein Heimspiel, die stehen unten und unter Druck. Wir werden sicher nicht auf Teufel komm raus stürmen, können mit einem Punkt leben.\"
Nachdem das Derby gefühlte zwölfmal abgesagt worden ist, kann fast nichts mehr passieren. Am Sonntag ist Showtime.
Guido Schäfer

01.02.2011
Lok holt tschechischen Zweitliga-Spieler
Fußball-Oberligist 1. FC Lok holt den tschechischen Mittelfeldspieler Pavel Devaty, der zuletzt bei Zweitligist FC Graffin Vlasim aktiv war. Der Probstheidaer Coach Mike Sadlo geht davon aus, dass er den Mittelfeldspieler, der sogar schon in der höchsten Spielklasse des Nachbarlandes aktiv war, am Sonntag im Derby gegen den FC Sachsen einsetzen kann. \"Devaty hat mir im Training sehr gut gefallen\", meint Sadlo, der froh darüber ist, dass er sich mit dem 32-Jährigen gut auf Deutsch verständigen kann. Der Trainer hofft, dass heute alle für den Wechsel nötigen Formalitäten erledigt werden.
nt

26.01.2011
Fragezeichen hinter Spielen von Sachsen und Lok
VfL Halle will Partie drehen / Borea-Match fast aussichtslos

Leipzig. Die Auswärtsnachholspiele der Leipziger Fußball-Oberligisten FC Sachsen und 1. FC Lok, die für Sonnabend (13 Uhr) angesetzt sind, wackeln. Sowohl beim Probstheidaer Gegner Borea Dresden als auch beim Leutzscher Kontrahenten VfL Halle sind für morgen Mittag Platzbegehungen angesetzt.
VfL-Geschäftsführer Dieter Kliemke informierte über Pläne des Hallenser Vorstands, das Match zu drehen und somit im Kunze-Park anzutreten. Allerdings fand noch kein Gedankenaustausch mit den Sachsen-Verantwortlichen statt. \"Darüber haben wir auch schon nachgedacht\", sagte der Leutzscher Trainer Dirk Heyne gestern Nachmittag, als er mit den Gedankengängen der Saalestädter konfrontiert wurde. Dass damit sein Klub auf Einnahmen verzichtet, weil das Rückspiel am 20. März bei besseren Bedingungen in Halle stattfinden würde, glaubt Heyne nicht. \"Die Leute, die uns sehen wollen, kommen auch so.\" Für ihn sei das Spiel am Sonnabend auch im Hinblick auf das Derby gegen den 1. FC Lok übernächsten Sonntag (13 Uhr, Red-Bull-Arena) wichtig. \"Wir müssen einfach in einen Rhythmus kommen\", meint Heyne.
In Dresden sei aus jetziger Sicht eine Partie unmöglich, weiß Trainer Thomas Baron. Er kennt sich bestens aus im Jägerpark, denn der 53-Jährige ist dort seit 1990 mit einer Unterbrechung von zwei Jahren Trainer: \"Wir haben noch immer bis zu zehn Zentimeter Schnee auf dem Platz. Der Boden ist so beschaffen, dass wir mit Räumtechnik den schon ramponierten Rasen weiter schädigen würden.\" Zudem könne das Match auf keine Sportanlage in Dresden verlegt werden, weil Drittligist Dynamo eine Stunde später sein Heimspiel gegen Heidenheim bestreitet. \"Die Polizei wird nicht erlauben, dass Lok- und Dynamo-Fans, die sich nicht gerade lieben, so nahe in der Stadt beieinander sind\", ist sich Borea-Urgestein Baron ganz sicher.
Norbert Töpfer

24.01.2011
Diesmal eine Testschlappe gegen Gera
Leipzig. Die Generalprobe des 1. FC Lok vor dem ersten Punktspiel am Sonnabend (13 Uhr) bei Borea Dresden ist missglückt. Der Oberligist verlor beim Thüringenliga-Spitzenreiter 1. FC Gera mit 1:4 0:3). Trainer Mike Sadlo sieht trotzdem nicht schwarz im Hinblick auf die nächsten Pflichtpartien. \"Die Ordnung hinten sah schon besser aus als in Grimma\", sagt der Coach. Beim 0:3 vorigen Mittwoch gegen das Sachsenliga-Schlusslicht hatte sein Team einen rabenschwarzen Tag erwischt.
Für den Lok-Trainer waren in Gera zwei Gründe ausschlaggebend. \"Wir sind durch zwei Fehlentscheidungen des Schiedsrichters mit 0:2 in Rückstand geraten. Als wir weiter angriffen, kassierten wir durch einen Konter das 0:3. Trotzdem hatten wir bis zum Wechsel genügend Chancen herausgespielt.\" Aber die blieben gleichfalls ungenutzt wie die vielen Möglichkeiten in Halbzeit zwei, was ebenso spielentscheidend war.
Kurz nach Wiederbeginn erhöhten die Geraer per Elfmeter auf 4:0, ehe René Heusel einen Strafstoß (53.) zum 1:4 verwandelte. Danach griffen die Probstheidaer vor 150 Zuschauern pausenlos an - erfolglos. \"Wenn wir uns wie in Jena auf die Abwehr konzentrieren, klappt es. Sind wir aber die dominierende Mannschaft, stimmt die Ordnung in der Defensive nicht\", sagt Sadlo und fügt in Bezug auf Verstärkung an: \"Es wäre schön, wenn diese Woche noch was passiert.\"
nt

Lok: Evers - Werner, Görke, Krug (46. Heusel), Brodkorb (46. Saalbach) - Seipel, Backhaus, Knoof, Kunert (63. Krug), Schulz - Fraunholz.

20.01.2011
Lok verliert 0:3 in Grimma
Grimma. Mike Sadlo war stinksauer. \"Eine katastrophale Leistung, so darf man sich auch in einem Vorbereitungsspiel nicht präsentieren\", kommentierte der Lok-Trainer die 0:3 (0:2)-Niederlage gestern Abend beim FC Grimma. Vor 164 Zuschauern erzielten Stefan Pötzsch (13.), Stefan Tröger (40.) und Stefan Pannicke (76.) die Tore für das Sachsenliga-Schlusslicht, das dem Oberliga-Vorletzten auf Kunstrasen jederzeit Paroli bot und von Abwehrfehlern der Probstheidaer profitierte. Den zweiten Treffer legte sich Keeper Jan Evers selbst ins Netz. Lok spielte fahrig, fand keine Linie und vergab unkonzentriert seine wenigen Chancen. \"Die Mannschaft hat die taktischen Vorgaben nicht umgesetzt und drei Schritte zurück gemacht\", sagte Sadlo.
S.E.
FC Grimma: Zita - Blaha (59. Zoch), Hoffmann (46. Schafeev), Vogel, Pannicke - Möbius (46. Hannover), Tröger - Pötzsch (54. M. Werner), Leutert - Streubel, Großmann (65. Jungmichel.
1. FC Lok: Evers - J. Werner, Görke, Krug, Brodkorb - Seipel (54. K. Adam), Saalbach, Hildebrand (18. Kunert), Seifert - Heusel, Schulz.

17.01.2011
ZFC nach Standards clever
1. FC Lok verliert Test gegen Meuselwitz mit 1:2
Grimma/Leipzig. Regionalligist ZFC Meuselwitz gewann am Sonnabend das Testspiel gegen Oberligist 1. FC Lok Leipzig auf Kunstrasen in Grimma mit 2:1. Die Meuselwitzer Treffer erzielten Patrick Brendel (18.) und Frank Müller (61.), nachdem Raik Hildebrand zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (56.) getroffen hatte.
Trotz einer guten Leistung war Lok-Trainer Mike Sadlo noch gestern leicht verärgert. \"Man hat keinen Klassenunterschied gesehen. Aber letztlich zählt das Ergebnis. Wir kassieren zwei Tore nach Standards, wo wir uns nicht mal im Luftkampf wehren.\" Er freute sich dennoch darüber, dass seine Männer aus dem Spiel kaum Chancen zugelassen haben. Lok-Kapitän Thorsten Görke klebte das Schusspech an den Füßen. Zunächst traf der Routinier gleich nach der Pause per Freistoß den Pfosten, zehn Minuten vor Schluss verfehlte er wieder nach einer Standardsituation nur knapp den Kasten.
Die Meuselwitzer, bei denen Angreifer Sebastian Gasch die Probstheidaer ­Abwehr mehrfach vor Probleme stellte, fühlten sich von Schiedsrichterin Da­niela Illing (Chemnitz) benachteiligt, als ihr Pfiff nach einem Foul an Gasch im Strafraum ausblieb. Trainer Damian Halata sorgt sich vor allem um die ­verletzt ­ausgeschiedenen Daniel Ferl (Verhärtung Wade) und Michael Rudolph ­(Prellung Knöchel). Rudolphs Verletzung nach hartem Duell sei unnötig gewesen. \"Es lief ordentlich, vor allem in der ­ersten Halbzeit. Wir hätten mehr Tore schießen müssen. Aber nach der Pause gingen uns nach dem harten Trainingslager die Kraft aus\", meinte der Coach. nt

Lok: Evers - Werner, Görke, Krug, Brodkorb - Backhaus, Saalbach (46. Kunert) - Schulz (79. Saalbach), Hildebrandt, Seifert (64. K. Adam) - Fraunholz.
ZFC: Dix (46. Beer) - Ferl (9. Rudolph/70. Schuhmann), Müller, Brendel, Dragoun - Schmidt, Luck, Riese, Weis (68. Baum) - Baum (46. Kind) - Gasch

15.01.2011
1. FC Lok heute gegen Meuselwitz
Leipzig. Als knallharten, aber guten Testpartner des 1. FC Lok Leipzig schätzt Trainer Mike Sadlo den heutigen Gegner ZFC Meuselwitz ein, auf den die Probstheidaer am Nachmittag (14 Uhr) auf dem Kunstrasenplatz in Grimma treffen. \"Wir möchten gegen die Meuselwitzer, die natürlich Favorit sind, an unsere starke Abwehrleistung bei der 1:2-Niederlage in Jena anknüpfen. Allerdings sollten wir dabei die Fehler vermeiden, die wir uns in Thüringen noch geleistet haben\", sagte Sadlo gestern. Außerdem erwarte er, dass es seiner Mannschaft gelingt, ein paar mehr wirkungsvolle Spitzen in der Offensive zu setzen als gegen die Jenaer. Heute muss er auf Benedikt Seipel (Zerrung), Julain Adam (krank) und René Heusel (privat verhindert) verzichten.
nt

13.01.2011
Lok-Test gegen Grimma nächsten Mittwoch
Leipzig. Fußball-Oberligist 1. FC Lok bestreitet sein Testspiel auf Kunstrasen beim FC Grimma bereits nächsten Mittwoch (18.30 Uhr). Das Match wurde somit um acht Tage vorverlegt. Bereits an diesem Sonnabend spielen die Probstheidaer ebenfalls in Grimma (14 Uhr) gegen Regionalligist ZFC Meuselwitz. Tags zuvor, also am Freitag (18 Uhr), spielt Regionalligist RB Leipzig beim FC Grimma. Am 22. Januar bestreitet der 1. FC Lok ein weiteres Übungsspiel beim 1. FC Gera. \"Die Geraer sind Spitzenreiter der Thüringenliga. Sie dürften ein guter Testpartner sein\", sagt Lok-Trainer Mike Sadlo. Das erste Punktmatch der Leipziger steigt am 29. Januar (13 Uhr) bei Borea Dresden (Nachholpartie des 4. Spieltages). Einige Tage pausieren muss Benedikt Seipel, der sich am Montag beim Hallenturnier in Querfurt eine Oberschenkelzerrung zuzogen hatte.
nt

12.01.2011
Sadlo-Team in Querfurt Zweiter
Platz zwei hinter dem Halleschen FC sprang für den 1. FC Lok Leipzig beim Hallenturnier in Querfurt heraus. Vor 800 Zuschauern unterlagen die Schützlinge von Trainer Mike Sadlo im Finale dem Regionalligisten mit 1:3.
René Heusel hatte die Probstheidaer sogar mit 1:0 in Führung geschossen. Doch Halle drehte das Match in zwei Überzahlphasen und zog mit 2:1 in Front. Das entscheidende 3:1 für den Favoriten fiel in der Schlussminute, als die Leipziger mit vollem Risiko spielten. \"Der zweite Platz war angesichts der Gegner unsere Pflichtvorgabe\", sagte Sadlo, der gleich im ersten Spiel Benedikt Seipel nach zwei Minuten wegen einer Verletzung (Verdacht auf Muskelfaserriss) vom Platz nahm. In der Vorrunde hatte Lok zunächst die VSG Löbitz 71, das Kreisklasse-Team hatte die Teilnahme per Tippspiel gewonnen, mit 10:0 vom Parkett gefegt. Es folgten 4:1-Siege gegen den Oberliga-Konkurrenten VfL Halle und Landesligist Blau-Weiß Farnstädt sowie ein 2:2 gegen Blau-Weiß Brachstedt (Landesliga Sachsen-Anhalt, entspricht der Bezirksliga Leipzig).
Nach drei Turnieren ist für die Probstheidaer damit die kurze Saison unterm Dach beendet. \"Wer angeschlagen ist, kam sowieso nicht zum Einsatz. Im Prinzip hat jeder Spieler aus dem Kader mindestens einmal in der Halle gespielt\", erklärt Sadlo seine Strategie. Allerdings sieht er bei diesen Veranstaltungen nicht die ganz große Verletzungsgefahr wie viele seiner Kollegen. \"Es kann doch überall was passieren. Wenn ich nur an die jetzigen Bedingungen draußen denke.\" Gestern Abend ließ er seine Männer auf dem Hartplatz im Plache-Stadion üben.
Am Sonnabend tritt der 1. FC Lok im schweren Testspiel in Grimma (14 Uhr) gegen Viertligist ZFC Meuselwitz an.
nt

11.01.2011
Testspiel macht Mut
Lok-Trainer Mike Sadlo weitgehend zufrieden
Leipzig. Lok-Trainer Mike Sadlo schätzt das Testspiel bei Drittligist Jena trotz der 1:2-Niederlage als gelungen ein. \"Es ist nur schade, dass uns ein individueller Fehler ein gutes Resultat gekostet hat. Den Namen des Sünders nennt er nicht. Auch bei der Frage nach den Besten unter seinen Schützlingen schweigt der 39-Jährige.
\"Es war insgesamt eine ordentliche Leistung der Mannschaft. Die Jenaer hatten mehr Spielanteile. Das war aber geplant, wir wollten so tief stehen. Denn unser Hauptaugenmerk liegt derzeit vor allem darauf, dass wir unsere Abwehr stabilisieren\", sagt Sadlo. Was ihn zudem freut: \"Wir hatten mehr Möglichkeiten als die Jenaer\". Auf 3:1 zugunsten seiner Männer schätzt er das Chancenverhältnis ein.
Die Thüringer seien ein optimaler Testpartner gewesen, \"weil wir in der ersten Trainingswoche nach der Pause uns viel mit Taktik beschäftigt haben. Da war uns ein höherklassiger Gegner, der unsere Schwächen aufzeigt, gerade recht. Das in Hälfte zwei die Kräfte bei seinen Schützlingen nachließen und somit auch die Laufwege nicht immer stimmten, hält Sadlo angesichts des Trainingsaufbaus für normal.
Mit der Leistung von Zugang Heiner Backhaus war der Probstheidaer Coach zufrieden. \"Er hat genau das gezeigt, was ich von ihm erwartet habe. Heiner hat vor der Abwehr gespielt, hat seine Nebenleute geführt und war vor allem lautstark unterwegs. Sonst war bei uns nur Thorsten Görke immer zu hören. So wollte ich Backhaus sehen.\" Der Kapitän spielte in Jena in der Abwehrkette innen. \"Da bin ich schon froh, wenn einer wie Heiner auch die Mitspieler vorn dirigiert\", meint Sadlo.
Der Coach ist froh über das Testspiel am Sonnabend gegen Regionalligist ZFC Meuselwitz. \"Solch eine starke Mannschaft ist mir lieber als ein unterklassiger Gegner\", erklärt Sadlo. Die Partie sollte ursprünglich im Plache-Stadion ausgetragen werden. Da dort der Rasen aber derzeit unbespielbar ist, wurde die Partie auf den Kunstrasen-Platz in Grimma (Anpfiff 14 Uhr) verlegt. Dort wird übernächsten Sonnabend auch die Generalprobe des 1. FC Lok gegen Sachsenligist FC Grimma vor dem ersten Punktspiel am 29. Januar bei Boreas Dresden stattfinden. Dem Trainer fehlen derzeit die Verletzten Albrecht Brumme (Schambein-OP), Stephan Knoof (Leisten-OP) und Sebastian Kieback (Wadenbein- und Knöchelbruch). Bei Knoof hofft Sadlo, dass der Defensivspezialist in dieser Woche ins Training einsteigt. Mit Brumme rechnet er nicht so schnell. Und bei Zugang Kieback, der im Sommer von Kamenz kam und noch nicht ein Punktspiel für die Probstheider bestritt, hofft der Coach, dass der offensive Mittelfeldakteur vielleicht in vier bis sechs Wochen spielen kann. \"Kieback ist auf dem Weg ins Mannschaftstraining. Für ihn wäre es förderlich, wenn wir auf normalen Untergrund trainieren könnten. Aber auf vereisten Boden gleich wieder einzusteigen, ist schon schwierig für ihn\", meint Sadlo.
Norbert Töpfer

10.01.2011
Lok hält sich in Jena tapfer
1:2 im Test beim Drittligisten / Heusel trifft
In einem kurzfristig angesetzten, intern ausgetragenen Testspiel verlor Oberligist 1. FC Lok am Sonnabend auf einem Kunstrasen-Platz des Ernst-Abbe-Sportfeldes beim Drittliga-14. Carl Zeiss Jena knapp mit 1:2 (0:0). \"Vor allem in der ersten Halbzeit sind genau die taktischen Vorgaben umgesetzt worden, die wir uns vorgenommen hatten\", sagte Cheftrainer Mike Sadlo. \"Spielerisch und von den Anteilen her besaß Jena Vorteile, aber defensiv haben wir wenig zugelassen.\"
Christoph Schulz verpasste eine Möglichkeit, als er nach Kombination über Fraunholz und Seipel sechs Meter vor dem Tor ins Stolpern geriet (21.). Zwei Minuten darauf fand Brodkorbs Flanke am langen Pfosten wiederum Schulz, dessen Kopfball knapp am Pfosten vorbeiging. Ein Versuch aus 18 Metern und eine zum Torschuss abgefälschte Flanke, die an der Latte endete, von Benedikt Seipel sorgten ebenfalls für Gefahr (31., 36.). Zehn Minuten nach der Pause brachte Christian Reimann die Gastgeber in Führung. Lok-Angreifer René Heusel konnte Benedikt Seipels zielgenaue Hereingabe mit dem Kopf zum Ausgleich vollenden (59.). Bopp erzielte kurz vor Abpfiff den Siegtreffer (85.).
pm

1. FC Lok: Evers - Werner, Krug (46. Saalbach), Görke, Brodkorb (46. Adam) - Seipel, Kunert (46. Hildebrandt), Backhaus, Seifert - Schulz (46. Heusel), Fraunholz (58. Schulz, 70. Brodkorb).
Tore: 1:0 Reimann (54.), 1:1 Heusel (59.), 2:1 Bopp (85.).

03.01.2011
Mike Sadlo hofft auf Positiv-Spirale
Lok-Trainer will mit seiner Mannschaft schon morgen beim Leipziger Hallenturnier Selbstvertrauen tanken
Mit neuem Schwung und neuem Trainer ins neue Jahr: Der 1. FC Lok startet heute in die Rückrunden-Vorbereitung und will sich bei den anstehenden Hallenturnieren gleich Selbstvertrauen für die geplante Aufholjagd in der Oberliga holen. \"Der Klassenerhalt hat absolute Priorität\", sagt Mike Sadlo. Der 39-Jährige vertritt Achim Steffens nach dessen Herzoperation.
Um 17.30 Uhr trifft sich die Mannschaft auf der Alten Messe, stimmt sich mit einem lockeren Kunstrasen-Kick in der Soccerworld auf das morgige \"Ur-Krostitzer-Masters\" (18 Uhr, Grube-Halle) ein, bei dem die Probstheidaer in Gruppe B zunächst auf Drittligist Wacker Burghausen, FSV Krostitz und SV Leipzig Nord-West treffen. \"Ich möchte eine hohe Trainingsbelastung\", erklärt Sadlo, \"deshalb wollen wir möglichst viele Spiele machen und nicht schon in der Vorrunde gegen unterklassige Gegner ausscheiden.\" Er wird jeweils neun Akteure für die Grube-Halle und das tags darauf in Halle stattfindende Turnier nominieren. \"Ich zwinge niemanden zur Teilnahme, aber die meisten Spieler freuen sich ohnehin darauf\", betont Sadlo.
Fehlen werden der frisch operierte Stephan Knoof und Benjamin Fraunholz, der im Job Spätdienste schieben muss. Zu früh kommt die Halle für Sebastian Kieback und Ronny Mende, die nach langwierigen Verletzungen heute wieder ins Training einsteigen.
Als einziger Neuzugang stößt Heiner Backhaus zum Team. Sadlo hat den 28-Jährigen, der einst beim FC Sachsen und zuletzt in Zypern am Ball war, übrigens nicht als Spielmacher eingeplant. \"Er soll im defensiven Mittelfeld absichern, mit seiner Erfahrung unsere Abwehr stabilisieren und an der Seite von Thorsten Görke die jungen Leute führen\", sagt der Coach.
Mit weiteren Verstärkungen rechnet er vorerst nicht. \"Aber ich bin überzeugt, dass unser Kader, in den ja einige zurückkehren, stark genug ist für den Klassenerhalt.\" Sadlo will in den nächsten Wochen einerseits intensiv Taktik trainieren (\"Unsere Spielweise muss variabler werden\"), andererseits der Mannschaft \"wieder das Gefühl geben, dass sie gewinnen kann\". Anders als in der Hinrunde soll Lok mit Siegen sofort \"in eine Positivspirale\" geraten. \"Dafür brauchen wir Erfolgserlebnisse, die wir uns schon bei den Hallenturnieren holen wollen.\"
Der 1. FC Lok ist Sadlos erste Station als Chef. Vom Umfeld erhielt er viel Zuspruch, sieht den Trainerposten nicht als Belastung, sondern als Chance. \"Außerdem geht es nicht um mich, sondern um die Zukunft des Vereins.\" Er hat von vielen Trainern viel gelernt, aber kopieren will er niemanden, seinen eigenen Weg finden. \"Ich werde auch nicht täglich Achim Steffens anrufen und jede Kleinigkeit abstimmen, aber es wäre dumm, seine große Erfahrung nicht zu nutzen. Wir tauschen uns regelmäßig aus.\"
Sadlo, dessen Sperre abgelaufen ist, darf jetzt auch selbst in der Oberliga auflaufen, besitzt einen gültigen Spielerpass. Schießt der frühere Stürmer bald wieder Tore, mit 39? \"Ich werde nur im äußersten Notfall noch einmal das Trikot überziehen.\" Und zu dem soll es nicht kommen.
Steffen Enigk

Ur-Krostitzer-Cup, morgen, 18 Uhr, Grube-Halle. Gruppe A: Jena, Plauen, Meuselwitz, Schalke (U23). Restkarten heute bei Galeria Kaufhof, Wosz-Fanshop (Listbogen) oder morgen an der Tageskasse.

31.12.2010
Fünfeinhalb Lok-Trainer

Fußball in Probstheida, das ist Tradition, Leidenschaft, Fan-Begeisterung. Doch manchmal schlagen sie um, die Emotionen bei Lok. Dann hagelt es Pfiffe und Beschimpfungen. \"Ich hatte gehofft, dass ich so etwas nie erleben muss\", stöhnte Achim Steffens nach einer der vielen Niederlagen des Herbstes und sprach angesichts von Verletzungen, Spielausfällen und Abstiegsplatz von einem \"Seuchenjahr\". Es war eines mit fünfeinhalb Trainern. Das schafft nicht jeder Verein, das ist rekordverdächtig. Jörg Seydler warf im vergangenen Winter so erfolglos wie entnervt hin, Uwe Trommer übernahm. Auf Abruf, für ein paar Monate. Längst war mündlich vereinbart und öffentlich verkündet, dass Frank Baum im Sommer Chef wird. Der plante als \"halber\" Trainer schon die neue Saison, ließ aber im Frühling die Bombe platzen: April, April, ich habe doch keine Lust auf einen Vertrag, sorry. Loks Image litt, das von Trommer auch. Weil Baum ihn nicht als künftigen Assistenten wollte, hatte Trommer dem Club ein Ultimatum gestellt und mit Abschied gedroht. Den bekam er dann auch. Viel später, als er nicht mehr damit rechnete, als der neue Coach und Trommer-Freund Steffens bereits gekürt war, schickte ihn die verärgerte Lok-Führung doch noch in die Wüste. Auf die Frage, was er aus der Saison mitgenommen habe, antwortete Trommer kurz und bündig: \"Einen Herzschrittmacher.\" Rhythmusstörungen und Stress hatten ihn in die Klinik gezwungen und seinen Co-Trainer Maik Kischko für einige Tage auf den Chef-Posten befördert.
Herzprobleme hat auch Achim Steffens. So schwere, dass er operiert werden musste. Ob und wann er zurückkehrt, steht in den Sternen. Vorerst führt Mike Sadlo die Manschaft - Trainer Nummer fünfeinhalb. Er braucht Siege, Lok braucht Ruhe und Stabilität. Beides ist nicht in Sicht. Auch 2011 wird turbulent beginnen. Steffen Kubald, seit der Neugründung Galionsfigur des Vereins, räumt den Platz an der Spitze. Im Februar wählen die Mitglieder einen neuen Vorsitzenden, Machtkämpfe toben. Die immer noch große Fangemeinde kann nur hoffen, dass kein weiteres Seuchenjahr folgt, dass aus Chaos und Umbruch wieder Begeisterung wächst.

Steffen Enigk

 


29.12.2010
Achim Steffens nie wieder Trainer?
1. FC Lok: Angeschlagener Kult-Coach denkt über Rückzug in die zweite Reihe nach
Leipzig. Ein Alleinstellungsmerkmal kann das just installierte Lok-Trainer-Duo Mike Sadlo/Eric Eiselt schon jetzt für sich beanspruchen: Die beiden sind d i e Tattoo-Übungsleiter der Oberliga-Liga, haben ihre begnadeten Körper seit Jahren in der Mache. Auch der eigentliche Boss Achim Steffens ist gezeichnet - vom Leben. Das Ende einer schillernden Trainer-Karriere rückt stündlich näher ...
Der 60-Jährige hängt nach seiner Herz-Operation durch, will sich nichts anmerken lassen, überspielt den Wink mit dem Zaunpfahl. \"Nach einer Schönheitsoperation sieht man auch nicht gleich wunderbar aus.\" Das gefährliche Herzflimmern haben die Ärzte nach dem Eingriff behoben, der endgültige Erfolg zeigt sich erst in den kommenden Monaten. Weil er schon unterm Messer lag, hat Steffens seinen Herzschrittmacher neu justieren lassen. \"Der stand auf Dauerbetrieb, das war nicht gut. Wenn du nur Moped fährst, schrumpfen die Waden.\" Jetzt schaltet sich das Teil nur bei Bedarf ein, schrumpft nichts mehr.
Herz, Lunge, Hüfte. Steffens Krankenakte ist mittlerweile nur noch mit einem Beiwagen zu transportieren, sein Ehrgeiz als Vulkan der Seitenlinie war bisher ungebrochen. Dem harten Hund wurde wieder mal etwas verordnet, das er gar nicht mag: Ruhe. Und man hat ihn während seines mehrtägigen Klinik-Aufenthalts aufgeklärt, dass die erst vor wenigen Monaten ausgestandene Lungenentzündung lebensgefährlich gewesen ist. Steffens, Arbeitstier, Spieler-Freund und steter Quell legendärere Sprüche, ist in den vergangenen Tagen in sich gegangen: \"Ich bin vielleicht ab und etwas zu lax mit meiner Gesundheit umgegangen.\" Wer \"vielleicht\" durch \"ganz sicher\" ersetzt, nähert sich den Tatsachen. Die innere Einkehr hat auch einen Plan B hervor gebracht. Falls Mike Sadlo und Eric Eiselt einen guten Job machen, könnte sich Steffens vorstellen, die vorderste Front (Seitenlinie, Trainerbank) für immer zu verlassen. \"Ich vertraue Mike und Eric voll und ganz, muss mich nicht mehr als Trainer beweisen.\" Steffens als Sportdirektor, als Strippenzieher im Hintergrund? Hätte seinen Reiz und Vorteile. Die junge Trainer-Combo könnte auf einen väterlichen Freund und Berater bauen, der ihnen den Rücken stärkt und frei hält. Achim Steffens wäre immer noch dran an seinem geliebten Fußball (\"Ganz ohne geht nicht\"), aber weg aus dem unmittelbaren Stress-Feld, könnte mühelos 120 Jahre alt werden. Lok-Chef Steffen Kubald will sich mit Plan B noch nicht intensiv auseinander setzen. \"Wir warten ab, bis uns Achim sagt, was geht beziehungsweise nicht mehr geht. Wir wollen Achim, seine Erfahrungen und seine Beziehungen auf keinen Fall verlieren.\"
Interims-Coach Mike Sadlo spechtet nach eigener Auskunft nicht auf den Cheftrainer-Posten, verweist auf den Status quo: \"Achim ist Chef - und Eric und ich ersetzen ihn momentan. Alles ist mit Achim abgesprochen, ab 3. Januar geht es rund. Ich kann garantieren, dass sich jeder Spieler zerreißen wird, um schon bald nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.\"
Platz auf ihren Bodys haben Sadlo/Eiselt noch genügend für ein stilechtes Retter-Tattoo. Unser Vorschlag: ein Pfeil, der ein blau-gelbes Club-Wappen durchschießt. Oder: ein siebenköpfiger Drachen mit Achim-Steffens-Gesicht.
Guido Schäfer

28.12.2010
Offizielle Pressemitteilung des 1. FC Lok vom 28.12.2010

Mike Sadlo, Trainer der Oberliga-Mannschaft des 1. FC Lok, spricht im LOKruf-TV-Interview ausführlich über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges. (Linktipp! Das ausführliche Gespräch mit dem 39-Jährigen)


Mike, kurz vor den Festtagen wurde es offiziell, dass Du Achim Steffens vorerst auf der verantwortlichen Trainer-Position ersetzen wirst. Wie verlief der Entscheidungsprozess und musstest Du lange über Deine Zusage nachdenken?


Achim wusste schon länger von der Geschichte und den Problemen. Bereits im Oktober hat er mich darüber informiert, dass bei ihm ein operativer Eingriff ansteht. Deswegen hat er zu mir gesagt: ‚Pass auf, Mike. Wie es aussieht, wirst du in Kürze übernehmen müssen. Traust du dir das zu?‘ Ich habe sofort „Ja\" gesagt und somit war die Entscheidung gefallen.


Diese Hiobsbotschaft des Ausfalls von Achim Steffens war nur das negative I-Tüpfelchen einer turbulent verkorksten Hinrunde. Welche Spuren hat sie in der Mannschaft hinterlassen?


Ab einem gewissen Zeitpunkt in der Vorrunde war die Mannschaft so mental festgefahren, hat überhaupt nicht mehr daran geglaubt, etwas gewinnen zu können. Da sind so viele Negativerlebnisse auf sie eingeprasselt. Wenn ich vom heutigen Stand ausgehe, denke und hoffe ich, dass jeder Einzelne die freie Zeit des Weihnachtsfestes dazu nutzt, einfach mal vom Fußball gänzlich abzuschalten, einfach mal den „Reset\"-Knopf für sich drückt. Ab dem 3. Januar wird es unsere Aufgabe sein, endlich mal wieder für Erfolgserlebnisse zu sorgen, möglicherweise eine Serie zu starten und dass die Mannschaft dadurch auch wieder den Glauben an sich selbst zurückgewinnt.


Vor wenigen Tagen wurde Mittelfeldspieler Heiner Backhaus verpflichtet. In welche Rolle soll er - schnellstmöglich - hineinwachsen?


Neben seinem spielerischen Potential erwarte ich in allererster Linie, dass er direkt eine Führungsposition übernimmt. In der Vergangenheit haben die Spieler zu schnell und zu oft den Kopf in den Sand gesteckt und Spiele, die eng wurden, leichtfertig preisgegeben. Da erwarte ich mir von ihm eine Führungsrolle. Er soll dabei helfen, dass die jungen Spieler vor allem in fremde Stadien fahren und etwas darstellen. Wir müssen unsere breite Brust zurückgewinnen.


Hast Du noch unerfüllte Wünsche, was das Personal angeht?


Dazu muss man wissen, dass der Spielermarkt in dieser Phase nicht allzu viel hergibt. Es wäre utopisch zu glauben, wir pflücken uns einfach noch einen Stürmer, einen Abwehrspieler und einen Zauberfuß vom Weihnachtsbaum. Mit dem ein oder anderen Kandidaten, der uns eventuell noch verstärken könnte, sind wir in Gesprächen. Nicht mehr und nicht weniger. Allerdings setze ich auch große Hoffnungen auf die Spieler, die nun nach langer Zeit aus dem Lazarett zurückkehren und uns dadurch wieder größere Alternativen zur Verfügung stehen.


Es ist natürlich wagemutig, voreilige Versprechungen abzugeben. Aber was für eine Mannschaft werden die Lok-Fans im neuen Jahr zu Gesicht bekommen?


Ich kann und will keinen Tabellenplatz versprechen, aber ich kann versichern, dass das gesamte Trainerkollektiv, die gesamte Mannschaft alles zur Verfügung stehende in die Waagschale werfen wird, um da unten herauszukommen. Ich kann garantieren, dass sich jeder Spieler dafür zerreißen wird, damit wir im Verlauf der Rückrunde schon bald nichts mehr mit Abstiegsgespenst zu tun haben werden.


27.12.2010
Wie werde ich eigentlich Lok-Präsident?
Nachfolger für Kubald gesucht

Am 5. Februar wählt der 1. FC Lok neu. Fraglich nur, wen...
Nachdem Steffen Kubald nicht wieder antreten wird (BILD berichtete), ist der Posten des 1. Vorsitzenden (soll künftig Präsident heißen) vakant. Er selbst würde gern sehen, dass sich Vorstandsmitglied Bernd Wickfelder, Chef der Fußball-Damen, an die Spitze stellt. Gut möglich auch, dass die Opposition um Aufsichtsrat René Weber und Stadionsprecher Mirko Linke Kandidaten bringt.

Aber wie kann ich eigentlich überhaupt Lok-Boss werden?

Wichtigste Kriterien: Der (oder die) muss volljährig und zudem Mitglied des Vereins sein. Der Zeitraum spielt dabei keine Rolle. Eine aussagekräftige Bewerbung muss dann bis spätestens 14 Tage vor der Wahlversammlung auf der Geschäftsstelle vorliegen. Noch nicht besonders schwer. Aber dann kommts: Jeder Bewerber muss sich auf der Versammlung persönlich den Mitgliedern stellen und mit seinen Qualifikationen prahlen. Noch-Boss Kubald: „Das kann durchaus auch ein großer Koffer voller Geld sein.\"
Sind die Mitglieder überzeugt, gehts in den Wahlakt. Die einfache Mehrheit reicht, um den Klub für die nächsten drei Jahre (und aus der Krise) zu führen - gemeinsam mit dem Rest-Vorstand um Schatzmeisterin Katrin Pahlhorn, der weitermachen will. Lust bekommen?
ANDRÉ SCHMIDT

24.12.2010
Lok-Trainer Steffens übersteht OP gut
Leipzig. Frohe Botschaft kurz vor Weihnachten. Cheftrainer Achim Steffens hat den am vergangenen Dienstag bei ihm vorgenommenen operativen Eingriff am Herz gut überstanden und durfte bereits gestern Nachmittag das Leipziger Herzzentrum wieder verlassen. Steffens selbst überbrachte die erfreulichen Neuigkeiten: \"Es ist alles soweit okay. Mir geht es den Umständen entsprechend gut, aber jetzt brauche ich vor allem Ruhe. Die schönste Nachricht ist natürlich, dass ich so schnell wieder nach Hause durfte.\" Der 60-Jährige kann somit die Festtage daheim im Kreise seiner Familie verbringen.
pm

22.12.2010
Oberligist holt Weltenbummler Backhaus
Leipzig. Fußball-Oberligist 1. FC Lok Leipzig macht ernst mit Verstärkungen, um das Abstiegsgespenst zu verjagen. Gestern vermeldeten die Probstheidaer mit Heiner Backhaus (28) den ersten Zugang. Der Mittelfeldspieler verdiente zuletzt sein Geld beim zypriotischen Erstligisten APOP Kinyras Peyias.
Dagegen hat sich die Rückkehr von Offensivspezialist Raimund Linkert nach seiner Auszeit zerschlagen. \"Wir haben als Vorstand mit ihm gesprochen. Allerdings konnten wir uns über einige finanzielle Dinge nicht einigen\", sagt Lok-Vorsitzender Steffen Kubald. Trainer Mike Sadlo, der den gestern am Herzen operierten Achim Steffens vertritt, nimmt die Botschaft gelassen hin. \"Solange er nicht da war, habe ich mit ihm auch nicht geplant.\" Er startet mit seinen Schützlingen am 3. Januar in die Vorbereitung der Restsaison.
Backhaus, der bei FC Schalke und Werder Bremen ausgebildet wurde und mit dem FC Valetta Meister in Malta (2008) wurde, war auch eine Saison beim FC Sachsen (2009) aktiv. Der \"Weltenbummler\" ist beim 1. FC Lok hauptamtlich tätig. Er soll sich um Marketing und Sponsoren kümmern, erklärt Vereinsboss Kubald. \"Wir hatten bereits im Sommer Kontakt, weil sein Klub Probleme mit der Gehaltszahlung hatte. Vor kurzem meldete sich sein Bruder bei uns, dass es in dieser Hinsicht wieder Probleme gebe. Da haben wir uns getroffen\", sagt Kubald. Er erwarte, dass Backhaus als Vorbild für seine Teamkollegen auftritt.
\"Ich werde alles dafür geben, um die Erwartungen auf und neben dem Platz zu erfüllen. Ich will schnell in eine Führungsrolle hineinwachsen und gemeinsam mit Kapitän Thorsten Görke eine gute Achse bilden, an der sich vor allem die vielen jungen Spieler hochziehen können\", beschreibt Backhaus seine Rolle.
Coach Sadlo setzt große Hoffnungen in Backhaus. \"Heiner wird uns mit seinen Qualitäten weiterhelfen. Wir sind davon überzeugt, dass er der Mannschaft mehr Stabilität verleiht, vor allem in brenzligen Situationen, die in der Hinrunde noch zu oft negativ für unsere junge Mannschaft ausgegangen waren.\" Backhaus hat einen Vertrag bis Saisonende unterschrieben. Dieser wird sich beim Klassenerhalt automatisch um ein weiteres Jahr verlängert.
nt/mh

21.12.2010
Lok-Fangruppen gegen Zusammenarbeit mit RB
Anhänger des 1. FC Lok wollen mit Spenden Kooperation mit Leipziger Regionalligist verhindern
Leipzig. In der Fanszene des Fußball-Oberligisten 1. FC Lokomotive Leipzig rumort es weiter. Nach den Rücktritten von Teammanager Peter Milkau und Stadionsprecher Mirko Linke sowie dem angekündigten Rückzug des Vereinsvorsitzenden Steffen Kubald bleibt die umstrittene Kooperation mit dem Stadtrivalen RB Leipzig Streitthema Nummer eins.
Die geplante Zusammenarbeit auf Nachwuchsebene wollen einige Fans nun mit einer Spenden-Aktion verhindern. Im Forum des Probstheidaer Klubs wird seit Tagen unter der Losung \"Lokisten kaufen sich raus\" ein Bankkonto kommuniziert, auf das geneigte Gegner des Vertragwerkes Geld überweisen sollen. Inhaber des Kontos ist Mirko Linke.
\"Der ausgehandelte Vertragsentwurf ist bei den Fans auf breite Ablehnung gestoßen\", erklärt Linke auf Anfrage dieser Zeitung. Man sehe keinerlei Vorteile für den Verein, befürchte stattdessen eine Spaltung der Anhängerschaft - so wie das aus anderen Gründen auch beim FC Sachsen geschehen ist.
\"Das einzig gebliebene Argument der Befürworter der Kooperation sind die lächerlichen 10 000 Euro, die RB Leipzig im Falle einer Zusammenarbeit jedes Jahr in unsere Jugend investieren will\", sagt Linke.
Bis zur nächsten Mitgliederversammlung am 5. Februar, auf der endgültig über die Vereinbarung mit RB Leipzig entschieden werden soll, wolle man diese Summe nun mit Spenden aufbringen, um sie den Befürwortern entgegenzuhalten und so den Vertragsentwurf zu verhindern.
Wie Linke zu berichten weiß, ist die Spendenbereitschaft der Anhänger offenbar auch sehr hoch. Insgesamt habe es in den vergangenen Tagen schon Zusagen über 7000 Euro gegeben, auf dem Konto selbst seien 4000 Euro eingegangen, sagte Linke.
Der ausgehandelte Vertragsentwurf zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Lokomotive sah ursprünglich vor, ab dem 1. Januar 2011 drei Jahre lang gegenseitig Talente und Perspektivspieler auszutauschen. Nach Protesten der Fans und den Rücktritten von Linke und Milkau wurde die Vereinbarung allerdings bis zur geplanten Mitgliederversammlung ausgesetzt.
Matthias Puppe

18.12.2010
Familie stoppt den Trainer
Achim Steffens fügt sich OP-Rat und hofft, nach halbem Jahr Pause wieder fit zu sein
Leipzig. Achim Steffens muss sich kommende Woche einer Herz-Operation unterziehen. Ein Eingriff, dessen Termin der Trainer des Fußball-Oberligisten 1. FC Lok immer wieder vor sich her schob. Am 21. Dezember ist es nun so weit. Der 60-Jährige kommt im Herzzentrum Leipzig unters Messer.
Frage: Exakt in der Winterpause, das Timing hat also gestimmt?
Achim Steffens: Von wegen Timing. Ich muss mich ganz einfach dem Familienrat beugen, Frau, Kinder und Enkel haben mir das Stoppschild gezeigt. Mit meinem Herz, das ging ja schon seit einigen Jahren so. Ich trage einen Schrittmacher und glaubte, das ginge ewig so gut weiter. Aber mit der Zeit haben sich da einige Dinge verändert, so dass mir die Ärzte dringend rieten, mich operieren zu lassen. Da bei den Gesprächen meine Frau dabei war, konnte ich nun nichts mehr auf die lange Bank schieben, ich musste mich einfach fügen; der ärztlichen Empfehlung, der Mahnung meiner Frau und schließlich meiner Einsicht.
Wie geht es nun mit der Mannschaft in Probstheida weiter?
Mike Sadlo wird das schon machen. Er ist ein junger Mann, der seine eigenen Erfahrungen einbringen kann und der ruhig auch was verändern soll.
Wann glaubt Trainer Steffens, wieder im Amt zu sein?
Das wird nicht nur an mir liegen. Wenn möglich, möchte ich nach einem halben Jahr wieder an der Linie stehen. Aber da werden wohl die Ärzte das entscheidende Wort haben.
Nun ist Zeit, mal in Ruhe über diese Oberliga-Hinrunden nachzudenken.Was bleibt da besonders hängen?
Vor allem der Ärger über fünf Unentschieden. Spiele, in denen wir dem Sieg näher waren als der Gegner dem Punktgewinn. Da war sicher auch eine Menge Pech mit im Spiel, so dass wir gleich zu Beginn der Saison mit der Mannschaft, die zwölf Abgänge zu verkraften hatte, schwer in die Gänge kamen. Es zog Verunsicherung ein, Verletzungen kamen hinzu. Ich musste auch schon mal einige A-Junioren mit ins Aufgebot holen. Zur Zeit sind wir eine Tagesform-Mannschaft, die heute gewinnt und morgen verliert. Wir müssen einfach zu mehr Kontinuität kommen. Das ist das Ziel.
Sie sind als kritischer Geist bekannt, auch sich selbst gegenüber?
Wer mich kennt, weiß, dass ich oft grüble. Ich maße mir doch nicht an, die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben. Gerade jetzt bekomme ich Zustimmung ehemaliger Spieler, die inzwischen über ganz Deutschland verstreut sind. Ihre Wünsche bestärken mich in meiner Auffassung, nicht allzu viel falsch gemacht zu haben.
Was haben Sie denn zuletzt falsch gemacht?
Ich hätte beispielsweise einem Aktiven wie Benjamin Seipel mehr Zeit geben sollen, sich wieder ins Spiel einzubringen. Da war ich zu ehrgeizig, das war falsch.
Wie kommt Lok als Vorletzter aus dem Tabellenkeller?
Indem die Mannschaft mit gesunden, fitten Spielern kontinuierlich arbeiten kann. Druck lastet immer auf Sportlern, aber wenn von außen noch viel Unruhe kommt, kann das gerade junge Leute stark verunsichern. Ein gutes Zeichen ist, dass einer wie Reimund Linkert nach einem halben Jahr Pause wieder in der Rückrunde mitspielen kann. So etwas freut auch den Trainer.
Ein Wort zum Lokalrivalen FC Sachsen und zu Regionalligist RBL?
Es soll jeder sein Ding machen, so wie er das entsprechend seiner finanziellen und personellen Situation zustande bringt. Ich kann mich über das Projekt von RBL nicht zum Richter aufschwingen. Gerade der Fußball als Leistungssport wird vom Geld ge- prägt. Ob man das wahrhaben will oder nicht.
Interview: Eberhard Schmiedel

17.12.2010
Trainer Steffens fällt wegen Herz-OP aus
Leipzig. Der 1. FC Lok Leipzig muss für unbestimmte Zeit auf seinen Cheftrainer Achim Steffens verzichten. Bei dem 60-Jährigen wird in der kommenden Woche ein operativer Eingriff am Herz vorgenommen, an den sich aller Voraussicht nach eine längere Regenerationsphase anschließt. Dieser Eingriff im Leipziger Herzzentrum ist vonnöten, da durch eine im vergangenen Sommer überstandene Lungenentzündung nunmehr Herz-Rhythmus-Störungen aufgetreten sind. Bis zur Genesung des Chefcoaches übernimmt sein Assistent Mike Sadlo die Verantwortung für die Oberliga-Mannschaft der Probstheidaer. \"Es ist sehr, sehr bitter, jetzt etwas unterbrechen zu müssen, was im Grunde genommen noch gar nicht richtig angefangen hat. Wer mich kennt, weiß, wie schwer es mir fällt, die Jungs in dieser schwierigen sportlichen Situation vorerst nicht mehr anleiten zu können. Aber ich muss dem Rat der Ärzte diesmal folgen\", sagte Achim Steffens, der seit 1996 einen Herzschrittmacher trägt. \"Wir hoffen, dass die OP komplika- tionslos verläuft und Achim sich schnellstmöglich erholt\", sagte Lok-Chef Steffen Kubald. Mike Sadlo erklärte: \"Die Aufgabe ist sehr reizvoll für mich, aber die Umstände ihres Zustandekommens sind alles andere als angenehm.\" Steffens und Sadlo die Vorbereitung der Rückrunde gemeinsam ausgearbeitet.
r.

12.12.2010
Wieder kein Derby
Auch der letzte Anlauf 2010 hat nicht geklappt
Auch der dritte - und letzte - Anlauf im Jahr 2010 hat nicht geklappt: Das für heute angesetzte Derby zwischen dem 1. FC Lok und dem FC Sachsen Leipzig in der Red Bull Arena musste abgesagt werden.
Dabei waren zu Wochenanfang alle Beteiligten noch ausgesprochen optimistisch. „Der Rasen ist grün, es kann gespielt werden\". wurde von Seiten des Stadionbetreibers ZSL signalisiert. Doch am Donnerstag kam schließlich die erneute Absage - weniger die Platzverhältnisse machten den Probstheidaern als Gastgeber einen Strich durch die Rechnung.
„Risiko vermieden\"
Vielmehr waren es die höchst widrigen Rahmenbedingungen, erklärte Lok-Vorsitzender Steffen Kubald: \"Es wurde eine Entscheidung der Vernunft getroffen. Die ZSL hätte zwar den Rasen und die Stadionränge freibekommen, aber nicht zuletzt aufgrund der chaotischen Verkehrslage wäre allein die Anreise eine Farce und die Sicherheit der Zuschauer außerhalb des Stadions einfach nicht gewährleistet. Da außerdem nicht wirklich einzuschätzen ist, wie sich das Wetter und die Bedingungen außerhalb des Stadions bis zum Spieltag noch entwickeln. wurde so jedes sinnlose Risiko vermieden.\"
Der mittlerweile vierte Anlauf für den Leipziger Fußball-Klassiker ist immerhin bereits terminiert: Die Nachholepartie des 1. (!) Spieltages soll nun am Sonntag, 6. Februar, 14 Uhr in der Red Bull Arena über die Bühne gehen. Alle bereits erworbenen Karten behalten ihre Gültigkeit. In die Winterpause können sich beide Klubs aber noch nicht verabschieden:
Der 1. FC Lok hat am Freitag um 18 Uhr noch einen wichtigen Gastauftritt beim Schlusslicht Chemnitzer FC II - so das Wetter mitmacht. Und der FC Sachsen reist am Sonnabend zum VfL Halle 96 - möglicher Anstoß 14 Uhr.
JW

11.12.2010
Nach Derby-Absage - Sachsen-Boss ledert gegen Lok
Eigentlich sind Sachsen-Boss Lars Ziegenhorn (39) und Lok-Chef Steffen Kubald (48) richtig dicke miteinander. Doch nach der neuerlichen Derby-Absage klaffen die Meinungen gehörig auseinander...
Schnee und Eis gefährden die Sicherheit in der Red Bull Arena. Sagt Lok. Dabei betont Stadion-Greenkeeper Mathias Eichner (39): „Die Treppen und Wege sind frei, der Rasen ist aufgetaut. Das wäre ideal gewesen, um darauf zu spielen." Vorwürfe unter der Hand: Lok hat gekniffen! Weil man nach der Winterpause (und mit zwei, drei Verstärkungen) auf eine sportlich bessere Chance hofft. Zudem kommts sicher nicht ungelegen, dass der neue Termin (6. Februar) erst nach den Neuwahlen (5.2.) angesetzt ist....
Deswegen ledert FCS-Boss Ziegenhorn so richtig los: "Wenn jetzt jeder bei zu vielen Verletzten oder so alles aufs Wetter schiebt, kann bald jeder machen, was er will und wir haben zehn Nachholer an der Backe Das geht einfach nicht!" Dabei spielt die Absage dem Klub noch in die Karten. Das Rückspiel, mit Gastgeber FCS, steigt wohl erst im späten Frühjahr. Ziegenhorn weiß: „Drei Sonnenstrahlen und eine deutlichere Tabellenkonstellation bringen dann natürlich mehr Einnahmen."
Allerdings muss das Hinspiel eben erst mal über die Bühne gehen. Am 6. Februar fehlen dem FCS Kevin Kittler, Florian Felke und Mario Scholze. Die Studenten müssen ins (Pflicht-) Skilager nach Oberwiesenthal. Wenn das kein weiterer Absagegrund ist...
ANDRÉ SCHMIDT und YVONNE GABRIEL

10.12.2010
Kubald sagt Derby ab
Sicherheitsrisiken aufgrund des Wetters zu groß / Lok-Chef will auch Einnahmeverluste vermeiden
Leipzig. Noch vor der obligatorischen Sicherheitsberatung mit dem Ordnungsamt der Stadt, der Polizei und dem Gegner FC Sachsen, die für gestern 11 Uhr angesetzt war, sagte Steffen Kubald, Vorsitzender des 1. FC Lok, das für Sonntag in der Red-Bull-Arena geplante Oberliga-Stadtderby ab.
Es sei eine Entscheidung der Vernunft. "Die ZSL hätte zwar Rasen und Stadionränge freibekommen, aber aufgrund der chaotischen Verkehrslage wäre die Anreise eine Farce und die Sicherheit der Zuschauer außerhalb des Stadions nicht gewährleistet", sagte Kubald. Da außerdem nicht einzuschätzen sei, wie sich das Wetter und die Bedingungen außerhalb der WM-Arena zum Spieltag entwickeln, sollten Risiken vermieden werden. Die Wetterprognosen geben Kubald recht. Denn die Meteorologen sagen für Sonnabend und Sonntag Temperaturen um den Gefrierpunkt, verbunden mit Schneeregen voraus.
Stadion-Chef Winfried Lonzen von der Betreibergesellschaft ZSL akzeptiert zwar die Entscheidung des Lok-Chefs, hält sie jedoch für verfrüht. "Man hätte noch bis zum Sonnabend warten können. Ich finde es ein bisschen gewagt, jetzt zu sagen, dass am Sonntag chaotische Verhältnisse herrschen können. Aber der 1. FC Lok ist Veranstalter. Es ist dessen Sache, ob er das Spiel durchzieht. Aber gut, dann haben wir eben jetzt schon Klarheit", meinte Lonzen. Der nun folgende vierte Anlauf zur Austragung dieser Nachholpartie des 1. Spieltages wurde bereits auf Sonntag, 6. Februar (14 Uhr), festgelegt. Damit verschiebt sich die Rückrundenpartie auf einen noch ungeklärten Termin. Alle erworbenen Karten behalten ihre Gültigkeit. Ein Rücktausch ist an den offiziellen Kassen der Arena Leipzig möglich.
Lars Ziegenhorn ist sauer. "Die Mannschaft ist derzeit richtig gut drauf. Ich bin sicher, dass wir Lok klar besiegt hätten. Ich weiß im Augenblick auch gar nicht, wann wir unsere Spiele nachholen können", sagte der Vorstandssprecher des FC Sachsen.
Lok-Akteur Stefan Knoof akzeptiert die Absage schweren Herzens. "Für uns als Spieler ist es zum Mäusemelken. Doch im Interesse der Sicherheit ist das richtig, auch in Anbetracht der Fan-Gruppierungen. Aus einem harmlosen Schneeball kann in kurzer Zeit ein Eisball werden." Diese Befürchtung teilte auch Stadionboss Lonzen. "Mit harmlosem Schneeball-Werfen könnte es losgehen. Man weiß nie, was sich daraus entwickelt." Zusätzliche Kosten hat Lok nicht. "Die Rasenheizung läuft sowieso, weil wir nächsten Sonnabend das Spiel von RB Leipzig gegen die zweite Mannschaft von Eintracht Braunschweig durchziehen wollen", erklärte Lonzen. Für Kubald spielten bei der Absage zudem organisatorische und finanzielle Gründe eine wichtige Rolle. "Im August hatten wir das Spiel in der Nacht zuvor um 23.25 Uhr abgesagt. Das wollten wir dieses Mal nicht, denn es hängt soviel Organisatorisches an diesem Derby." Er verweist auf die 205 Securities, die nicht alle aus Leipzig kommen, und vor allem auf Einnahmeverluste, die mit dem Match übermorgen verbunden wären: "Bei diesen Bedingungen wären maximal 7000 Zuschauer gekommen, im Normalfall aber 10000. Wir müssen so viel Stadionmiete bezahlen. Da können wir uns ein Minus von 3000 Leuten nicht erlauben. Schließlich wollen wir als 1. FC Lok etwas verdienen." Der Probstheidaer Coach Achim Steffens akzeptiert die Absage: "Was nicht geht, geht eben nicht\", bleibt der 60-Jährige ruhig und ergänzt: "Ich muss nun meine Jungs bitten, sich ein paar Tage Urlaub aufzuheben für die Nachholspiele, von denen einige mit Sicherheit an Wochentagen angesetzt werden." Norbert Töpfer


09.12.2010
Schlechte Derby-Zeiten
Lok-Trainer Steffens und Sachsen-Coach Heyne lassen ihre Spieler nur eingeschränkt üben
eipzig. Schlimmer als derzeit können die Trainingsbedingungen für Amateur-Fußballer gar nicht werden. Dennoch müssen Achim Steffen, Trainer des Oberligisten 1. FC Lok, und sein Kollege Dirk Heyne vom FC Sachsen ihre Teams auf das Ortsderby am Sonntag vorbereiten. Die Entscheidung, ob dieses Match stattfindet, könnte laut Stadionbetreiber Winfried Lonzen angesichts der Wetterprognosen erst am Sonnabend fallen. Trotz der Witterungsunbilden bittet der Probstheidaer Coach Steffens seine Männer in dieser Woche fünfmal zum Training. Weil das Derby am Sonntag in der Red-Bull-Arena steigt, müssen die Lok-Spieler am Samstagvormittag noch mal ran. Die Mannschaft übt auf dem Hartplatz des Plache-Stadions, der aufgrund der Schneemassen nicht geräumt ist. \"Manchmal trainieren wir auch in der Halle\", verrät der Coach und fügt an: \"Es geht einzig und allein darum, dass die Spieler ihre Fitness behalten oder sie gar verbessern.\" Für den 60-Jährigen ist klar, dass Trainingseinheiten unter diesen Bedingungen die Verletzungsgefahr erhöht. \"Deshalb muss ich die Jungs manchmal bremsen, denn sie sind heiß. Ich hoffe nur, dass sie sich auf dem Platz auch mal wieder mit einem Sieg für ihren Fleiß belohnen.\"
Genau das will der Leutzscher Trainer Heyne verhindern. Mit drei Punkten könnte sein Team sogar den Anschluss zu den Spitzenteams herstellen, zumal die Sachsen zwei Spiele weniger absolviert haben als das Führungstrio. Auch der 53-Jährige spricht von schlechten Bedingungen. Aber wie Steffens beklagt er sich nicht: \"Den anderen Mannschaften geht es doch auch so.\" Im Kunze-Park sind die Trainingsplätze auch nicht geräumt. Deswegen seien beim Üben auch nur einfache Formen durchführbar, etwas für die mögliche Taktik zu probieren, habe überhaupt keinen Sinn. Den Spielern auf dem Platz irgendwas zu erklären sei völlig genauso unmöglich. Der Sachsen-Coach lobt seine Männer: \"Die Jungs bewegen sich gut. Es ist zu sehen, dass sie teilweise sogar Spaß haben beim Training.\" Achim Steffens, der mit Lok sogar vier Begegnungen im Rückstand ist, hat schlimmere Sorgen als Heyne. Die Probstheidaer kämpfen gegen den Abstieg. Zudem dürften die Querelen im Klub mit der Opposition gegen den Vorsitzenden Steffen Kubald auch die Spieler nicht kalt lassen. \"Daran haben wir wohl auch eine Mitschuld. Wenn wir im sicheren Mittelfeld der Oberliga stehen würden, gäbe es diesen Ärger vielleicht gar nicht\", meint Steffens.
Red-Bull-Arena-Chef Winfried Lonzen glaubt, \"dass wir den Samstag abwarten sollten, um zu entscheiden, ob gespielt wird. \" Er werde nicht derjenige sein, der absagt. Heute (11 Uhr) gibt es eine Sicherheitsberatung mit den Vereinen, der Polizei und dem Ordnungsamt. Das Ergebnis könnte angesichts der schwierigen Umstände wie Zustand des Rasens und Anmarschwege für die Besucher bereits das Aus für den dritten Anlauf des Derbys bedeuten.
Norbert Töpfer

08.12.2010
Chancen fürs Ortsderby stehen gut
Leipzig. Die Chancen stehen gut. Wenn nicht noch ein Unwetter über Leipzig hereinbricht, wird das Oberliga-Derby zwischen dem 1. FC Lok und dem FC Sachsen in der Red-Bull-Arena am Sonntag (13.30 Uhr) endlich stattfinden.
\"Wenn Winfried Lonzen als Hausherr sagt, es kann gespielt werden, gehe ich davon aus, dass es klappt\", sagte der Lok-Vorsitzende Steffen Kubald gestern Mittag. Die Stadion-Begehung einige Stunden später durch Verantwortliche der Polizei, der ZSL und dem 1. FC Lok bestätigte die positiven Prognosen.
Nach zwei Absagen in Folge hatte zuletzt auch dem dritten Derby-Termin aufgrund der Schneemassen im und um das WM-Stadion herum das Aus gedroht. Somit aber kann am kommenden Sonntag der 1. Spieltag der aktuellen Oberliga-Saison komplettiert werden.
Der 1. FC Lok, derzeit als Vorletzter auf einem Abstiegsplatz, muss einschließlich des Ortsderbys vier Partien nachholen. Die Leutzscher als aktueller Siebter haben noch zwei Partien offen. Ob der Probstheidaer Klub und Gastgeber aufgrund der derzeit schlechten Witterungsbedingungen gegenüber dem ursprünglichen Termin am 8. August ein Einnahmeverlust erleiden wird, mag Vereinschef Kubald vorher nicht beurteilen. \"Wir müssen einfach abwarten.\"
Der 1. FC Lok muss zunächst das Heimmatch gegen die Zweite von Rot-Weiß Erfurt am 17. Dezember (18 Uhr) nachholen. Es folgen die Auswärtspartien gegen Borea Dresden (29. Januar, 13 Uhr) und Chemnitzer FC II (2. März, 18 Uhr).
nt

iDie Stadiontore der Red-Bull-Arena werden sich ab 12 Uhr öffnen - allerdings nur für die Sektoren B (Fanblock FC Sachsen), C und D (Fanblock 1. FC Lok). Sektor A bleibt geschlossen - Besitzer von Karten für Sektor A können vorm Spiel an der Hauptkasse ihre Tickets gegen Plätze in Sektor B, C oder D (soweit noch verfügbar) eintauschen. Wer für den ursprünglichen Termin eine Karte gekauft hatte, aber am Sonntag nicht im Stadion sein kann, hat noch bis Freitag 18 Uhr die Möglichkeit, diese am Ticket-Schalter der Arena zurück zu geben.

07.12.2010
Ortsderby Lok gegen FCS soll stattfinden
Leipzig (gs). Das immer junge Derby zwischen Lok Leipzig und dem FC Sachsen (Sonntag, 13.30 Uhr, Red-Bull-Arena) soll über die Bühne gehen. \"Wir tun alles dafür, räumen derzeit die Zuschauertreppen und Traversen\", sagt Stadion-Chef Winfried Lonzen. \"Wenn es bis zum Wochenende keine Schneestürme gibt, kann gespielt werden.\" Das Grün der WM-Arena schimmert schon wieder durch, die Rasenheizung verrichtet ihren Dienst.

05.12.2010
Eine Ära geht zu Ende
Steffen Kubald stellt sich im Februar 2011 nicht zur Wiederwahl
Das Ende einer Ära zeichnet sich beim 1. FC Lok Leipzig ab: Steffen Kubald, 1. Vorsitzenden des Probstheidaer Vereins und Mann der ersten Stunde, kündigte an, sich im Februar 2011 nicht mehr zur Wiederwahl zu stellen. Der Trainer der Lok-Oberligamannschaft, Achim Steffens, hatte unter der Woche eigentlich nur einen Wunsch: „Dass sich die Wogen glätten, dass wieder Ruhe in den Verein kommt, damit wir die wichtigen und schwierigen sportlichen Aufgaben angehen können.\"
Jede Menge Unruhe
Unruhe hatte es bis dato genügend gegeben: Die Nachwuchs- Kooperation mit RB Leipzig sorgte für heftige Turbulenzen, bei den Rücktritten von Stadionsprecher Mirko Linke und Teammanager Peter Milkau wurde Kritik am Führungsstil des Vereinschefs laut. Zu guter Letzt gab es unter Mitgliedern eine Unterschriftensammlung, um eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Dies wird nun wohl nicht mehr nötig sein: Am späten Mittwochabend terminierte der Vereinsvorstand eine Mitgliederversammlung für Anfang Februar 2011 - mit den Tagesordnungspunkten „Neuwahl des Vorstands und Aufsichtsrates\". Der bisherige „starke Mann\" Steffen Kubald wird da nicht wieder kandidieren. Dies bedeutet das Ende einer Ära, die mit der Neugründung des Vereins am 10. Dezember 2003 begann. Und: Die umstrittene Kooperation mit RB Leipzig - wohl der entscheidende Auslöser der Probstheidaer Turbulenzen - ruht bis dahin. Wie\'s damit weitergeht, sollen dann die Mitglieder entscheiden.
Zum sportlichen Teil: Die Lok-Leidensgeschichte der Spielabsagen erhält immer neue Kapitel. Auch die Sonntagspartie gegen den VfL Halle 96 findet beinahe schon erwartungsgemäß nicht statt. Heißt: Seit dem 13. November (!) haben die Probstheidaer kein Ligaspiel mehr gemacht - und hatten damit seither keine Chance, sich aus dem Tabellenkeller zu befreien.
Ob im Jahr 2010 überhaupt noch mal der Ball rollt, weiß auch Achim Steffens nicht zu sagen. Auch wenn noch zwei Termine stehen - am 12. Dezember gegen den FC Sachsen (14 Uhr, Red Bull Arena) und am 17. Dezember beim Chemnitzer FC II. „Es ist ja die richtige Zeit, um sich etwas zu wünschen\", lächelt der Trainer geheimnisvoll - vielleicht sogar die ein oder andere personelle Verstärkung für das Lok-Team. Und etwas mehr Ruhe ....
JW

03.12.2010
Neuwahlen bereits im Februar
Leipzig. Der 1. FC Lok hat seine turnusmäßige Mitgliederversammlung von April auf Anfang Februar vorgezogen. Dann werden Vorstand und Aufsichtsrat neu gewählt. Zudem sollen die Mitglieder über den umstrittenen Nachwuchs-Kooperationsvertrag mit RB Leipzig abstimmen. Bis dahin ruht der Kontrakt.
Dies beschloss der Lok-Vorstand, um der Einberufung einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung zur Abberufung des 1. Vorsitzenden Steffen Kubald zuvorzukommen. \"Bisher liegt uns kein Antrag dazu vor. Ich hoffe, der Spuk ist jetzt vorbei\", sagte Kubald. Er steht - wie bereits berichtet - für kein Amt mehr zur Verfügung, will aber dem Verein, den er seit der Neugründung 2003 führt, treu bleiben - mit der Mitgliedsnummer 1.
Er kündigte an, bei der Suche nach einem Nachfolger (\"Derzeit reißt sich niemand um den schwierigen Job\") mitzuhelfen. \"Ich wünsche mir, dass es keinen völligen Neuanfang gibt, auch damit unser Nachwuchs und unsere Frauen nicht in der Luft hängen\", betonte Kubald. Er habe seine vier Vorstandskollegen deshalb darum gebeten, erneut zu kandidieren.
Für den scheidenden Chef hat der Oberliga-Klassenerhalt Priorität. Kommende Woche wird sich Kubald mit Trainer Achim Steffens in Berlin zwei türkische Spieler anschauen, die als Verstärkungen gehandelt werden. Den Kontakt hatte noch der zurückgetretene Teammanager Peter Milkau vermittelt.
Das für Sonntag angesetzte Spiel beim VfL Halle musste gestern abgesagt werden. Folgende Nachholpartien wurden vom NOFV neu terminiert: Lok gastiert am 17. Dezember beim Chemnitzer FC II (Freitag, 18 Uhr, Gellertstraße) und am 29. Januar bei Borea Dresden (Sonnabend, 13 Uhr, Jägerpark), erwartet am 2. März (Mittwoch, 18 Uhr, Plache-Stadion) Rot-Weiß Erfurt II.
Steffen Enigk

02.12.2010
Kubald kündigt Rückzug an
Lok-Vorsitzender will im Frühjahr nicht wieder kandidieren
Leipzig. Der 1. FC Lok muss sich nach einem neuen Vorsitzenden umsehen. Steffen Kubald, seit der Gründung 2003 erster Mann im Verein, wird sich im Frühjahr nicht zur Wiederwahl stellen. Von Norbert Töpfer
\"Nein, ich trete nicht zurück\", antwortete Steffen Kubald gestern Abend eine Stunde vor Beginn der Vorstandsberatung des 1. FC Lok Leipzig, ohne dass er danach gefragt wurde. \"Es ist auch keine außerordentliche Sitzung, sondern eine planmäßige Zusammenkunft\", erklärte der 48-Jährige. Wenig später ergänzte er plötzlich: \"Für die nächste Wahlperiode stehe ich nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung, aus beruflichen und privaten Gründen.\" Somit müssen die Mitglieder im Frühjahr einen neuen Vorsitzenden wählen.
Kubald gab sich etwas erstaunt, aber auch genervt vom Wirbel, \"der wegen eines Clowns von Stadionsprecher und einem zurückgetretenen Teammanager, der sich nicht viel um den Belange des Vereins kümmerte\", gemacht werde. In dieser Vorstandssitzung würden keine großen Entscheidungen fallen. \"Es ist die letzte in diesem Jahr. Da freuen wir uns drauf. Und wir haben uns dafür sogar etwas zu Essen bestellt, was natürlich jeder selbst bezahlen wird\", sagte der Vorsitzende des Probstheidaer Klubs, der stolz darauf ist, \"dass wir am 10. Dezember den siebten Geburtstag unseres 1. FC Lok feiern können.\"
Pausenlos habe er gestern Anrufe von regionalen Medien erhalten, nachdem erstmals öffentlich Kritik an seinem Führungsstil und dem der Schatzmeisterin Katrin Pahlhorn geübt wurde. Er sei von einigen Lok-Fans auch aufgefordert worden, seinen Weg weiterzugehen. \"Ich muss mit meinen Mitstreitern den Verein in ruhigere Fahrwasser führen. Dazu gehört auch, dass es mit der Oberliga-Mannschaft sportlich wieder aufwärts geht\", meinte der 48-Jährige. Und er denkt bereits \"im Seuchenjahr\" des 1. FC Lok an die Saison 2011/12. \"Wir müssen schon jetzt mit der Vorbereitung darauf beginnen. \"Das wird eine ganz wichtige Saison für alle Oberliga-Klubs, die vorhaben, in die Regionalliga aufzusteigen, was auch unser Ziel sein muss.\" Die Planung dafür müsse gleich nach dem Jahreswechsel beginnen - in einer Zeit, in der der Verein mit seiner Oberliga-Mannschaft noch tief im Abstiegskampf stecken wird. Auch, weil die Probstheidaer noch viele Nachholespiele bestreiten müssen. Zudem falle laut Kubald auch das Match am Sonntag beim VfL Halle mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent aus. \"Es wird schwierig, gerade in der dieser Situation. Aber ich glaube, dass mögliche neue Spieler nicht nur auf die Tabelle schauen, sondern das Gesamtpaket sehen, das wir bieten.\" Kubald meint damit Jobs und Ausbildungsplätze - keine Gehälter. Und er wirbt mit der Attraktivität Leipzigs. \"Ich denke da auch an unsere Fans. Es dürfte für jeden Spieler ein Anreiz sein, vor 2000 und mehr Zuschauern aufzulaufen und nicht wie beispielsweise in Halberstadt vor 200 Besuchern.\" Für die Winterpause glaubt Kubald, noch eine Verstärkung für die aktuelle Saison verpflichten zu können. \"Ich hoffe, dass wir dafür mit Hilfe unseres neuen Sponsors Goldgas etwas Geld übrig haben\", sagte der Klub-Boss.

Steffen Kubald: Ich muss mit meinen Mitstreitern den Verein in ruhigere Fahrwasser führen.

01.12.2010
Hauen und Stechen beim 1. FC Lok
Sponsoren opponieren gegen Kubald / RB-Vertrag am Aufsichtsrat vorbei / Teammanager Milkau wirft das Handtuch
Leipzig. Es brodelt beim 1. FC Lok. Aber nicht nur, weil die Oberliga-Mannschaft gegen den Abstieg kämpft. Auch der 1. Vorsitzende Steffen Kubald ist umstritten. Die Gegner werfen ihm und Schatzmeisterin Katrin Pahlhorn autoritären Führungsstil vor.
Die Krise spitzt sich immer mehr zu. Stadionsprecher Mirko Linke, Mann der ersten Stunde bei Lok, nahm aus Protest seinen Hut, vorgestern warf auch Teammanager Peter Milkau das Handtuch. \"Es haben sich in den letzten Monaten viele Dinge aufgestaut, die zu meiner Entscheidung führten\", erklärt Milkau. Der Berliner, dienstlich viel unterwegs, nahm sich extra in Leipzig ein Zimmer, um stets für die Mannschaft da zu sein. \"Ich wurde über einige Zugänge in der Sommerpause nicht informiert. Und jetzt höre ich Vorwürfe, was ich mir bei den Neuverpflichtungen gedacht habe\", führt der 59-Jährige ein Beispiel an. Gemeinsam mit dem Lok-Vorstand habe er im November 2009 die Aufgaben festgelegt. Das sei aber völlig verwässert, obwohl er im Mai in den fünfköpfigen Vorstand kooptiert wurde. \"Ich dachte, so könnte ich meinen Job besser ausüben. Aber das Gegenteil war der Fall.\"
Zudem war Milkau nicht einverstanden mit Entscheidungen von Coach Achim Steffens. \"Er ließ zu, dass sich ältere Spieler nach schlechten Leistungen des Teams hinter den jungen verstecken konnten. Ein Verein, der so viel Geld für den Nachwuchs ausgibt wie Lok, muss mit jungen Spielern einfach Geduld haben, ihnen mehr Chancen geben.\"
Linke, Stadionsprecher seit dem ersten Spiel 2004, unterstützt die Opposition, die um Unterschriften für die Einberufung einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung wirbt. \"Wenn die Spielausfälle nicht gewesen wären, hätten wir die Stimmen längst zusammen. Ich bin sicher, Ende Dezember ist es so weit\", meint der 42-Jährige. \"Mit meinem Abschied wollte ich ein Zeichen setzen. Mit dieser Führung geht der 1. FC Lok unter. Steffen Kubald und Katrin Pahlhorn machen, was sie wollen. Das ist eine Diktatur\", glaubt der selbstständige Versicherungskaufmann. Linke verweist auf den Nachwuchs-Vertrag mit RB. \"Da wird gar nicht mit den Leuten im Verein gesprochen. Der Aufsichtsrat ist nicht mal informiert. Das hat mit Vereinsleben nichts mehr zu tun. Die Oberliga ist eine Nummer zu groß für das Duo.\"
Linke kennt die Oppositionsführer, die Lok-Chef Kubald ablösen wollen. \"Wir haben vereinbart, noch keine Namen zu nennen. Es sind Sponsoren, die sich melden, wenn die Zeit gekommen ist.\" Unzufrieden mit der Kommunikation zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist Frank Müller. Auch er nennt den Fall RB. \"Ich habe davon bei Radio Leipzig erfahren. Es ist wieder mal eine Informationsgeschichte, die nicht so hätte ausgehen müssen, wenn der Vorstand im Vorfeld seine Mitglieder aufgeklärt hätte\", sagt der Aufsichtsratschef. Für ihn enthält der Vertrag mehr Fragen als Antworten. \"Außer, dass er uns 10 000 Euro bringen soll. Die zahlt RB aus der Portokasse.\" Der Unternehmer hätte es lieber gesehen, wenn der Vorstand den Vertrag unter Vorbehalt geschlossen und ihn dann der Mitgliederversammlung zur Bestätigung vorgelegt hätte. \"Aber auch ich wurde nicht gefragt. Jetzt müssen wir die Wut des Volkes ertragen.\" Müller fordert jedoch nicht die Ablösung Kubalds. \"Ich gehöre zu denen, die wieder Ruhe im Verein haben wollen. Wenn der Vorstand im Stande ist, die Probleme zu überwinden, sollte dies möglichst schnell passieren.\"
Steffen Kubald wirkt gelassen, räumt aber beim RB-Kontrakt Versäumnisse ein. \"Wir hätten den Aufsichtsrat vorher informieren sollen. Es ist aber kein Alleingang von Katrin Pahlhorn und mir, sondern ein Vorstandsbeschluss. Es war ein Fehler, dass wir die Sache nicht anders kommuniziert haben. Linke nannte diese Kooperation sogar Hochverrat.\"
Achim Steffens ist sauer über die Spannungen: \"Ein Krieg im eigenen Staat bringt nichts.\" Den Rücktritten von Linke und Milkau werde zu viel Bedeutung beigemessen, sie seien \"eigentlich unwichtig\". Jetzt zeige sich, wer in schwieriger Lage wirklich zum Verein steht. Der Trainer räumt ein, dass Milkau bei den Verpflichtungen von Schulz, Seipel und Seifert nicht informiert war. \"Und auch Hildebrandt und Kieback sind über mich gelaufen.\" Als Teammanager sei Milkau für den Kader zwar mitverantwortlich, aber auch überfordert gewesen. \"Wen hat er denn gebracht? Nur den Berliner Ullrich, den ich nach dem ersten Training wieder nach Hause schicken musste. Und zur Mannschaft hatte Milkau kaum Bindung.\" Steffens möchte mit Kubald weiterarbeiten, glaubt aber: \"Lok muss sich als Gesamtverein neu formieren.\" Für den 1. Vorsitzenden ist ein Rücktritt kein Thema. \"Ich werfe prinzipiell nicht hin. Wir stecken mit der Mannschaft in der Scheiße, sonst wäre die Sache nicht so hochgekocht\", sagt Kubald: \"Wenn die Fans das an mir festmachen, ist es eben so. Ich bin bis 2011 gewählt. Kommt es zur Außerordentlichen Mitgliederversammlung, müssen die Mitglieder entscheiden.\"
Norbert Töpfer, Steffen Enigk Mirko Linke:

Mit meinem Abschied wollte ich ein Zeichen setzen. Mit dieser Führung geht der 1. FC Lok unter. Steffen Kubald und Katrin Pahlhorn machen, was sie wollen. Das ist eine Diktatur.

30.11.2010
Team-Manager Milkau schmeißt Ehrenamt hin
Der 1. FC Lok kommt nicht zur Ruhe. Nun schmiss Team-Manager Peter Milkau (59) sein Ehrenamt nach 13 Monaten hin. „Unterschiedliche Ansichten und Differenzen zur jetzigen sportlichen Leitung\", begründete er seinen Schritt unter anderem. Im Klartext: Er konnte nicht mehr mit Achim Steffens. Offenbar fühlte er sich auch durch die Grabenkämpfe zwischen Vorstand (dem er angehörte) und Aufsichtsrat genervt.

30.11.200
Chaos bei Lok Leipzig: Teammanager Milkau tritt zurück
Leipzig. Auflösungserscheinungen in Probstheida: Mit sofortiger Wirkung ist Peter Milkau, Teammanager und kooptiertes Vorstandsmitglied des 1. FC Lok, von seinen Ehrenämtern beim Fußball-Oberligisten zurückgetreten.

Von dieser Entscheidung sind der Vorstand und Aufsichtsrat der Blau-Gelben am Montag vom 59-Jährigen unterrichtet worden. Das teilte der Verein mit. „Wir möchten uns für sein Engagement bedanken und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute\", sagte Steffen Kubald, 1. Vorsitzender des Vereins.

Ob der Rücktritt mit der erst vor kurzem vereinbarten Kooperation im Nachwuchs-Leistungssportbereich zwischen Lok und Regionalligist RB Leipzig zu tun, war vorerst nicht zu erfahren. In diesem Zusammenhang hatte Stadionsprecher Mirko Linke vergangene Woche seinen Hut genommen.

© LVZ-Online

28.11.2010
Wieder kein Spiel
Heimspiel gegen RWE II abgesagt
Die Leidensgeschichte des 1. FC Lok Leipzig in Sachen Spielabsagen geht weiter: Auch die Partie gegen Rot-Weiß Erfurt II musste abgesagt werden. Eigentlich wollten die Probstheidaer diesen Fall unbedingt vermeiden - doch die Platzkommission machte ihnen schon am Freitag einen Strich durch die Rechnung. „Unbespielbar\", so deren Urteil über den Rasen im Bruno-Plache-Stadion. Damit rennt der 1. FC Lok inzwischen vier ausgefallenen Punktspielen hinterher. Somit gab\'s auch keine Chance, mit einem sportlichen Erfolg die Diskussionen hinter den Kulissen etwas zu beruhigen. Die Nachwuchs-Kooperation mit RB Leipzig sorgt offenbar für Zündstoff - gemeinsam mit der prekären Tabellensituation. Das Wort „Abstiegskampf\" macht die Runde - kein Wunder bei gerade mal acht Punkten.
JW

27.11.2010
Gleich zwei Lok-Spiele abgesagt
Leipzig. Es scheint ein Seuchenjahr zu sein für den 1. FC Lok Leipzig. Die Schützlinge von Trainer Achim Steffens bekommen einfach keine Chance, sich nach der bisher so verkorksten Saison wieder nach oben zu arbeiten. Gestern wurden gleich zwei Matches der Probst-heidaer abgesagt. Das für den heutigen Sonnabend geplante Heimspiel gegen die Zweite von Rot-Weiß Erfurt fällt aus, weil der Rasen des Plache-Stadions gestern Vormittag von einer sechs Zentimeter dicken Schicht nass-pappigem Neuschnee bedeckt war. Dazu ist der Untergrund völlig seifig. Zudem stimmte die Polizei dem Termin des Nachholspiels bei der Reserve des Chemnitzer FC nicht zu. \"Wir wollen dafür am 18. Dezember das Heimspiel gegen Erfurt II bestreiten\", sagt der Lok-Vorsitzende Steffen Kubald und fügt an: \"Durch diese vielen Ausfäle ist unsere Mannschaft nie in einen Spielrhythmus gekommen.\" Das Probst-heidaer Team hat nun schon vier Spiele Rückstand. Fest steht dagegen, dass der 1. FC Lok am Wochenende 29./30. Januar die Partie bei Borea Dresden nachholt.
\"Uns bleibt nichts weiter übrig, als Sonnabendvormittag zu trainieren. Irgendwas müssen wir ja machen. Vielleicht gehen wir in die Halle oder in den Park\", sagte Trainer Achim Steffens.
nt

26.11.2010
Drohende Absage, Kubald-Opposition
Leipzig. Die Mannschaft im Tief, die nächste Absage vor der Brust, Misstrauens-Bekundungen gegen den Chef: Beim 1. FC Lok mehren sich die Sorgen. Wahrscheinlich kann der Oberliga-Vorletzte wegen der Wetter-Unbilden auch den für morgen (14 Uhr, Plache-Stadion) geplanten Heim-Auftritt gegen Erfurt II nicht absolvieren, wäre dann bereits vier Spiele im Rückstand. Die Entscheidung fällt heute Mittag. \"Aber laut Platzwart Mario Jung sieht es nicht gut aus\", sagte Steffen Kubald, der wegen der Nachwuchs-Kooperation mit RB in die Schusslinie geraten ist. Stadionsprecher Mirko Linke trat zurück, einige Anhänger sammeln Unterschriften für eine Außerordentlichen Mitgliederversammlung \"zur Abberufung des 1. Vorsitzenden\". Das Vertrauensverhältnis sei nachhaltig gestört. Hat die Opposition 173 Unterschriften zusammen (zehn Prozent der Mitglieder), muss sich Kubald stellen.
Zur auf drei Jahre angelegten Zusammenarbeit mit RB erklärte er gestern: \"Damit ist sichergestellt, dass es keine unkoordinierten Abwerbeversuche geben wird.\" Wechsel würden langfristig abgesprochen, auch RB-Talente zu Lok stoßen. Der Verein werde vom Knowhow des RB-Nachwuchszentrums profitieren. Wie viel die Rasenballer nach Probstheida überweisen, ist unbekannt. Gemunkelt wird über eine fünfstellige Summe im Jahr.
S.E.

24.11.2010
Unterschriften gegen Kubald?
Beim 1. FC Lok ist Dampf auf dem Kessel!

In Internet-Foren und per Rund-SMS wurden die Mitglieder aufgefordert, beim Spiel am Samstag (14 Uhr) gegen Erfurt II an einer Unterschriftenaktion für eine außerordentliche Mitgliederversammlung teilzunehmen. Auf der soll womöglich Lok-Boss Steffen Kubald (48) zum Rücktritt gezwungen werden. Ein Grund dafür ist die vor ein paar Tagen vermeldete Nachwuchs-Kooperation mit RB.
Stadionsprecher Mirko Linke war bereits deshalb zurückgetreten. Linke im Interview mit der „Leipziger Internet-Zeitung\": „Lok hat von dem Vertrag keine Vorteile.\"
Für eine außerordentliche Mitgliederversammlung müssen zehn Prozent der Mitglieder (derzeit insgesamt rund 1800) unterschreiben. Lok-Boss Steffen Kubald: „Ich will derzeit dazu nichts sagen.\"
cp/sk

24.11.2010
Abstiegskampf für 1. FC Lok ein Thema
Coach Achim Steffens: Situation für viele Spieler neu
Leipzig. Lok-Trainer Achim Steffens ist froh, wieder fast aus dem Vollen schöpfen zu können. Bis auf Sebastian Kieback (Wadenbein- und Knöchelbruch), Albrecht Brumme (Schambein-OP) und Marcus Brodkorb (Knöchel) hat der Coach alle Mann an Deck fürs Spiel gegen die Reserve des FC Rot-Weiß Erfurt am Sonnabend (14 Uhr). Deshalb möchte Haudegen Steffens auch nicht klagen. \"Andere Mannschaften müssen auch mit Ausfällen leben.\"
Die Wetterprognosen sind ungünstig, so dass am Wochenende mit Spielausfällen zu rechnen ist. Der Lok-Vorsitzende Steffen Kubald möchte, dass wenigstens die Oberliga-Mannschaft antreten kann. \"Wir können kein weiteres Nachholspiel mehr gebrauchen, denn wir wüsten gar nicht, wann wir es ansetzen sollten. Zu möglichen Verstärkungen fürs Fünftliga-Team wollte der Vereinschef gestern nichts sagen. \"Wir haben bei einigen Spielern angefragt, sind aber noch in Gesprächen.\" Alles geschehe in Absprache mit Trainer Steffens. \"Das ist doch klar, Achim muss doch mit Zugängen arbeiten.\"
Der Vorsitzende meidet das Wort Abstiegskampf. \"So weit ist es noch nicht. Ich glaube an die Mannschaft. Sie hat doch zu Saisonbeginn weitgehendst ordentlichen Fußball gespielt. Warum soll ich die Jungs verdammen?\"
Achim Steffens gibt zu: \"Ich hatte manchmal Zweifel an einigen meiner Spieler. Ich dachte: Sie können es einfach nicht. Doch im Training beweisen die Jungs, dass sie die Klasse für die Oberliga haben.\" Der 60-Jährige glaubt inzwischen, dass die schlechte Platzierung der Grund für die Verunsicherung ist. Dagegen steht für ihn fest: \"Die Mannschaft hat den Willen, alles dafür zu tun, Spiele zu gewinnen. Nur ist die Situation für viele Spieler völlig neu, plötzlich unten in der Tabelle zu stehen.\" Da sei es auch wenig hilfreich, den relativ hohen Anteil von Schiedsrichter-Fehlentscheidungen gegen Lok heranzuziehen. \"Das gleicht sich irgendwann über die Saison gesehen aus\", ist sich Coach Steffens sicher. Für Defensiv-Spezialist Markus Saalbach gilt so etwas auch nicht als Ausrede für die derzeitige Misere seines Teams. \"Wenn wir unsere vielen Chancen nutzen, können uns auch Fehler des Referees nicht vom Weg abbringen\", sagt der 27-Jährige. Das Thema Abstieg sollte eigentlich keines für den 1. FC Lok sein: \"Leider ist es nun eins geworden. Jetzt müssen wir uns selbst wieder aus dem Schlamassel rauskämpfen.\"
Norbert Töpfer

Spiele des 1. FC Lok bis zum Jahresende: Sonnabend, 14 Uhr, Plache-Stadion: Rot-Weiß Erfurt II. 5. Dezember, 13.30: VfL Halle (auswärts). Sonntag, 12. Dezember, 13.30 Uhr, Red-Bull-Arena: 1. FC Lok - FC Sachsen. 18. Dezember, 13 Uhr: Chemnitzer FC II (auswärts). Das Nachholspiel bei Borea Dresden wird Ende Januar ausgetragen.

21.11.2010
„Die Talente stehen an erster Stelle!\"
1. FC Lok und RB Leipzig beschließen Nachwuchs-Kooperation bis 2013
Nach dem Motto „Gemeinsam für die Förderung und Ausbildung von Talenten\" werden Fußball-Oberligist 1. FC Lok und Regionalligist RB Leipzig künftig im Nachwuchs-Leistungssportbereich intensiv zusammenarbeiten. Beide Vereine haben sich auf eine Kooperation geeinigt, die vorerst auf drei Jahre ausgelegt ist.
Hauptbestandteil der Kooperation, die offiziell am 1. Januar 2011 startet, ist der gegenseitige Austausch von Talenten und Perspektivspielern. ,,Wir haben uns seit jeher den leistungsorientierten Kinder- und Jugendfußball auf die Fahnen geschrieben, den wir mit einem für unsere Verhältnisse immensen Aufwand auch betreiben. Aber wir wissen, dass uns an gewissen Punkten einfach Grenzen gesetzt sind. Aus diesem Grund freuen wir uns auf eine transparente und konstruktive Partnerschaft mit RB Leipzig, von der beide Vereine profitieren werden. Die Talente stehen an erster Stelle. Wenn ein Nachwuchsspieler das große Potenzial besitzt, den Traum von der Profi-Karriere zu verwirklichen, dann ist es unsere Pflicht, ihn dabei zu unterstützen\", sagte Jörg Seydler, Nachwuchskoordinator des 1. FC Lok. RB-Nachwuchsleiter Ivo Jungbauer verdeutlichte: „Wir haben großen Respekt vor dem, was der 1. FC Lok seit Jahren im Nachwuchsleistungsbereich leistet.
Wir sind uns sicher, dass sowohl Lok als auch wir in den kommenden Jahren eindeutige Vorteile aus dieser Zusammenarbeit ziehen werden.\" Im Zuge dieser gemeinsamen Wege im Jugendbereich soll zwischen beiden Nachwuchsleitungen und den Jahrgangstrainern ein stetiger Erfahrungsaustausch stattfinden.
PM

20.11.2010
Ein Nest für Lok und RB
Clubs kooperieren / Oral-Team heute beim HFC
Es muss Liebe sein: RB Leipzig und der 1. FC Lok haben zueinander gefunden, bündeln ihre Interessen in Sachen Nachwuchsarbeit. Die \"Ehe\" Clubs der Clubs beginnt am 1. Januar, ist zunächst auf drei Jahre ausgelegt. Hauptbestandteil der Kooperation ist der gegenseitige Austausch von Talenten und Perspektivspielern.
Jörg Seydler, Nachwuchskoordinator des 1. FC Lok: \"Wir wissen, dass uns an gewissen Punkten einfach Grenzen gesetzt sind. Deshalb freuen wir uns auf eine ehrliche und konstruktive Partnerschaft mit RB Leipzig, von der beide Vereine profitieren werden. Die Talente stehen an erster Stelle. Wenn ein Nachwuchsspieler das Potenzial besitzt, den Traum von der Profi-Karriere zu verwirklichen, dann ist es unsere Pflicht, ihn zu unterstützen und nicht die Perspektive zu verbauen.\" RB-Nachwuchsleiter Ivo Jungbauer ist nicht minder freudig erregt: \"Wir haben großen Respekt vor dem, was der 1. FC Lok seit Jahren im Nachwuchsleistungsbereich leistet. Deswegen sind wir froh, einen solchen Partner gefunden zu haben. Wir sind uns sicher, dass Lok und wir Vorteile aus der Zusammenarbeit ziehen werden.\" Von der zarten Zukunftsmusik zu den rauen aktuellen Tönen. Während die Lok-Männer am Wochenende die Füße hochlegen müssen, muss RB heute (13.30 Uhr, Halle-Neustadt) beim Halleschen FC ran. Alles andere als drei Punkte würde den Profis um den wiedererstarkten Stürmer Carsten Kammlott nicht gut zu Gesicht stehen. Kammlott hat sein Tief überwunden, ist nach eigener Ansicht \"wieder der Alte\". Der neue Alte ist im Team von Coach Tomas Oral gesetzt, will in Halle drei Punkte und seinen dritten Saisontreffer.
r.

15.11.2010
Bittere 1:3-Pleite für Steffens-Team
Leipzig/Jena. Der 1. FC Lok verlor bei der Reserve des FC Carl Zeiss Jena mit 1:3 (1:1). Mit dieser Niederlage stecken die Probstheidaer im tiefsten Abstiegssumpf der Fußball-Oberliga. \"Du kannst aus einer Brennessel keine Rose machen\", sagt Teammanager Peter Milkau nach der angesichts der Chancenvorteile unnötigen Niederlage. Achim Steffens findet die Lage noch dramatischer: \"Aber schön wäre, wenn die Brennessel wüsste, dass sie eine ist\", sagte der Lok-Trainer verbittert.
Er habe in dieser über weite Strecken überlegen geführten Partie nie das Gefühl gehabt, dass etwas passiert. \"Einige von uns haben derzeit kein Fußballer-Herz, spielen mit blassem Gesicht.\" Da sei Jenas Co-Trainer Stefan Treitl aus ganz anderem Holz geschnitzt. \"Der hat ewig nicht gespielt, dirigierte seine Mannschaft und schoss auch noch die 1:0-Führung. Der hat Herz bewiesen\", ärgert sich Steffens. Vor allem, weil es nach dem 1:1-Ausgleich in der Pause nach drei Punkten aussah für die Gäste. \"Ich habe doch gespürt, wie wir gebrannt haben. Geht raus und zeigt es, habe ich den Jungs gesagt und dann so kriegen wir so ein blödes Tor.\"
Alternativen hat Steffens nicht für Mittwoch, wenn Lok bei Borea Dresden spielt. Er kann lediglich wieder auf den zuletzt gesperrten Stephan Knoof zurückgreifen.
nt

Lok: Evers - Kunert, Krug, Werner, Seifert - Hildebrandt (67. Heusel), Saalbach, Görke, K. Adam (46. Brodkorb) - Schulz, Fraunholz.

13.11.2010
Schlechtes Gewissen, guter Vorschlag
Markus Krug rät Lok zu neuem Abwehr-System
Leipzig. Er hat es endlich geschafft. Lok-Verteidiger Markus Krug spielte erstmals in dieser Saison zu Null. Leider nur im Bezirksliga-Team beim 0:0 gegen Liebertwolkwitz. Wegen seiner Gelbsperre fehlte der 22-Jährige der Oberliga-Truppe, und als er später das Video vom 1:3 gegen Dynamo Dresden II sah, gruselte er sich doppelt: \"Das war eine mittlere Katastrophe, und ich bin ja mitverantwortlich, weil ich mir zuvor in Aue auf dumme Weise die fünfte Karte eingefangen habe.\"
Doch das schlechte Gewissen motiviert ihn auch doppelt für den heutigen Lok-Auftritt bei der Jenaer Reserve (13.30 Uhr). \"Natürlich bin ich besondern heiß\", sagt Krug, \"ich hoffe, dass die Mannschaft ihr Schweinespiel weg hat und wir hinten besser stehen.\"
Damit die Abwehr, in die auch Jens Werner nach auskuriertem Infekt zurückkehrt, nicht mehr so viele Lücken aufweist, schlug Krug gemeinsam mit anderen Spielern vor, die bisherige Dreier- durch eine Viererkette zu ersetzen. \"Ich denke, wir sind so stabiler.\"
Achim Steffens ist erstens erfreut darüber, dass seine Kicker sich Gedanken machen und zweitens zur System-Umstellung bereit. \"Okay, wenn die Jungs das glauben, aber sie sind dann noch mehr in der Pflicht\", meint der Trainer, \"und einfach wird das nicht.\" Denn obwohl auch René Heusel wieder trainiert und in Jena auf der Bank sitzt, ist die Ausfall-Liste noch ellenlang. Steffens muss seine wenigen Leute hin- und herschieben, wird Kapitän Thorsten Görke wohl ins Mittelfeld beordern.
Nach vielen An- und Aussprachen nebst Krisen-Debatten ist Benjamin Fraunholz froh, dass die Woche vorbei ist und Jena wartet. \"Da können wir uns endlich rehabilitieren\", weiß der Stürmer. Sein Rat an die Kollegen: \"Nach vorn schauen, positiv denken, nicht mit Abstiegskampf-Gerede belasten.\" Im Vorjahr gab es in Jena ein 2:2, auch diesmal müsse man mindestens einen Punkt mitnehmen. \"Aber wir dürfen nicht ins offene Messer laufen wie gegen Dynamo.\" Vielleicht hält ja die neue Viererkette.
Steffen Enigk

08.11.2010
Lok 1:3! Mit Volldampf Richtung Landesliga
Okay, fünf Mann fehlten verletzt. Werner war über Nacht erkrankt. Knoof (2 Spiele Rotsperre) und Krug (5. Gelbe) gesperrt. Aber muss man sich deshalb so vorführen lassen?
Das 1:3 gegen Dynamo Dresden II vor knapp 1600 Fans - ein Debakel für den FC Lok! Denn durchaus hätte es auch 1:8 stehen können. „Ein Spiel, wie ich es nie erleben wollte\", schluckte Lok-Trainer Achim Steffens. Die Fans („Kubald raus\", „Außer Achim könnt ihr alle gehen\") auf den Barrikaden. Der Klub nach nur einem Sieg in neun Spielen Volldampf Richtung Landesliga unterwegs. Was hilft da noch? Steffens süffisant: „Wenn mein Kollege Köhler vier seiner Dynamos hier lässt, die nehmen wir...\"
Für die Statistik: Scholze traf schon nach 41 Sekunden zum 0:1, Fraunholz glich per Kopf aus (15.). Nach dem Foulelfer von Wagefeld (64./Evers an Soltau) legte Scholze nach (83.).
as

08.11.2010
Lok taumelt immer tiefer in die Krise
Not-Mannschaft beim 1:3 gegen Dynamo Dresden II überfordert / \"Müssen jetzt Ruhe bewahren\" Zerfallserscheinungen im am Ende desolaten Team, ratlose Verantwortliche, wütendes Publikum: Der 1. FC Lok taumelt immer tiefer in die Krise. \"So ein Spiel, so eine Atmosphäre wollte ich nie erleben\", kommentierte Achim Steffens aschgrau im Gesicht das 1:3 (1:1) am Sonnabend gegen Dynamo II, das auch 1:8 hätte ausgehen können. \"Es ist traurig, dass die Fans die Mannschaft verdammen, statt sie in dieser Situation zu unterstützen\", sagte Steffens. Dabei hatten die 1597 gnadenlos pfeifenden Zuschauer den Trainer als einzigen von Schmähungen ausgenommen. \"Schämt euch was\", hieß es in Richtung der Spieler, \"Kubald raus\" in Richtung des Vereins-Vorsitzenden.
Dem mag man leere Kassen, eine verfehlte Personalpolitik und einen zu schmalen Kader vorwerfen, aber die Schuld an der langen Liste der Verletzten, Kranken und Gesperrten trägt Steffen Kubald nicht. Nachdem sich am Morgen auch noch Jens Werner mit einem Infekt abgemeldet hatte, musste Lok die komplette Abwehr ersetzen. Dass Steffens jedoch neben Kapitän Thorsten Görke den Bezirksliga-Kicker André Irrgang (zu langsam) und Offensivmann Sebastian Seifert (zweikampfschwach) in die Dreier-Kette stellte, erwies sich schon nach 43 Sekunden als Fehler. Beide wurden überlaufen, Mirko Soltau passte auf Martin Scholze - das rekordverdächtig frühe 0:1. Aber Lok wehrte sich, vor allem Freistöße des zunächst starken Görke brachten Gefahr. Einen von ihnen köpfte Benjamin Fraunholz (15.) zum Ausgleich ein. Bis zur 60. Minute waren die Probst- heidaer dank ihrer Kampfkraft sogar das bessere von zwei schlechten Teams. Dann vergab Fraunholz frei die Führung, und Keeper Jan Evers foulte unnötig den bereits abgedrängten Soltau. Maik Wagefeld verwandelte den Elfer zum 1:2 (65.). Diesmal kam Lok nicht zurück, sondern kapitulierte, ließ sich widerstandslos auskontern. Neunmal (!) liefen Dresdner Stürmer noch alleine auf den Leipziger Kasten zu, lediglich Scholze (83.) traf. Dynamos Unvermögen und Evers verhinderten ein verdientes Debakel. \"Es darf nicht passieren, dass wir so auseinanderfallen\", gestand Steffens und schimpfte auf Görke, Markus Saalbach, Alexander Kunert und Raik Hildebrandt: \"Meine erfahrenen Spieler haben keine Verantwortung mehr übernommen.\" Was nun angesichts der Personalmisere? Beim Abpfiff saß nur noch ein A-Jugendlicher auf der Ersatzbank. \"Wo soll ich jetzt Spieler herkriegen?\", fragte der deprimierte Steffens und flüchtete sich in Galgenhumor: \"Ich werde nächste Woche irgendwo eine Kerze anzünden.\"
Hat Lok überhaupt genug Qualität für den Abstiegskampf? \"Wenn einige bald wiederkommen und sich die anderen steigern, reicht es\", antwortete der Trainer. Wiederkommen zur nächsten Partie bei Jena II wird nach abgesessener Gelb-Sperre wohl nur Markus Krug. Stephan Knoof (zwei Spiele Rot-Sperre) fehlt erneut.
Steffen Kubald schüttelte die Angriffe auf seine Person ungerührt ab. \"Wir müssen jetzt Ruhe bewahren, dürfen nicht alles in Frage stellen\", erklärte der Lok-Chef: \"Ich stehe zu dieser Mannschaft und diesem Trainer.\" Etwas anderes bleibt ihm auch nicht übrig. Achim Steffens aber muss das Puzzle seiner letzten Mohikaner anders zusammensetzen. \"Ich hatte mich auf die Aufgabe bei Lok gefreut\", sagte er noch, \"da muss ich auch mit dieser Situation leben.\"
Steffen Enigk

Lok: Evers - Irrgang, Görke, Seifert - Saalbach - Schulz, Kunert, Hildebrandt, Seipel (26. Brodkorb) - Fraunholz, Julian Adam (56. Kevin Adam).

06.11.2010
Kapitän Görke muss zurück in die Abwehr
Lok erneut unter Siegzwang, Lok weiterhin in Personalnot, Lok heute gegen Dynamo Dresden II (14 Uhr, Plache-Stadion) mit umgekrempelter Mannschaft: Weil die Innenverteidiger Stephan Knoof und Markus Krug gesperrt fehlen, ist der Ausflug von Thorsten Görke ins defensive Mittelfeld nach zwei Spielen wieder beendet. Trainer Achim Steffens beordert den Kapitän zurück in die Abwehrzentrale. Auch Markus Saalbach muss in der Deckung ran. Steffens hatte zunächst andere Lösungen erwogen, entschied sich aber nach einem Gespräch mit seinen Führungskräften für die Routiniers, für die Variante Sicherheit: \"Spiele werden in der Abwehr gewonnen.\"
Manchmal auch auf den Flügeln, die dem Trainer beim 0:1 in Aue nicht gefielen. Steffens stellt deshalb um, setzt auf die lange verletzten Benedikt Seipel und Sebastian Seifert. \"Da müssen sie eben aus der Kalten ran.\" Dynamo-Coach Thomas Köhler kennt zwar die Probstheidaer Misere, meint aber: \"Bei uns sieht es nicht besser aus, auch wir stecken im Abstiegskampf.\"
Seine junge Truppe mit vielen A-Jugendlichen der Vorsaison habe Probleme im Zweikampf, müsse sich erst an Männerfußball gewöhnen. Köhler würde gern an den überraschenden 2:0-Erfolg in Bautzen anknüpfen. \"Aber da hatte ich sechs Regionalliga-Profis im Team, die mir gegen Lok nicht zur Verfügung stehen.\" Denn Dynamo I spielt zeitgleich gegen Bremen II.
Steffens warnt trotzdem vor den Dresdnern: \"Die haben mit Wagefeld, Scholze, Soltau und Kreher immer noch vier erfahrene Leute, die ich mit Kusshand nehmen würde.\"
Steffen Enigk

27.10.2010
Schulz trifft jetzt für den 1. FC Lok
Weil Lokalrivale FC Sachsen nicht auf ihn baute

Er war der große Held nach dem so wichtigen ersten Saisonsieg über Luckenwalde. Beim 2:1 schoss Christoph Schulz (21) beide Tore. Doch beinahe wäre er beim Erzrivalen FC Sachsen gelandet...
„Nach meinem Vertragsende beim HFC stand ich zunächst mit Cottbus II in Verhandlungen und habe mich bei Sachsen fit gehalten\", verrät Schulz. Die Lausitzer entschieden sich dann allerdings gegen den jungen Stürmer. Und in Leutzsch wollte Schulz auf keinen Fall bleiben. Die Gründe? „Trainer Dirk Heyne hat mir nur die kalte Schulter gezeigt. Im Team gab es auch Grüppchenbildung.\" Sein Berater brachte ihn dann zu Lok. Schulz: „Ein sehr familiärer Verein, der mir auch gleich eine Arbeitsstelle beim Sanierungsbau besorgt hat.\"
Doch die Nachwehen einer Schulterverletzung sorgten anfangs für Probleme. „Als er im Sommer zu uns kam, hatte er noch große konditionelle Defizite\", erinnert sich Lok-Trainer Achim Steffens (60). Besonders ihm ist Schulz dankbar: „Durch Spezial-Training und Einzelgespräche hat er mich wieder stark gemacht. Ich werde beweisen, dass ich keine Eintagsfliege bin und will auch Sonntag gegen Aue treffen.\"
Übrigens: Privat ist der neue Lok-Liebling eher brav, \"Ich gehe selten feiern und entspanne lieber bei Musik von Clueso oder Johnny Cash.\" Eins fehlt dem Neu-Leipziger aber dann doch zu seinem Glück. „Ich bin wieder Single. Aber in Sachsen soll es ja hübsche Mädchen geben.\"
MARCEL BRAUNE

Schulter gestaucht! Heusel fehlt in Aue Jetzt muss der FC Lok erst recht auf Schulz zählen. Denn: Stürmer René Heusel (31) fällt fürs Spiel Sonntag bei Aue II definitiv aus - schmerzhafte Stauchung des Schultereckgelenks. Zugezogen hat sich Heusel die Verletzung noch während der Erwärmung vor dem Heimspiel gegen Luckenwalde, wo er zumindest noch eingewechselt wurde.

24.10.2010
Endlich der erste „Dreier\"
Lok Leipzig feiert 2:1 gegen Luckenwalde

Die Steine, die den Beteiligten am Freitag vom Herzen fielen, waren weit über Leipziger Stadtgrenzen hinaus zu hören. Im siebten Spiel gelang dem 1. FC Lok Leipzig endlich der erste Oberliga-Saisonsieg - 2:1 gegen den FSV Luckenwalde.
Als Matchwinner erwieß sich Christoph Schulz. Der Angreifer, der im Sommer aus Halle nach Probstheida kam, sorgte mit seinen beiden Treffern (8. und 19. Minute) für die schnelle 2:0-Führung sorgte, hatte sich den Extra-Jubel bei seiner Auswechslung in der zweiten Halbzeit redlich verdient. Nur zehn Minuten später hätte Kapitän Thorsten Görke per Elfmeter den Sack endgültig zumachen können - und vergab! Nach dem Anschlusstreffer in der 40. Minute mussten die Gastgeber noch lange zittern. Mit Kampf und Leidenschaft brachten sie die Führung „nach Hause\". „Wir haben uns den Sieg redlich verdient. Jetzt müssen wir nächste Woche in Aue nachlegen\", so Görke.
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23.10-2010
Lok bricht den Bann: 2:1 gegen Luckenwalde
Schulz trifft doppelt zum ersten Saisonsieg
Leipzig. \"Das war Balsam für die Seele\", sagte Thorsten Görke. Der Lok-Kapitän war gestern Abend nicht nur glücklich, sondern auch erleichtert, dass sein Fehlschuss nicht ins Gewicht fiel: \"Ich muss mich bei der Mannschaft bedanken.\" Denn nach den beiden frühen Toren von Christoph Schulz (8., 19.) war Görke in der 29. Minute mit einem zu schwach getretenen Handelfmeter an Luckenwaldes Torwart Robert Petereit gescheitert, hatte das sichere 3:0 und die Entscheidung vergeben. So kam Lok nach dem Anschlusstreffer durch Benjamin Dowall (40.) noch in Bedrängnis, rettete den wertvollen 2:1-Vorsprung aber mit leidenschaftlichem Kampfgeist über die Zeit. Um 20.53 Uhr war nach fünf Remis endlich der erste Saisonsieg perfekt, durften 2021 Zuschauer im Plache-Stadion mit ihren Lieblingen über den ersehnten Befreiungsschlag jubeln.
\"Natürlich haben wir gezittert, natürlich hatte ich Angst\", gestand Trainer Achim Steffens, \"es wäre eine Katastrophe gewesen, wenn wir das noch hergeschenkt hätten. Wir müssen einfach lernen, abgeklärter zu spielen.\"
Der Coach hatte das Match zur Schlüsselpartie erklärt, doch seinen Schützlingen war die Nervenbelastung zunächst nicht anzumerken. Lok kniete sich in die Zweikämpfe, machte mit hohem Tempo sofort Druck und konnte auch spielerisch überzeugen. Der Schachzug von Steffens, den bisherigen Abwehrchef Görke ins Mittelfeld vorzuziehen, wo er mit Marcus Saalbach eine \"Doppel-Sechs\" vor der Dreier-Kette bildete, ging auf. Lok war dominant und münzte seine Überlegenheit auch in Treffer um. Als Raik Hildebrandt den Gäste-Keeper nach einem Görke-Einwurf überlupfte, war Schulz per Kopf zum 1:0 zur Stelle.
Der Neuzugang vom Halleschen FC legte wenig später gleich noch seinen vierten Saisontreffer nach. Kevin Adam hatte mit einem explosiven Antritt die komplette Deckung überlaufen und präzise geflankt. Wieder Schulz, wieder Kopfball - 2:0. \"Die Tore waren wichtig für mich, aber noch wichtiger waren die drei Punkte\", meinte der Stürmer.
Lok schien auf dem Weg zu einem Kantersieg, doch der verschossene Elfer bewirkte einen Bruch im Spiel. Die lange überforderten Luckenwalder lebten auf, Dowall verzog bei seiner ersten Riesenchance noch freistehend (32.), die zweite nutzte er dann, konnte Jan Evers den Ball durch die Beine schieben, weil Jens Werner nur nebenher trabte, statt energisch einzugreifen.
Nach der Pause besaß Lok nur noch eine gute Gelegenheit: Benjamin Fraunholz (55.), von Albrecht Brumme in Szene gesetzt, schoss neben den Kasten. Ansonsten gehörte die zweite Halbzeit Luckenwalde. Die Gäste rannten an, belagerten den Strafraum, bissen sich aber an der Lok-Abwehr die Zähne aus. Evers musste nie ernsthaft eingreifen. Das lag auch am überragenden Stephan Knoof, der dem besten Oberliga-Schützen Tilo Lindner (schon sieben Tore) keinen Stich ließ. \"Knoof hat jeden Zweikampf gewonnen, war absolut souverän\", schwärmte Achim Steffens: \"Das war Weltklasse.\" Nun ja, im Überschwang der Gefühle darf man auch mal übertreiben. Knoof freute sich über das Kompliment, gab es aber an die Mitspieler weiter. \"Heute hat jeder Gras gefressen\", sagte der Verteidiger: \"Wir haben den Bock umgestoßen, und ich hoffe, dass wir jetzt eine Serie starten.\"
Steffen Enigk

Lok: Evers - Krug, Werner, Knoof - Saalbach, Görke - Seipel (15. Kevin Adam), Hildebrandt, Brumme - Schulz (71. Heusel), Fraunholz (90.+3 Julian Adam).

21.10.2010
Schießt Fraunholz Lok zum ersten Sieg?
Morgen (19 Uhr) gegen Lockenwalde

Noch kein Sieg. Dazu aber schon drei Spiel-Absagen. Oberligist 1. FC Lok will sich morgen (19 Uhr) daheim gegen Luckenwalde den Frust von der Seele ballern.
„Meine Spieler sind noch stinksauer über die Absage zuletzt gegen Chemnitz II. Unser Gegner wird diese Wut zu spüren bekommen\", tönt Trainer Achim Steffens. Größter Hoffnungsträger ist dabei Benjamin Fraunholz (3 Tore): „Er hat super trainiert, wird immer besser. Er kann das Spiel für uns entscheiden.\" Von den bereits sieben Saisontoren des Luckenwalders Tilo Lindner ist der Lok-Trainer unbeeindruckt. Steffens: „Das holt Benny auf, er ist ja schließlich keine Mickey Maus.\"

21.10.2010
Lok zwischen Frust und Leidenschaft
Trainer Achim Steffens bezeichnet das morgige Spiel gegen Luckenwalde als entscheidend für die weitere Oberliga-Saison
Leipzig. \"Es gibt mitleidvolle Gesichter, betroffene Gesichter und schadenfrohe Gesichter\", sagt Achim Steffens. Viel lieber würde der Trainer in glückliche Gesichter blicken, doch die Lage beim 1. FC Lok ist nicht danach: kein Sieg in den ersten sechs Oberliga-Partien, vorletzter Platz, drei Spiele Rückstand gegenüber der Konkurrenz.
Manchmal glaubt der erfahrene Coach, die ganze Welt hätte sich gegen ihn und den Verein verschworen. Er bezeichnet die Absagen gegen den FC Sachsen und Chemnitz II (mangelnde Polizeipräsenz) und Borea Dresden (Wildschwein-Verwüstungen) als \"glasklare Wettbewerbsverzerrung\", er fühlte sich beim Pokal-Ausscheiden gegen Chemnitz I vom Schiri benachteiligt, er hadert mit dem Fußball-Gott wegen der nun schon fünf Saison-Remis, bei denen sein Team stets in Führung lag und dennoch nicht gewann.
Nein, der 60-Jährige hat den Job in Probstheida noch nicht bereut, aber er kann sich in seiner langen Karriere auch an keine vergleichbare Situation erinnern. Und er reagiert trotzig: \"Wir müssen unseren Frust, unsere Opposition gegen die Ungerechtigkeiten, in positive Energie verwandeln, uns mit Leistung wehren.\" Und das bereits morgen Abend, 19 Uhr, im Plache-Stadion. Steffens wählt bewusst fast dramatische Worte, ohne das Tabu-Wort Abstiegskampf zu erwähnen: \"Wo der 1. FC Lok steht, entscheidet sich gegen Luckenwalde. Wenn wir dieses Spiel nicht ziehen, wird es wirklich kompliziert.\" Dass er damit seine Mannschaft und sich selbst extrem unter Druck setzt, nimmt er in Kauf. \"Es muss ein Sieg her. Damit muss jeder leben, dem muss sich jeder stellen.\"
Steffens schaute sich Luckenwalde beim jüngsten Heim-2:2 gegen Halberstadt nach 2:0-Führung an. Sein Urteil über den Tabellen-Achten: \"Die spielen einfachen, guten, effektiven Fußball, das ist eine verschworene, gefährliche Truppe.\" Von seinen Jungs verlangt der Trainer das, was er immer fordert - Leidenschaft, Einsatz und Konzentration bis zur letzten Minute. Das Team arbeite hart und fleißig, solle sich belohnen, hellwach bleiben. \"Es kann nicht sein, dass wir jedes Mal kurz vor Ultimo einen Rückschlag erleben, es hat uns jetzt oft genug getroffen.\" Deshalb wünscht sich Steffens auch das, was in den letzten Monaten fehlte: \"Ein bisschen Glück, wir sind da mal dran.\"
Ob Alexander Kunert nach langer Verletzungspause sein Comeback geben kann, ist ungewiss. Der Mittelfeldspieler trainiert zwar wieder mit, klagt aber noch über leichte Schmerzen. Sebastian Seifert (Muskelprobleme) und Paul Stöbe (Knöchel) fallen aus. Angreifer Julian Adam, 19, schoss vier Bezirksliga-Tore beim 6:1 der Lok-Zweiten gegen Krostitz, darf zumindest mit einem Kurzeinsatz rechnen. \"Er macht Fortschritte, könnte unser Joker werden\", sagt Steffens. Er verhehlt nicht, dass es im Lok-Dunkel auch Lichtblicke gibt. Dass sich Versorger Goldgas trotz des sportlichen Tiefs für drei Jahre als Hauptsponsor an den Verein band, wertet der Trainer als wichtigen Vertrauensbeweis: \"Die wollen Kontinuität und Erfolg, wir auch.\" Wenn die Mannschaft morgen erstmals in einem Punktspiel die neuen Trikots trägt, dürfe sie den Geldgeber ebenso wenig enttäuschen wie die treuen Fans. \"Sie haben uns stets vorbildlich unterstützt, und wir brauchen sie gerade jetzt dringend\", weiß Steffens, der auf über 2000 Zuschauer hofft. Das Luckenwalde-Spiel kann, soll und muss für Lok die Wende einer bislang völlig verkorksten Saison bringen. Und allen endlich wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Steffen Enigk

16.10.2010
Steffens wütend wegen Spielabsage
Leipzig. Achim Steffens ist sauer über den Ausfall des für gestern geplanten Oberliga-Spiels bei der zweiten Mannschaft des Chemnitzer FC. Stattdessen sah sich der Trainer des 1. FC Lok Leipzig gestern Abend das Heimspiel des FSV Luckenwalde gegen Aufstiegsmitfavorit Halberstadt an. Denn nächsten Freitag (19 Uhr) erwarten die Probst-heidaer das Brandenburger Team.
Das Match wurde durch den Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) aus Sicherheitsgründen abgesagt, weil nicht genügend Polizisten zur Verfügung gestanden hätten. \"Da wird ja so getan, als wenn bei Lok nur Verbrecher zum Fußball kommen\", ärgert sich der Fußball-Lehrer und fügt an: \"Vorige Woche im Pokal hat Chemnitz zwei umstrittene Tore erzielt und in den vorangegangenen Oberliga-Spielen schossen wir drei reguläre Treffer, die uns von den Schiedsrichtern verweigert wurden. Und es ist nie etwas passiert.\"
Auch der Lok-Vorsitzende Steffen Kubald ist verärgert. \"Sicherheitsmaßnahmen sind schon nötig. Aber sie hätten in Chemnitz nicht so groß sein müssen wie zum Beispiel bei den sicherheitsrelevanten Partien.\" Er habe selbst mit dem Innenminister über diese Problematik gesprochen. Aber es sei offenbar alles im Sande verlaufen. \"Man sollte doch erst mal mit den Verantwortlichen an der Basis reden, ehe es zu den Absagen kommt\", meint der Lok-Chef. Das Innenministerium hatte vorgeschlagen, das Match gegen die Chemnitzer Reserve am Montag, 18 Uhr, auszutragen, was Lok ablehnte. Schließlich seien die Spieler Amateure und die meisten hätten Probleme gehabt, nach ihrer Arbeit zeitig genug anzureisen. Das Nachholspiel bei Borea Dresden wird am Buß- und Bettag, 17. November, ausgetragen.
nt

12.10.210
Wenig Gegenliebe
Lok-Fan glaubt an Verschwörung / Partie bei CFC II abgesagt
Tag eins nach der 0:5-Pokal-Pleite des 1. FC Lok Leipzig gegen den Chemnitzer FC: Neben vielen realistischen Einschätzungen fanden gestern im Fan-Forum auch Verschwörungstheorien Anklang. \"Nun weiß man auch, warum das Spiel gegen CFC II zum Sicherheitsspiel deklariert wurde,\" schrieb etwa Blue_Man. \"Nach dieser Bescheiße vom Sonntag hatten die Verantwortlichen einfach Angst, dass wir unseren Frust in der Nischelstadt auslassen könnten - ergo es war geplant!\"
Doch die Bedenken des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) bezüglich der für Freitagabend an- und schließlich abgesetzten Partie bei der Reserve der \"Himmelblauen\" beziehen sich vielmehr darauf, dass wegen der am Sonnabend in Leipzig stattfindenden Demonstrationen und Großereignisse nicht genügend Polizei verfügbar ist. Das sagt zumindest NOFV-Spielbetriebsleiter Wilfried Riemer. Die Absage stößt allerdings auch bei den Lok-Spielern auf wenig Gegenliebe. \"Jetzt haben wir wieder eine Woche spielfrei\", konstatierte Benjamin Fraunholz. \"Das ist zum Kotzen. Wie soll man da in einen Rhythmus kommen?\" Guter Rat ist also teuer beim sieglosen Oberliga-14, der am 22. Oktober gegen Luckenwalde wieder aktiv wird (19 Uhr, Plache-Stadion).
Wenigstens hat sich die Lage an der Finanz-Front entspannt. \"Das Engagement von Goldgas kompensiert mehr als den Ausfall von Torsten Fenger\", freute sich Lok-Chef Steffen Kubald. Zudem nähren die jährlich bis 2013 fließenden weit über 50 000 Euro die Hoffnung auf strukturelle Veränderungen. Das unterstrich Goldgas-Gründer und Geschäftsführer Michael Notzon, der am Sonntag den Sponsoring-Vertrag unterschrieb und einen Mitgliedsantrag abgab: \"Wir wollen unseren Teil beitragen, dass es mit Lok weiter nach oben geht - sportlich wie im Umfeld.\" Ob damit hauptberufliches Personal gemeint ist oder gar der Kauf des Plache-Stadions, blieb aber offen.
haeg

11.10.2010
Zwischen Lust und Frust
Lok Leipzig präsentiert neuen Hauptsponsor und scheitert im Landespokal 0:5 am Chemnitzer FC
Strahlender Sonnenschein und ein neuer Hauptsponsor: Beste Voraussetzungen gestern für Oberliga-Underdog 1. FC Lok Leipzig den ungeschlagenen Regionalliga-Spitzenreiter Chemnitzer FC aus dem Pokal zu kegeln. Doch nach einer torlosen ersten Hälfte überschlugen sich die Ereignisse, kam alles anders als gehofft und Lok letztlich mit 0:5 unter die Räder.
Völlig konsterniert hockte Jan Evers nach Abpfiff vor seinem Tor. Immer wieder vergrub der Lok-Keeper das Gesicht in seinen Handschuhen und schüttelte den Kopf. \"Wenn der Sächsische Fußballverband Lok wegen einiger Problemfans nicht länger im Pokal haben möchte, soll er das öffentlich sagen\", meinte der 1,96-m-Hüne geladen. \"Wir haben 45 Minuten gut mitgehalten und sind dann durch zwei krasse Fehlentscheidungen des Schiedsrichters rausgeworfen worden.\" Denn die Ecke vor dem 0:1 hätte es seiner Meinung nach genauso wenig geben dürfen wie das 0:2.
Was war passiert? In Minute 61 hatte Schiedsrichter Gunnar Stary (Dresden) Evers einen Ball hinter der Auslinie fangen sehen und entschied auf Ecke. Der von Chris Löwe getretene Ball landete passgenau auf der Stirn des zehn Minuten zuvor eingewechselten und sträflich allein gelassenen Routiniers Pavel Dobry. Schon stand es 0:1. Vier Minuten später kam es noch dicker für Lok. Wieder überwand Dobry Evers mit dem Kopf. Kapitän Thorsten Görke klärte kurz vor knapp. Stary aber entschied nach Blickkontakt mit seinem Linienrichter auf Tor. 0:2.
Während aus den Mündern eines Großteils der 3892 Zuschauer im Bruno-Plache-Stadion das Wort \"Schieber\" drang, bildete sich ein Rudel auf dem Rasen. Doch weder die Worte von Lok-Stürmer René Heusel noch die des Vereinschefs Steffen Kubald konnten den Unparteiischen umstimmen. Er blieb bei seiner Entscheidung.
\"Der Spieler lag auf der Linie, das kann der Assistent aus seinem Winkel gar nicht gesehen haben\", war auch Kubald nach Abpfiff außer sich. \"Das ist eine absolute Frechheit und bitter, weil dadurch das Spiel entschieden wurde.\" Danach habe Chemnitz seine Stärken ausgespielt. Heißt im Detail: Ein Mal Kevin Hampf (78.) und zwei Mal Ronny Garbuschewski (72., 90.) stellten den 0:5-Endstand her.
Achim Steffens hingegen wollte sich an dieser Diskussion nicht beteiligen. \"Bei einem 0:5 muss man nicht über den Schiedsrichter sprechen\", sagte der Lok-Trainer. \"Das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir sind eben noch nicht so weit.\" Dennoch sei er maßlos enttäuscht.
Dabei hatte der Frust-Sonntag für Lok mit Lust begonnen. Denn mit dem Energieversorger Goldgas stellte der Verein noch vor Anpfiff den neuen Hauptsponsor vor, der bis 2013 von den Trikots der Lok-Cracks leuchten wird. Laut Kubald spült das dem in dieser Spielzeit noch sieglosen Oberligisten pro Jahr deutlich über 50 000 Euro in die zuweilen knappe Kasse und sichert den Etat endgültig.
Davon beflügelt, zeigten die Lok-Spieler in Halbzeit eins eine ansprechende Leistung, verteidigten vor allem clever und hatten durch Benjamin Fraunholz die Chance zur Führung (7.). Thomas Haegeler
1. FC Lok: Evers - Krug, Görke, Werner, Seipel - Knoof, Saalbach, Hildebrandt, Brumme (70. Schulz) - Fraunholz (90. Adam), Heusel (77. Stöbe). Chemnitzer FC: Pentke - Sträßer, Trehkopf, Richter, Löwe - Garbuschewski, Wilke (82. Gewelke), Peßolat, Schlosser - Fröhlich (63. Hampf), Förster (52. Dobry).

09.10.2010
Wir gewinnwn nach Elfmeter-Schießen!
Lok-Kapitän Thorsten Görke vorm Pokal gegen Chemnitz
Heute knallen bei Lok-Kapitän Thorsten Görke (34) die Sektkorken! Der Abwehrspieler feiert den ersten Geburtstag seines Sportgeschäfts „Sport for Teams by Wosz\" (Liszt-Bogen). Und die Party soll morgen nach Schlusspfiff des Pokal-Hits gegen Chemnitz (Anstoß: 14 Uhr) weitergehen!
„Wir schlagen den CFC im Elfmeterschießen!\", sagt Göke. Aber was macht ihn da so sicher?
Schließlich hat Lok in der Liga noch kein Spiel gewonnen (fünf Unentschieden, eine Pleite). Görke erklärts so: „Chemnitz selbst hat gezeigt, was im Pokal alles möglich ist. Hat Erzgebirge Aue den Titel geklaut. Warum sollten wir nicht auch für eine Überraschung gut sein. Pokalspiele sind doch die schönsten Spiele. Und wir glauben an das, was wir können\", erklärt Görke.
Ach ja: Mit Gerd Schädlich kommt morgen Görkes Ex-Trainer ins Plachestadion. Der holte ihn 2002 vom VfB Leipzig nach Aue.
„Unter diesem Trainer habe ich meinen größten sportlichen Erfolg gefeiert\", sagt der Lok-Abwehrchef. „Und er hat mir menschlich und fachlich viel mitgegeben.\"
Zählt morgen alles nichts. Da gehts nur um den Einzug ins Achtelfinale. Görke: „Wir sind zwar Außenseiter. Aber wir spielen daheim, haben tolle Fans. Das sollte ein Vorteil sein....\"
übrigens: Vorm Spiel präsentiert Lok seinen neuen Trikotsponsor „Goldgas\" (BILD berichtete).
Julia Kynast

09.10.2010
\"Können uns beweisen\"
Lok-Trainer Steffens hält Sieg gegen CFC für möglich
Leipzig. So ganz von der Hand weisen will Achim Steffens die Rede vom ureigenen Pokalgesetz nicht. \"Da ist schon etwas dran\", sagt der Trainer des 1. FC Lok Leipzig vor dem Hit gegen Favorit Chemnitzer FC in der zweiten Hauptrunde des Landespokals am Sonntag (14 Uhr, Plache-Stadion). Kein Wunder. Hatte Lok doch vergangenes Jahr den FC Erzgebirge Aue am Rande einer Niederlage, verlor gegen den damaligen Drittligisten erst nach Verlängerung 0:1.
Dass sich diesmal Ähnliches abspielt oder gar die Sensation gelingt, hält Steffens daher für möglich. \"Wir können unbeschwert aufspielen, uns beweisen\", meint der 60-Jährige. \"Klar ist es schwierig, eine Mannschaft, die fast ein Jahr ohne Niederlage ist, zu schlagen. Aber es ist nicht unmöglich.\" Es sei auf jeden Fall schön, sich mit so einem Gegner zu messen. \"Ich halte den CFC für die derzeit am besten spielende Mannschaft bis zur dritten Liga.\"
Wie dem nach sechs Partien noch immer sieglosen Oberliga-14. das mittelschwere Wunder gegen den Regionalliga-Spitzenreiter gelingen kann, weiß Thorsten Görke. \"Wir müssen hinten kompakt stehen, unsere Chancen nach vorn suchen und kämpfen bis zum Umfallen\", erklärt der Lok-Kapitän mit reichlich CFC-Erfahrung. Vor allem müsse man dumme Fouls vermeiden. Denn bei Standards sei Chemnitz richtig stark. \"Um so länger wir die Null halten können, desto nervöser werden sie. Der Pokal-Hit ist eine Möglichkeit für uns, uns auch für die Liga Selbstvertrauen zu holen.\"
Damit diese Mission von Erfolg gekrönt wird, rief Steffens die Seinen vor dem heutigen \"originalen Abschlusstraining mit Standards und Co.\" gestern noch mal zu einer \"schnelligkeitsorientierten Einheit\". Es fehlte dabei wie schon die ganze Woche: Sebastian Seifert. Beim Mittelfeldaktivposten zwickt\'s im Oberschenkel.
\"Deshalb steht hinter ihm noch ein Fragezeichen\", sagt der Coach. Dass vor Kracherspielen oft Spontanheilungen einsetzen, kann aber genauso als Gesetz gelten wie das dem Pokal ureigene.
haeg

08.10.2010
Respekt vor Oberligist Lok
Gerd Schädlich, Trainer von Regionalliga-Spitzenreiter Chemnitzer FC, zum Pokalspiel am Sonntag
Leipzig/Chemnitz. Mit sechs Punkten Vorsprung führt der Chemnitzer FC souverän die Tabelle der Fußball-Regionalliga an. Wesentlichen Anteil daran hat Gerd Schädlich, 58, seit dem 1. Juli 2008 verantwortlicher Trainer bei den \"Himmelblauen\". Am Sonntag (14 Uhr) kommen die Regionalliga-Überflieger zum 1. FC Lok ins Plache-Stadion, um die nächste Runde im Landespokal zu erreichen.
Frage: Ihre Mannschaft und die Lok-Elf trennen zwei Spielklassen, ein großer Unterschied. Angesichts der schweren kommenden Punktspielaufgaben und des Pokalhits gegen Bundesligist VfB Stuttgart - wäre da nicht der Einsatz von Nachwuchsspielern sinnvoll?
Gerd Schädlich: Wir gehen das Spiel bei Lok mit voller Konzentration an, können uns wirklich nicht erlauben, nur mit einer halben Regionalliga-Truppe aufzulaufen. Ich war in Probstheida beim Spiel gegen Bautzen. Die Partie hätte Lok sicher gewinnen müssen. Ich glaube, wir müssen auf der Hut sein, dürfen uns das nicht als Spaziergang vorstellen. Einen gravierenden Klassenunterschied sehe ich nicht. Denken Sie nur daran, wie schwer es Aue im Vorjahr hatte, um im Pokal gegen Lok zu bestehen. Das war sehr knapp für den vermeintlichen Favoriten.
Die Euphorie in Chemnitz muss doch riesig sein: Regionalliga-Topteam und den FC St. Pauli im DFB-Pokal ausgeschaltet. Gehen jetzt alle Blicke nach oben Richtung 3. Liga?
Nun mal langsam: Zunächst ist Fakt, dass wir erst neun von 34 Spielen bestritten haben. Dieser positive Lauf ist natürlich für alle Beteiligten gut, bringt mehr Aufmerksamkeit und viel Selbstvertrauen. Aber auch wenn wir seit dem fünften Spieltag oben stehen - erreicht haben wir noch gar nichts.
Wen sehen Sie noch als Favoriten für den Aufstieg in die 3. Liga?
Da gibt es vier, fünf Mannschaften und wir sind mittendrin. Halle, Wolfsburg II und natürlich die große Leipziger Konkurrenz RBL.
Wie erklärt sich der aktuelle Aufschwung im Chemnitzer Spiel?
Wir haben vor Saisonbeginn mit Carsten Sträßer und Christian Fröhlich erfahrene Spieler ins Team geholt, die jede Menge Erfahrung mitbringen und uns bisher weitergeholfen haben. Das klappt bisher so gut, dass sich Talente wie Chris Löwe, Benjamin Förster, Marcel Wilke und Marcel Schlosser entwickeln konnten. Ich kann nur hoffen, dass alle gesund bleiben. Denn unser Kader umfasst nur 20 Spieler, darunter sind drei Torhüter.
Sie wollten also eine Mischung zwischen Erfahrung und jugendlichem Tatendrang, wie es auch Konkurrent RBL praktiziert?
Natürlich, aber immer entsprechend unserer Möglichkeiten. Wir können uns sicher nicht mit RBL vergleichen. Wenn ich lese, was die alles vorhaben ...
Jetzt untertreiben Sie aber?
Bestimmt nicht. Für uns ist es doch schon ein riesiger Fortschritt, wenn wir bald auch über einen Kunstrasenplatz verfügen. Vor drei Wochen gab es den Spatenstich. Wenn alles wie geplant läuft, können wir bald unter winterlichen Bedingungen ordentlich trainieren. Bisher mussten wir uns immer in der Umgebung geeignete Trainingsplätze suchen und dann per Auto anreisen. Die neue Anlage wird eine große Erleichterung.
Die Kartennachfrage vor dem Knüller gegen Bundesligist VfB Stuttgart am 27. Oktober ist enorm. Was erwarten Sie?
Daran denke ich jetzt noch nicht. Ich habe natürlich mit Freude registriert, dass bereits mehr als 12 000 Karten abgesetzt wurden. Aber für Trainer und für die Spieler erst recht hat zu gelten, dass die nächste Aufgabe immer die schwerste ist. Wir können nicht über diesen Pokal-Kracher reden und dabei vergessen, dass wir im Alltag unsere Prüfungen zu bestehen haben. Und da geht es nun am Sonntag zum 1. FC Lok nach Probstheida. Also immer Schritt für Schritt und nicht in Sprüngen, damit wir nicht ins Stolpern kommen.
Also kann sich Leipzig auf hochmotivierte Chemnitzer gefasst machen?
Davon gehe ich aus. Theoretisch ist alles klar: Nur nicht die unterklassige Mannschaft unterschätzen. Jetzt muss es die Truppe nur noch umsetzen, darf sich vom Oberligisten vor sicher großer Kulisse nicht beeindrucken lassen. Ich hoffe natürlich, dass sich bei meinen Spieler kein Schlendrian breitmacht. Sonst kann es auch schiefgehen.
Interview: Eberhard Schmiedel

07.10.2010
Steffens hofft auf Wunderheilung
Trotz Muskelfaserriss soll Loks Mittelfeldspieler Sebastian Seifert Sonntag (14 Uhr) im Pokal-Hit gegen Chemnitz auflaufen!
Zumindest, wenn es nach Trainer Achim Steffens (60) geht. „Ich setze gegen den CFC auf Seifert, es ist doch noch Zeit bis dahin.\" Das wäre dann aber ein medizinisches Wunder! Steffens Geheimtipp: „Wir lassen einfach eine Jungfrau drauf pullern.\" Wenn es hilft...
mb

07.10.2010
Zu wenig Polizisten:
Verband sagt Lok-Partie gegen Chemnitz II ab
Leipzig. Erneut hat der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) eine Oberliga-Partie des 1. FC Lokomotive Leipzig abgesagt. Die Blau-Gelben treten am 15. Oktober nicht bei der zweiten Mannschaft des Chemnitzer FC an. Einen neuen Termin für das Spiel gibt es bisher noch nicht.

Die Partie gegen die CFC-Reserve wurde abgesagt, da die Polizei Sicherheitsbedenken hat. Aufgrund der „Gesamtlage\" stünden an diesem Tag nicht genügend Einsatzkräfte zur Verfügung. Das habe ihm die Polizei mitgeteilt, sagte NOFV-Spielbetriebsleiter Wilfried Riemer am Donnerstagvormittag gegenüber LVZ-Online.

Scheinbar hängt die Spielabsage mit den einen Tag später angemeldeten Demonstrationen von Rechtsextremen in Leipzig zusammen. Die Einsatzkräfte werden aufgrund der geplanten Aufzüge und den damit zusammenhängenden Gegenaktionen benötigt: Am 16. Oktober wird ein Verkehrschaos und eine lahmgelegte Innenstadt erwartet.
Michael Dick

© LVZ-Online

06.10.2010
Steffens ledert los
\"ES KOTZT MICH AN, wenn hier Gespenster an die Wand gemalt werden

Kein Sieg in sechs Oberliga-Spielen, Abstiegsrang 14. Aber vorm Kracher im Wernesgrüner-Pokal gegen Regionalliga-Spitzenreiter Chemnitzer FC am Sonntag (14 Uhr) will man beim 1. FC Lok von Krise nix wissen!
„Es waren immer knappe Spiele, bei denen auch viele Entscheidungen gegen uns gefallen sind \", grantelt Trainer Achim Steffens (60). Und dann ledert er richtig los: „Es kotzt mich an, wenn jemand hier ein Gespenst an die Wand malen will. Meine Spieler geben sich Mühe und machen gute Spiele. Nur das Glück fehlt uns derzeit.\" Auffällig: Statt konsequent - nach vorn zu spielen, versteckt sich die Truppe nach einer Führung. „Bettelt\" quasi um das Gegentor. So verspielte die Truppe in Halberstadt (2:2) kurz vor Schluss den Sieg.
Sind die Jungs reif für den Fußball-Psychologen?
Steffens: „Ich werde nicht mit der Mannschaft über glühende Kohlen, Glas-Scherben oder sonst etwas gehen. Wir klettern auch kein Hochseil entlang. Wir brauchen alles das nicht. Die Jungs haben doch mich. Wir werden uns zusammensetzen und alles in Ruhe analysieren.\"
Aber ob das reicht? Sonntag kommt Chemnitz. Die sind in der Regionalliga ungeschlagen, haben nur eins von neun Spielen nicht gewonnen. „Vor dem Spiel steht es 0:0, der Rest liegt bei uns\", sagt Steffens. Gelingt ausgerechnet gegen den CFC der Befreiungsschlag? „Es wird auf jeden Fall einen Sieger geben und nicht wieder ein Unentschieden das ist das schöne am Pokal.\"
Blöd nur: Mittelfeldspieler Sebastian Seifert fällt mit Muskelfaserriss aus.
MARCEL BRAUNE und JULIA KYNAST

04.10.2010
Dickes Ende für Lok
Steffens-Team kassiert in Halberstadt spätes 2:2
Halberstadt/Leipzig. Er lag knappe 25 Minuten lang in der klaren Herbstluft, der erste Lok-Sieg der Saison. Drei Minuten vor dem Ende ging die mit Glück, Geschick und Kampf erarbeitete 2:1-Führung flöten, staubte Alexander Gröger zum 2:2 für Halberstadt ab. Vorangegangen war vor 679 Zuschauern (250 aus Leipzig) ein Latten-Kopfball von Abwehr-Ungeheuer Robert Gerber, das/der in der Schlussphase permanent im Lok-Strafraum stand, Angst und Schrecken verbreitete. Lok-Trainer Achim Steffens, der sonst nie um eine blumige Analyse schuldig bleibt, hatte es Großteile der Sprache verschlagen. \"Wieder gekämpft, wieder geführt, wieder nur Unentschieden: Mir fehlen die Worte.\" Während sich die Halberstädter mit dem gefühlten Sieg schnell anfreundeten, war das blau-gelbe Lager hin- und hergerissen. Ein Punkt beim ambitionierten Wurst-Giganten ist eigentlich ehrenwert. Wenn da nicht die Vorgeschichte (vier Unentschieden, eine Niederlage) wäre. Abwehrmann Markus Saalbach konnte dem Punkt wenig abgewinnen: \"Wir hatten den Sack doch schon fast zugemacht, dann kommt dieses blöde Ding zum 2:2. Unglaublich und extrem unverdient für Halberstadt.\" Vereinschef Steffen Kubald lobte die nach 20 schläfrigen Minuten hellwachen Lok-Spieler, sieht die Männer von Achim Steffens auf gutem Weg. \"Es gibt Phasen, da hat man einfach kein Glück. Das ist so im Fußball, dagegen muss die Truppe ankämpfen.\"
Den 0:1-Rückstand durch Eggert (21.) nach einem umstrittenen Foulelfmeter egalisierte Albrecht Brumme nur vier Minuten später. Heusel (63.) schoss Lok in die Nähe zum ersten Dreier (63.), Sportkamerad Gröger hatte etwas dagegen (87.). Am Sonntag, 14 Uhr, steigt im Bruno-Plache-Stadion der Pokal-Hit gegen Regionalliga-Topteam Chemnitzer FC. Ein kapitaler Bock, der aber nicht unumstößlich ist.
gs

Halberstadt: Kischel - Gröger, Gerber, Eggert, Breitkopf (65. Mutschler), Kopp, Rau, Fischer (65. Blankenburg), Bäcker, Siemund (79. Krüger), Preuß
1. FC Lok Leipzig: Evers - Saalbach, Werner, Görke, Schulz (57. Heusel) - Seipel (17. Brumme), Hildebrandt, Knoof, Seifert, Krug - Fraunholz (85. Adam)

02.10.2010
Fraunholz-Treffer geadelt
Lok-Stürmer schießt MDR-Tor der Woche
Schmecken, riechen, hören, fühlen, völlige Dunkelheit. Nein, es geht hier nicht um das bemitleidenswerte Dasein im Tabellenkeller, sondern um das erste Leipziger Dunkelrestaurant, das Lok-Kicker Markus Saalbach gestern eröffnete. Das schmucke \"Mondschein\" (ehemaliges Gastmahl des Meeres) war bei der Opening-Party rappelvoll, soll zum Publikumsmagneten in der Pfaffendorfer Straße werden. Lok-Cheftrainer Achim Steffens tauchte mit dem gesamten Kader auf, verband vor der sonntäglichen Partie in Halberstadt (14 Uhr) Angenehmes (Freigetränke) mit Nützlichem (Teambuilding). Dass Saalbach als Gastronom auch mal nach 22 Uhr ins Bett geht und das eine oder andere alkoholische Getränk zu sich nehmen muss, ist Steffens klar. \"Markus hat gesagt, dass er Job und Fußball unter einen Hut bringt. Wir beobachten das natürlich, bisher hat er sein Zeug gemacht.\"
Beim Rangzweiten aus Halberstadt (14 Punkte aus sieben Spielen) hängen die berühmte Früchte ziemlich hoch, muss sich Lok gaanz (fünf Spiele, vier Punkte) lang machen, um Zählbares zu ernten. \"Wir müssen jetzt einfach mal gewinnen, am besten schon in Halberstadt\", sagt Steffens. \"Fünf Spiele ohne Sieg, das zermürbt.\" Halberstadt gilt dank eines steinreichen Sponsors als Krösus der Oberliga, will schnell hoch in Liga vier. Steffens: \"Eine richtig gute Mannschaft. Aber an manchen Tagen kann man auch richtig gute Mannschaft schlagen.\"
Charakterkopf im Team der Germania ist der Ex-Leutzscher Robert Gerber. Der Abwehr-Hüne geht davon aus, dass er und die Seinen im Mai den Titel feiern. Bei der Eröffnung des \"Mondschein\" tauchte Gerber überraschend auf. Im Arm eine überaus attraktive junge Frau. Vorteil Lok: Gerber schwebt auf Wolke 7, ist abgelenkt. Oder auch nicht. Übrigens: Lok-Stürmer Benny Fraunholz wird am Sonnabend zum MDR-Torschützen der Woche gekürt. Sein 1:0 gegen Bautzen war schöner als alle Konkurrenz-Treffer.
gs

29.09.2010
Ärger wegen Pokal-Tickets
Lok-Chef Steffen Kubald verteidigt Erhöhung der Eintrittspreise gegen Chemnitz
Leipzig. Der 1. FC Lok Leipzig ist bekannt für seine treuen Fans. Worauf auch Vereinschef Steffen Kubald und seine Mitstreiter im Vorstand stolz sind. Doch vor dem Heimspiel am 10. Oktober (15 Uhr, Plache-Stadion) in der zweiten Hauptrunde des Sachsenpokals droht Ärger. Ein Teil der Probstheidaer Anhänger regt sich über die Erhöhung der Eintrittspreise für das Match mit dem derzeitigen Regionalliga-Spitzenreiter Chemnitzer FC auf.
Die Zuschauer müssen für einen Tribünenplatz statt den bei Punktspielen üblichen 10 Euro dann 14 Euro hinblättern. Auf dem Dammsitz direkt davor erhöht sich der Preis von 7 auf 12 Euro. Auf der Gegengeraden kosten die Karten im Cup nun 8 statt 6 Euro. Dazu kommt wie in den Punktspielen der Aufschlag von einem Euro für die Sanierung des Plache-Stadions, den die Mitgliederversammlung des Probstheidaer Klubs beschlossen hatte.
\"Wir müssen das einfach tun, um die höheren Kosten zu decken\", begründet Steffen Kubald die Sonderpreise. Diese größeren Ausgaben resultieren aus der Einstufung dieser Pokalbegegnung als Sicherheitsspiel. \"Wir müssen die Anzahl der Securities um das Dreifache erhöhen. Dazu kommen die Kosten für die Sperrung der Connewitzer Straße sowie der Straße am Förderturm und für die Feuerwehr\", erklärt Kubald. Zudem muss Lok die Sonderbusse bezahlen, mit denen 700 Gäste-Fans vom Hauptbahnhof zum Plache-Stadion transportiert werden.
Er verweist auf das DFB-Pokalspiel des ZFC Meuselwitz gegen den 1. FC Köln, als für einen Tribünenplatz bis zu 45 Euro verlangt wurden. \"Da war zwar ein Bundesligist zu Gast, aber aufgeregt hat sich niemand.\"
Steffen Kubald rechnet für das Chemnitz-Match mit 4000 bis 4500 Zuschauern, obwohl der 1. FC Lok nach missglücktem Saisonstart derzeit auf einem Abstiegsplatz rangiert. \"Die Mannschaft hat doch nicht schlecht gespielt. Sie hat nur nicht gewonnen\", versprüht der Probstheidaer Vorsitzende Optimismus und ergänzt: \"Wir müssen nach Abzug unserer Kosten dem Sächsischen Fußball-Verband eine Summe zahlen und dann das Geld, das übrig bleibt, mit Chemnitz teilen. Und ein bisschen soll auch für den 1. FC Lok übrig bleiben.\"
Doch bis zum Pokal-Hit gegen RB-Leipzigs Aufstiegskonkurrent Chemnitz müssen die Schützlinge von Trainer Achim Steffens ihre Hausaufgaben in der Oberliga erledigen. Immerhin laufen die Probstheidaer dort nach fünf Spielen ihrem ersten Sieg hinterher. Und Sonntag müssen sie beim spielstarken Tabellenzweiten Germania Halberstadt antreten.
Norbert Töpfer

28.09.2010
Wirbel um Lok-Pokalspiel
Den Fans schmeckt das ganz und gar nicht.
„Dafür, dass uns Karl-Marx-Stadt am 10.10.10 den Allerwertesten bis zur Halskrause aufreisst, muss man sicher nicht soviel löhnen\"
, lästert einer im Internet-Forum des Klubs. Es geht um das Landespokal-Spiel des FC Lok gegen Chemnitz. Genauer: Um den saftigen Top-Zuschlag! Zwischen zwei (Gegengerade) und fünf Euro mehr (Dammsitz) sind zu berappen. Ein Aufschlag von bis zu 61 Prozent! Präsident Steffen Kubald (48) erklärt die Wucherpreise so: „Wir haben hohe Auflagen, die uns auch zwei Drittel höhere Kosten bescheren. Security, Straßensperren, Feuerwehr zum Beispiel.\" Naja, und ein bisschen Kasse soll auch noch gemacht werden. Kubald: „Wir sind krasser Außenseiter, haben also wahrscheinlich nur ein Pokalspiel.\"
as

27.09.2010
\"Schön wieder nach Leutzsch zu kommen\"
Bautzen Trainer verwechselt Lok und FCS Die Lok-Fans im VIP-Raum trauten ihren Ohren kaum...

„War schön, mal wieder nach Leutzsch zu kommen\", grinste Bautzens Trainer Thomas Hoßmang (43)vom Podium der Pressekonferenz - und erntete entrüstetes Raunen. Denn das durchaus glückliche 1:1 hatte er in Probstheida geholt. Und eben nicht beim Lokalrivalen FC Sachsen in Leipzig Leutzsch.
Frisch geduscht saß er neben Kollege Achim Steffens (60). Der wiederum war noch pitschnass vom Dauerregen. Und angefressen: „Wir spielen 1:1 und wollen uns eingraben. Und die da freuen sich über ihren Punkt. Das sagt doch alles.\"
Die 1628 Fans sahen in der Tat eine aufopferungsvoll kämpfende „Loksche\", die den Spitzenreiter in arge Bedrängnis brachte. Leider sprang nur das 1:0 von Fraunholz raus (30.). Seipel hatte ihm sein 3. Saisontor von rechts auf den linken Stiefel gelegt. Das es wiederum nicht zum 1. Saisonsieg reichte, lag am eingewechselten Wolf, dessen noch leicht abgefälschter Schuss ins rechte Eck rauschte (61.). Lok bleibt deshalb im Oberliga-Keller. „Schade, dass sich die Mannschaft nicht selbst belohnt hat\", trauerte Boss Steffen Kubald. Und Torschütze Benjamin Fraunholz fordert: „Wir müssen eine Führung auch mal über 90 Minuten eklig verteidigen.\" Zeit dafür wäre es langsam...
ANDRÉ SCHMIDT

27.09.2010
Toll gekämpft, wieder nicht gewonnen
Lok bringt Spitzenreiter Bautzen beim 1:1 an den Rand einer Niederlage
Leipzig. Patschnass und mit langen Gesichtern marschierten die Lok-Kicker vom Rasen. Sie hatten Oberliga-Spitzenreiter Budissa Bautzen an den Rand einer Niederlage gebracht, blieben aber auch im fünften Saisonspiel ohne Sieg. Das 1:1 (1:0) am Sonnabend vor 1620 Zuschauern im Plache-Stadion glich einer Kopie der bisherigen beiden Heimauftritte. Wie schon gegen Magdeburg II und Zwickau gingen die Probstheidaer dank einer starken ersten Halbzeit verdient in Führung, und zum dritten Mal kassierten sie durch einen dummen Fehler noch den Ausgleich.
\"Es ist zum Verzweifeln, wir rackern uns 90 Minuten ab, schaffen es aber einfach nicht, eklig zu verteidigen und so ein Ding nach Hause zu schaukeln\", ärgerte sich Benjamin Fraunholz über das vierte Saison-Remis. Der drangvolle, stets gefährliche Stürmer war der beste Leipziger, jagte nach 30 Minuten eine Maßflanke von Benedikt Seipel mit einer wunderbaren Direktabnahme zum 1:0 in den Torwinkel.
Ausgerechnet der bis dahin gute Seipel leitete mit einem Ballverlust im Mittelfeld den Konter zum 1:1 (61.) ein. Bitter: Seipel, völlig ausgepumpt, hatte gerade um seine Auswechslung gebeten. Bevor Trainer Achim Steffens reagieren konnte, schlug Budissa zu: Ronald Wolf traf per abgefälschtem Fernschuss. Es war die erste Ballberührung des Bautzeners, der 60 Sekunden zuvor eingewechselt worden war.
\"Da hatte ich wohl ein glückliches Händchen\", meinte Gäste-Trainer Thomas Hoßmang, der für seine Begrüßungsworte bei der Pressekonferenz (\"Es war wieder schön, nach Leutzsch zu kommen\") wütende Pfiffe erntete. Provokation oder Versprecher? Hoßmang grinste - und lobte den Gegner: \"Lok hat sehr engagiert gespielt, Wille und Leidenschaft gezeigt. Mit dem Punkt bin ich zufrieden, das hätte auch anders ausgehen können.\" Achim Steffens tröstete das nicht. Er hatte den ersehnten Befreiungsschlag verpasst. \"Die Mannschaft hat aufopferungsvoll gekämpft, und es gab spielerische Momente\", sagte der Coach: \"Aber die Situation ist strapaziös.\"
Vor allem die Lok-Abwehr um die zuletzt gescholtenen Thorsten Görke und Markus Krug rehabilitierte sich, ließ nur zwei Bautzener Chancen zu. In der verbissenen Partie neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld. Schön anzusehen war das nicht, aber spannend. Lok drängte vehement auf den Dreier, Fraunholz hatte ihn auf dem Fuß (67., 72.), doch Keeper Ronny Schmidt hielt. \"Schade, die Mannschaft hat sich wieder nicht belohnt\", stöhnte Klub-Chef Steffen Kubald, \"wir haben derzeit die Sch... am Hals. Nun müssen wir eben in Halberstadt gewinnen.\" Schwer, aber nicht unmöglich.
Steffen Enigk

1. FC Lok: Evers - Werner, Görke, Krug, Knoof - Seipel (62. Kevin Adam), Hildebrandt, Saalbach, Seifert - Fraunholz, Heusel (52. Schulz).

26.09.2010
Wieder nur ein Unentschieden ....
Guter Auftritt von Lok Leipzig gegen Bautzen wird nicht belohnt

Mit einem 1:1-Unentschieden trennte sich gestern der 1. FC Lok Leipzig im heimischen Bruno-Plache-Stadion vom Oberliga-Spitzenreiter Budissa Bautzen.
Die Probstheidaer bleiben die „Remis-Könige\" der Liga - im fünften Spiel gab\'s die vierte Punkteteilung. Das Problem: Mit Unentschieden kommt man nicht vom Fleck, Lok bleibt tief im Tabellenkeller und wartet weiter auf den ersten Saisonsieg. Dabei war dieser gestern nicht so weit weg: Passend zum Dauerregen bekamen die rund 1600 Zuschauer eine kampfbetonte Partie geboten - die allerdings auch einige spielerische Höhepunkte hatte. Die beiden Treffer waren solche: Beim 1:0 tankte sich Benedikt Seipel nach Pass von René Heusel auf der rechten Außenbahn durch, dessen scharfe Hereingabe drückte Benjamin Fraunholz nach gut einer halben Stunde ins Bautzner Tor. Sehenswert war allerdings auch der Konter zum Ausgleich: Über zwei Stationen flott herausgespielt, dann zieht der gerade eingewechselte Ronald Wolf mustergültig aus der Distanz ab und Lok-Keeper Jan Evers war schlicht chancenlos.
Bitter für die Mannen von Trainer Achim Steffens, denen der Wille, die schmerzliche Schlappe von Gotha vergessen zu machen, stets anzumerken war. Während die Gäste den spielerisch besseren Eindruck machten (mit einem stets anspielbaren Jiri Krohmer als Mittelpunkt), hielten die Lok-Spieler geschlossen mit Kampfgeist und Einsatzbereitschaft dagegen. Ein Konzept, das beinahe sogar aufgegangen wäre - die Blau-Gelben brachten die Gäste gehörig aus dem Konzept und hatten durchaus ihre Chancen für den ersten Dreier - so etwa der fleißige Fraunholz mit einem abgefälschten Schuss oder auch der eingewechselte Christoph Schulz.

Die Aufgabe Halberstadt
Immerhin kann der gute Auftritt gegen den Liga-Spitzenreiter nun Mut machen für die nächsten Aufgaben - am nächsten Sonntag müssen die Probstheidaer gegen Germania Halberstadt ran. Und so langsam, aber sicher brauchte Lok Leipzig endlich seinen ersten Dreier ...
J. Wagner

Lok Leipzig: Evers - Werner, Krug, Saalbach - Seifert, Görke, Knoof, Hildebrandt, Seipel (61. Adam) - Heusel (53. Schulz), Fraunholz.
Tore: 1:0 Fraunholz (29.), 1:1 Wolf (61.).
Schiedsrichter: Simon (Merseburg).
Zuschauer: 1620.

25.09.2010
Steffens hofft auf Befreiungsschlag
Heute gegen Spitzenreiter Bautzen / Hoßmang: \"Bei Lok scheint vieles nicht zu stimmen\"
br> Leipzig. Schießt sich Lok gegen den Spitzenreiter aus der Krise und den Frust vom Hals? Heute kommt Budissa Bautzen ins Plache-Stadion (14 Uhr) - und die Probstheidaer wollen endlich den ersten Saisonsieg.
\"Die Konstellation ist günstig\", glaubt Achim Steffens und hofft auf einen Befreiungsschlag, \"wir haben das Gotha-2:3 abgehakt, meine Jungs brennen, und es gibt keine bessere Gelegenheit, sich zu beweisen.\" Der Trainer setzt auf die Unterstützung von 2500 Zuschauern, auf eine Trotzreaktion seiner Mannschaft, die bisher in jedem ihrer vier Saisonspiele mindestens ein Tor erzielte, und vor allem darauf, dass sich die \"plumpen, dummen Fehler\" in der Defensive nicht wiederholen. \"Bautzen ist eine große Chance für uns, aber wir dürfen nichts mehr verschenken.\" Budissa-Coach Thomas Hoßmang kennt die schwierige Situation der Leipziger genau. Er hat das sportliche Tief registriert, die indirekte (und inzwischen korrigierte) Rücktrittsdrohung von Steffens in Gotha, den überraschenden Rückzug von Mittelfeld-Regisseur Reimund Linkert aus privaten Gründen (sein Vertrag ruht, wechseln darf er erst im Sommer), das für November geplante Stürmer-Comeback von Co-Trainer Mike Sadlo. \"Bei Lok scheint vieles nicht zu stimmen, das macht das Team in dieser Phase besonders gefährlich\", meint Hoßmang und erwartet \"ein schweres Spiel voller Emotionen\".
In Bautzen aber stimmt fast alles. Als Hoßmann im März 2009 begann, war das anders. \"Da wurde nur dreimal in der Woche trainiert, niemand interessierte sich für uns.\" Jetzt, nach vier Siegen und zwei Remis, gilt Budissa als Oberliga-Favorit, hat einen ausgeglichenen Kader von 24 Leuten und übt fünfmal. \"Aber erst 16.30 Uhr, vorher arbeiten die Spieler sechs, sieben Stunden, sie sind keine Halbprofis\", stellt der Trainer richtig. Dennoch hat er sehr gute Bedingungen, auch dank der Baufirma des Präsidenten, der gleichzeitig Hauptsponsor ist. Bereits in der Vorsaison, als Bautzen hinter RB Zweiter wurde, beantragte der Verein die Regionalliga-Lizenz, \"um schon mal alles auszuloten\", wie Hoßmang sagt. Gegen den Aufstieg würde man sich nicht wehren. \"Aber das ist ein weiter Weg\", weiß der Trainer, der Halberstadt, Auerbach, Zwickau und FC Sachsen als Konkurrenten nennt.
Hoßmang, 43, einst Profi in Dresden und Cottbus, macht bis März seinen Fußball-Lehrer in Köln, fehlt von Montag bis Mittwoch beim Training, ist stolz auf die Arbeit seiner Assistenten und den gelungenen Saisonstart. Natürlich hofft er heute auf die nächsten drei Punkte. \"Dazu müssen wir aber Selbstvertrauen und gesunde Zweikampfhärte zeigen, bei Lok gewinnt man nicht leicht und flockig.\"
Steffen Enigk

24.09.2010
Comeback der Sturm-Glatze
Lok-Co-Trainer Mike Sadlo ab November spielberechtigt
Leipzig. Aus der großen Lok ist eine kleine geworden, die Männer um Lok-Führer Achim Steffens dampfen in der Oberliga hinterher - in Sachen Spiele (erst vier) und Punkte (schmale drei). Passend zur Situation hat sich der unter Steffens zu einer festen Größe gemauserte Reimund Linkert verabschiedet. Offizielle Begründung: Konzentration auf Studium und Familie.
Inoffiziell sickerte durch, dass der in Probstheida nicht eben kleine Druck auch ein Beweggrund gewesen ist. Nach Informationen dieser Zeitung ist ein weiterer Lok-Spieler bei den Bossen vorstellig geworden, spielt mit Abschieds-Gedanken. Steffens will sich zu diesem Thema nicht äußern, bricht aber eine Lanze für seine Mannschaft: \"Das sind alles gute Jungs, die nehmen sich unseren Start zu Herzen. Manchmal denke ich, dass wir es als FC Probstheida leichter hätten\", spielt der Coach auf den geschichtsträchtigen Namen und die damit verbundene Erwartungshaltung an.
Ein Ansatz aus dem Dilemma: Man kommuniziert die nackte Wahrheit, bringt Anspruch und Wirklichkeit in ein gesundes Verhältnis, denn: Der Lok-Kader ist schlichtweg nicht gut genug besetzt für einen Spitzenplatz. Problem: Ein Übergangsjahr haben sie schon hinter sich, die Fans wollen ihre Loksche unter Volldampf und im Duell mit den Großen sehen. Steffens: \"Wir wollen eine anständige Saison spielen, müssen dann analysieren, wo wir uns punktuell verstärken müssen.\"
Am Samstag, 14 Uhr, kommt mit Budissa Bautzen ein Großer ins Plache-Stadion. Bautzen ist mit 14 Punkten aus sechs Spielen Tabellenführer, kann unter Halbprofi-Bedingungen üben. \"Traumhaft\", sagt Steffens, der in Bälde einen spektakulären Neuzugang in Stellung bringen kann. Co-Trainer Maik Sadlo hat seinen Pass beim thüringischen Verband angefordert, ist ab November spielberechtigt!
\"Wenn Not am Mann ist, kann mich Achim bringen\", sagt Sadlo, der ab 2001 längere Zeit für den VfB Leipzig auf Torejagd ging und zuletzt bei Normania Treffurt in der Landesklasse aktiv war. Der just 39 Jahre jung Gewordene ist fit wie ein Turnschuh, hat kein Gramm Fett am Astralleib, kickt bei Lok-Trainingsspielen regelmäßig mit. Dass Alter nicht vor Leistung schützt, zeigte der 37-jährige Gothaer Daniel Bärwolf beim 3:2 gegen den 1.FC Lok in der Vorwoche. \"Der hat uns mit seinem Bier-Hintern eine Menge Ärger gemacht\", erinnert sich Steffens. \"Was der Bärwolf kann, kann Mike auch noch. Den Ball fordern und abschirmen - das kannst du erst richtig im Alter.\" Wir halten fest: Im November könnte es zu einem sensationellen Comeback kommen. Wir halten weiter fest: Am 12. Dezember steigt das Derby gegen den FC Sachsen (RB-Arena). Man stelle sich vor, Sadlo wird eingewechselt und sorgt fürs Lok-Siegtor. Jens Jeremies, mit diversen Sprüchen in die deutsche Fußball-Historie eingegangen, würde an dieser Stelle anmerken: \"Das ist Schnee von morgen.\" Stimmt, aber ein flauschiger, erfrischender.
Guido Schäfer

23.09.2010
Studium, Vaterfreuden Linkert macht Schluss
Seine Töppen verstaut er erst mal ganz hinten im Schrank...

Mittelfeldspieler Reimund Linkert (27) macht Schluss beim FC Lok! Grund: Sein neues Studium (Lehramt Sport/Physik). Und Freundin Hanna (24), die in der 18. Woche schwanger ist und zurück zu ihrer Familie nach Dresden zieht. „Studium, Fußball, dazu die Pendelei - dass bekomme ich nicht unter einen Hut\", so Linkert. Böse für Lok auch: Ronny Mende brach sich den Mittelfuß.
jule

23.09.2010
Reimund Linkert nimmt Auszeit
Leipzig. Gleich zwei Hiobsbotschaften erreichten gestern Achim Steffens. Der Trainer von Fußball-Oberligist 1. FC Lok Leipzig muss ab sofort auf Mittelfeldmann Reimund Linkert und Ergänzungsspieler Ronny Mende erlitt im Bezirksliga-Spiel der Zweiten gegen Mügeln/Ablaß nach grobem Foulspiel seines Gegenspielers einen Bruch des rechten Mittelfußes.
Linkert nimmt eine Auszeit auf unbestimmte Dauer, weil er sich auf sein Lehramtsstudium konzentrieren möchte. Außerdem erwartet seine in Dresden wohnende Freundin ein Kind von ihm \"Ich kann derzeit die nötige Trainings- und Wettkampfintensität, die es für die Oberliga beim 1. FC Lok bedarf, nicht aufbringen\", sagte der 27-Jährige. Die Vereinsbosse und Steffens stimmten seinem Wunsch zu. \"Ich hätte mit allem gerechnet, nur damit nicht\", sagte Steffens, \"aber es ist eine legitime und vor allem mutige Entscheidung, den Fokus auf die berufliche Perspektive und seine Familie zu setzen. Das müssen wir akzeptieren. Jedoch ist der Zeitpunkt für uns alles andere als gut gewählt.\"
pm

22.09.2010
Geliebtes krankes Kind
Lok steckt im Tief, Trainer bleibt zuversichtlich
Leipzig. Achim Steffens mag\'s kurz und knackig. Doch die Aussetzer beim 2:3 in Gotha führte er seiner Truppe nach einer schlaflosen Nacht geschlagene 40 Minuten lang vor Augen. Die Niederlage in doppelter Überzahl war dem Lok-Trainer an die Nieren gegangen. So sehr, dass er vor laufender MDR-Kamera fragte, ob er sich den Job noch antun müsse. Inzwischen hat er eine Antwort gefunden: \"Ja, mit Volldampf, ich will niemanden enttäuschen.\" Seine aus nacktem Frust geborene Äußerung hat Steffens bereut, war erschrocken über sich selbst und die vielen besorgten Anrufe aus dem Lok-Umfeld. \"Aber wenn du ohnmächtig an der Linie stehst, pausenlos Anweisungen aufs Feld brüllst und die Mannschaft trotzdem zum dritten Mal den gleichen Fehler macht, brauchst du Nerven aus Stahl, und die habe auch ich nicht.\"
Steffens kam als Hoffnungsträger, weckte hohe Erwartungen. \"Jetzt sieht die Situation natürlich dumm aus\", gesteht er. Steckt Lok als Oberliga-Vorletzter ab sofort im Abstiegskampf? \"Nein, nach vier Spielen ist das zu früh, wir dürfen keine Angst schüren, nicht in Panik verfallen. Aber Ausreden gibt es keine mehr\", sagt der Coach: \"Ich habe mich für dieses Team entschieden, die Jungs arbeiten im Training gut, doch sie müssen schnell lernen.\"
Am Sonnabend kommt Spitzenreiter Bautzen ins Plache-Stadion, dann geht\'s zu Aufstiegsfavorit Halberstadt - ultimative Herausforderungen ausgerechnet im sportlichen Tief. \"Da müssen wir durch\", betont Steffens und weiß auch wie: \"Wir dürfen nicht blind anrennen und dabei die Ordnung verlieren, brauchen mehr taktische Disziplin, bessere Organisation und Kommunikation auf dem Rasen.\"
Steffens wird umstellen, das halbe Team austauschen kann er mangels Alternativen nicht. Intern hat er seine Spieler hart kritisiert. Namen nennt er nicht in der Öffentlichkeit. Ausnahme: Abwehrchef und Kapitän Thorsten Görke. \"Ihn nehme ich besonders in die Pflicht, er hat genug Erfahrung, er muss führen, sich durchsetzen.\"
Gerade gegen Bautzen braucht Lok die Unterstützung der Fans. Der Trainer kleidet seinen Appell wie so oft in einen launigen Spruch: \"Wenn das geliebte Kind im Krankenhaus liegt, muss man es besuchen.\" Achim Steffens hat ein Spiel verloren und kurzzeitig die Contenance. Seinen Humor zum Glück noch nicht.
Steffen Enigk

21.09.2010
Jetzt ist Dampf auf dem Kessel
Lässt es Lok ausgerechnet gegen Spitzenreiter Bautzen plauzen?

Der kommt Samstag ins Plache-Stadion. Und soll die Start-Krise des Leipziger Oberligisten (nur drei Punkte aus vier Spielen) beenden - mit Achim Steffens am Heizkessel. Der Trainer relativierte seine Rücktrittsdrohung, mit der er unmittelbar nach dem blamablen 2:3 in Gotha vorm TV-Mikro kokettierte: „Das war falsch. Lag mir so auf der Zunge. Weil ich niemanden enttäuschen möchte.\" Enttäuschend ist dieser vorletzte Platz aber schon irgendwie Wohlwissend dass die sommerlichen Abgänge (u.a. Starke, Engler, Schreiber) nicht annähernd ersetzt wurden. „Wir haben unser Pulver aber noch nicht verschossen\", setzt Präsident Steffen Kubald dagegen. Und fast trotzig schiebt er hinterher: „Wir reden nicht vom Abstiegskampf.\" Schließlich hätte Lok auch noch zwei Spiele weniger als die Konkurrenz absolviert. Trotzdem hat Lok jetzt mächtig Dampf (Druck) auf dem Kessel. Mut sollte machen, dass das letzte Spiel in Bautzen gewonnen wurde. Heusel schoss im April das goldene Tor. Kapitän Thorsten Görke fordert: „Mund abputzen und Visier runter.\"
ANDRÉ SCHMIDT

20.09.2010
2:3! Schmeißt Steffens hin?
Jetzt MUSS man von einem Fehlstart sprechen! Nach dem 2:3 bei Aufsteiger Gotha ist der weiter sieglose FC Lok Vorletzter. Hildebrandt (36.) und Schulz (59.) glichen zweimal aus.
Für die Thüringer, die das Spiel mit nur neun Mann (Rot für Hatzky, Gelb-Rot für Bärwolf) beendeten, machte Scheidler vor 1126 Fans alle drei Kisten. Trainer Steffens drohte indirekt sogar mit Rücktritt: „Man muss überlegen...\"

20.09.2010
Lok blamiert sich
2:3-Schlappe bei nur noch neun Gothaern
Gotha/Leipzig. Erst drei Remis in Folge, gestern nun eine peinliche Niederlage: Der 1. FC Lok hat den Oberliga-Start gründlich verpatzt. Bei Aufsteiger Wacker Gotha verloren die Probstheidaer vor 1126 Zuschauern 2:3 (1:1), kassierten dabei drei Kontertore und den letzten, entscheidenden Treffer sogar in doppelter Überzahl gegen nur noch neun Gothaer. \"Wir haben uns bis auf die Knochen blamiert\", lautete das bittere Fazit von Klubchef Steffen Kubald, der wie 300 Lok-Fans abgrundtief enttäuscht nach Hause fuhr.
Gotha aber feierte den ersten Heimsieg - und Matchwinner Steffen Scheidler, der alle drei Tore erzielte (16., 54., 83.). Zweimal konnten die Leipziger ausgleichen. Raik Hildebrandt (36.) und der eingewechselte Christoph Schulz (59.) trafen jeweils nach Vorarbeit von Benjamin Fraunholz. Doch Scheidlers dritter Streich traf Lok mitten ins Herz. Die pausenlos anrennenden, klar feldüberlegenen Gäste, die viele Chancen versiebten, gaben auch hierfür die Vorlage. Markus Krug spielte im Mittelfeld einen katastrophalen Fehlpass, Gothas Sturmführer marschierte erneut auf und davon.
Lok-Trainer Achim Steffens war entsetzt: \"Ich habe eine Woche nur von der schnellen Nummer 13 gesprochen (Scheidler, d.A.), und der erschießt uns dann. Offenbar hört mir keiner zu.\" Und in seiner Wut legte Steffens gleich nach: \"Da ist meine Arbeit nichts wert, da muss ich mir schwer überlegen, ob ich mir das noch antue.\" Gotha hatte sich beim Stand von 2:2 selbst geschwächt. Christian Hatzky (67.) sah für ein Allerweltsfoul die Rote Karte, Routinier Daniel Bärwolf (75.) die Gelb-Rote. Bereits verwarnt, attackierte der Stürmer, der früher für den VfB Leipzig kickte, heftig den Schiri-Assistenten und musste wegen Meckerns vorzeitig unter die Dusche. Dumm.
Noch dümmer aber, wie Lok den Gastgebern danach ins Messer lief. \"Dreimal das gleiche Gegentor, das ist naiv, das ist ein Schlag ins Gesicht, so etwas habe ich noch nie erlebt\", stöhnte Kapitän Thorsten Görke. Konsequenz: Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz. Und am Sonnabend kommt Spitzenreiter Bautzen ins Plache-Stadion. \"Wir sind jetzt im Abstiegskampf\", weiß Görke.
Steffen Enigk

1. FC Lok: Evers - Krug, Görke, Knoof (29. Seipel) - Saalbach - Werner, Hildebrandt, Linkert, Seifert (78. Brumme) - Fraunholz, Heusel (52. Schulz).

19.09.2010
Die Termine stehen
Lok spielt heute bei Wacker Gotha
Es kommt langsam Ordnung in den Terminkalender von Lok Leipzig: Die Spielzeiten für\'s Derby und für das Pokalspiel gegen den Chemnitzer FC stehen. Am Sonntag, 10. Oktober, erwarten die Probstheidaer ab 15 Uhr den Regionalligisten - und zwar obendrein im heimischen Bruno-Plache-Stadion! „Es stimmt mich sehr froh, dass unsere Bemühungen belohnt worden sind\", freut sich Vereinschef Steffen Kubald. Und auch der Nachhole-Termin für das Leipzig-Derby gegen den FC Sachsen ist nunmehr unter Dach und Fach: Gespielt wird am Sonntag, 12. Dezember, ab 14 Uhr in der Red-BullArena. Übrigens: das Rückspiel fällt dann auf den 5. Februar 2011.
Ran müssen die Lok-Kicker auch am heutigen Sonntag und zwar beim Aufsteiger Wacker Gotha. Die „Remis-Könige\" (drei Spiele, drei Unentschieden) wollen den ersten Sieg der Saison einfahren. Angepfiffen wird das Spiel um 13.30 Uhr.
PM

18.09.2010
Erster Dreier im vierten Anlauf?
„RB hat die gleiche Situation gemeistert.\"
Sagt Lok-Boss Steffen Kubald, der damit auf die drei Unentschieden zum Saisonstart zielt. Erst im 4. Anlauf gelang den Bullen der erste Dreier. Lok will morgen (13.30 Uhr) bei Aufsteiger Gotha nachziehen.
„Die sind schon nicht so schlecht\", warnt Trainer Achim Steffens. „Die meisten Spieler waren einst in Erfurt oder Jena und haben da eine gewisse Grundschule gehabt.\" Und in dieser Saison schon mal gewonnen...
Sieben Punkte hätte man selbst schon haben können - meint Steffens. „Aber dann würden alle schon wieder die Nerven verlieren.\" Aufstiegsträume und so. „Dabei ist der FC Lok im Moment nur eine kleine Eisenbahn...\" Wohin die dampft, entscheidet sich in Thüringen. Steffens: „Die Spiele gegen Bautzen und HaIberstadt werden danach nicht leichter.\"
as

18.09.2010
Das gute Trainergefühl
Achim Steffens fährt mit Lok zuversichtlich nach Gotha
Leipzig. Fußball-Lehrer Achim Steffens ist vor dem Spiel von Oberligist 1. FC Lok Leipzig am morgigen Sonntag (13.30 Uhr) bei Aufsteiger Wacker Gotha optimistisch. Aber nicht, weil er das als Coach sein muss. \"Bei uns sind einige Dinge in dieser Saison auch gut gelaufen. Es hat doch stets nur wenig gefehlt zum Sieg\", sagt der 60-Jährige.
Auch, weil die Mannschaft wieder gut trainiert hat. Trotz der Regengüsse habe sie auf Nebenplätzen voll durchgezogen. \"Bei solchen Verhältnissen sind die Jungs früher in die Halle gekrochen.\" Die Moral sei trotz der unbefriedigenden drei Remis in Takt. Steffens hat ein gutes Gefühl, dass es in Gotha zum ersten Sieg reichen wird. Dennoch erwartet er ein hartes Stück Arbeit. \"Gotha hat im Prinzip die gleichen Spieler wie wir, für die es bisher für die Oberliga gereicht hat. Sie sind alle technisch gut ausgebildet wie unsere, denn sie durchliefen im Nachwuchs Klubs wie FC Carl Zeiss Jena oder FC Rot-Weiß Erfurt\", schildert der Haudegen die Lage. Verzichten muss Steffens weiter auf die verletzten, offensivstarken Mittelfeldspieler Sebastian Kieback (Wadenbein- und Knöchelbruch) und Alexander Kunert (Muskelfaserriss im Oberschenkel).
Kunert begann vorigen Mittwoch mit dem Lauftraining. \"Aber nur 15 Minuten. Das werde ich sachte steigern, riskieren werde ich nicht.\" Vor Sprints und Sprungübungen hat ihm sein Arzt Frank Striegler (Thonbergklinik) vorerst abgeraten. \"Ich werde nicht überstürzen. Es wäre schön, wenn ich im Pokalspiel gegen Chemnitz am 10. Oktober wieder dabei sein könnte\", sagt der 26-Jährige. Bekanntester Akteur der Gothaer ist Daniel Bärwolf. Der 37-Jährige trug von 1994 bis 1996 in 49 Zweitliga-Spielen das Trikot des VfB Leipzig. Wie auch Wacker-Trainer Holger Bühner. Der frühere Innenverteidiger absolvierte für die Probstheidaer sogar drei Erstliga-Partien. Für den Coach des Oberliga-Neulings ist Lok der Favorit. Seine Mannschaft habe nichts zu verlieren und wird deshalb mutig offensiv auftreten. \"Ich habe den 1. FC Lok beobachtet und war begeistert von seiner Willensstärke und der guten Ordnung auf dem Platz\", urteilt der 44-Jährige auf der Internetseite von Wacker Gotha. Norbert Töpfer

17.09.2010
Derby im Dezember
Termin-Not in der Oberliga! Das bereits zweimal ausgefallene Derby zwischen Lok und FC Sachsen wird nun erst am 12. Dezember nachgeholt. An dem Tag sollte eigentlich bereits das Rückspiel (nun am 5. Februar) steigen. „Angesichts der bisherigen Umstände bin ich sehr zufrieden\", meint Lok-Boss Kubald. Weniger toll ists für den FCS, der nun ohne wichtige Derby-Einnahmen überwintern muss.

17.09.2010
Termine für Pokal und Derby stehen
Leipzig. Zweimal musste das brisante Oberliga-Derby verschoben werden, jetzt ist klar: Der 1. FC Lok trifft am Sonntag, 12. Dezember, 14 Uhr, in der Red-Bull-Arena auf den FC Sachsen. Dann beginnt bereits die Rückrunde, hätte eigentlich schon das Rückspiel gegen die Leutzscher stattfinden sollen.
\"Aber wir haben keine Alternative, das ist der einzige noch mögliche Termin\", sagte Lok-Chef Steffen Kubald, \"angesichts der Umstände müssen wir damit leben. Unter der Woche dürfen wir ja nicht spielen.\" Das zweite Derby wurde auf den 5. Februar (Sonnabend, 14 Uhr) verlegt. Es steigt ebenfalls im WM-Stadion - mit dem FC Sachsen als Gastgeber.
Immerhin hat Lok beim sächsischen Pokalknüller gegen Regionalligist Chemnitzer FC \"echtes\" Heimrecht, darf am 10. Oktober (Sonntag, 15 Uhr) in Probstheida antreten. Kubald rechnet mit bis zu 5000 Zuschauern: \"Wir werden erneut beweisen, dass solche aufwendig zu organisierenden Spiele dank der guten Zusammenarbeit zwischen den Vereinen, mit den Verbänden und der Polizei problemlos im Plache-Stadion stattfinden können.\"
Am Sonntag muss Lok zum Oberliga-Punktekampf nach Gotha - und hofft auf den ersten Saisonsieg.
S.E.

16.09.2010
b>Lok gegen Sachsen Leipzig: Derby soll nun im Dezember stattfinden
Leipzig. Nachdem das Leipziger Oberliga-Derby mehrfach verschoben worden war, steht nun ein neuer Termin für die Begegnung fest. Wie der 1. FC Lok Leipzig am Donnerstag mitteilte, soll das Spiel gegen Sachsen Leipzig nun am 12. Dezember stattfinden. Anstoß in der Red-Bull-Arena ist 14 Uhr. Das Rückspiel verschiebt sich auf den 5. Februar 2011. Der Lok-Vorsitzende Steffen Kubald ziegte sich mit der Neuterminierung „sehr zufrieden angesichts der bisherigen Umstände“.

Das Derby war ursprünglich für den ersten Spieltag Anfang August geplant. Damals standen jedoch nicht genug Polizeikräfte zur Verfügung. Der Ersatztermin am 10. Oktober wurde gestrichen, weil der FC Sachsen an diesem Tag drei Spieler an die U21-Landesauswahl abstellen muss.

Wie Lok Leipzig weiter mitteilte, steht nun auch der Termin für die Begegnung in der zweiten Hauptrunde des Wernesgründer Landespokals gegen den Chemnitzer FC fest: Anstoß ist am 10. Oktober um 15 Uhr. Gespielt wird im heimischen Bruno-Plache-Stadion. „Es stimmt mich sehr froh“, sagte Kubald, „dass unsere Bemühungen belohnt worden sind. Wir werden es auch diesmal beweisen, dass solche aufwendig zu organisierenden Spiele dank der absolut positiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen den Vereinen, mit den Verbänden sowie den Polizei- und Sicherheitskräften problemlos im Plache-Stadion stattfinden können.“

© LVZ-Online

16.09.2010
Ex-Leipziger Bärwolf (37) stürmt Sonntag gegen Lok
Der Mann hat noch lange nicht genug!

Sonntag trifft der FC Lok auf Gotha - und Daniel Bärwolf (37). Der stürmte von 1994 bis 1996 für LokVorgänger VfB Leipzig (49 Zweitligaspiele, 8 Tore). Er blickt zurück:
„Die Truppe war dufte, aber mit Trainer August Starek bin ich gar nicht klar gekommen.\" Doch warum tut sich Bärwolf, der mit Frau Angela und den Söhnen Jan-Lucas und Ben-Niclas in Walschleben lebt, noch Liga fünf an? „Ich kann\'s nicht lassen. Und lieber so, als sich in der Kreisliga die Knochen kaputt treten zu lassen.\"
yg

15.09.2010
Der verhinderte FC Lok-Torjäger
Wann lässt der Schiri endlich mal seinen Wimpel unten?

Das fragt sich Lok-Stürmer René Heusel (31) nunmehr seit drei Spielen. Ein Tor gegen Auerbach (2:2) aberkannt, ein Treffer gegen Magdeburg (1:1) und zuletzt auch noch ein Knaller gegen Zwickau (1:1). Immer soll er knapp im Abseits gestanden haben.
„Es macht einen wahnsinnig traurig\", schluckt der verhinderte Torjäger, der Sonntag in Gotha seinen 4. Anlauf nimmt. Dort stürmt übrigens Daniel Bärwolf, der einst für den VfB Leipzig biss. Der Mann ist mittlerweile 37 - und hat schon zweimal getroffen.
jule

14.09.2010
1. FC Lok gegen CFC am 10. Oktober
Leipzig. Oberligist 1. FC Lok Leipzig empfängt am Sonntag, 10. Oktober (15 Uhr), in der zweiten Hauptrunde des Sachsenpokals den Chemnitzer FC, Spitzenreiter der Regionalliga Nord. \"Ich gehe davon aus, dass wir bei uns im Bruno-Plache-Stadion spielen. Nachdem am Freitag gegen Zwickau alles ordnungsgemäß über die Bühne gegangen ist, sollte es keine Probleme geben\", sagt der Lok-Vorsitzende Steffen Kubald.
Wann das ausgefallene Oberliga-Spiel bei Borea Dresden nachgeholt wird, ist derzeit völlig ungewiss. Denn die Dresdner haben nach dem \"Wildschwein-Überfall\" andere Sorgen. \"Es ist ja ein Zaun zum Wald hin vorhanden. Doch die Tiere haben ihn unterwühlt. Jetzt bauen wir für 9000 Euro einen zusätzlichen Zaun ums Spielfeld\", erklärt Borea-Jugendleiter Tino Gaunitz. Parallel dazu muss die schwer ramponierte Spielfläche saniert werden. Deshalb hat Borea das nächste Spiel bei Aue II getauscht und tritt auswärts an. \"In drei Wochen möchten wir aber wieder bei uns spielen\", erklärt Borea-Chef Thomas Baron.
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13.09.2010
Drei Spiele, nur drei Remis - Lok in Halbzeit zwei zu unruhig
Leipzig. Abwehrspieler Markus Krug vom 1. FC Lok war sich gestern auch zwei Tage nach dem 1:1 (1:0) gegen den FSV Zwickau nicht sicher, warum es auch im dritten Saisonmatch nicht zum ersten Sieg gereicht hat.
Klar sei für ihn nur, dass dieses Remis gerecht war. Im Gegenteil: \"Angesichts der Chancen der Zwickauer müssen wir sogar zufrieden sein.\" Der Hallenser in Probstheidaer Diensten sieht Zwickau als gut besetzte und erfahrene Mannschaft, in der eine ganze Anzahl Akteure auch schon höherklassig aktiv waren. \"Wir dagegen sind eine junge Mannschaft, bei der wir selbst noch nicht so recht wissen, wo wir stehen. Wir können nur froh sein, dass ein solch erfahrener Spieler wie Torsten Görke unserer Abwehr Halt gibt. Ein solcher Typ würde uns bestimmt auch im Mittelfeld gut tun. \"
Krug glaubt, dass es wohl Kopfsache war, dass die Probstheidaer nach guter Leistung im ersten Abschnitt im zweiten so nachließen und die Zwickauer über weite Strecken dominierten ließen. In allen drei Spielen kassierten die Schützlinge von Trainer Achim Steffens nach einem Ein-Tor-Vorsprung noch den Ausgleich. An der Kondition liege es auf keinen Fall. \"Viele von uns dachten: Nur nicht wieder Unentschieden spielen. Dadurch wirkten unsere Aktionen so unruhig\", glaubt Krug. Allerdings verweist er auf einige zweifelhafte Schiedsrichter-Entscheidungen gegen Lok. \"In allen drei Spielen wurde René Heusel ein aus meiner Sicht korrektes Tor aberkannt.\"
Norbert Töpfer

11.09.2010
Wieder nur ein Punkt für Lok
1:1 gegen Zwickau vor 3367 Zuschauern / Führung durch Fraunholz reicht nicht
Leipzig. Drittes Oberliga-Spiel, drittes Remis: Der 1. FC Lok musste sich gestern Abend vor 3367 Zuschauern im Plache-Stadion mit einem 1:1 (1:0) gegen den FSV Zwickau begnügen. Benjamin Fraunholz hatte die Probstheidaer bereits in der 3. Minute in Führung geschossen, Steffen Kellig (69.) schaffte den verdienten Ausgleich für die nach der Pause klar überlegenen Gäste.
Lok begann schwungvoll, erwischte einen Traumstart, versäumte bei Chancen von René Heusel (20.) und Fraunholz (22.) den zweiten Treffer nachzulegen. In der temposcharfen, rassigen, hochklassigen ersten Halbzeit gewannen die starken Zwickauer aber immer mehr Zweikämpfe und kamen dank ihrer besseren Spielanlage ebenfalls zu guten Gelegenheiten. Lok-Keeper Jan Evers musste des öfteren retten, vollbrachte seine größte Tat, als er einen Freistoß von Marcus Jazwinski (43.) noch aus dem Winkel kratzte. \"Wir haben den Gegner zu spät angegriffen und so ins Spiel kommen lassen\", monierte Lok-Trainer Achim Steffens, \"es war zu sehen, dass die Zwickauer viele erfahrene Leute und mehr Spielpraxis besitzen.\"
Nach dem Wechsel stand seine Mannschaft mit dem Rücken zu Wand, verteidigte mit Mann und Maus, Leidenschaft und Härte - doch in der Offensive gelang überhaupt nichts mehr. \"Da fehlte die Entlastung, da hatten wir Angst vor der eigenen Courage\", sagte Kapitän Thorsten Görke, \"wir haben zu schnell die Bälle verloren, das Tor war folgerichtig.\" Bitter: Es fiel aus einem Konter. Als sich Lok doch einmal über die Mittellinie gewagt hatte und patzte, zog Christof Neumann auf der rechten Seite auf und davon, seine Maßflanke wuchtete Kellig ins Netz.
Die rund 300 Zwickauer Fans brannten danach ein Feuerwerk ab und provozierten mit Sprechchören: \"Pyrotechnik ist kein Verbrechen.\" Die Polizei marschierte für einige Minuten in den FSV-Block, sorgte für Ruhe.
Lok aber ärgerte sich über den dritten verpassten Sieg der Saison. \"Wieder geführt, wieder ordentlich gespielt, wieder ein Fehler zu viel, wieder ein dummes Gegentor\", stöhnte Angreifer René Heusel, dem ein Treffer wegen Abseitsstellung versagt wurde: \"Aber wir sollten das Positive mitnehmen. Wir sind weiter ungeschlagen, irgendwann platzt der Knoten.\" Klubchef Steffen Kubald zog Parallelen zu RB. \"Die sind auch mit drei Remis gestartet, holten dann in Kiel den ersten Dreier. Da müssten wir eigentlich jetzt in Gotha gewinnen...\"
Steffen Enigk

Lok: Evers - Werner, Krug, Görke, Knoof - Hildebrandt, Linkert (88. Brodkorb), Saalbach, Seifert (75. Brumme) - Heusel (80. Schulz), Fraunholz. Zwickau: Wohlfeld - Strobel (83. Gillert), Baumann (27. Lietz), Trehkopf, Schumann - Neumann, Wölfel, Jazwinski, Troschke (46. Schmidt) - Kellig, Laskowski. Schiedsrichter: Jauch (Benshauen).

10.09.2010
Schon wieder Zoff ums Derby
Hiobsbotschaft für den FC Lok vorm heutigen Spiel gegen Zwickau (19 Uhr, Plache-Stadion): Das Lokal-Derby gegen den FC Sachsen (geplant für den 10. Oktober) wird erneut verschoben, nachdem bereits der erste Termin (8. August) wegen des Polizei-Einsatzes beim Hochwasser platzte. Grund diesmal: Die FCS Spieler Benjamin Schmidt, Christopher Kuckelt, Marco Dennhardt (und Jan Schöbe auf Abruf) kicken am Derby-Wochenende beim DFB-Länderpokal in Duisburg.
Lok-Boss Steffen Kubald bedient: „Das wegen eines derart unwichtigen Turniers alles kurzfristig über den Haufen geworfen werden kann, ist unsäglich.\" Ein neuer Termin steht noch nicht fest. yg

10.09.2010
Leipziger Derby-Fluch
Oberliga-Duell wegen DFB-Länderpokal abgesagt / 1. FC Lok spielt heute gegen Zwickau
Leipzig. Das Leipziger Oberliga-Ortsderby zwischen dem 1. FC Lok und dem FC Sachsen ist erneut geplatzt. Das bereits am 8. August wegen des Einsatzes der Bereitschaftspolizei beim Hochwasser in der Region Görlitz ausgefallene Duell sollte am 10. Oktober in der Red-Bull-Arena nachgeholt werden. Jetzt kann es wieder nicht stattfinden, weil die Leutzscher an besagtem Sonntag vier Spieler für die sächsische U21-Landesauswahl abstellen müssen. Lok-Chef Steffen Kubald erklärte jedoch, dass nun an diesem Tag das Sachsenpokalmatch der Probstheidaer gegen den Chemnitzer FC stattfinden könnte.
\"Wir haben es erst heute erfahren, dass Benjamin Schmidt, Christoph Kuckelt und Marco Dennhart eingeladen sind. Zudem muss sich Jan Schöbe auf Abruf bereit halten\", sagte Lars Ziegenhorn, Vorstandssprecher des FC Sachsen gestern Abend. Aus diesem Grund habe sein Klub den Antrag auf Verlegung des Stadtduells gestellt. Er informierte gleich den Lok-Vorsitzenden Steffen Kubald. \"Ich habe mich mit Augenzwinkern bei ihm dafür entschuldigt, dass wir seine Terminnot nun noch größer machen. Wir haben beide im Augenblick überhaupt keine Idee, wann wir dieses Spiel nachholen können.\" Er verstehte auch den Probstheidaer Klubchef, der diese brisante Partie nicht auf einen Wochentag verlegen möchte, weil das den 1. FC Lok viele Zuschauer kosten würde.
Kubald ärgert sich maßlos über den Ausfall: \"Ich bin stinksauer bei diesem Termin-Roulette. Den FC Sachsen trifft dabei überhaupt keine Schuld. Wenn uns vier wichtige Spieler fehlen würden, hätten wir genauso gehandelt. Aber dass wegen eines derart unwichtigen Turniers alles kurzfristig über den Haufen geworfen werden kann, ist unsäglich. Hier sollte schleunigst über Sinn und Unsinn einer derartigen Veranstaltung nachgedacht und eine Modifizierung auf den Weg gebracht werden.\" Die für die großen Klubs interessanten Akteure bräuchten nicht in Duisburg vorzuspielen. Sie seinen den Scouts der Bundesliga sowieso schon bekannt.
Kubald hatte kurzzeitig die Hoffnung, durch einen Spieltausch den Termin-Hickhack in den Griff zu bekommen. Er wollte das Landespokalspiel gegen das Regionalliga-Spitzenteam Chemnitzer FC auf den 10. Oktober vorverlegen. Und dafür die Partie gegen die Leutzscher auf Buß- und Bettag, 17. November, (oder 24 Stunden vorher) verschieben. \"Doch mein Plan geht nicht auf, weil an diesen Tagen das Zentralstadion besetzt ist.\" Er verweist zudem darauf, dass wegen dieses DFB-Länderpokals in Duisburg auch andere Klubs der Region Probleme haben. So sei auch das für den 9. Oktober geplante Cupspiel zwischen VFC Plauen und Dynamo Dresden wegen den Begegnungen der sächsischen U21-Auswahl bereits abgesagt worden.
Die Finden eines neuen Termins für das Leipziger Derby ist laut Sachsen-Vorstandsmitglied Ziegenhorn auch deshalb schwierig, weil bereits am 12. Dezember das Rückspiel mit den Leutzschern als Gastgeber in der Red-Bull-Arena angesetzt ist. \"Laut DFB-Statuten muss aber vorher die erste Partie ausgetragen werden\", weiß Lok-Schatzmeisterin Katrin Pahlhorn. Kubald indes kann wenigstens eine positive Botschaft vermelden. \"Es ist zu 99 Prozent sicher, dass wir nun am 10. Oktober die Chemnitzer bei uns im Plache-Stadion empfangen können.\"
Heute gilt die Aufmerksamkeit der Probstheidaer zunächst dem Heimspiel (19 Uhr) gegen den FSV Zwickau. \"Das wird ein Gradmesser, wo wir uns nach unseren erst zwei Spielen einordnen können. Klar ist: Wir wollen gewinnen. Das hätten wir bereits in den ersten beiden Spielen schaffen müssen\", meint Achim Steffens. Der Coach kann wieder auf den gegen Magdeburg II gesperrten Thorsten Görke zurückgreifen. \"Er wird uns in der Abwehr mehr Halt verschaffen.\" Im Hinblick auf das wieder ausgefallene Derby schaut der 60-Jährige etwas wehmutsvoll zum Ortsrivalen: \"Die Sachsen haben wenigstens Auswahlspieler. Ich hätte auch gern welche.\"
Die Leutzscher dagegen müssen morgen im Pokal bei Landesligist VfK Blau-Weiß Farbe bekennen. \"Unser Gegner hatte wie wir einen guten Saisonstart. Wir werden ihn nicht unterschätzen. Denn wir möchten im Pokal weit kommen, weil wir auch diese Zuschauereinnahmen dringendst benötigen. Wir erwarten kein Riesenspiel, aber ein 2:0 oder 3:0 wäre in Ordnung\", sagt Lars Ziegenhorn.
Norbert Töpfer

09.09.2010
Steffens wundert sich über Zwickaus Kohle
Festnetz und Internet ausgefallen - Lok-Trainer Achim Steffens (60) ist auf seinem Dörfchen im Moment ziemlich abgeschnitten. Dabei hätte er so gern recherchiert, woher Zwickau, am Freitag (19 Uhr, Plache-Stadion) nächster Gegner, plötzlich die ganze Kohle hat. 12 Neue kamen, darunter solche Hochkaräter wie Schumann (RB) und Kellig (Chemnitz) - obwohl die Westsachsen im Sommer noch kurz vor der Pleite standen. Steffens: „Das wundert mich schon sehr. Verspricht aber einen heißen Tanz.\"\" Nach zwei Spielausfällen und zwei Unentschieden ist der FC Lok in der Oberliga unter Zugzwang. „Die Tabelle schaut schon blöd aus\", weiß Steffens.
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09.09.2010
Terminspezialist Kubald
Pokalspiel gegen Chemnitz für November geplant / Kunert will dabei sein
Leipzig. Terminplanung ist derzeit eine der Hauptbeschäftigungen von Steffen Kubald. Nachdem das Oberliga-Nachholspiel bei Borea Dresden - Wildschweine hatten den Platz zerwühlt - für 2010 kein Thema mehr ist, möchte der Vorsitzende des 1. FC Lok nun wenigstens das Heimspiel der zweiten Hauptrunde des Sachsenpokals gegen den Chemnitzer FC in diesem Jahr über die Runden bringen. Neues Ziel ist Dienstag, der 16. November.
Im Bruno-Plache-Stadion soll dieser Klassiker ausgetragen werden. Die Red-Bull-Arena sei für das Match gegen Chemnitz kein Thema. \"Um solche Spiele zu realisieren, haben wir doch unsere Sportstätte mit viel Aufwand saniert. Das könnten wir unseren Fans gar nicht vermitteln, die dafür ehrenamtlich tausende Stunden gearbeitet haben\", erklärt Lok-Schatzmeisterin Katrin Pahlhorn. Die Probstheidaer wollten ursprünglich einen Tag früher spielen. Doch damit war der Aufstiegsmitfavorit der Regionalliga nicht einverstanden, weil er bereits 48 Stunden später im Punktspiel beim FC Oberneuland hätte antreten müssen.
Ein Flutlichtspiel am Abend vor dem Buß- und Bettag erscheint zuschauermäßig günstig, weil sowohl die Lok-Anhänger als auch die Chemnitzer Fans, die in Sachsen leben, am nächsten Tag frei haben. Klubchef Kubald rechnet mit einer guten Einnahme. \"Wenn 4000 Besucher kommen wie im Vorjahr gegen Aue, wären wir sehr zufrieden.\"
Wegen des spannenden Cupspiels gegen den jetzigen Zweitligisten Aue am 14. November 2009 ist Kubald für die Partie gegen Chemnitz Optimist: \"Wir sind zwar krasser Außenseiter, aber vielleicht gelingt uns eine Überraschung. Gegen den FC Erzgebirge hatten wir ein gutes Spiel abgeliefert und kassierten das 0:1 erst kurz vor Ende der Verlängerung.\"
Den neuen Termin des Pokal-Heimspieles bestätigen müssen nun der Chemnitzer FC, der Sächsische Fußball-Verband sowie die Polizei. Kubald hofft, dass in den nächsten Tagen alles perfekt gemacht wird.
Nicht gerade perfekt ist die Lage bei Alexander Kunert. Statt auf dem Spielfeld am Freitag (19 Uhr) mit den Teamkollegen gegen Zwickau um den ersten Saisonsieg zu kämpfen, absolviert der Mittelfeldmann derzeit täglich Übungen bei Physiotherapeut Uwe Zimmermann. Vor vier Wochen hatte sich Kunert einen Muskelriss im Oberschenkel zugezogen. \"Ich bin froh, dass ich inzwischen wieder schmerzfrei gehen kann\", schildert der 26-Jährige seine Situation. Er hofft, in drei bis vier Wochen wieder mit dem Training beginnen zu können. \"Im Pokal gegen Chemnitz möchte ich mit dazu beitragen, dass uns vielleicht ein Überraschung gelingt\", gibt sich der stets kampfstarke Kunert optimistisch.
Norbert Töpfer

08.09.2010
1. FC Lok spielt 2010 nicht mehr gegen Borea
Leipzig. Nachdem Wildschweine am vergangenen Wochenende ein weiteres Mal den Rasen des Jägerparks von Oberligist Borea Dresden verwüsteten, steht fest, dass die bereits am Sonnabend wegen Unbespielbarkeit der Anlage abgesetzte Partie der Landeshauptstädter gegen den 1. FC Lok Leipzig 2010 nicht mehr nachgeholt wird. Darüber informierte gestern Steffen Kubald. \"Aufgrund der Terminprobleme käme nur ein Wochentag für das Spiel in Frage. Doch unsere Spieler sind Amateure, so dass wir unter der Woche nicht antreten können. Außerdem hat der Jägerpark kein Flutlicht\", sagte der Probstheidaer Vereinschef.
Kubald weist zudem darauf hin, dass am Freitag während des Spiels gegen FSV Zwickau (19 Uhr) die Parkmöglichkeiten aufgrund der Sperrung der Connewitzer Straße stark eingeschränkt sind.
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i Die Tagestickets für die Spiele des 1. FC Lok gelten nicht für die Nutzung der Straßenbahnen in Richtung Plache-Stadion. Nur Besitzer von Dauerkarten können die öffentlichen Verkehrsmittel der LVB nutzen.

05.09.2010
Wildschweine verwüsten Platz
Lok-Gastspiel beim SC Borea Dresden abgesagt

Sie hatten sich so viel vorgenommen, wollten nach zwei Unentschieden zum Auftakt endlich den ersten Saisonsieg feiern - und dann das. Weil eine Horde Wildschweine im Stadion am Jägerpark das Spielfeld verwüsteten, fiel die für gestern geplante Auswärtspartie beim SC Borea Dresden aus. „Wir sind ja aus den kalten Monaten einiges gewöhnt - Eis, plötzlicher Wintereinbruch und so weiter. Aber, dass uns so etwas in dieser Phase der Saison gleich zum zweiten Mal passiert, ist unfassbar\", schüttelte Steffen Kubald, der 1. Vorsitzender des 1. FC Lok, ungläubig den Kopf. Zum Saisonauftakt musste bereits das Stadtderby gegen den FC Sachsen wegen des Hochwassers in Sachsen abgesagt werden. „Wir befinden uns mitten in der Spielvorbereitung. Alles ist auf Samstag ausgerichtet, du bastelst an den Details, die letzten Trainingseindrücke waren sehr ordentlich und dann trifft dich dieser erneute Schlag ins Gesicht\", zeigte sich auch Coach Achim Steffens tief enttäuscht von der erneuten Spielabsage. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Am kommenden Freitag gastiert mit dem FSV Zwickau ein echtes Spitzenteam im Bruno-PlacheStadion (19 Uhr).

04.09.2010
Schweinerei! Borea sagt Spiel ab
Da wird Lok-Coach Achim Steffens (60) zur Sau!

Heute sollte die „Loksche\" zu Borea Dresden dampfen. Doch schon gestern wurde die Oberliga-Partie abgesagt - eine Sauerei im wahrsten Sinne des Wortes. Denn in der Nacht zum Freitag hatten Wildschweine den Platz im Jägerpark umgegraben! „Die Tiere heißen ja nicht umsonst Wild-Schweine. Das ist schon ganz schön ärgerlich. Doch wir werden nach den Tieren fahnden. So viele gibt\'s ja nicht davon\", schmunzelt Steffens, der trotzdem noch zu Scherzen aufgelegt ist. Denn durch den tierisch ungebetenen Besuch wollte Steffens gestern kurzfristig einen Testgegner suchen - erfolglos.
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04.09.2010
Wildschweine verhindern Spiel
Leipzig. \"So etwas habe ich noch nie erlebt. Solche mysteriösen Gründe für Spielabsagen. Erst das Derby gegen FC Sachsen wegen Hochwasser. Jetzt die Partie bei Borea Dresden wegen Wildschweinen. Aber irgendwann ist immer das erste Mal. Das ist richtige Sch...\", ärgert sich der Probstheidaer Trainer Achim Steffens zur Absage der heutigen Partie in der Landeshauptstadt. Die Schwarzkittel hatten das Spielfeld umgepflügt.
\"Es war wieder alles umsonst. Die Spielvorbereitung, das Training mit speziellen Einheiten. Und das Spannungsfeld, das wir mit der Mannschaft aufgebaut haben, ist auch dahin\", sagt Steffens. Er muss nun seine Jungs am heutigen Sonnabend mit Training bei Laune halten. \"Doch das ist alles kein Ausgleich für ein Punktspiel. In Dresden gibt es so viele Fußball-Plätze. Aber wegen der Sicherheit können wir wohl nicht ausweichen.\"<
Auch der Lok-Vorsitzende Steffen Kubald ist sauer: \"Wir sind ja aus den kalten Monaten einiges gewöhnt. Dass uns das in der neuen Saison gleich zweimal passiert, ist schlimm. Wir rennen nun schon der zweiten Partie hinterher und der Terminkalender lässt so gut wie keinen Spielraum übrig.\"
Dass Wildschweine über die Spielflächen des Jägerparks, der Heimstätte von Borea, herfallen, ist nicht Neues. Die Klubverantwortlichen haben deshalb sogar schon Elektrozäune legen lassen. Doch alles war ohne Erfolg. Die Tiere blieben Sieger. Mirko Liebich, ehemaliger Spieler in Grimma und bei Borea, kennt sich aus. \"Hinter dem Sportplatz liegt die Dresdner Heide. Da kamen öfter mal Tiere aus dem Wald aufs Sportgelände. Allerdings nicht, wenn wir trainiert oder gespielt haben\", erinnert sich der 36-Jährige, der im Vorjahr seine Laufbahn als Landesliga-Akteur beim SV Einheit Kamenz wegen einer schweren Knieverletzung beenden musste. Zuletzt hatten die Schwarzkittel den Rasen vor einem Jahr heimgesucht. Ihr vorhergehender Großangriff ereignete sich im Sommer 2001. \"Schade, wir wollten eigentlich gerne Lok vom Platz fegen\", bedauert Borea-Geschäftsführer Sebastian Rosse. \"Unser Elektrozaun hat leider nicht genug Volt. Die Schweine rennen einfach den Hang hinunter. Erst letzten Sonnabend hat der Jäger eins erlegt. Jetzt forcieren wir den Bau unseres Stahlzauns.\"
nt/güfra

03.09.2010
Fehlstart durch Sieg vermeiden
Leipzig. Trainer Achim Steffens ist bekannt dafür: Er redet nie um den heißen Brei herum. Auch nicht vor dem morgigen Oberliga-Match des 1. FC Lok Leipzig bei Borea Dresden. \"Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Aber wenn wir dort keine drei Punkte holen, haben wir einen Saison-Fehlstart hingelegt\", sagt der 60-Jährige knallhart.
Der Probstheidaer Coach hatte vorigen Sonntag die respektable Vorstellung der Landeshauptstädter beim Aufstiegsmitfavoriten Germania Halberstadt vor Ort beobachtet. Dort kassierten die Schützlinge von Trainer Thomas Baron den 1:1-Ausgleich erst in der Schlussminute. \"Die Dresdner sind eine starke Mannschaft\", schätzt Steffens den Gegner ein, auch mit dem Abstand von vier Tagen.
Für ihn ist ein Erfolg auch deshalb wichtig, weil er sich mit seinen Jungs das Ziel gesetzt hat, mit attraktivem und erfolgreichem Fußball wieder mehr Besucher ins Bruno-Plache-Stadion zu locken. \"Dabei müssen wir schon an die Partie gegen die Zwickauer eine Woche später denken, die bisher ebenfalls einen guten Eindruck hinterlassen haben. Gerade das vorhergehende Spiel ist stets wichtig für eine ordentliche Zuschauerzahl im Heimspiel\", meint der Fußball-Lehrer. Bis auf die verletzten, offensivstarken Mittelfeldspieler Sebastian Kieback (Wadenbein- und Knöchelbruch) und Alexander Kunert (Muskelfaserriss im Oberschenkel), die noch wochenlang ausfallen, hat Coach Steffens morgen (Anstoß: 14 Uhr) im Jägerpark alle Spieler an Deck.br> nt

02.09.2010
Geldgeber fürs Trikot gesucht
Samstag kämpft der FC Lok bei Borea Dresden um den 1. Saisonsieg - aber immer noch mit blanker Brust. Ein neuer Trikot-Sponsor ist nach wie vor nicht in Sicht. „Schwierig\", gibt Präsident Steffen Kubald zu. „Zumal wir auch eine Schmerzgrenze haben.\" Heißt: Die Werbefläche soll nicht verramscht werden, sondern mindestens 50000 Euro bringen. Jeder abgelaufene Spieltag machts unwahrscheinlicher.

31.08.2010
Schulz hat schon mit Marin gekickt
Hat Oberligist 1. FC Lok endlich einen neuen Torjäger gefunden?

Mit dem Treffer zum 1:0 gegen Magdeburg II (1:1) köpfte sich Neuzugang Christoph Schulz (21/HFC II) in die blau-gelben Herzen. Der Zivi (ab 1. November): „Ein tolles Gefühl, von so vielen Fans bejubelt zu werden. Das hatte ich in Halle noch nicht erlebt.\" Dabei stand der gelernte Schreiner 2006 auf dem Sprung in die zweite Liga. Rostock und Greuther Fürth waren an ihm dran. Kein Wunder, schließlich kickte er in der U17-sowie U18-Nationalelf unter Horst Hrubesch u.a. mit Marko Marin zusammen. „Doch ich hatte zuvor beim HFC bis 2010 verlängert, die Ablöse war beiden Vereinen zu hoch\", so der Single. Der Durchbruch in Halle blieb aus, Schulz wechselte zum 1. FC Lok. Und ist hier glücklich. Schulz: „Hier will viel erreichen.\" Hören die Fans gerne....
cp

31.08.2010
Kapitän Görke erwartet Geduld
Leipzig. Der 1. FC Lok hatte sich nach zwei Spielen mehr als zwei Punkte ausgerechnet. Das steht fest. Aber Hektik scheint deswegen nicht eingezogen zu sein. \"Warum sollen wir unruhig sein?\", fragt der Vorsitzende Steffen Kubald. \"Wir haben zweimal guten Fußball geboten. Leider haben wir vor allem gegen die Magdeburger zu viele Chancen ausgelassen. Das müssen wir verbessern.\"
Der Klubchef freut sich dagegen über die Stimmung auf den Rängen. \"Da gibt es nichts zu meckern. Die Fans merken, dass sich die Jungs zerreißen.\" Das war gegen die Elbestädter auch in Phasen zu spüren, als wenig bei Lok zusammenlief. Kein Pfiff war zu hören. Was für das Auftreten des Teams spricht. Doch die Leidensfähigkeit der Anhänger hat auch Grenzen. Wenn die Spieler nach acht Großchancen wie zuletzt mit nur einem Punkt vom Platz gehen, könnte auch die derzeit gute Atmosphäre im gepflegten Stadionrund schnell wieder flöten gehen.
Lok-Kapitän Thorsten Görke analysiert: \"Es ist nichts passiert. Wir haben keine Niederlage kassiert. Ich habe bereits vor dem Saisonstart gesagt, dass wir als Mannschaft wie eine Wundertüte sind. Wir sind auf einem guten Weg\". Ihm sei nicht bange. Vor allem, weil sich das Team gegen Magdeburg viele Chancen heraus arbeitete. Und bei einem Aufstiegskandidaten wie Auerbach wäre ein 2:2 respektabel. Es fehle den meist jungen Spielern noch die Cleverness, eine 1:0-Führung nach Hause zu schaukeln. \"Wir müssen einfach Geduld haben\", sagt der Routinier. Fürs Spiel am Sonnabend gegen Borea Dresden rechnet Kubald mit 300 bis 500 Probstheidaer Fans, die im Jägerpark für Heimspielatmosphäre sorgen werden, denn das technisch starke Team aus der Landeshauptstadt wird von den Dresdner Fußball-Fans seit Jahren ignoriert.
Norbert Töpfer

30.08.2010
Alle gegen Schiri Assi
Nach dem 1:1 am Freitag gegen Magdeburg II gabs für Lok-Coach Achim Steffens statt Pils zur Beruhigung einen heißen Pfefferminztee - mit einem Stück Zucker.
Steffens sauer: „Wir haben zwei Punkte verloren. Das 2:0 hätte Ruhe gebracht!\" Doch Schiri-Assi Jürgen Backhaus (Steinheuterode) hatte ein Kopfballtor von Heusel (60.) wegen angeblichem Abseits nicht gegeben. Mittelfeldmann Jens Werner: „Das war nie und nimmer Abseits!\"
Übrigens: Der Landespokal-Hit gegen Chemnitz soll am 17. November (Plache-Stadion) steigen.
cp

30.08.2010
Lok mit taktischen Mängeln
Trainer Steffens nach 1:1 gegen FCM-Fohlen verärgert
Leipzig. Trainer Achim Steffens wird seine Akteure schon heute Abend warnen vor dem Sonnabend, wenn der 1. FC Lok bei Borea Dresden antreten muss. Der Fußball-Lehrer war gestern in Halberstadt und sah ein unglückliches Remis der stark auftrumpfenden Landeshauptstädter bei den als Aufstiegsmitfavoriten gehandelten Harzern. \"Die Leute glauben immer, die Borea-Spieler können nicht viel. Aber das sind alles Jungs, die Fußball spielen können. Die waren ja zwei Klassen besser als die Halberstädter.\" Allerdings kann Steffens dann wieder auf seinen Kapitän Thorsten Görke zurückgreifen, der am Freitagabend beim enttäuschenden 1:1 gegen die Magdeburger Fohlen aufgrund seiner Ampelkarte zum Saisonstart in Auerbach gesperrt war. Das ist die einzige Veränderung, die für den Coach bereits feststeht. \"Alles andere wird sich im Laufe der Woche ergeben.\"
Die schlechte Chancenverwertung ärgerte ihn auch gestern noch. \"Wir kriegen so ein blödes Tor, es war die einzige Möglichkeit der Magdeburger. Wenn wir führen, müssen wir solch ein Spiel auch gewinnen. Genügend Chancen dazu hatten wir vorher.\"
Dass die vor der Pause so starken Mittelfeldspieler Raik Hildebrandt und Reimund Linkert nach der Pause zusehends schwächer wurden, ist für Steffens logisch: \"Beiden fehlte die Unterstützung. Sie mussten viel laufen, so dass ihnen die Kräfte ausgingen. Einige ihrer Mitspieler haben in dieser Phase versagt. Wir müssen uns in solchen Situationen einfach taktisch verbessern.\" Unzufrieden war Steffens zum Beispiel mit Sebastian Seifert auf der rechten Außenbahn. Linkert indes konnte die ganze Woche wegen Wadenproblemen nicht voll trainieren. Heute Abend wird der Coach mit seinen Jungs das Match gegen Magdeburg auswerten. Unter anderem nutzt er dazu Filmmaterial, das ihm die Männer vom \"Lok-Ruf\" zusammengeschnitten haben. Eine Viertelstunde wird Steffens seinen Männern noch einmal die Fehler vorführen. \"Länger können wir so etwas nicht machen. Wir sind Amateure. Die Spieler kommen um erst 17.30 Uhr zum Training\", erklärt der erfahrene Coach, der am Sonnabend in Dresden ein ganz schweres Spiel erwartet.
Norbert Töpfer

Lok: Evers - Knoof, Werner, Krug - Seipel (80. Brumme), Saalbach (73. K. Adam), Hildebrandt, Linkert, Seifert - Heusel, Schulz (53. Fraunholz).

29.08.2010
Kein „Dreier\" trotz Überlegenheit
Lok Leipzig schafft gegen den 1. FC Magdeburg II nur ein 1:1-Unentschieden

Es war eine gefühlte Niederlage, dieses 1:1 gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg. Schließlich hatten die Oberliga-Kicker des 1. FC Lok dieses erste Saison Heimspiel klar dominiert, aber zahlreiche Torchancen nicht genutzt. Vor insgesamt 2.318 Zuschauern, die bei teilweise sintflutartigen Regenfällen ins Bruno-Plache-Stadion gepilgert waren, fiel es den Gastgebern anfangs äußerst schwer die defensiv eingestellten Magdeburger aus der Reserve zu locken. Erst ab der 20. Minute konnten sich die Lok-Kicker die ersten Chancen erarbeiten.
Mit einem platzierten Freistoß aus 22 Metern zwang Reimund Linkert den starken Gäste-Keeper Christian Gropius in der 20. Minute erstmals zu einer starken Parade. Nur Sekunden später verfehlte René Heusel mit dem linken Fuß aus 18 Metern das Gehäuse nur knapp. In der 30. Minute fand der Angreifer nach einem Schuss aus der Drehung im stark reagierenden Magdeburger Torhüter seinen Meister. In der 39. Minute durfte in Probstheida endlich gejubelt werden: Neuzugang Christoph Schulz köpfte eine Freistoßflanke von Raik Hildebrandt aus 12 Metern zum verdienten 1:0 ein.
Nach der Pause drängten die Mannen von Trainer Achim Steffens auf die Vorentscheidung. Doch weder Raik Hildebrandt, noch der eingewechselte Benjamin Fraunholz brachten den Ball aus aussichtsreicher Position im Kasten unter. Zudem hatte René Heusel Pech, als er in der 74. Minute nur den Innenpfosten traf. Bereits drei Minuten später rächte sich der freizügige Umgang mit den Großchancen. Magdeburgs Kapitän Christian Loth nutzte die einzige Chance seines Teams in der zweiten Halbzeit per Kopf zum 1:1. Von diesem Schock erholten sich Gastgeber bis zum Schluss nicht mehr.
AN

Lok Leipzig: Evers - Krug, Werner, Knoof - Seifert, Saalbach (73. Adam), Hildebrandt, Seipel (80. Brumme), Linkert - Schulz (53. Fraunholz), Heusel.
T.: 1:0 Schulz (39.), 1:1 Loth (77.). SR: Ostrin (Eisenach).
Z.: 2.318

28.08.2010
Bild schaut die Kabine des 1. FC Lok
So einen intimen Einblick gab es noch nie. Und schon gar nicht in 3D! BILD schaut erstmals in die Kabine des FC Lok Leipzig.
20 Quadratmeter, auf denen die Spannung zu greifen ist. Denn gleich gehts raus zum 1. Oberliga-Heimspiel der Saison. Aufsteiger Magdeburg II wartet.
Die Trikots hängenschon griffbereit an den Spinden. Torwart Jan Evers streift sich bereits seine Fußballstiefel über. Der diesmal gesperrte Kapitän Thorsten Görke wünscht in Zivil Glück. Und mittendrin Trainer Achim Steffens, der seinen Jungs, die auf kargen Holzbänken sitzen, letzte taktische Anweisungen gibt. Er verrät: „Einen besonderen Heißmacher-Spruch habe ich nicht. Das kommt alles aus dem Bauch heraus.\" Nur auf eines legt er Wert: „Gespräche, die in der Kabine geführt werden, dürfen nicht nach draußen dringen. Da reagiere ich sehr empfindlich.\" Und was ist mit Handyklingeln oder ähnlichen Disziplinlosigkeiten? Steffens: „Das regeln die Jungs unter sich. Ich persönlich halte nichts von irgendwelchen Strafenkatalogen. So ein Stück Papier finde ich albern.\"
Im Spiel gegen Magdeburg kam der FC Lok vor 2318 Fans trotz bester Chancen nur zu einem 1:1. Neuzugang Christoph Schulz köpfte das 1:0 (39.), Loth glich aus (77.).
ANDRE SCHMIDT und CHRISTIAN PAULUS

28.08.2010
1. FC Lok verschenkt den Sieg
Probstheider schaffen gegen Magdeburger Fohlen nur ein 1:1
Leipzig. Der 1. FC Lok Leipzig verpasste gestern Abend seinen ersten Saisonsieg. Vor der stattlichen Kulisse von 2318 Zuschauern erreichte der Fußball-Oberligist gegen die bisher sieglose zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg nur ein enttäuschendes 1:1 (1:0).
Nach dem Abpfiff konnten es die Probstheidaer kaum fassen: Sie hatten gegen technisch gute, aber im Angriff meist harmlose Elbestädter zwei Punkte liegen lassen. Doch im Gegensatz zur vergangenen Saison gab es nach dem Remis keine Pfiffe. Die Schützlinge von Trainer Achim Steffens boten phasenweise ordentlichen Fußball und kämpften 90 Minuten bis zur Erschöpfung. Das akzeptierten die Zuschauer, die ihrer Mannschaft mehrfach auf offener Szene applaudierten. \"Die Fans waren klasse. Sie haben hoffentlich unsere spielerische Steigerung erkannt\", sagte der dennoch sichtlich enttäuschte Manndecker Markus Krug.
Doch dafür konnten sich die Männer um Ersatzkapitän Stephan Knoof, der den gesperrten Thorsten Görke vertrat, nichts kaufen. Lok ließ einfach zu viele Chancen aus. Nur einmal schlug es im Kasten der Gäste ein: Sebastian Seifert hatte auf der rechten Seite clever einen Freistoß rausgeholt, den Raik Hildebrandt in die Mitte auf Christoph Schulz zirkelte, der per Kopf zum umjubelten 1:0 (38.) verwandelte. Lok schien auf der Siegerstraße. Vor dem Pausenpfiff hatten die Probstheidaer allerdings Glück, dass Schiedsrichter Eugen Ostrin (Eisenach) Marcus Saalbach nach brutalem Foul an Gino Krumnow nur Gelb zeigte. Magdeburgs Trainer Wolfgang Sandhowe war empört. \"Das war ganz klar rot\", schrie er den Referee an.
Nach Wiederbeginn ließ Leipzig wieder einige hochkarätige Chancen (Hildebrandt 60., Benjamin Fraunholz 61., Rene Heusel 70.) ungenutzt. Heusel hatte zudem mit einem Innenpfostenknaller (74.) Pech. Doch Magdeburg schlug bei seiner einzigen Möglichkeit in Halbzeit zwei zu. Nach einem Freistoß köpfte Christian Loth zum 1:1-Endstand (78.) ein. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt.
Gäste-Coach Sandhowe strahlte nach dem Abpfiff: \"Wir haben astrein gespielt. Ich bin überglücklich\". Lok-Trainer Steffens, der während der Partie pausenlos in der riesigen Pfütze Coachingzone unterwegs war und Anweisungen auf den Platz schrie, wirkte plötzlich ganz ruhig. \"Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Alle geben sich Mühe. Aber es passt eben noch nicht, es muss alles wachsen\", sagte der 60-Jährige und fügte an: \"Und dann kriegen wir solch ein blödes Kopfballtor. Soll ich Fraunholz einen Vorwurf machen, dass er nicht richtig mit hochstieg. Es war krank, hat sich extra gesund schreiben lassen.\" Kapitän Görke zog ebenfalls ein langes Gesicht. \"Wir müssen das 2:0 schießen. Aus einem Standard kann jeder Gegner ein Tor machen. Das war schon bitter.\"
Der Lok-Vorsitzende Steffen Kubald wirkte gelassen. \"Das passiert. Wir hatten genügend Chancen. Schade, dass es den ganzen Tag regnete. Das hat uns bestimmt 500 Zuschauer gekostet.\" Norbert Töpfer

1. FC Lok: Evers - Krug, Werner, Knoof - Saalbach (74. K. Adam) - Seifert, Linkert, Hildebrandt, Seipel (83. Brumme) - Heusel, Schulz (54. Fraunholz).
Tore: 1:0 Schulz (38.), 1:1 Loth (78.). Z: 2318.

27.08.2010
Fans sparten Lok 360000 Euro ein
Tribüne & Dammsitz renoviert
Wochenlang hatten die Fans kostenlos gehämmert, gebohrt, gemalert. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Tribüne (frisch gestrichen) und Dammsitz (begradigt) erstrahlen heute in neuem Glanz!
21000 Arbeitsstunden, die dem Klub 360000 Euro sparten, wurden in den letzten 16 Monaten geleistet. „Da sollten wir bisschen was zurückgeben\", fordert Trainer Achim Steffens (60) vor der Heim-Premiere heute (19 Uhr) gegen Magdeburg II. „Denn ich hasse es, wenn man mit den Emotionen der Fans fahrlässig umgeht.\" Er hat nämlich auch das beobachtet: „Die haben da bei größter Hitze gearbeitet.\"
Ist die Mannschaft auch heiß genug?
Steffens: „Wenn wir die Leistung vom 2:2 in Auerbach in etwa wiederholen, könnte es für was reichen...\"
as

27.08.2010
Große Neugier und leise Zweifel
Lok heute gegen Magdeburg II / Steffens: Sind noch eine Tagesform-Mannschaft
Leipzig. Lange war er weg, heute Abend gibt er sein Punktspiel-Comeback im Plache-Stadion - Chefcoach Achim Steffens. Der 60-Jährige soll den 1. FC Lok wieder zu einem Oberliga-Spitzenteam machen, und das möglichst in Rekordzeit. Die Neugier ist groß, der Vorschusslorbeer gewaltig. \"Das Vertrauen ehrt mich, aber Wunder dauern etwas länger\", sagt Steffens, der in der überbordenden Erwartungshaltung \"Chancen und Gefahren\" sieht, einerseits mit dem Rückhalt der Fans rechnen kann, andererseits wohl vergeblich Geduld einfordert und befürchtet, dass sein Team beim Heim-Auftakt gegen Magdeburg II (19 Uhr) verkrampft.
\"Wir sind noch eine Tagesform-Mannschaft\", glaubt der Trainer. Mal gut, mal grottenschlecht in der Saisonvorbereitung - Steffens zieht aus dieser Achterbahnfahrt \"berechtigte Zweifel\".
Die konnte auch das 2:2 bei Tabellenführer Auerbach nicht vollends beseitigen, obwohl seine Truppe dort positiv überraschte, nahe am Sieg war und die vom Trainer verlangten Grundtugenden zeigte: \"Die Mannschaft ist als starkes Kollektiv aufgetreten, hat sich in die Zweikämpfe gekniet, leidenschaftlich und aufopferungsvoll gefightet.\" Im spielerischen Bereich und bei der Chancenverwertung müsse aber eine Steigerung her, um \"die vielbeinige Magdeburger Abwehr\" zu knacken. Der Kontrahent, mit Niederlagen gegen die Aufstiegsfavoriten Bautzen und Halberstadt gestartet, ist für Steffens eine Wundertüte: \"Ich weiß nur, dass die einen Punkt weniger haben als wir.\"
Wolfgang Sandhowe weiß mehr. \"Wir haben zweimal ganz gut gespielt, aber der jungen Mannschaft fehlen noch Robustheit und Erfahrung\", sagt Magdeburgs Coach, der mit einem Remis mehr als zufrieden wäre: \"Wir sind Außenseiter, schon das Spiel unter Flutlicht ist Neuland für meine Jungs.\"
Für den gesperrten Thorsten Görke rückt wahrscheinlich Sebastian Seifert ins Lok-Team, hinter dem Einsatz von Benjamin Fraunholz (Infekt) und Reimund Linkert (Wadenprobleme) standen gestern noch Fragezeichen.
In neuem Glanz erstrahlt das Plache-Stadion. In den vergangenen 16 Monaten leisteten die Lok-Fans bei Umbau- und Renovierungsarbeiten insgesamt 21 000 freiwillige Stunden im Gegenwert von 360 000 Euro.
S.E.

26.08.2010
\"Uns muss man erst mal schlagen\"
Gelb-Rot zuletzt in Auerbach. Somit muss Lok-Kapitän Thorsten Görke (33) morgen gegen Aufsteiger Magdeburg II (19 Uhr, Plache-Stadion) tatenlos zuschauen.
„Ein fader Beigeschmack nach einem durchaus gelungenen Start”, gibt der Verteidiger, der im Sommer vom HFC kam, zerknirscht zu. „Aber wie die Jungs das 2:2 in den letzten Minuten verteidigt und sogar fast ausgebaut hätten, das macht mich schon stolz.\" Und dann der Satz, der den Fans wie Musik in den Ohren klingen wird: „Wenn wir uns punktuell noch spielerisch verbessern, dann muss uns erst einmal jemand schlagen.\" Vorsicht jedoch: Trainer Wolfgang Sandhowe wird die FCM-Fohlen schon richtig heiß machen...
Für Görke könnten morgen Werner oder Saalbach in die zentrale Abwehrposition rücken. Knoof ist Aushilfs-Kapitän.
as

26.08.2010
Knoof vertritt Görke als Lok-Kapitän
Abwehrchef nach Feldverweis in Auerbach beim ersten Heimspiel morgen gegen Magdeburg II gesperrt

Leipzig. Das respektable 2:2 bei Spitzenreiter Auerbach im Rücken, die Reserve des 1. FC Magdeburg vor der Brust: Der 1. FC Lok präsentiert sich morgen (19 Uhr) erstmals in dieser Oberliga-Saison den Probstheidaer Fans, hofft auf 2500 Zuschauer unter Flutlicht im Plache-Stadion. \"Mit einem Sieg würde vieles leichter\", sagt Trainer Achim Steffens. Er kennt die hohen Erwartungen und dämpft sie ein wenig: \"Es wird nicht einfach, das Fehlen unseres Leitwolfs zu kompensieren.\"
Denn Kapitän Thorsten Görke flog in Auerbach vom Platz, ist gesperrt. Für die gelb-rote Karte, die der 33-Jährige in der zweiten Halbzeit erhielt, tat er schon Buße, zahlte gemäß des internen Strafenkatalogs in die Mannschaftskasse ein. Selbstkritisch erklärt Görke, die erste Verwarnung wegen Meckerns sei unnötig gewesen. \"Aber die zweite Aktion war meiner Meinung nach kein Foul\", so der Abwehrorganisator. \"Und wenn, wäre es mein erstes gewesen. Da muss man keine Karte zeigen.\" Deswegen sei er anschließend emotional etwas über das Ziel hinausgeschossen. \"Emotionen gehören dazu\", räumt Steffens ein. Sauer ist der Trainer trotzdem wegen Görkes Undiszipliniertheit: \"Er weiß selbst, dass das nicht gut war.\" Gegen Magdeburg wird Stephan Knoof die Kapitänsbinde tragen. \"Er kann das Team führen, und ich will ihn noch stärker in die Verantwortung nehmen\", begründet der Coach. Der Unfall auf dem Weg nach Auerbach (wir berichteten) hatte übrigens nur indirekt mit dem Lok-Bus zu tun. Als das Team-Gefährt einen Pkw überholte, geriet dieser ins Schlingern und knallte in die Leitplanke. \"Das Auto hat sich fast überschlagen\", erzählt Busfahrer Dieter Barth. Deshalb habe er angehalten, die Spur blockiert. Physiotherapeut Uwe Zimmermann und die Mannschaft leisteten Erste Hilfe. Barth: \"Die Pkw-Fahrerin hatte riesiges Glück, dass nichts Schlimmes passiert ist.\" Die Frau habe zugegeben, eine Zigarette aus dem Fenster geworfen und dabei die Kontrolle verloren zu haben.
Morgen müssen die Lok-Spieler nicht in den Bus - aber gewinnen. Thorsten Görke wird die Daumen drücken: \"In Auerbach haben wir ein Achtungszeichen gesetzt. Wenn wir immer so spielen, wird es für alle Gegner sehr schwer.\" Steffen Enigk,
Thomas Düll

23.08.2010
Rot für Kapitän Görke
Seine Heim-Premiere muss Thorsten Görke (33) erneut verschieben...

Freitag gegen Magdeburg II fehlt der Kapitän des 1. FC Lok - Ampelkarte beim starken 2:2 zum Oberligaauftakt in Auerbach. Schiri Wartmann aus dem thüringischen Großvargula schickte ihn nach 62 Minuten unter die Dusche, nach einem Foul an Vogel. Schon vor der Pause hatte „Görks\" den gelben Karton wegen Meckerns gesehen. Trainer Achim Steffens wurmt gerade das: „Denn Abwehrspieler kommst du irgendwann in die Verlegenheit, Foul zu spielen.\" Blöd, wenn man dann schonvorbelastet ist...
Görke, der kurz zuvor mit einem Elfer zum 2:1 traf (Fraunholz besorgte zudem das 1:1) war jedenfalls so gefrustet, dass er dem Schiri die Kapitänsbinde vor die Füße warf. Knoof streifte sie später wieder über.
as

23.08.2010
Remis mit Leidenschaft
1. FC Lok trotzt Tabellenführer einen Punkt ab / Kapitän Görke sieht Gelb-Rot
Auerbach/Vogtland. Bis zum Sonnabend wussten die Mannen des 1. FC Lok nicht, wie gut sie in dieser Saison sind. Seit der ersten Partie vor rund 1100 Zuschauern in Auerbach ist wenigstens eines klar: Mit ihnen ist zu rechnen.
Der erste Schock ereilt die Schützlinge von Achim Steffens schon, bevor sie überhaupt einen Fuß in das Stadion ihres Auftaktgegners VfB Auerbach setzen können. Nur knapp entgehen die Reisenden auf der Autobahn einem schweren Unfall, nachdem ihr Bus kurzzeitig in der Leitplanke landet und nur vom Glück davor bewahrt wird, gänzlich umzukippen. Alles Weitere ist an diesem Spieltag nur noch Routine - nervenaufreibende Routine. Mit dem VfB bekommt Lok den Erstplatzierten der Oberliga Süd vorgesetzt. Zwei Tore, zwei Siege; die Vogtländer präsentieren sich bisher als Meister der Effektivität. Und das beweisen sie auch dieses Mal: Obwohl Steffens Elf bis zur 27. Minute die klareren Akzente setzt, das Spiel streckenweise kontrolliert, beweist Auerbach, wie gefährlich es zu jeder Zeit sein kann. Aus dem Nichts, aus der Drehung, versenkt Uwe Kramer einen eigentlich schon geklärten Ball. Das Spiel nimmt mit diesem gesetzten Signal an Intensität und Härte zu: zwei Gelbe Karten für den VfB, vier für Lok!
Die Probstheidaer lassen sich durch den Rückstand nicht verschrecken. Nur vier Minuten später setzt sich Benjamin Fraunholz im Strafraum durch, nimmt die Kugel mit und lässt sie abgebrüht ins Gehäuse abtropfen. \"Vor einer Woche hätte er das Tor noch nicht gemacht\", freut sich sein Trainer. Hin und her wogt die Partie, beide Seiten schenken sich nichts. Auch die Pause senkt das Tempo nicht herab und die nächste Führung übernimmt nun Lok. Nach einer diskussionswürdigen Elfmeterentscheidung von Schiri Marko Wartmann, versenkt der Fels in der Brandung, Kapitän Thorsten Görke, den Strafstoß (57.). Wieder zwei Minuten später die effektive Antwort der Vogtländer: Steffen Vogel verlängert eine präzise Flanke zum 2:2.
Jetzt trifft es Lok besonders hart, als der wegen Meckerns gelbverwarnte Görke mit einem Bodycheck einen bedrohlichen Durchmarsch beendet - Gelb-Rot in der 63. Es wäre verständlich gewesen nach dem Gegentor und in Unterzahl, den Punkt einzumauern. Aber Steffens Kämpfer legen noch einen drauf, sichern hinten, stoßen vor. VfB und Lok haben in der hitzigen Nachspielzeit jeweils den Sieg auf der Spitze ihrer Fußballschuhe: VfB-Einwechsler Carsten Pfoh zieht einen Seitfallzieher Zentimeter am Kasten vorbei, Stephan Knoof schmeißt sich in einen Versuch aus kurzer Distanz und Linkert knallt Sekunden vor dem Schlusspfiff einen Fernschuss übers Tor.
Beide Seiten sind zufrieden. Coach Steffens: \" Wenn man so eine Gurke wie das 1:0 rein bekommt, könnte man schon mal kopflos werden. Ich freue mich über das 2:2. Die Fans werden uns annehmen, wenn wir so spielen wie heute\", zeigt er sich überzeugt. Ganz ruhig wirkt er, nachdem er während des Spiels noch ungehalten gegen die Bande geschlagen hatte. \"Ein Schuss Leidenschaft, ein Schuss Kameradschaft, alles was es ausmacht, nach einer gelbroten Karte so weiter zu spielen.\" Nun werde das Spiel schön ausgewertet, es müssten ein paar Kopfnüsse verteilt werden. Und die gelbe Karte für Görke wegen Meckerns? \"Der wird nicht ungestraft davonkommen!\"
Thomas Düll

1. FC Lok: Evers - Krug, Görke (Gelb-Rot 58.), Knoof - Werner, Saalbach, Hildebrandt, Linkert, Seipel (74. Seifert) - Fraunholz (82. Brumme), Heusel (53. Schulz).
Tore: 1:0 Kramer (28.), 1:1 Fraunholz (31.), 1:2 Görke (57.), 2:2 Vogel (59.).

22.08.2010
Lok holt Punkt in Auerbach
Steffens-Truppe kratzte an Sensation
Haarscharf schrammte der 1. FC Lok Leipzig gestern vorbei an der Sensation: Beim Spitzenreiter VfB Auerbach holte die Mannschaft von Trainer Achim Steffens hochverdient ein 2:2-Unentschiden.
Thorsten Görke war beinahe so etwas wie der tragische Held in einem echten Oberliga-Krimi: Zunächst hatte der Lok-Kapitän gleich bei zwei exzellenten Freistößen einen Treffer auf dem Fuß, dann netzte er einen Elfmeter sicher ein und schließlich flog er nach 62 Minuten mit einer gelb-roten Karte vom Platz. Einziger, leiser Trost: Da stands schon 2:2.
Immerhin setzte die junge Truppe aus Probstheida im ersten Ligaspiel ein echtes Achtungszeichen - mit einem höchst engagierten Auftreten, einem niemals versiegenden Kampfgeist (selbst zu zehnt hatte man Chancen auf den Siegtreffer) und guten spielerischen Ansätzen. Und um ein Wochenende mit schönen Überraschungen rund zu machen, gab`s auch gleich noch ein Knallerlos im Landespokal: Gleich im ersten Spiel wartet der Titelverteidiger Chemnitzer FC.
JW
Lok: Evers - Saalbach, Görke. Krug, Werner - Knoof Hildebrandt, Linkert, Seipel (74. Seifert) - Fraunholz (82. Brumme), Heusel (53. Schulz). T.: 1:0 Kramer (28.), 1:1 Fraunholz (33.), 1:2 Görke (57./ Foulelfmeter), 2:2 Vogel (58.).
SR.: Wartmann.
Gelb-Rot: Görke (62., Lok. wiederholtes Foul).
Z.: 1100.

21.08.2010
Lok trennt sich von Auerbach unentschieden
Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat in seinem ersten Punktspiel der neuen Oberliga-Saison ein 2:2-Unentschieden gegen den VfB Auerbach erstritten. Schon nach der ersten Halbzeit gingen die Mannschaften mit einem Unentschieden in die Kabinen. Nach 45 Minuten stand es 1:1. Für Lok war es die erste Partie der neuen Spielzeit, da das für den ersten Spieltag angesetzte Duell mit dem Lokalrivalen FC Sachsen abgesagt wurde. Die Polizisten, die für das Derby gebraucht worden wären, standen während der Flut in Ostsachsen im Einsatz.
Auerbach hatte hingegen schon Spielpraxis in Punktspielen sammeln können. Die VfBler hatten zuvor 1:0 bei Germania Halberstadt gewonnen und mit dem gleiche Ergebnis zu Hause die zweite Mannschaft von Erzgebirge Aue besiegt.
midi

20.08.2010
Görke fordert mehr Einsatz
Pflichtspiel-Premiere auch für den 1. FC Lok. Schon morgen (13.30 Uhr)gehts bei Spitzenreiter Auerbach zu Sache! Da fordert Kapitän Thorst
en Görke mehr Einsatz als bei der Test-Blamage gegen Achtligist Kemberg (0:2). Görke: „Hoffentlich sind jetzt alle bei uns munter. Jeder hat gesehen, dass es mit halbem Arsch nicht geht.\" Allerdings sagt er auch: „Tests sagen wenig aus. Wird Zeit, dass es um Punkte geht.\"

20.08.2010
Wo steht der 1. FC Lok?
Leipzig/Auerbach. \"Der VfB Auerbach hat schon zwei Spiele hinter sich. Die sind drin\", fasst 1. FC Lok-Kapitän Thorsten Görke die Situation vor dem Samstagsspiel (13.30 Uhr) im Vogtlant zusammen. \"Wir wissen dagegen noch nicht, wo wir stehen.\" Deshalb gehe es jetzt nicht darum, ob die Leipziger die Glückssträhne der Auerbacher (zwei knappe 1:0-Siege) durchbrechen wollten, ob man defensiv oder offensiv spielen werde. \"Wir wollen erstmal ordentlich in die Saison starten\", so der 33-Jährige.
Auch VfB-Trainer Steffen Dünger tut sich noch etwas schwer mit seiner Einschätzung der Leipziger. \"Ein Umbruch wie bei Lok passiert meist nicht ganz unproblematisch\", analysiert er seinen Gegner. \"Sie haben gewisse Tugenden verloren, für die sie früher bekannt waren\", so Dünger. \"Aber die Spieler werden bald zu neuer Stärke finden. Einschätzen kann ich Lok noch gar nicht.\" Individuell betrachtet verfüge das Leipziger Team über \"gute Leute\", Dünger hebt Görke (\"routinierter Spieler\"), Raik Hildebrandt und René Heusel hervor: \"Das ist ein richtig guter Stürmer.\" Lok sei eine der besten Mannschaften der Liga, es komme nur darauf an, \"wie lange sie brauchen, um sich zu finden\". Die eigene Leistung bewertet Dünger zurückhaltend: \"Wir haben in den beiden Spielen bisher nicht überragend gespielt. Wenn man zweimal glücklich gewinnt, denke ich, kann daraus schon eine gewisse Stärke abgeleitet werden\", ist sich der Trainer von Auerbach sicher. Er verfüge über ein eingespieltes Team mit drei Neuzugängen. Der Rest spiele aber schon seit zwei bis vier Jahren miteinander: \"Die sind abgestimmt\", so Dünger. Der Meinung ist auch Lok-Kapitän Görke. Deswegen erwarte er ein interessantes Spiel morgen, das Stadion in Auerbach sei eng und es herrsche eine tolle Stimmung.
Gegen den 1. FC Lok wollen die Vogtländer sich nicht wieder auf das Glück verlassen. \"Wir werden eine sehr gute Abwehrleistung zeigen und als Heimmannschaft mehr Initiative zeigen\", verspricht Dünger. Die Umsetzung stehe aber in einem anderen Buch. Dagegen werde Lok \"Nadelstiche aus einer kompakt stehenden Mannschaft\" setzen, verspricht Görke.
Thomas Düll

18.08.2010
Lok-Chef Kubald glaubt an Auftaktsieg
Probstheidaer spielen zu ihrem Saisonstart bei Spitzenreiter Auerbach / Kunert sauer
Leipzig. Steffen Kubald ist Superoptimist. \"Wir fahren nach Auerbach, um für eine Überraschung zu sorgen. Ich glaube, dass wir dort gewinnen. Auch, weil der Gegner derzeit Besetzungssorgen hat\", sagt der Lok-Vorsitzende vor dem ersten Oberliga-Saisonspiel am Sonnabend (13.30 Uhr) beim Tabellenführer, der seine ersten beiden Begegnungen jeweils mit 1:0 gewann. Allerdings ist das Klassement durch die zahlreichen Ausfälle aufgrund des Hochwassers noch völlig verzerrt.
Sonderbusse hat der 1. FC Lok nicht gechartert. Dennoch rechnet Kubald damit, dass bis zu 500 Fans ihre Jungs zu der schwierigen Auswärtsaufgabe begleiten. Wenn sich die Prognose bewahrheitet, glaubt Auerbachs Sportchef Volkhardt Kramer an 1300 Zuschauer im schmucken VfB-Stadion. \"Vielleicht werden es nach unserem guten Start ein paar mehr. Die Erwartungshaltung ist bei den Anhängern nach zwei Siegen groß, vor allem wegen des Erfolgs bei unserem Angstgegner Halberstadt.\"
Den Aufstieg hat sich Auerbach trotz guter Platzierungen in den vergangenen Jahren nicht auf die Fahne geheftet. \"Da gibt es andere Favoriten wie Bautzen und Zwickau. Auch eins der Leipziger Teams könnte den Sprung schaffen\", meint der 58-Jährige. Er hofft, trotz des Fehlens von Steffen Vogel sowie der Stürmer Carsten Pfoh (beide verletzt) und Mirko Wemme (nach gelb-rot gesperrt) auf drei Punkte.
Lok-Trainer Achim Steffens ärgert sich über die Verletzung von Mittelfeldspieler Alexander Kunert. \"Alex hätte von Beginn an gespielt. Er ist ein Typ, der schnell annimmt, was ich ihm sage. So kenne ich ihn aus meiner Zeit in Grimma.\" Der Coach schätzt den körperlich kleinen Akteur als äußerst fleißigen Typen ein. \"Er ist in der Lage, ein Spiel strategisch zu sehen und entsprechend zu handeln. Sein Ausfall ist bedauerlich, zumal er gut drauf war.\" Gerade deswegen ist Kunert wütend. \"Zum vierten Mal in 15 Monaten solch eine Verletzung. Da habe ich schon an mir gezweifelt, ob ich denn überhaupt noch in der Lage bin, Leistungssport zu treiben\", sagt der 26-Jährige.
Doch der Mediziner Frank Striegler (Thonberg-Klinik Leipzig) konnte den ehrgeizigen Lok-Akteur zumindest in dieser Hinsicht beruhigen. Trotzdem muss sich der Handelskaufmann mit einer Pause von mindestens sechs Wochen abfinden. \"Der Doktor will der Sache auf den Grund gehen. Es muss ja eine Ursache geben, dass es mich immer wieder am Oberschenkel erwischt\", meint Kunert, der bereits vor dem Testspiel vergangenen Freitag in Mölkau beim Aufwärmen \"ein blödes Gefühl im Oberschenkel\" hatte und deshalb auf seinen Einsatz verzichtete. Neben Kunert und dem langzeitverletzten Zugang Sebastian Kieback muss Steffens in den nächsten zwei Partien auch auf Mittelfeldakteur Paul Stöbe verzichten, der im Rahmen seines Studiums einen Lehrgang absolvieren muss.
Norbert Töpfer

17.08.2010
Muskel kaputt! Kunert fällt lange aus
Schock für den 1. FC Lok!

Der Oberligist muss mehrere Wochen auf Mittelfeldspieler Alexander Kunert (26) verzichten. Kunert hatte sich vorm Test gegen Mölkau (9:0) einen Muskelriss im Oberschenkel zugezogen. Trainer Achim Steffens: „Dumm gelaufen. Alex war gut drauf, hatte sich einen Stammplatz erkämpft.\"
Sonntag muss Lok bei Tabellenführer Auerbach ran.

16.08.2010
Hiobsbotschaft für Lok Leipzig: Kunert fällt länger aus
Leipzig. Fußball-Oberligist 1. FC Lok wird in den kommenden Wochen auf seinen Mittelfeldspieler Alexander Kunert verzichten müssen. Nach einer Untersuchung am Montagmittag bei Dr. Frank Striegler in der Thonbergklinik erhielt der 26-Jährige die Hiobsbotschaft, dass er sich einen Muskelriss im rechten Oberschenkel zugezogen habe. Das teilte der Verein am Montagnachmittag mit.

\"Ich bin sehr niedergeschlagen. Für mich lief es seit Trainingsstart sehr gut, ich habe mich riesig auf den Saisonstart gefreut\", sagte Kunert. Er werde aber nach vorne schauen und alles tun, um der Mannschaft so schnell wie möglich wieder helfen zu können. Bereits das vergangene Testspiel in Mölkau konnte der 26-Jährige aufgrund von Problemen beim Aufwärmen nicht mehr bestreiten.

Wenig erfreut vernahm auch Cheftrainer Achim Steffens die Diagnose: \"Das ist natürlich eine alles andere als angenehme Nachricht für uns. Alex hat eine ansprechende Vorbereitung absolviert und sich einen Stammplatz erkämpft.\" Er sei aber überzeugt, dass der Mittelfeldakteur gestärkt zurückkommen werde. midi
© LVZ-Online

16.08.2010
Lok-Start gelingt
Probstheidaerinnen besiegen Holstein Kiel mit 3:0
Einen Saisonstart nach Maß schafften die Zweitliga-Fußballerinnen des 1. FC Lok Leipzig gestern Mittag auf dem Hauptplatz des Bruno-Plache-Stadions. Die Schützlinge von Jürgen Brauße besiegten vor 130 Zuschauern Holstein Kiel verdient mit 3:0 (0:0). Die Treffer für die Gastgeberinnen erzielten Safi Nyembo (46.), Marie-Luise Herrmann (71.) sowie Marlene Ebermann (81.).
Die Leipzigerinnen waren über die gesamte Spielzeit das überlegene Team. Dennoch konnten sie sich bei Torfrau Carolin-Sophie Härling bedanken, dass die Norddeutschen nicht 1:0 in Führung gingen. Denn nach einem verunglückten Rückpass von Katharina Freitag parierte sie glänzend.
Trainer Brauße, der gleich sechs seiner Zugänge einsetzte, war am Ende zufrieden mit der Leistung seiner Mädels. \"Das war schon recht ordentlich. Vor allem, was wir spielerisch zeigten. Die Chancenverwertung dagegen war noch mangelhaft. Wir hätten drei bis vier Tore mehr schießen müssen. Es war jedoch auch schwierig, weil die Kieler sehr defensiv eingestellt waren. So waren die Räume für uns zum kombinieren sehr eng.\" Aus einer insgesamt guten Mannschaft hob er Kapitänin Anne Heller hervor. \"Sie hat unser Spiel hervorragend gelenkt.\"
Die Lok-Frauen haben sich für diese Saison zum Ziel gesetzt, einen Platz unter den besten drei Mannschaften zu erreichen. \"Wenn dann Rang eins und damit der Aufstieg dabei raus kämen, wäre es nicht schlecht\", meint Coach Brauße. Dafür müssen seine Schützlinge aber solche Auswärtsaufgaben wie nächsten Sonntag bei FFC Oldesloe und eine Woche später in Gersten erfolgreich lösen. Norbert Töpfer

1. FC Lok: Härling - Hädrich, Krengel, Freitag, Ganser - Szuh, Heller, Janitzki (60. Schneider), Herrmann (78. Ebermann), Toth (75. Möttig) - Nyembo.

16.08.2010
Trainingsfrei nach neun Toren in Mölkau
Leipzig. Erst sah es nach einer schweren Geburt und Straftraining aus, dann wurde alles erfrischend anders. Der 1. FC Lok Leipzig schenkte dem wackeren Stadt-Ligisten SV Mölkau neun Tore ein, gewann am Ende standesgemäß 9:0 (2:0). Nach der frühen Führung durch Benjamin Fraunholz (8.) gestaltete sich der einseitige Kick zäh für die Blau-Gelben, deren Tor-Maschinerie zunächst den Geist aufgab. Die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber warfen sich vor stattlichen 381 Zuschauern in jeden Ball, mussten erst kurz vor Halbzeit das 0:2 hinnehmen. Lok-Ass Reimund Linkert traf.
Co-Trainer Mike Sadlo wollte der etwas torarmen ersten Halbzeit keine größere Bedeutung beimessen: \"Das ist fast normal bei solchen Spielen. Mölkau hat hochmotiviert begonnen, stand gut, hat es uns nicht einfach gemacht. Als bei denen die Kraft etwas nachließ, wurde das Ergebnis entsprechend deutlich. Im Großen und Ganzen haben die Jungs das umgesetzt, was wir von ihnen erwartet haben. Das war ordentlich.\" Sadlo und sein Chef Achim Steffens hatten vor dem so ungleichen Duell zarten Druck aufgebaut, \"drohten\" mit einer netten Übungseinheit am frühen Samstagmorgen. Angesichts dieser Aussichten legten die Männer um Routinier Torsten Görke nach Wiederbeginn mehrere Schippen drauf. Vor allem der eingewechselte Neuzugang Christoph Schulz sorgte im Angriff für einigen Wirbel. Dem ehemaligen Hallenser gelangen allein drei Treffer (50., 57., 69.). Die restlichen Tore besorgten Jens Werner (62.), Marcus Brodkorb (67.), Julian Adam (72.) sowie Markus Saalbach zwölf Minuten vor dem Abpfiff. Ende gut, alles gut. Morgen tritt der 1. FC Lok bei Rot-Weiß Kemberg an (18.30 Uhr), am Sonnabend steigt dann der Saisonauftakt in Auerbach (13.30 Uhr).
gs

1. FC Lok Leipzig: Evers - Krug (46. Saalbach), Görke, Knoof - Werner, Stöbe (46. Brodkorb), Hildebrandt (46. Adam, Linkert (46. Seifert), Seipel - Fraunholz (46. Schulz), Heusel (46. Adam).

Tore: 0:1 Fraunholz (8.), 0:2 Linkert (42.), 0:3 Schulz (50.), 0:4 Schulz (57.), 0:5 Werner (62.), 0:6 Brodkorb (67.), 0:7 Schulz (69.), 0:8 J. Adam (72.), 0:9 Saalbach (78.). Zuschauer: 381.

09.08.2010
Lok gegen Sachsen erst am 9 Oktober?
So mancher Leipziger Fußball-Fan wird gestern frustriert auf dem Sofa geschmollt haben. Das Derby Lok gegen Sachsen abgesagt. Des Hochwassers rund um Görlitz wegen. Am Samstag, um 23.10 Uhr, teilte die Polizeidirektion mit, dass aufgrund von Evakuierungsmaßnahmen nicht genügend Beamte für die Absicherung des Spieles zur Verfügung stehen. Lok-Boss Steffen Kubald: „In diesem Fall darf sich der Fußball nicht so wichtig nehmen.\" Weh tuts dem Klub, der auf reichlich Einnahmen hoffte, dennoch. Immerhin aber gingen 5900 Tickets im Vorverkauf weg. Die behalten ihre Gültigkeit. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest. FCS-Trainer Dirk Heyne: „Wir hoffen auf eine schnelle Lösung.\" Weil Lok unbedingt am Wochenende ran will, wäre aber frühestens der 9. Oktober drin.
Gestern spielten in der Oberliga: Aue II -Erfurt II 3:2, Halle - Luckenwalde 1:1, HaIberstadt - Auerbach 0:1, Gotha - Borea Dresden 1:1. as

09.08.2010
Ortsderby Anfang Oktober
Grund für gestrige Absage: Polizei wird bei Hochwasserkatastrophe gebraucht
Leipzig. Das für gestern in der Red-Bull-Arena geplante Leipziger Oberliga-Duell des 1. FC Lok gegen den FC Sachsen wurde wegen des Hochwassers in den Regionen Ostsachsen und Chemnitz bereits in der Nacht zum Sonntag abgesetzt. Das hatte das sächsische Innenministerium in Übereinkunft mit dem Nordostdeutschen Fußballverband entschieden. \"Die für das Ortsderby geplanten Einsatzkräfte befinden sich derzeit in den betroffenen Hochwasserregionen zur Unterstützung und Durchführung der Evakuierungsmaßnahmen\", teilte die Polizeidirektion Leipzig gestern mit. Die Partie wird am Wochenende 9./10. Oktober nachgeholt.
\"Bei diesem Ausnahmezustand ist es logisch, dass der Fußball in den Hintergrund rückt\", sagte Lok-Chef Steffen Kubald. Er hatte recht mit der Vorhersage, dass der Buschfunk funktioniere. Denn nur wenige Fußball-Anhänger kamen zur WM-Arena. Auch weil Polizisten im Hauptbahnhof und an den Zufahrtstraßen postiert waren, um die Fans über den Ausfall zu informieren.
Lok-Trainer Achim Steffens ließ seine Jungs zum normalen Treffpunkt um 11.30 Uhr im Bruno Plache-Stadion antanzen, um mit ihnen bis 13.30 Uhr auf dem Hauptplatz zu üben. Wie übrigens auch die Leutzscher, die fast zur gleichen Zeit trainierten.
Steffens ärgert sich. \"Ich dachte erst an einen Scherz, als ich den Anruf erhielt. Es ist schade, dass die viele Arbeit im Vorfeld eines solch wichtigen Spiels umsonst war. Wir haben ja mit den Jungs ein entsprechendes Spannungsfeld aufgebaut, was nun praktisch ins Nichts mündet, weil wir erst übernächsten Sonnabend das erste Punktspiel beim VfB Auerbach haben.\" Dennoch hat der 60-Jährige Verständnis für die Entscheidung des Innenministeriums: \"Es kann doch nicht sein, dass wir nach dem Spiel vielleicht eine Siegparty feiern und nicht weit weg kämpfen Menschen um ihre Existenz.\"
Norbert Töpfer

© Standpunkt Karten für das Lok-Spiel gegen FC Sachsen behalten ihre Gültigkeit. Außerdem können die Inhaber gültiger Tickets ab heute ihre Karten an den Kassen der Arena Leipzig zurückgeben und erhalten den Eintrittspreis rückerstattet.

08.08.2010
Eilmeldung!
Ortsderby aufrund des Hochwasser-Katastrophenalarms in Sachsen abgesagt
Das eigentlich für Sonntag, 08.08.2010, um 14 Uhr angesetzte Leipziger Ortsderby zwischen dem 1. FC Lok und dem FC Sachsen in der NOFV-Oberliga Süd musste am späten Samstagabend um 23.10 Uhr aufgrund des unter anderem im Landkreis Görlitz ausgerufenen Katastrophenalarms kurzfristig abgesagt werden. Das hat das sächsische Innenministerium in Übereinkunft mit dem Nordostdeutschen Fußballverband entschieden und die Verantwortlichen beider Klubs von der Absage unterrichtet. Sämtliche zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei, auch jene für die Partie vorgesehenen Sicherheitskräfte, sind bereits ins Katastrophengebiet entsendet worden, um bei der Evakuierung der Einwohner zu helfen. Nachdem im polnischen Radomierzyce (Radmeritz) eine Staumauer gebrochen ist, rollt eine Flutwelle die Neiße entlang in Richtung Ostsachsen. „Bei diesem Ausnahmezustand ist es logisch, dass der Fußball in den Hintergrund rückt\", sagte Steffen Kubald, 1. Vorsitzender des 1. FC Lok. Ein neuer Spieltermin steht noch nicht fest.

Hinweis: Alle bislang erworbenen Karten für das Heimspiel des 1. FC Lok gegen den FC Sachsen behalten ihre Gültigkeit. Außerdem können die Inhaber gültiger Tickets ab Montag, 09.08.2010, ihre Karten an den Kassen der Arena Leipzig zurückgeben und erhalten den Eintrittspreis rückerstattet.

07.08.2010
Kapitän Görke geht bei Lok auf die Brust
Rechtzeitig vorm Derby morgen (14 Uhr, Red Bull Arena) gegen den FC Sachsen hat der FC Lok einen Trikotsponsor gefunden - zumindest für ein Spiel!
Das Leipziger Sportgeschäft „Sport for Teams by Wosz-Fanshop\" geht auf die Brust. Einfache Verbindung: Lok-Kapitän Thorsten Görke (33) ist da Mit-Geschäftsführer. Er hat den Klub bereits ausgerüstet und wird nun ein paar Scheinchen extra springen lassen. Ob sichs bezahlt macht? Görke weiß: „Gewinnen wir, wirst du ein halbes Jahr geliebt. Verlieren wir, versteckst du dich am liebsten in der Stadt.\"
P.S.: Christoph Schulz (Halle) kommt bis 2011.
as

07.08.2010
Tradition seit 1936
Das Derby Probstheida gegen Leutzsch hat eine lange Geschichte - denkwürdige Begegnungen vergangener Spielzeiten

Leipzig. Das Ortsderby 1. FC Lok gegen FC Sachsen legt traditionell Emotionen frei, bedeutet viel Nervenkitzel und führte in der Vergangenheit leider immer wieder auch zu handgreiflichen Auseinandersetzungen der Anhänger beider Vereine. Am Sonntag, 14 Uhr, startet die Neuauflage des 74-jährigen Klassikers. Hier einige unvergessene Momente vergangener Zusammentreffen:

15. Mai 1999: Die Demütigung! Nein, dieses Derby wird man nicht so schnell vergessen. Den Jubel des damaligen VfB über einen nie erhofften Kantersieg, die Demütigung des FC Sachsen, die Begeisterung und den Schmerz der 7200 Fans, die Szenen der Gewalt. All das, was Fußball so anziehend macht und gleichzeitig so abstoßend, war an diesem Tag im Jahre 1999 zu besichtigen. Am \"Tor Nummer 1\" ging alles schief, nach Tor Nummer eins durch Frank Edmond stürmten rund 100 VfB-Hooligans den Platz. Die Folge: eine 15-minütige Spielunterbrechung. Danach folgte ein Torfestival - Hornung, Do Santos, Seifert und Mbidzo. Endstand: 5:0.
12. Oktober 2002: Der Rasenskandal! Drei Tage vor dem Ortsderby FC Sachsen gegen VfB Leipzig zerstörten Unbekannte mit einem Pflanzengift rund 60 Prozent der Rasenfläche im Kunze-Sportpark. Das Gras starb ab, verfärbte sich gelb und musste mit einer Art Gegengift gedüngt werden. Das später betitelte Skandal-Spiel fand trotzdem statt - mit einem glücklichen Ende für die Leutzscher: Endstand 1:0.

15. Oktober 2007: Öffentliche Aufmerksamkeit! Im Gegensatz zu den in den folgenden Jahren oft torlosen Unentschieden ging es 2007 zwischen Lok und Sachsen Leipzig II richtig zur Sache. Während 14 Kamerateams und Journalisten aus ganz Deutschland eigentlich nur wegen der erwarteten Gewalteskalation an-reisten, zeigten die Spieler auf dem Platz, um was es beim Fußball eigentlich geht - nämlich um Tore. Die Lok-Führung in der 56. Minute (ein 20-Meter-Schuss am gegnerischen Goalie Rene Twardzik vorbei) wurde im direkten Gegenzug (58.) - nach einer dreiminütigen Spielunterbrechung - ausgeglichen. Zwei weitere Treffer für die Probstheidaer folgten. Endstand: 3:1.

16. März 2008: Ganz normaler Wahnsinn! Ein Auftrieb wie beim Papstbesuch. 1000 Polizisten, 100 stählerne Sicherheitsprofis der Black Rainbows und der Leipziger Löwen, ein Wasserwerfer, ein Helikopter im Aufklärungsflug überm Krisengebiet, knapp 10000 Fans im Zentralstadion. Beim Fünftliga-Duell Lok Leipzig gegen die zweite Mannschaft des FC Sachsen blieb die Randale offiziell im Rahmen, ein paar Feuerwerkskörper und Rauchbomben ausgenommen. Die Leutzscher feierten das nüchterne Remis hinterher wie einen Sieg. Endstand: 0:0.

23. August 2009: Derby mit Unterbrechung! Beim Remis vor fast 15000 Zuschauern eskalierte die Stimmung trotz der Fairplay-Kampagne im Vorfeld des Derbys. Bis zur 75. Minute erlebten die Fußballfans ein rassiges Fußballfest, dann kippte die Stimmung. Böller aus dem Lok-Block schlugen neben dem Linienrichter ein, weitere Feuerwerkskörper flogen aus dem Sachsen-Block. Schiedsrichter René Hammer musste die Partie für acht Minuten unterbrechen, während die Polizei anrückte und versuchte für Ordnung zu sorgen. Ein Leutzscher Fan fiel vom Begrenzungszaun und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Nach der Zwangspause war die Luft aus dem Spiel raus. Endstand 0:0.

5. April 2010: Der Elfmeter-Knaller! Das letzte Aufeinandertreffen der Leipziger Oberligisten 1. FC Lok und FC Sachsen sorgte ausnahmsweise für Schlagzeilen anderer Art. Im Zentrum der Ereignisse stand nicht die gewalttätige Auseinandersetzung der Anhänger beider Vereine, sondern Lok-Keeper Jan Evers, der einen vom Leutzscher Daniel Heinze geschossenen Elfmeter entschärfte. Vorangegangen war eine eindeutige Handabwehr auf der Torlinie durch Anton Köllner, der im Anschluss die Rote Karte sah. Der ansonsten souveräne Schiedsrichter hatte Vorteil zurückgepfiffen und den eingelochten Abpraller nicht gegeben. Endstand: 0:0.
Thomas Düll

06.08.2010
Das 1. Gipfeltreffen vorm Leipziger Derby
Lok und FCS auf Schmusekurs
Mit einer dicken Umarmung begrüßten sich die Schwergewichte der beiden Klubs. Lok-Boss Steffen Kubald herzte FCS-Chef Lars Ziegenhorn in den Stadion-Katakomben. Fehlte nur noch der brüderliche Kuss...
Was waren das noch für Zeiten, als vorm Derby zwischen Probstheida und Leutzsch die Giftpfeile flogen. Vor der 45. Auflage am Sonntag (14 Uhr) gabs jedoch, mal wieder, nur Schmusekurs. „Sachsen will an die gute Rückrunde der Vorsaison anknüpfen und Lok nie wieder so eine schlechte hinlegen\", philosophierte Lok-Trainer Achim Steffens (60) auf der gemeinsamen Pressekonferenz in der Red Bull Arena. Sein Kapitän Thorsten Görke (33): „Wir müssen uns Schritt für Schritt nach vorne bewegen. Sonntag im Spiel werden wir sehen, wo wir stehen.\" Und die andere Seite? Auch nicht besser. Sachsen-Trainer Dirk Heyne (52) hielt das Leder ebenfalls flach: „Erst am Sonntag zeigt sich, wie gut unsere Vorbereitung wirklich war.\" Witzig immerhin: Beide Seiten vermieden es angestrengt, die Red Bull Arena zu nennen.
Sprachen nur vom ehemaligen Zentralstadion.
yg, as

06.08.2010
Alle Hoffnungen ruhen auf dem Trainer
Lok-Fans sehen Schwächen im Kader und setzen auf die Kompetenz von Achim Steffens

Der 1. FC Lok ist ein Mysterium. Als in Probstheida beim tradi- tionsträchtigen VfB 2003 die Lichter ausgingen, waren die Fans da, belebten den 1. FC Lok neu. Ein Projekt, dem vielfach keine Zukunft eingeräumt wurde. Von Totgeburt war die Rede. In Blau-Gelb mit der Verve von Athen nach Althen zu pilgern - undenkbar. Aber der 1. FC Lok ging seinen Weg, stieg auf, fusionierte, steht heute grundsolide mit beiden Beinen in der Realität.
Der Hype der Neugründung ist längst vorbei, doch die Fans sind immer noch da. Unter Koordinator René Gasch bauen sie das Bruno-Plache-Stadion um. In Eigenregie soll die marode Spielstätte in Einklang mit den DFB-Statuten gebracht werden. \"Der Verein hat viel Potenzial\", sagt Gasch. \"Wir haben letztes Jahr eine schlechte Saison gespielt, und trotzdem kommen noch so viele Leute.\"
Der 1. FC Lok ist strukturell gut aufgestellt. Und der Verein hat aus seinen Fehlern gelernt, setzt auf eine positive Außenwirkung, will weg vom Image als Club mit offener rechter Flanke. \"Wir brauchen Ideen und Events, die bisher noch nicht da gewesen sind\", ist sich Gasch sicher. Der 1. FC Lok hat sich in der Oberliga etabliert - \"hier ist noch lange nicht Schluss\", so der 41-Jährige. Gasch ist Vereinsmitglied. Genauso wie 1700 andere, nach Dynamo Dresden ist der 1. FC Lok der mitgliederstärkste Verein in Sachsen. Nach der Chaos-Saison im Vorjahr und vor dem Hintergrund der vor die Nase gesetzten Konkurrenz aus Salzburg ist man in Probstheida zurückhaltender geworden, beansprucht das einstige Zentralstadion nicht mehr als sein Wohnzimmer. Reinhard Teschner geht seit 1975 zu Lok, besucht jedes Heimspiel. Der 51-Jährige erhofft sich im Vergleich zur Vorsaison mehr Tore und attraktiveren Fußball. In den Testspielen hat Teschner schon Fortschritte ausgemacht. \"Sie stehen hinten besser, unter Achim Steffens kommt mehr Struktur ins Spiel.\"
Die Hoffnungen ruhen auf Neu-Trainer Steffens. \"Er hat zwar eine derbe Ausdrucksweise, aber trifft den Nagel auf den Kopf\", schätzt Teschner ein. Auch Andreas Schmidt hat hohe Erwartungen an Steffens. \"Er zieht seine Linie durch, ist loyal und leistet konsequent gute Arbeit. Seine Fachkompetenz ist unbestritten\", so der 48-Jährige.
Können die Abgänge um Offensiv-Allrounder Manuel Starke (Meuselwitz) und Stürmer Rico Enger (Babelsberg) kompensiert werden? \"Der Kader ist nur mittelmäßig besetzt\", konzediert Schmidt. Und wünscht sich dennoch den Aufstieg. \"Unser langfristiges Ziel muss 3. Bundesliga heißen.\" Schmidt sieht in Ober- und Regionalliga eher weniger attraktive Gegner. Fatal für einen Verein, der ohne Großsponsor oder -investor vor allem auf Zuschauer angewiesen ist.
Klar, dass der 1. FC Lok da auf den eigenen Nachwuchs setzen muss. Mit Julian Adam und Christoph Jackisch warten zwei 18-jährige Stürmer auf ihr Debüt, die im Nachwuchsbereich kongenial harmo­nierten. \"Von den Jungen habe ich noch kein Bild, ob es für den Männerbereich reicht\", sagt Schmidt. Aber insgeheim hofft er, dass die beiden einschlagen.
Bastian Pauly

06.08.2010
Ruhe bis Weihnachten, wenn ...
Für Lok wäre ein Sieg im Ortsderby ein wichtiges Signal für die Fans

Besser Fußball spielen will der 1. FC Lok in der kommenden Oberliga-Saison, die am Sonntag in der Red-Bull-Arena mit dem Derby gegen den FC Sachsen gestartet wird. Alle sagen das: der Vorsitzende Steffen Kubald, der neue Trainer Achim Steffens und natürlich auch die Spieler. Doch das sei nicht abgesprochen, versichert Kubald. Über eine angestrebte Platzierung redet keiner. Der Klubchef sagt lachend: \"Wenn wir die Leutzscher schlagen, haben wir Ruhe bis Weihnachten.\" Er setzt auf den Haudegen Steffens und seinen Assistenten Mike Sadlo. \"Wenn uns ein guter Start gelingt, kommen die Zuschauer von ganz alleine. Wir brauchen einfach die Einnahmen als Klub. Natürlich gehört dazu ein Sieg gegen den FC Sachsen.\" Er rechnet mit einem Besucherschnitt von 2500 Zuschauern.
Für Steffens als Coach hat er sich mit seinen Vorstandskollegen entschieden, \"weil Achim den Jungs etwas beibringen kann\". Der 60-Jährige könne die junge Mannschaft auch über die emotionale Schiene pushen. \"Steffens ist ein sehr geradliniger, fairer Übungsleiter.\" Steffens nennt auch keine Favoriten für den Aufstieg. \"Für mich sind die eingespielten Mannschaften die stärksten. Wenn sich solche Teams, die in der vergangenen Saison schon ordentlich mitgemischt haben, auch noch personell verstärken konnten, muss man sie immer auf der Rechnung haben\", meint Steffens. Zudem rechne er auch mit den starken zweiten Vertretungen wie die von Dynamo Dresden oder vom FC Carl Zeiss Jena. Und er verweist auch auf den FC Sachsen. \"Diese Mannschaft spielt schon ein Jahr zusammen. Und den Abgang eines Robert Gerber sollten sie durchaus verkraften können.\"
Für Steffen Kubald sind Budissa Bautzen und Germania Halberstadt die heißesten Aufstiegskandidaten. Was Steffens These bestätigt, denn beide Mannschaften zählen zu den eingespielten Teams der Oberliga und erhielten respektable Zugänge. In Bautzen heuerte zum Beispiel Sylvio Schwitzky (FC Erzgebirge Aue II) an. Die Halberstädter verpflichteten gleich elf Neue.
Kubald hofft nach der vorigen \"Seuchen-Saison\", dass Männer wie Zugang Thorsten Görke (Hallescher FC) und Torwart Jan Evers die Leistungsträger im Lok-Team werden. \"Das erwarte ich auch von Markus Krug, obwohl der noch sehr jung ist.\" Zudem hält der Probstheidaer Chef auch große Stücke auf die Zugänge Raik Hildebrandt (Gera) und Benedikt Seipel (Hallescher FC).
Die Leipziger wollen so viel wie möglich ihrer Spiele im heimischen Plache-Stadion austragen, weil die Mietkosten für das Ausweichen in die Red Bull Arena im fünfstelligen Bereich liegen. Das betrifft vor allem die sicherheitsrelevanten Partien gegen die sechs zweiten Mannschaften in der Oberliga. Gleich das erste, echte Heimmatch der Probstheidaer gegen die Reserve des 1. FC Magdeburg wurde auf Freitag, 27. August (19 Uhr), verlegt. \"Wir versuchen diese Spiele immer so zu verlegen, dass sie parallel mit den Begegnungen der ersten Mannschaften stattfinden. Dann können wir den zusätzlichen großen Sicherheitsaufwand vermeiden\", erklärt Steffen Kubald.
Norbert Töpfer

06.08.2010
\"Es gibt kein leichtes Spiel\"
Lok-Trainer Achim Steffens will Team verbessern, ohne ein Ziel vorzugeben
Achim Steffens, neuer Trainer des 1. FC Lok Leipzig, lässt sich keine Zielstellung seiner Oberliga-Elf für die neue Saison entlocken. Für ihn zählt nur, besseren Fußball zu spielen.
Frage: Die Übermannschaft der letzten Saison, RB Leipzig, ist raus aus der Oberliga. Wie wollen Sie denn den Fans vermitteln, dass Ihre Mannschaft zwar attraktiver spielen soll, aber keinerlei Ziel verkündet wird?
Achim Steffens: Erst einmal möchten wir jede Partie gewinnen. Was bringt es, hohe Ziele zu verkünden und die Spieler sind noch gar nicht so weit in ihrer Entwicklung. Erst die Saison wird zeigen, was möglich ist. Sicher ist nur: Es gibt kein leichtes Spiel für uns. Wir wollen gegenüber der vorigen Saison einfach besser werden. Auch, damit mehr Zuschauer kommen. Denn wenn das Stadion voll ist, brauchen wir nicht über den Tabellenplatz zu reden. Dann haben wir alles richtig gemacht.
Wer sind für Sie die Aufstiegs-Favoriten in der neuen Saison?
Eingespielte Mannschaften, die in der schon vergangene Saison gut mitmischten und die sich jetzt auch punktuell verstärken konnten. Hinzu kommen starke zweite Teams wie die von Dynamo Dresden oder vom Carl Zeiss Jena.
Was ist jetzt nach der Vorbereitung schon anders als vor einem Jahr?
Erst einmal tun mir einige der Abgänge sehr weh. Aber das ist nicht zu ändern. Positiv ist, dass die neue Mannschaft charakterlich zu passen scheint. Zum Beispiel hören die Jungen wieder auf die Alten. Auch die Grüppchenbildung gibt es nicht mehr. Das alles sind auch wichtige Voraussetzungen, um mit einer Mannschaft Erfolg zu haben.
Mit Thorsten Görke haben Sie einen Zugang zum Kapitän bestimmt...
Für mich war sofort klar, dass er das macht. Denn Thorsten weiß, wie es geht. Er hat einige Leute um sich, mit denen er bereits erfolgreich gespielt und hat zudem schon mit mir zusammen gearbeitet. Wichtig ist, dass er mit den Spielern nicht nur im Spiel, sondern auch auf dem Platz und in der Kabine spricht. Manche Dinge sollte lieber der Kapitän ansprechen und nicht der Trainer.
Angesichts der enormen Rivalität zwischen beiden Leipziger Vereinen ist es vielen Fans am wichtigsten, am Ende vor dem FC Sachsen zu stehen...
Das kann schon bedeutend sein. Aber wenn die Leutzscher 14. sind und wir 13., werde ich mich bestimmt nicht freuen.
Interview: Norbert Töpfer

06.08.2010
Rückkehrer
Görke: Vom Konzept überzeugt
Thorsten Görke ist nicht nach jahrelanger, meist erfolgreicher Wanderschaft zu seinem Verein nach Probstheida zurückgekehrt, um sich zur Ruhe zu setzen. \"Ich möchte mit Lok noch was erreichen. Das Konzept dieses Klubs hat mich überzeugt\", sagt der 33-Jährige.
Wie seine Vorgesetzten Stefen Kubald und Achim Steffens lässt er sich nicht auf eine konkrete Zielvorgabe ein. \"Die Oberliga ist in diesem Jahr wie eine Wundertüte\", glaubt Görke, der von Trainer Steffens zum Kapitän ernannt wurde. \"Die Fans müssen auf dem Feld eine Mannschaft sehen, die für ihren Klub alles gibt.\"
Er hat eine solche Saison mit dem Lok-Vorgänger VfB erlebt - mit Achim Steffens als Trainer. 2000/01 scheiterten die Probstheidaer im Aufstiegskampf um Liga drei knapp am 1. FC Magdeburg. \"Wir waren damals krasser Außenseiter gegen die Elbestädter, die sogar ehemalige Bundesliga-Spieler im Team hatten und am Ende auch das bessere Team waren. Aber eine solche Begeisterung in der Mannschaft wie damals wünsche ich mir auch im kommenden Jahr\", meint Görke. Der Abwehr- und Mittelfeldstratege hat sich bereits ein zweites Standbein geschaffen, so dass ihn der Amateurstatus bei Lok nicht belastet. Denn seit einem Jahr ist er Geschäftsführer eines Wosz-Fanshops in Leipzig.
Norbert Töpfer

06.08.2010
Lok gegen Sachsen - alle denken nur ans Derby
Der Probstheidaer Kapitän Thorsten Görke und sein Leutzscher Kollege Kevin Kittler glauben fest an den Sieg

Die gute Nachricht zuerst. Die gemeinsame Pressekonferenz des 1. FC Lok und des FC Sachsen vor dem Derby am Sonntag in der Red-Bull-Arena (14 Uhr) wird durch Sachlichkeit und gegenseitige Achtung geprägt. Der negative Fakt: Das Duell der Traditionsklubs ist nur ein fünftklassiges Match von Freizeit-Fußballern.
Und keiner aus beiden Lagern spricht vom Regionalliga-Aufstieg. Lediglich der Leutzscher Trainer Dirk Heyne deutet ganz vorsichtig an, dass der FC Sachsen vielleicht nach der Saison 2011/12 die Oberliga verlassen könne. Aber nur, wenn seine Schützlinge ihre positive Entwicklung nach der Winterpause des vergangenen Spieljahres fortsetzen können und durchgehend starke Leistungen bieten. Eine konkrete Vorhersage für die am Wochenende beginnende Saison lässt sich der 52-Jährige nicht entlocken. \"Es hängt alles davon ab, wie konstant wir spielen.\" Wie sein Kollege Achim Steffens (60) schiebt er die Favoritenrolle anderen Mannschaften zu. Der Lok-Coach nennt die eingespielten Teams, während Heyne auf Budissa Bautzen und Germania Halberstadt verweist.
Beide Fußball-Lehrer sehen im Augenblick nur das Stadtderby. Heyne nennt es eine \"Bombensache mit zusätzlicher Motivation für die Spieler\". Dabei sei es ihm egal, wann es stattfindet. \"Wenn du nach zehn Jahren zurückkehrst zum gleichen Klub und gleich mit so einem Spiel beginnst, ist das schon was Besonderes\", entgegnet Steffens und ergänzt: \"Normal muss ich bei der langen Vorbereitung mal diesen oder jenen Spieler antreiben. Doch vor dem Match sind alle heiß. Jeder will sich zeigen, um in der Anfangself zu stehen.\" Das habe er auch bei den Leutzscher Spielern im Testspiel gegen Zweitligist 1. FC Union Berlin gesehen.
Sachsen-Kapitän Kevin Kittler, der einst zusammen mit Lok-Spielführer Thorsten Görke mit dem Halleschen FC in die Regionalliga aufstieg, glaubt fest an einen Leutzscher Erfolg: \"Wir sind nach den beiden Remis in der vorigen Saison einfach dran mit einem Sieg.\" Sein Vorgesetzter Heyne, der Lok gegen Hertha II und Meuselwitz beobachtete, vermeidet eine Aussage zur Spielstärke der Probstheidaer. \"Wir wollen das erste Heimspiel gewinnen, egal wer der Gegner ist. Wir sind gut gerüstet\", meint der Probstheidaer Routinier Görke.
Für Heyne steht die Anfangsformation bereits fest. Dagegen grübelt Lok-Coach Steffens noch über zwei Positionen. \"Aber es ist gut, dass die Jungs das wissen. Da lässt sich keiner hängen\", ergänzt er lachend.
Norbert Töpfer

05.08.2010
Talentetreff beim 1. FC Lok
Probstheidaer Klub veranstaltet großes B-Jugend-Turnierybr>
Völlig klar, dass beim 1. FC Lok Leipzig die Oberliga-Mannschaft im Mittelpunkt des Interesses steht. Doch der Vereinsvorsitzende Steffen Kubald hat stets auch den Nachwuchs im Blick. \"Unser Ziel ist es, dass in der kommenden Saison alle Jugend-Mannschaften mindestens den Klassenerhalt schaffen. Vor allem die A-, B- und C-Jugend sollen unbedingt in der Regionaliga bleiben.\" Höhepunkt der Vorbereitung für die B-Junioren, die ab dem 22. August in der Regionalliga Nordost auf Punktejagd gehen, ist auch diesmal wieder das traditionelle U17-Turnier des 1. FC Lok (Samstag, 7. August, 10-17 Uhr auf dem Gelände des Bruno-Plache-Stadions).
Acht hochkarätige B-Junioren-Teams, vornehmlich aus dem Osten Deutschlands, treten dabei zunächst in zwei Staffeln gegeneinander an. In Gruppe A sind neben der Gastgebermannschaft des 1. FC Lok vertreten: Borea Dresden (Regionalliga), Tennis Borussia Berlin und FC Rot-Weiß Erfurt (beide Bundesliga). In Gruppe B treten an: 1. FC Union Berlin, Erzgebirge Aue (beide Regionalliga), FSV Zwickau (Landesliga Sachsen) und der Braunschweiger SC Acosta (Niedersachsenliga). Zunächst spielen die Kontrahenten alle gegeneinander - eine Partie dauert jeweils 30 Minuten. Die beiden Ersten ziehen ins Halbfinale ein, wo sie im Kreuzvergleich den Finalisten ermitteln. Das große Endspiel ist für 15.45 Uhr geplant, um 16.30 soll dann die Siegerehrung stattfinden.
B-Junioren-Trainer Björn Rosemeier sieht die schwere Gruppe seines Teams gelassen: \"Im Vordergrund steht das Training unter Wettkampfcharakter.Wenn wir uns dabei mit sehr guten Mannschaften messen können - umso besser.\" Trotzdem hat Rosemeier ein Weiterkommen mit seinen jungen Burschen angepeilt: \"Wir wollen natürlich ins Halbfinale!\"
pm/nt

04.08.2010
1. FC Lok siegt 2:0
Farnstädt. Fußball-Oberligist 1. FC Lok Leipzig gewann gestern Abend seinen letzten Test vor dem Saisonstart bei Siebtligist Farnstädt vor 400 Zuschauern mit 2:0 (0:0). Torschützen waren Benjamin Fraunholz per Kopf und René Heusel per Elfmeter. Zugang Sebastian Seifert verletzte sich an der Lippe, so dass er noch während der Partie ins Krankenhaus gefahren wurde. nt

03.08.2010
Steffens macht Lok heiß
„Wenn die anderen feiern und auf dem Gang rumhopsen, das ist das Schlimmste”

Er ist noch magerer geworden nach seinem Klinik-Aufenthalt. Und Ehefrau Brigitte hätte ihn nach seiner gerade auskurierten Lungenentzündung am liebsten noch ein paar Tage bei sich daheim behalten. „Aber das Spiel kann ich mir nicht wegnehmen lassen\", wehrt Lok-Trainer Achim Steffens (60) ab. „Sensationell, dass die Saison so beginnt.\"
FC Lok gegen FC Sachsen, das Leipziger Oberliga-Derby Sonntag (14 Uhr) in der Red Bull Arena. Viel mehr als nur drei Punkte stehen da auf dem Spiel. Prestige. Ruhm, Ehre. Die Gunst (oder Mißgunst) der eigenen Fans. Steffens: „Da wirst du emotional getragen.\" Mindestens 13000 Zuschauer werden erwartet. Und die wollen, bitteschön, nicht zum dritten Mal in Folge eine Nullnummer erleben.
„Beide Mannschaften werden nicht dazu in der Lage sein, fehlerfrei zu spielen\", philosophiert Steffens. Es käme also drauf an, wer die Fehler am besten nutzen kann. Und? Er grinst verschmitzt: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.\" Denn: „Das Schlimmste ist doch, wenn du beim Duschen die anderen feiern und auf dem Gang rumhopsen hörst.\" Präsident Steffen Kubald (47) pflichtet ihm bei: „Es will sich doch keiner Montag auf Arbeit dumme Sprüche von den Chemikern anhören wollen.\" Ohnehin hat er schon ausgerechnet: „Wir gewinnen gegen Sachsen und überraschen die Woche drauf auch Auerbach. Dann haben wir bis Weihnachten Ruhe.\"
Allerdings: Auf ein Saisonziel will man sich jetzt noch nicht festlegen. Steffens: „Ich könnte jetzt sagen dass wir unbedingt vor den Grün-Weißen stehen wollen. Aber nachher sind die 14. und wir stehen auf Platz 13. Sind wir dann glücklicher?\"
Herrlich, dieser Mann.
André Schmidt

03.08.2010
Wundertüte 1. FC Lok
Verantwortliche des Klubs nennen keine Saisonziele / Oberliga-Team in Derby-Stimmung
Leipzig. Der 1. FC Lok wirkt vor dem Start in die neue Oberliga-Saison wie eine Wundertüte. Niemand weiß so richtig, was drin ist. Die Verantwortlichen hüten sich, Zielstellungen zu nennen. Vorsitzender Steffen Kubald und der neue Trainer Achim Steffens verkünden nur: \"Wir wollen besseren Fußball spielen, damit wieder mehr Zuschauer durch die Pforten des Plache-Stadions strömen.\"
Das können die Probstheidaer bereits am Sonntag in der Red-Bull-Arena beweisen, wenn sie auf den FC Sachsen treffen. Lok-Trainer Achim Steffens wird sich die Leutzscher morgen in deren Testspiel gegen den 1. FC Union anschauen. Er hat es seinen Schützlingen freigestellt, sich ihm anzuschließen. \"Aber so etwas macht Sinn\", glaubt der Coach, \"ich habe das in meiner Zeit mit dem FC Eilenburg schon erfolgreich praktiziert.\" Vier Tage nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus nach seiner Lungenentzündung sei es für ihn selbstverständlich, dass er sofort wieder sein Team betreut, obgleich er noch etwas angeschlagen ist. \"Manche Fans kommen extra fürs Derby eher aus dem Urlaub. Da ist es meine Pflicht, so schnell wie möglich wieder bei der Mannschaft zu sein\", sagt der 60-Jährige. Zudem zwinge ihn die positive Einstellung seiner Jungs dazu. \"Es gibt keinen unserer Spieler, der das Training mal auslassen will. Alle ziehen voll mit.\" Er nennt das Beispiel von Berufskraftfahrer Stephan Knoof, der aufgrund seiner Mittelschicht bereits 9 Uhr zum Üben ins Plache-Stadion fuhr. Heute (18.30 Uhr) bestreitet Lok bei Siebtligist Blau-Weiß Farnstädt den letzten Test vor dem Punktspielstart. Doch in Gedanken sind Steffens und seine Männer bereits beim Derby. \"Das wollen wir natürlich gewinnen\", verkündet der Coach und fügt an: \"Es gibt nichts Schlimmeres, als nach dem Abpfiff in der Kabine zu sitzen und die Gegner feiern nebenan ihren Sieg oder tanzen auf dem Flur. Wir wollen am Sonntag selbst feiern.\" Das sieht auch Stürmer Benjamin Fraunholz so. \"Ich bin fit und heiß. Auf dieses Spiel freue ich mich schon Monate vorher. Wenn wir gegen die Sachsen gewinnen, können wir den Schwung fürs ganze Jahr mitnehmen.\"
Jens Werner, mit 27 Jahren schon einer der Erfahrensten im Lok-Team, hofft, dass keiner seiner Teamkollegen wegen der großen Kulisse gelähmt ist. \"So viele Zuschauer pushen mich. Vorige Saison haben wir mit Glück zweimal 0:0 gespielt. Das soll sich diesmal ändern.\" Raik Hildebrandt, Zugang vom FC Gera 03, freut sich auf Sonntag. \"Bei Derbys geht es immer zur Sache. Ich kenne das aus meiner Zeit beim VFC Plauen, wenn wir gegen Auerbach gespielt haben. Mich spornt es an, vor solch einer Kulisse auflaufen zu können. Wo gibt es das schon, dass in der Oberliga so viele Zuschauer kommen.\" Der Lok-Vorsitzende Steffen Kubald hofft auf 15 000 Besucher. Seine \"Geheimrechnung\": \"Wir schlagen Sachsen, überraschen in Auerbach positiv. Dann kommen auch zum ersten Spiel gegen die Zweite des 1. FC Magdeburg viele Fans ins Plache-Stadion. Das würde uns Einnahmen bringen, die wir dringend brauchen.\"
Norbert Töpfer

02.08.2010
Stürmt Schulz schon im Derby für den FC Lok?
\"Das war in Ordnung. Wenn wir jetzt noch die letzten zehn Prozent rauskitzeln, dann können wir optimistisch ins 1